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Baustelle Nordstadtbrücke

von Peter Baieram 04.04.2013573 mal gelesen5 Kommentare
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Gießen | Gestern konnte ich mit ansehen wie in der Weststadt so ein Fundament von insgesamt 8 hergestellt wird.
Auf der anderen Seite der Lahn sind die Fundamente schon fertig.
Als ich zur Baustelle kam wurde gerade ein Fundament betoniert. Da ich Zeit hatte habe ich mir
den Arbeitsablauf angeschaut.
Auf den Bildern kann man den Ablauf der neuen Bohrung verfolgen.
Gebohrt werden zwei mal vier Löcher welche Quartradtisch angeordnet sind. Auch werden sie nicht genau senkrecht gebohrt sondern schräg von der Mitte weg.
Nach dem Ausrichten des Bohrkranzes wird das Rohr durch langsamen drehen in den Boden getrieben.
Danach löst sich das gelbe Teil von den Rohr und fährt nach oben, das Bohrgestänge fährt langsam nach unten und bohrt die Erde welche sich im Rohr befindet heraus. Der Bohrkopf wird aus dem Rohr herausgezogen, Nach dem Öffnen des Bohrers wird der Zylinder entleert. Der Bohrer wird wieder verschlossen und ins das Rohr zurück geführt.
Dann wir abwechselnd das Rohr weiter in den Bodengetrieben, dann gebohrt und Bohrer entleert.
Wenn das Rohr weit genug im Boden ist setzt man ein neues Rohr auf verschraubt alles und es fängt von vorne an. Wenn alle drei die 3 Rohre so in den Boden getrieben wurde ist das Bohrloch 12 Meter tief. Jetzt kommt die Baustahlhülse in das Rohr hinein und anschließend Beton. Ist der Beton teilweise schon eingefüllt fängt man an das Rohr wieder heraus zuziehen, bis die stelle sichtbar ist an dem die Rohre verschraubt wurden.
Die Schrauben werden herausgedreht das obere Rohr
wird entfernt und wieder Beton nachgefüllt.
Das selbe noch einmal und ein Fundament ist fertig.

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Den Zylinder entleeren
Den Bohrer wieder schließen
Rohre zusammen fügen
und verschrauben…
Ein Verlängerungsrohr
Die  Bohrkrone
12 Meter erreicht
Die Baustahlhülse 12 Meter lang
Die Baustahlhülse in das Rohr einführen
Beton einfüllen…
Rohr langsam wieder heraus ziehen

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
1.489
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 05.04.2013 um 09:49 Uhr
Die ab dem Bild Nr. 19 gut zu erkennenden "Baustahlhülse(n)" heissen offiziell Bewehrungskörbe. Sie dienen dazu die Zugkräfte im Stahlbeton aufzunehmen. Sie müssen in einem komplizierten Rechenverfahren berechnet werden. Das heisst je nach Baugrund, Querschnitt, Belastung etc. müssen sie in der Lage sein unterschiedliche statischen Kräften aufzunehmen. Mich wundert bei den Bildern zweierlei:

1. Täusche ich mich oder waren um den Korb wirklich keine Abstandshalter (üblicherweise aus Plastik)?

Das ist wichtig, damit die Bewehrungsstähle nicht zu weit an den Rand rückt, denn dann kann das eindringende Wasser in den Beton dazu führen, dass sich auf den Baustählen Rost bildet, was wiederum zu Absprengungen der äußeren Betonschicht führt (das wieder zu eingeschränkten Tragfähigkeit).

Dieses Phänomen ist übrigens in Giessen bei vielen Balkonbrüstungen aus Beton gebaut in den 60er bis 80er-Jahren auch von Laien zu beobachten. Grund damals waren die DIN-Normen für die "Mindestbetondeckung" noch nicht verschärft worden.

2. Nach den Bildern wurde der eingefüllte Beton nicht mit einer Rüttelflache verdichtet. Ungewöhnlich, denn meines Wissens nach ist der Beton "ohne Verdichtung hinterher" wesentlich teurer.
Peter Herold
20.130
Peter Herold aus Gießen schrieb am 05.04.2013 um 18:46 Uhr
Muss ich glauben was Martin sagt, er ist glaube ich vom Fach. Es ist ja nicht ungewöhnlich bei öffentlichen Bauten, dass da manches unkonventionell zugeht. Macht sich dann in der Lebensdauer bemerkbar, siehe Rathaus Gießen und diverse Schulen in Stadt und Kreis.
Ähnliches beobachte ich hier beim Treppenabgang zu Norma. Da wurden seitlich Betonpfosten gesetzt, die blätterten letztes Jahr oben ab und nun löst sich der ganze Pfosten auf. Da fehlte oben eine Regenkappe.
Peter Baier
7.374
Peter Baier aus Gießen schrieb am 06.04.2013 um 09:26 Uhr
Hallo Martin, ich habe keine Abstandshalter gesehen
Was mich erst wunderte, da nach einfüllen des Beton
das Rohr wieder herausgezogen wurde braucht man sie
möglich nicht. Das Rohr hat schon eine Wandstärke
von 2-3cm.
Peter Herold
20.130
Peter Herold aus Gießen schrieb am 06.04.2013 um 09:35 Uhr
Kann dann nicht doch der Bewehrungskorb seitlich, d.h. an den Rand verschoben werden, so dass kein Beton um den Stahl liegt?
Martin Wagner
1.489
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 06.04.2013 um 18:25 Uhr
Entschuldigung, bin zu lange arbeitslos - kann die aufgeworfenen Fragen nicht beantworten, denn es kann sein, dass sich der Stand der Technik da geändert hat. Ich hoffe es meldet sich noch jemand der weiter helfen kann.
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