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Bundesweiter Trend zu ebenerdigen Querungen - ADFC informierte sich über Akzeptanz von Ampelquerungen

In Karlsruhe wird die Unterführung kaum noch genutzt, seit es die oberirdische Querung über die Bundesstraße 10 gibt.
In Karlsruhe wird die Unterführung kaum noch genutzt, seit es die oberirdische Querung über die Bundesstraße 10 gibt.
Gießen | Ob die unterirdische Querungen an der Ostanlage durch eine Fußgängerampel ersetzt werden soll, wird in Gießen derzeit verstärkt diskutiert. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub Gießen (ADFC) bedauert, dass in der bisherigen öffentlichen Debatte Erkenntnisse aus anderen Städten nicht eingeflossen sind, obwohl sehr viele deutsche Städte in den letzten Jahren ihre Unterführungen durch ebenerdige Querungen ersetzt haben und dabei stets positive Erfahrungen gemacht wurden.

ADFC-Vorstandsmitglied Jan Fleischhauer ist daher nach Karlsruhe gereist, wo vor einigen Jahren an der Bundesstraße 10 auch die Frage anstand, wie bei einer bestehenden Unterführung eine barrierefreie Querung eingerichtet werden kann. Da auch in Karlsruhe eine Ampelanlage günstiger war als die Nachrüstung mit Aufzügen, entschieden sich die Karlsruher für die Ampelanlage, wobei es wie in Gießen zu größeren Protesten aus der Bevölkerung kam: So wurde mit der Sicherheit der Kinder argumentiert, die viele gefährdet sahen, da die dortige Hauptstraße mit 50.000 Fahrzeugen pro Tag sogar noch stärker befahren ist als die Ostanlage in Gießen (24.000 Fahrzeuge pro Tag). Auch Staus, Lärm und Abgase wurden befürchtet und vielfach hieß es, dass es gar keinen Bedarf für das Projekt gebe, da die bestehende Unterführung täglich von 900 Fußgängern und 600 Radfahren bestens angenommen wurde. Trotzdem entschied sich die Politik gegen teilweise massive Proteste dann für eine Ampelanlage. Im Gegensatz zu den Gießener Plänen blieb in Karlsruhe jedoch die alte Unterführung auch aufgrund des Protestes der Bevölkerung als alternatives Angebot erhalten, da dafür ausreichend Platz vorhanden war.

Wie der Karlsruher Bürgermeister Obert (FDP) in seinem Vortrag zur Karlsruher Verkehrsplanung berichtete, sind die Befürchtungen nach Fertigstellung der Ampelanlage nicht eingetreten. Der Verkehr fließt auch mit Ampel bestens und es seien auch keine Verkehrssicherheitsprobleme entstanden, obwohl die Querung in Karlsruhe deutlich komplexer sei, weil Ampeln und Zebrastreifen kombiniert wurden. Die Karlsruher sehen die Querung mittlerweile als einen der erfolgreichsten Bausteine in der Verkehrsplanung ihrer Stadt, denn Zählungen aus dem Jahr 2011 haben ergeben, dass nunmehr täglich 1.500 Radfahrer und 1.400 Fußgänger die Querung nutzen. Der Karlsruher Bürgermeister ist daher überzeugt, dass es wichtig ist, attraktive Angebote wie z. B. ebenerdige Querungen oder Radfahrstreifen zu schaffen, damit die Bewohner einer Stadt vom Auto auf Rad- und Fußverkehr umsteigen.

Die Querung an der Ostanlage bietet beste Möglichkeiten, schnell und direkt in die Innenstadt zu kommen.
Die Querung an der Ostanlage bietet beste Möglichkeiten, schnell und direkt in die Innenstadt zu kommen.
Bei einer Besichtigung der Querungsstelle in Karlsruhe, war dann selbst Fleischhauer überrascht, denn innerhalb von 10 Minuten haben rund 50 Radfahrer und Fußgänger die Bundesstraße oberirdisch gequert. Keine einzige Person nutzte jedoch die Unterführung, selbst dann nicht, wenn die Ampel gerade von grün auf rot umsprang und die Fußgänger wussten, dass sie nun länger warten müssen.

