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Humboldts Reise – Spielwiese für kleine Forscher

Gießen | Die abenteuerliche Forschungsreise des Alexander von Humboldt nach Amerika stand Pate für die Gestaltung der Spiellandschaften in der Wieseckaue.

Die jungen Besucher der Landesgartenschau können nicht nur spielen und klettern, sondern auch zu kleinen Forschern werden. Schiffe, Fernrohre und alte Fundstücke sind nur einige der Utensilien der vier Spielschollen, die im Norden der Wieseckaue geplant sind. Derzeit wird die Ausschreibung für die Spiellandschaften vorbereitet, die sich mit insgesamt mehr als 1700 Quadratmetern Fläche über die vorhandenen Lichtungen zwischen dem alten Baumbestand verteilen.

Pate für die Gestaltung stand der berühmte Naturforscher Alexander von Humboldt, der von 1799 bis 1804 eine abenteuerliche Reise nach Amerika unternahm. Er sorgte damit in der wissenschaftlichen Fachwelt für großes Aufsehen und begründete die Geographie als empiri-sche Wissenschaft mit. Wie kein anderer steht er für einen universellen Wissens- und For-schungsdrang und eignet sich auch deshalb besonders gut als Pate für die Spielinstallationen der Landesgartenschau in Gießen. Eine Beziehung zur Stadt hatte er ebenfalls. Humboldt war es, der dank seines Einflusses beim Großherzog von Hessen dem Chemiker Justus von Liebig die Professorenstelle an der „Ludoviciana“, der Gießener Universität verschaffte.

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Die vier Spielinseln sollen die wichtigsten Stationen der Amerikareise Humbodts nachzeichnen, bei der er unter anderem die Verbindung zwischen den beiden gewaltigen Flüssen Ama-zonas und Orinoco entdeckte, den damals höchsten bekannten Berg, den Chimborazo, bezwang und in Acapulco alte Indianerstätten fand. Die Berliner Landschaftsarchitekten „geskes.hack“ haben charakteristische Bildmotive dieser Reise aufgegriffen und die Flächen als bespielbare Skulpturen mit wiederkehrenden multifunktionalen Wandscheiben geplant, die je nach Thema mal Bäume, mal ein Flussufer, mal tektonische Platten in den Bergen darstellen. Alle Spielflächen, die durch Asphaltwege miteinander verbunden sind, werden in kräftigen Farben gestaltet.

Die erste Station der Spielflächen beschäftigt sich mit dem „Amazonas“ und empfindet eine Situation nach, in der das damalige Forscherteam in einem Dschungellager Rast machte. Riesige Blüten aus Holz sollen die Dimensionen der Pflanzen zeigen und zum Klettern einladen. Auf den Spuren der Forscher können die Kinder und Jugendlichen an einem Untersu-chungstisch Tiere und Pflanzen unter die Lupe nehmen. In ihn werden Lineale, Lupen und Peilscheiben, die modernsten Geräte der damaligen Zeit, eingelassen, so dass sich Objekte genau vermessen lassen. Eine der herumstehenden Forscherkisten soll mit einer Lochkamera ausgerüstet werden, in anderen werden hinter Glas Fundstücke aus Flora und Fauna zu finden sein. Auch hölzerne Äffchen und Papageien dürfen nicht fehlen.

Mit einer Piroge, einem mit Axt und Feuer ausgehöhlten Baumstamm, befuhr das Forscher-team Humboldts damals den Fluss „Orinoco“. Ein solches etwa neun Meter langes Boot ist auf der zweiten Spielscholle geplant. Große Holzkonstruktionen empfinden den Dschungel nach und bieten mit Sprossen und Reckstangen Klettermöglichkeiten und Aussichtspunkte auf der Spielfläche. Luftwurzeln laden zum Hüpfen ein, Kisten zum Wippen und zwei gespannte Seile zum Balancieren. Ein sechs Meter langes Krokodil kann ebenso erforscht wer-den wie mehrere Kisten auf dem Boot, die mit Zahlenspielen beschriftet und mit Kugeln gefüllt sein werden.

Alexander von Humboldt bestieg den Chimborazo, einen Sechstausender, bis fast zum Gipfel. Rund 50 Jahre lang hielt er damit den Höhenrekord im Bergsteigen. Gleichzeitig erforschte er die Gesteins- und Erdvorkommen auf dem Berg. Ihm können die Kinder auf der dritten Spielscholle nacheifern und ein Kletter-Ei besteigen, auf schwankenden Platten balancieren oder sich in Höhlen verstecken. Die darin eingebauten Stalagtiten und Stalagmiten entpuppen sich als Klangröhren zum Musizieren. Auch auf dem Berg gibt es kleine Kisten, in denen weitere Entdeckungen warten.

In „Acapulco“, der vierten Spielscholle, entdecken die kleinen Forscher alte Indianerstätten und können selbst Fundstücke untersuchen wie ihr großes Vorbild. Hinter einem Eingang mit Ornamenten, die an die Zeichnungen der Azteken und Maja erinnern sollen, wird eine Ausgrabungsstätte mit Lehmmauern nachgebildet. In ihr werden Münzen, Scherben oder Glasmurmeln versteckt, die es zu finden gilt. Fest eingebaute Trommelkisten sollen das Rhythmusgefühl der Kinder verbessern.

Die jungen Besucher der Landesgartenschau können sich auf eine erlebnisreiche Entdeckungstour auf den Spuren von Humboldt freuen.

