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Es ist Zeit für die Abschaffung der Hundesteuer und ein generelles Verbot der Erhebung jedweder Tierbesteuerung

von Arnd Lepèream 05.04.20133237 mal gelesen8 Kommentare
Gießen | Die erhobene Hundesteuer ist unsozial, ungerecht, tierschutzwidrig und möglicherweise sogar verfassungswidrig. Seit 1990 stellt der § 90 a unseres Bürgerlichen Gesetzbuches eindeutig fest, dass Tiere keine Sache sind. Im Art. 20 a unseres Grundgesetzes werden sogar alle Tiere unter den Schutz unser Verfassung gestellt. Hieraus folgt, dass dann aber auch alle Tiere gleich zu behandeln sind. Warum dann aber nur eine Besteuerung von Hunden? Obgleich gibt es wohl schon die ein oder andere Kommune, die eine Pferdesteuer erhebt. Aber dies wohl auch nur wegen ihrer klammen Haushaltslagen.

Hartnäckig wird die Hundesteuer als Lenkungssteuer verteidigt. Sie ist aber vielmehr eine Aufwandssteuer, um die großen Löcher in den kommunalen Haushalten zu stopfen. Die Hundesteuer wird zudem in Europa nur noch in Österreich und Deutschland erhoben. Zuletzt wurde sie in den Niederlanden als verfassungsfeindlich erklärt.
Die Hundesteuer wurde ursprünglich als Luxussteuer erhoben. Früher wurden Hunde zu einem erheblich geringeren Prozentsatz gehalten. Inzwischen ist der Hund für immer mehr Menschen zum Sozialpartner geworden.

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Tierschutz (1404)tierrechte (5)Steuer (12)Hund (389)
Weiter variiert der Steuersatz von Gemeinde zu Gemeinde erheblich, was überhaupt nicht mit dem vermeintlichen unterschiedlichen Aufwand zu erklären ist. Diese Willkür in der Besteuerung ist einfach nicht nachvollziehbar.

Außerdem darf doch nicht pauschal die Allgemeinheit der Hundebesitzer für verursachte Belastungen zur Kasse gebeten werden. Vielmehr sollte doch der einzelne Tierhalter für diese Belastungen individuell selbst aufkommen müssen.

Auch der Befürchtung, dass bei Aussetzen der Hundesteuer es zu einer "Hundeplage" komme, muss entschieden widersprochen werden. Schon bereits heute ist es vielen Hundeliebhabern aus diversen Gründen überhaupt nicht möglich einen oder gar mehrere Hunde zu halten.

Es leben in Deutschland ca. 5,9 Millionen Hunde. Für diese geben die Tierhalter ca. 3 Milliarden Euro allein für Futter, Pflegeartikel und sonstiges Zubehör aus. Hieraus resultieren ca. 210 Millionen Umsatzsteuer. Nicht mitgerechnet weitere Kosten für Tierärzte etc. Dazu durften die Hundehalter zusätzlich noch ca. 259 Millionen Hundesteuer im Jahr 2012 zahlen. Die Hundehalter haben also schon hierdurch genug Belastungen zu tragen.

Und letztlich sollte man auch nicht die enorme Freude, die uns unsere vierbeinigen Gesellen tagtäglich bereiten, vergessen.

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Kommentare zum Beitrag

Arnd Lepère
592
Arnd Lepère aus Gießen schrieb am 05.04.2013 um 13:36 Uhr
Danke Herr Fürst.
Natürlich ist es der § 90 a BGB.
Ich werde es umgehend verbessern .
Ein verursachter Schaden an einem Tier ist und darf nicht wie eine Sachbeschädigung gesehen werden, gerade deswegen wurde doch dieser § ins BGB aufgenommen und den Tieren ein besonderer Status eingeräumt.
Arnd Lepère
592
Arnd Lepère aus Gießen schrieb am 05.04.2013 um 23:20 Uhr
Frau Hansen,
lieben Dank für Ihre Hilfe und Interpretation. Ich gehe tatsächlich viel weiter und Denke das die Tiere zum Glück nicht mehr bloß eine "Sache" sind. Sie werden leider noch entsprechend behandelt. Es sind Lebewesen!!!
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 06.04.2013 um 00:46 Uhr
Zur "Lenkung" wäre es sinnvoller, von jedem Hundehalter eine Sachkundeprüfung zu verlangen und die Haltungsverhältnisse genauer zu definieren: Was ist gut für das Tier. Da liegt leider viel im Argen.

Für alles in Deutschland braucht man eine Genehmigung - nur Tiere kann jeder halten, wie es ihm gerade in den Kopf kommt.
Arnd Lepère
592
Arnd Lepère aus Gießen schrieb am 06.04.2013 um 01:04 Uhr
Ja liebe Frau Schepp, das ist es gerade, was fehlt. Es sind die Tierrechte und die Durchsetzung für diese. Also auf geht es und los geht es, jetzt gilts, macht Euch stark für den Tierschutz. Unsere Welt und vor allem die Tiere haben es verdient.
Andrea Allamode
812
Andrea Allamode aus Buseck schrieb am 07.04.2013 um 10:03 Uhr
https://www.openpetition.de/petition/online/fuer-die-abschaffung-der-hundesteuer-in-deutschland-gegen-die-willkuer-der-hundesteuer-erhebungen

Die Petition läuft noch 34 Tage und ich bin erstaunt, dass nicht weit mehr Hundehalter und -freunde unterschrieben haben, immerhin gibt es in diesem Land ca. 9 Mio. Hundehalter, die zumindest einen Hund halten.
Arnd Lepère
592
Arnd Lepère aus Gießen schrieb am 07.04.2013 um 10:09 Uhr
Ja es ist schon erstaunlich, dass sich die Hundehalter hier so wenig wehren. Die Petition ist ein guter Weg und wurde von mir selbst schon längst unterschrieben.
Arnd Lepère
592
Arnd Lepère aus Gießen schrieb am 07.04.2013 um 10:11 Uhr
Wer noch nicht unterschrieben hat und auch gegen diese ungerechte Behandlung von Hunden und gegen diese Will kür ist, sollte hier also schnellst möglich die oben genannte Petition unterzeichnen.
6
Sandra Zeller aus Allendorf (Lumda) schrieb am 12.07.2013 um 11:26 Uhr
Hallo Herr Lepère,

wurde erst heute auf Ihren guten Artikel aufmerksam und habe mir erlaubt, diesen in meine Themen-Seiten aufzunehmen: www.baustelle-hund.de/infothek_specials.htm

Mit besten Grüßen
S. Zeller

78234 Engen (Bodenseekreis)
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Arnd Lepère

von:  Arnd Lepère

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