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PHILO-SOFA

Gießen | Was wäre die „Geschichte“ ohne ihre Geschichten?
Das Leben steckt voller Widersprüche. Auch die wollen ernst genommen werden.
Denn jeder Mensch hat eine andere Geschichte, die er für mitteilenswert hält.
Das aber, was den Menschen in seiner Individualität ausmacht, ist u.a sein Umgang mit der Sprache und somit seine Möglichkeiten das zu denken, was vielleicht auf den ersten Blick als „Sinn“-los erscheint, aber gerade deshalb höchst menschlich ist.
Denn wie unmenschlich wäre eine Gesellschaft, die nur das „Sinn“-volle als werthaltig erachten kann?
Unter dieser pervertierten Vorstellung vom "Mensch" - sein, der sich vor allem als Konsument eignet, leidet nahezu jeder Mensch auf dem Globus.
Da jongliere ich doch lieber wie „Rastelli“ mit meinen Worten, als könnte ich mich so meines Körpers entledigen. Dabei schlüpfe ich hinter dem Paravent in immer neue Kostüme und amüsiere mich über meine Maskeraden.
Und während ich vor dem Spiegel den Sitz meiner Verkleidungen überprüfe, frage ich mich:
Wo liegt eigentlich die Grenze zwischen dem Orginal und der Kopie?
Und, denke ich, wer immer nur versucht das Orginal zu imitieren, verliert mit Sicherheit das, was er sucht- die eigene Identität.
Zwischendurch aber lasse ich mich auf mein „Philo-Sofa“ fallen und überlege mir, was ich noch denken könnte, was ich nicht denken sollte, weil es angeblich un-realistisch ist.
Und schon frage ich mich:
Realität - was ist das?

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
28.135
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.08.2013 um 10:00 Uhr
Realität ist das was Menschen umtreibt anderen zu schaden, sie lächerlich zu machen und ihnen damit zu schaden, siehe
http://gizeiblog.blogspot.com/
Ich versuche aber deren Tun als für mich positiv zu sehen, denn dadurch werden weitere Leserkreise erschlossen, die weit über das Verbreitungsgebiet der GZ hinausgehen.
Christoph Schäfer
728
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 14.08.2013 um 11:59 Uhr
Schlimm ist der Unsinn den "Sinn des Lebens" für andere bestimmen zu wollen, welcher leider weit verbreitet ist.
Mirko Düsterdieck
338
Mirko Düsterdieck aus Gießen schrieb am 15.08.2013 um 21:48 Uhr
„Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, sie zu verändern.“
Karl Marx ( Werk 11. Thesen zu Feuerbach )
Stefan Walther
4.498
Stefan Walther aus Linden schrieb am 16.08.2013 um 22:14 Uhr
Ja, und immer mit dem klaren Ziel = die Welt zu verändern!
"Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte", nicht nur ein "philosophischer" Spruch! Und vor allem hat sich Marx klar ausgedrückt, auch das ist keine nebensächliche Sache, philosophieren um des Philosophierns willen, das ist so überflüssig wie ein Kropf! Da kann man sich stundenlang gegenseitig beweihräuchern... und das tut noch nicht mal weh :-)
H. Peter Herold
28.135
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 03.11.2013 um 09:44 Uhr
Ich glaube es steckt was in Ihrem letzten Satz: Realität - was ist das?
Meiner Meinung nach das/unser eigenes Leben.

Dazu wünsche ich Ihnen viel Glück.
Dieter Petersen
1.446
Dieter Petersen aus Gießen schrieb am 04.11.2013 um 11:41 Uhr
Realität ist das Alltagsleben. Manche Menschen sind glücklich und akzeptieren, dass nicht alles, aber vieles gut läuft. Sie nehmen die negativen Punkte als gegeben hin und versuchen, so gut wie möglich auszuweichen. Die Abteilung "Lustig und Unsinn" im TV oder auf der Bühne versucht die Menschen für eine begrenzte Zeit aus der Realität herauszuheben und unser extrem geregeltes und teilweise eingeengtes Leben zu entkernen. Eingie sehr intensive Religionen suggerieren den Menschen, dass z.B. mit bloßen Gedanken und Visionen der Alltag ausgeblendet werden kann. Sie leben in einer Traumwelt und dass ist das Gegenteil von Realität. Der Mensch hat einen Verstand, der ihm erlaubt, auch Fehler und Unsinn zu machen. Das ist der "Normalfall." Wären wir perfekt und würden nur rationale Dinge tun und Gedanken haben, könnte man uns als Roboter bezeichnen. 100 %ige Menschen(die es nicht gibt, aber sie glauben es)sind unangenehm und machen mir Angst.
H. Peter Herold
28.135
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 04.11.2013 um 13:10 Uhr
Danke Dieter für Deinen Kommentar. Ja ich bin nicht 100%ig. Ich träume. Aber was wäre unser Leben ohne Träume? Lebenswert?
Ich sage NEIN!
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