Kommentare zum Beitrag

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H. Peter Herold
28.413
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.07.2013 um 20:59 Uhr
und wer räumt dann am Abend alles wieder schön auf und ein für den nächsten Tag?
H. Peter Herold
28.413
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.07.2013 um 22:32 Uhr
Weisheit des Alters, aber da komme Sie auch noch hin;-))
H. Peter Herold
28.413
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.07.2013 um 08:22 Uhr
Eventuell immer wieder Ihre Kommentare, so ohne Sinn und Verstand. Immer nur den anderen verletzen im Sinn, oder sollte mich da mein Alter jetzt in die Irre führen? Lieber nicht. Wer weiß wen ich dort noch alles so treffen würde:-) Schönen Sonntag
Liebe Frau Back, wenn Sie immer alle meine Kommentare gelesen hätten wäre Ihnen klar, dass das hier nicht zutrifft. Habe doch immer wieder betont, dass ich das Gelände der LaGa-show während der Veranstaltung nicht betreten werde. Wie soll ich da aufräumen?
H. Peter Herold
28.413
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.07.2013 um 13:18 Uhr
.. Eingangsfrage nachdenken... Sie haben hoffentlich schon mal was von "Rhetorischen Fragen" gehört oder gelesen, ja!
Als eventuelle Hilfestellung aus Wikipedia:
Die rhetorische Frage gilt als Stilmittel der Rhetorik. Rhetorische Fragen dienen nicht dem Informationsgewinn, sondern sind sprachliche Mittel der Beeinflussung. Semantisch stehen rhetorische Fragen den Behauptungen nahe.

Auf eine rhetorische Frage erwartet der Fragende keine (informative) Antwort, sondern es geht ihm dabei um die verstärkende Wirkung seiner Aussage. Der Sprecher drückt durch die rhetorische Frage seine eigene Meinung aus. Durch den Kontext und die Betonung wird die rhetorische Frage kenntlich. Die Antwort auf eine rhetorische Frage ist demnach Zustimmung oder Ablehnung, nicht aber Informationsvermittlung.
H. Peter Herold
28.413
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.07.2013 um 13:49 Uhr
Wer lesen kann der wird es sicher kapieren ;-(
H. Peter Herold
28.413
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.07.2013 um 14:23 Uhr
Da gibt es nichts zu erklären, lesen und nachdenken ;-)
H. Peter Herold
28.413
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.07.2013 um 22:21 Uhr
Ja ich bin 1,77 Meter groß. Das gebe ich zu. Mehr nicht;-)
H. Peter Herold
28.413
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.07.2013 um 22:48 Uhr
;-) woher kennst Du diesen Spruch? Den sagte meine Frau auch immer.
H. Peter Herold
28.413
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.07.2013 um 22:50 Uhr
Ich nehme an sie weißes im Gegensatz von anderen die immer alles besser wissen, in Frage stellen, fast keinen Beitrag kommentieren, dafür aber immer den anderen zeigen wollen, ja was denn eigentlich?
H. Peter Herold
28.413
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 22.07.2013 um 07:31 Uhr
Liebe Frau Back, danke dass Sie den Job als Oberaufseher übernommen haben. Ich bestätige Ihnen, Sie machen Ihre Sache großartig. Weiter so. Bravo, ein Vorbild für andere.
H. Peter Herold
28.413
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 22.07.2013 um 12:10 Uhr
Lieber Herr Schmidt, Ihr Wunsch war mir Befehl. Erledigt.
H. Peter Herold
28.413
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 22.07.2013 um 13:58 Uhr
Wer kann der kann und nur kein Neid lieber Herr Schmidt. Facebook? Was ist das? Ihr Spiegel in dem Sie sich ansehen können.
H. Peter Herold
28.413
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 22.07.2013 um 14:22 Uhr
Spielwiese für kleine Forscher
H. Peter Herold
28.413
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 22.07.2013 um 15:27 Uhr
Sind Sie Frau Back etwa erregt. Die Sätze werden immer kleiner ;-)

Wie mir bekannt muss man keine 70 oder älter ´dazu sein, nicht wahr Herr Hilpers!
Im übrigen war ich erst einmal dort um mir die Räume anzusehen und das ist schon eine ganze Weile her.

Und petzen ist etwas was kleine Kinder machen. Das haben wir hier nicht nötig, denn die Redaktion sieht ja alles und kann dann tätig werden oder nicht. Also nichts mit petzen.
H. Peter Herold
28.413
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 25.07.2013 um 08:41 Uhr
Lieber Herr Hilpers waren Sie noch nie dort?

Ich schon das schrieb ich doch, Sie hätten nicht suchen und zizitieren müssen. Im übrigen, haben Sie noch nie was vergessen.

Ja es waren wahrscheinlich 4 oder 5 x, hauptsächlich in den alten Räumen. Einfach mal so. Die Menschen sehen, mit ihnen reden. Es interessiert mich einfach was das für Menschen sind, die letzlich für uns und wir für sie da sind.
Aber so was werden Sie wahrscheinlich nicht begreifen
Michael Nudelmann
3.029
Michael Nudelmann aus Gießen schrieb am 25.07.2013 um 11:03 Uhr
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Redaktion GZ
12.222
Redaktion GZ aus Gießen schrieb am 25.07.2013 um 11:04 Uhr
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