Die Karlsruher Stadtplaner beabsichtigen daher im Herbst eine neue Zählung, bei der geprüft werden soll, wie viele Menschen drei Jahre nach Bau der Querung noch die Unterführung nutzen. Das Ergebnis ist absehbar: Mangels Nutzung wird die Unterführung vermutlich bald geschlossen, um unsinnige Kosten für deren Betrieb einzusparen.
Die Karlsruher Ergebnisse decken sich übrigens mit den Ergebnissen aus der Fachliteratur: Eine drei Meter unter Straßenniveau verlaufende Unterführung wirkt auf Fußgänger wie 45m Umweg heißt es beispielsweise in Veröffentlichungen des Verkehrsforschers Prof. Knoflacher von der Universität Wien, der die Trennwirkung von Unter- und Überführungen in Städten untersucht hat. Nur durch Zäune und andere Hindernisse kann oftmals überhaupt erreicht werden, dass Fußgänger nicht oberirdisch queren und ihren Weg durch Unterführungen antreten.

Der ADFC Gießen begrüßt aufgrund dieser Erkenntnisse, dass der Magistrat nun den Weg für die ebenerdige Querung frei gemacht hat. „Viele deutsche Städte haben diesen Schritt zu mehr Barrierefreiheit und für die Förderung des Rad- und Fußverkehrs schon vor Jahren getan. Es ist gut, dass auch Gießen nun zumindest eine Fehlplanung aus Zeiten der autogerechten Stadt zurückbaut“, so Jan Fleischhauer.

Mehr Informationen auf: http://www.adfc-giessen.de/cms_select.php?ID=422

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Kommentare zum Beitrag

Peter Baier
10.322
Peter Baier aus Gießen schrieb am 01.08.2013 um 21:47 Uhr
Das zur Demo drei Personen in einen Rollstuhl kamen sagt einiges, sie lassen sich nicht vor einen Karren Spannen um die Unterführung zu verfüllen.
Wenn es der ADFC tut kann ich das nicht ändern.
Sie kämpfen um rechte für Radfahrer was ich auch gut finde aber wie ist das mit den Pflichten der Radfahrer davon habe ich noch nichts in ihren Artikel gelesen.
Zum Beispiel fahren auf Gehwegen, in Fußgängerzonen( Schrittgeschwindigkeit), beim befahren der Radwege entgegen der Fahrtrichtung, Fahren im dunkeln ohne Licht usw….
Letztlich bin ich beim austeigen aus einen Bus beinahe von einen Radfahrer angefahren worden weil er lieber auf den Gehweg fuhr und auch noch auf der falschen Straßenseite.
Was nützen neue Radwege wenn die Radfahrer lieber den Gehweg benutzen.
Vielleicht schreiben sie darüber mal ein paar Artikel.
Ich denke bis jetzt kamen die Radfahrer gut und sicher über die Ostanlage, und mann sollte sich über eine Veränderung nach der LGS gedanken machen und nicht wegen der Bimmelbahn Hirnlos was verändern.
Jörg Jungbluth
5.106
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 01.08.2013 um 22:21 Uhr
Wenn man in Gießen schon eine Ampelanlage für die Bimmelbahn will, dann könnten sie aber die Unterführung wie in Karlsruhe bestehen lassen. Nach 5-10 Jahren können die dann immernoch die Kipper vorbeischicken und die Unterführung verfüllen. Aber wer weiss ob der dann im Amt befindliche Magistrat das noch will.
ADFC Gießen
477
ADFC Gießen aus Gießen schrieb am 01.08.2013 um 22:47 Uhr
Der ADFC weist auch regelmäßig auf die Pflichten für Radfahrer hin, wie z.B. in diesem Artikel: http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/73647/ oder in diesem Verkehrsquiz, welches über mehrere Monate in der Gießener Allgemeinen lief: http://www.giessener-allgemeine.de/Home/quiz,8_regid,1_puid,1_pageid,170.html
Erst im Mai gab es diese Pressemitteilung und Broschüre des ADFC Hessen gegen das gefährliche Befahren der Radwege entgegen der Fahrtrichtung:
http://www.hessen.adfc.de/presse/130514.html

Dass einzelne Radfahrer Gehwege nutzen, finden auch wir vom ADFC nicht gut, denn das ist nicht nur für Fußgänger gefährlich, sondern auch für die Radfahrer selber, denn andere Verkehrsteilnehmer rechnen nicht damit, so dass es schnell zu Unfällen kommen kann. Leider glauben jedoch viele Radfahrer, dass sie auf den Gehwegen besonders sicher wären, was nicht stimmt. Der Irrglaube ist aber auch nicht verwunderlich, weil seit Jahrzehnten den Radfahrern eingeredet wird, dass sie auf der Fahrbahn besonders gefährdet wären, was jedoch nach allen Studien zumindest innerorts nicht stimmt. Das Polizeipräsidium Mittelhessen hat das sogar noch 2013 in einer Pressemitteilung behauptet und musste sich dann beim ADFC Hessen für diese Falschmeldung im Nachhinein entschuldigen. Gleich mehrfach haben wir versucht, diesbezüglich aufzuklären, wie Sie auch unseren Artikeln zum Thema "Radwegebenutzungspflicht" entnehmen können.

