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Hormonexperten informieren Patienten über aktuelle Erkenntnisse

Gießen | Anlässlich ihres 52. Symposions vom 4. bis 7. März in Gießen bietet die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) auch Patienten, Angehörigen und Interessierten neueste Erkenntnisse über hormonelle Erkrankungen: In vier öffentlichen Vorträgen informieren Hormonexperten über die Behandlung von Adipositas, Akne, Diabetes, Knochenschwund, Schilddrüsenerkrankungen und unerfülltem Kinderwunsch. Anschließend beantworten die Referenten Fragen aus dem Publikum. Auch hormonell bedingte Erkrankungen bei Haustieren stehen auf dem Programm. Öffentlich ist auch der abschließende Plenarvortrag „Missbrauch der Endokrinologie – Doping im Sport“. Die Teilnahme ist kostenlos.
Das 52. Symposion der DGE bietet nicht nur Ärzten und Wissenschaftlern neuestes Wissen über hormonelle Erkrankungen: „Die DGE sieht es als eine ihrer wesentlichen Aufgaben an, auch Betroffene und interessierte Laien über moderne Erkenntnisse und Methoden aus der Endokrinologie zu informieren“, erklärt Tagungspräsident Professor Dr. med. Reinhard G. Bretzel aus Gießen im Vorfeld des Symposions. Deshalb stellen Experten verschiedene hormonell bedingte Krankheiten an vier Kongresstagen vor und erläutern mögliche Therapien. Sie klären auch über verbreitete Irrtümer und Fehler in der Behandlung auf.
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Der Aufklärung bedarf es beispielsweise über Akne. Denn verschiedene Formen dieser Hautkrankheit betreffen nicht nur mehr als 80 Prozent der Jugendlichen. Auch etwa fünf Prozent der Erwachsenen leiden daran. Ursachen können unverträgliche Kosmetika, Präparate zum Muskelaufbau oder Medikamente sein. Aber auch wenn die Geschlechtshormone aus dem Gleichgewicht geraten, kann dies das Hautbild verändern. „Bei schweren Fällen von Akne sollten Betroffene auf jeden Fall einen Hautarzt aufsuchen“, rät Professor Dr. med. Peter Andreas Mayser, Kommissarischer Leiter des Zentrums für Dermatologie und Andrologie des Universitätsklinikums Gießen. Denn eine falsche Eigenmedikation könne die Akne verschlimmern und Narben hinterlassen.
Hilfreiche Informationen bietet die DGE den Besuchern auch zu Knochenschwund. In Deutschland leiden etwa 7,8 Millionen Menschen an Osteoporose. Besonders Ältere und Frauen nach den Wechseljahren sind betroffen. Den Arzt suchen sie meist wegen Knochenbrüchen oder Rückenschmerzen auf. „Die richtige Diagnose setzt eine ausführliche Befragung zur Vorgeschichte des Patienten voraus“, so Professor Dr. med. Hilmar Stracke vom Zentrum für Innere Medizin des Universitätsklinikums Gießen. Eine Messung der Knochendichte reiche dafür nicht aus. Denn wichtige Hinweise liefert hierbei auch der Hormonhaushalt: Ein gestörter Kalziumstoffwechsel, die Schilddrüse oder ein Mangel an Vitamin D seien deshalb unbedingt zu beachten.
Informationen zu diesen und anderen Themen wie etwa Fehlfunktionen der Schilddrüse, Hormonersatztherapie bei Mann und Frau oder Stammzellbehandlung bei Diabetes bieten die Experten an den vier Tagen des DGE-Symposions. In der Aula der Justus-Liebig-Universität Gießen beantworten sie die Fragen der Besucher. Der abschließende Plenarvortrag „Missbrauch der Endokrinologie – Doping im Sport“ in der Kongresshalle ist ebenfalls öffentlich und kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Öffentliche Vorträge im Rahmen des 52. Symposions der DGE:
Mittwoch, 4. März, 17 bis 19 Uhr:
Hormonersatztherapie bei Mann und Frau, Unerfüllter Kinderwunsch
Donnerstag, 5. März, 17 bis 19.30 Uhr:
Häufige endokrinologische Erkrankungen bei Mensch und Haustier, Volkskrankheit Osteoporose und Struma, Schilddrüsen- und Nebennierenerkrankungen bei Hund und Katze
Freitag, 6. März 2009, 17 bis 19.30 Uhr:
Erkennen, behandeln, vorbeugen: Volkskrankheit Adipositas und Diabetes, Zelltransplantation und Stammzelltherapie beim Diabetes
Samstag, 7. März, 11 bis 12.30 Uhr:
Akne – Sturm der Hormone
Justus-Liebig-Universität Gießen, Universitäts-Hauptgebäude, Aula, Ludwigstraße 23, Gießen
Samstag, 7. März , 11 bis 12 Uhr
Presidential Session/Plenarvortrag
„Missbrauch der Endokrinologie – Doping im Sport“
Referenten: Professor Dr. W.W. Franke, Heidelberg
Kongresshalle, Berliner Platz 2, Gießen.

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