Auch die Öffnung von Einbahnstraßen führt dazu, dass Radfahrer die Fahrbahn und seltener die Gehwege nutzen. Auch dazu haben wir wiederholt öffentlich aufgeklärt.

Der ADFC setzt sich auch immer wieder für getrennte Wege von Fußgängern und Radfahrern ein, gerade damit die Fußgänger ihre eigenen Wege bekommen und nicht gestört und gefährdet werden. Dass benutzungspflichtige Radwege nur ausgewiesen werden dürfen, wenn ausreichend Platz für den Fußverkehr vorhanden ist, war auch stets eine Forderung des ADFC, auch wenn viele Behörden diese seit 2009 geltende Gesetzeslage bis heute nicht umgesetzt haben.

Gerade auch an der Ostanlage begrüßen wir, dass Radfahrer nicht mehr schiebend zusammen mit den Fußgängern die Unterführung nutzen müssen, sondern nun ihre eigene Radwegefurt im Zuge der Ampelquerung bekommen. Es ist eben nicht so, dass die Unterführung gut und sicher war, sonst hätte man an der tiefsten Stelle auch keine Umlaufsperren aufbauen müssen.

Durch die neue Ampel wird übrigens auch vermieden, dass Radfahrer vom Verwaltungsgericht zum Landgericht entlang der Ostanlage auf dem Gehweg fahren, so wie das derzeit einige Radfahrer machen, weil sie eben die Unterführung nicht fahrend benutzen dürfen bzw. weil diese unattraktiv ist. Die geplante Ampelanlage reduziert also genau das Fehlverhalten von Radfahrern, welches im obigen Kommentar von Herrn Baier beschrieben wird.
ADFC Gießen
477
ADFC Gießen aus Gießen schrieb am 01.08.2013 um 23:10 Uhr
@Jörg Jungbluth:
Auf dieser Internetseite können Sie sich die Pläne für die Querung ansehen:
http://www.giessen.de/loadDocument.phtml?ObjSvrID=684&ObjID=9737&ObjLa=1&Ext=PDF (Seite 10)
Aus Richtung Innenstadt fehlt leider in der Landgrafenstraße der Platz, um einen Radaufstellstreifen (wie er in der Gutfleischhstraße zu sehen ist) anzulegen. Daher müssen die Radfahrer eine Aufstellfläche auf dem "Gehweg" rechts bekommen. Diese Aufstellfläche kann aber nur entstehen, wenn die Fußgängerampel etwas in Richtung "Platz der Deutschen Einheit" verrückt wird. Ansonsten würden die wartenden Radfahrer den Rechtsabbiegern in die Ostanlage den Weg versperren.
So wie wir die Pläne verstehen, muss daher die Ampel zwingend da gebaut werden, wo die Unterführung verläuft und die Unterführung muss daher auch zugeschüttet werden, wenn eine funktionierende Querung bei den beengten Verhältnissen entstehen soll.

Wir haben auch lange geprüft, ob nicht eine bessere Führung möglich ist, aber keine bessere Lösung gefunden, als dass die Ampel genau dort entsteht, wo derzeit die Unterführung ist.

Ein weiteres Problem ist laut Stadt, dass die Fahrbahnen der Ostanlage unterschiedlich hoch sind, so dass die Mittelinsel zwischen den Richtungsfahrbahnen der Ostanlage entsprechend breit sein müssen, um den Höhenunterschied barrierefrei zu überwinden. Durch die breitere Mittelinsel muss dann auch die Fahrbahn der Ostanlage etwas nach Süden verschoben werden, was nur geht, wenn die Unterführung geschlossen wird.

Es gibt also abgesehen von den Kosten für den Unterhalt der Unterführung (12.000 Euro pro Jahr) noch zwei weitere Gründe, warum die Unterführung nicht erhalten werden kann, wenn eine barrierefreie Ampelquerung entstehen soll.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 02.08.2013 um 08:48 Uhr
Um die Vergleichbarkeit beurteilen zu können, sollte man auch die finanzielle Situation von Karlsruhe kennen.
H. Peter Herold
28.717
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 02.08.2013 um 09:15 Uhr
Vergleich mit Karlsruhe hinkt und zwar sollten dort Aufzüge gebaut werden. Das stand hier in Gießen nie zur Diskussion.
Also wird auch durch die ebenerdige Querung in Karlsruhe das Problem mit Rollstuhlfahrern und anderen mit Behinderungen, die die Treppen nicht nutzen können gelöst. Da gehen halt dann aus Bequemlichkeit alle drüber.
Gestern war ich in Frankfurt. Da ist die Lösung mit Querungen teilweise sehr gut durch die U-Bahnzugänge gelöst, die Querung oben ist dazu noch da.
Hätte man das in Gießen nicht ähnlich lösen können? Ein einfacher Überweg, denn sowohl Fußgänger, als auch Radfahrer hätten nutzen können. Den Radfahrern wäre es zuzumuten gewesen abzusteigen und das Rad über die Straße zu schieben. Leider tun sie dies an anderen Übergängen nicht, sie fahren drüber und begehen damit ein Ordnungswidrigkeit, die leider in Gießen nicht geahndet wird.
Antje Amstein
6.024
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 02.08.2013 um 10:12 Uhr
@ Herr Herold, so wie es auch einige Fußgänger tun, da springen die mal kurz über die Straße obwohl 50 meter weiter eine Ampel ist. Ganz schlimm finde ich die Inlinskaterfahrer die mit ihrem Spielgerät die Straße benutzen.

Ihr Vorschlag mit einem Aufzug ist toll! Anstatt der ebenerdigen Querung dann doch lieber zwei Aufzüge und die Unterführung für den Radverkehr öffnen ist bestimmt günstiger!
Ilse Toth
38.045
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 02.08.2013 um 10:46 Uhr
Hier geht es nach meiner Auffassung nicht über Sinn oder Unsinn dieser "Baumaßnahme", sondern alleine darum, dass man kein Geld ausgeben kann, was man nicht hat. Diese maßlose Pumperei, um im Schnellverfahren wahnwitzige Veränderungen zu schaffen, ist ein Schlag ins Gesicht für alle steuerzahlenden Bürger. Als diese Unterführung gebaut wurde, hat man auch alle Argumente parat gehabt, warum dies unbedingt notwendig sein soll. Die Bürger und Bürgerinnen sind mittlerweile zu Schlachtlämmern dekradiert worden, die sich ihrem Schicksal zu fügen haben. Ich wohne nicht mehr in Giessen, rate aber allen Einwohnern aus Giessen, bei der nächsten Wahl die Quittung auszuteilen.
H. Peter Herold
28.717
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 02.08.2013 um 13:44 Uhr
??
Ihr Vorschlag mit einem Aufzug ist toll! Anstatt der ebenerdigen Querung dann doch lieber zwei Aufzüge und die Unterführung für den Radverkehr öffnen ist bestimmt günstiger!

Diesen Vorschlag habe ich nicht gemacht. Es ist nur so in Karlsruhe, da ist statt der Unterführung mit Rampe nur eine mit Treppen vorhanden
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 05.08.2013 um 09:31 Uhr
Und wer ist der ADFC? Eine Lobby der Radfahrer und als solche
genausowenig objektiv wie beispielsweise der Adac. Und er vertritt auch keinesfalls eine Mehrheit der Radfahrer, denn die
meisten der zahlreichen Gießener, die die geplante Gestaltung der Ostanlage ablehnen, sind wohl auch Radfahrer.
Frage: Ist es klug, einem Trend zu folgen, ohne Rücksicht auf die ganz speziellen Bedingungen vor Ort?
Und als Fußgängerin wünsche ich mir vor Allem eine Ampelschaltung, die auch auf langsamere Fußgänger Rücksicht nimmt.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 07.08.2013 um 12:23 Uhr
Ja, ich finde , man sollte nach Schweitzer Vorbild in solchen Fällen die Bürger direkt abstimmen lassen.
Zu den Wünschen von Frau Peltz: Haben Sie schon einmal über die praktische Umsetzung eines solchen Vorhabens nachgedacht?
Zum Glück gibt es ja im Märchen immer die Möglichkeit, dass man sich von der guten Fee die Rücknahme eines unüberlegten Wunsches wünschen kann.
In der Realität braucht es sicher keine Autofahrerlobby, um so etwas scheitern zu lassen.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 08.08.2013 um 09:35 Uhr
Dann erklären Sie doch mal, wie Sie die Verkehrsströme dann lenken wollen?
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 09.08.2013 um 15:27 Uhr
Und was bedeutet "autofreie Stadt" für Sie? Was ist mit den
Menschen, die innerhalb des autofreien Bereichs leben oder
arbeiten müssen?
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) ADFC Gießen

von:  ADFC Gießen

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