Bürgerreporter berichten aus: Gießen | Überall | Ort wählen...

Grippe, Labor und Badeseen - Björn Dietrich lernt in der Kreisverwaltung den Beruf des Gesundheitsaufsehers

Björn Dietrich bei der Arbeit im Gesundheitsamt des Landkreises
Björn Dietrich bei der Arbeit im Gesundheitsamt des Landkreises
Gießen | Landkreis Gießen. Seit Dezember 2012 bildet der Fachbereich Gesundheit der Kreisverwaltung erstmals seit vielen Jahren wieder einen Gesundheitsaufseher selbst aus. Damit ergänzt Björn Dietrich ein Team aus Ärzten, Ingenieuren und Gesundheitsaufsehern personell, um die vielfältigen Aufgabenfelder weiterhin abdecken zu können. „Das Thema Hygiene und Verbraucherschutz wird immer wichtiger“, betont der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Oßwald in seiner Funktion als Gesundheitsdezernent die Wichtigkeit dieser personellen Aufstockung: „Daher freuen wir uns über die Verstärkung im Team, damit wir auch weiterhin unseren Auftrag wahrnehmen können, die Gesundheit der Bevölkerung zu fördern und zu schützen“, so Oßwald weiter.

In der Vielfalt der Tätigkeiten liegt für Björn Dietrich ein besonderer Reiz seiner Ausbildung. Wasserwerk, Labor, Hygieneinstitut, aber auch der Schreibtisch in der Kreisverwaltung am Riversplatz: Der Auszubildende hat viele Arbeitsplätze. „Der Kontakt zu Menschen und dass es nicht nur ein Büro-Job ist, gefällt mir gut. Ich kann durch meine Arbeit zur Gesundheit von vielen Menschen beitragen“, sagt der Auszubildende.

Mehr über...
Was aber macht ein Gesundheitsaufseher genau? „Aktuell bin ich besonders mit der Grippewelle beschäftigt. Das heißt dann vor allem, mich um Infektionsschutz und meldepflichtige Krankheiten zu kümmern“, so Dietrich. „Da kommen zurzeit sehr viele Meldungen rein, die ich in unser Datensystem eingebe.“ Während seiner zweijährigen Ausbildung lernt er die vielseitigen Tätigkeitsfelder des Gesundheitsamtes kennen. Mit dem Ziel der Prävention und Gesundheitsförderung klärt er die Bevölkerung über eine gesunde Lebensweise, Gesundheitsgefährdungen und die Verhütung von Krankheiten auf. Er ist jedoch auch viel im Landkreis unterwegs, denn zu seinen Aufgaben gehört auch die Überwachung von öffentlichen und gewerblichen Einrichtungen, wie Badeseen oder Schwimmbäder, wo er Wasserproben entnimmt, die dann im Labor analysiert werden.

Nach einem Studium der Außerschulischen Bildung an der Justus-Liebig-Universität Gießen hatte der 29-jährige Familienvater seine Ausbildung bei der Kreisverwaltung begonnen. „Gerade im Hinblick auf meine Familie ist das hier ein guter und vor allem sicherer Job“, verdeutlicht Dietrich seine Entscheidung für eine Ausbildung in der Kreisverwaltung. Dabei erhält er innerhalb von zwei Jahren eine breit gefächerte Qualifizierung: Sie besteht aus Unterrichtseinheiten, die auch Aspekte wie Rechts- und Verwaltungskunde abdecken und fachpraktische Arbeit im Gesundheitsamt. Des Weiteren wird Dietrich eine Zusatzausbildung zum staatlich anerkannten Desinfektor sowie diverse Praktika in Behörden absolvieren.

Nach einem Anerkennungsjahr am Ende seiner Ausbildung darf er sich dann offiziell Gesundheitsaufseher oder auch Hygienekontrolleur nennen. „Die Bezeichnungen werden bald vereinheitlicht, es handelt sich bei den Begrifflichkeiten aber um das gleiche Berufsbild“, erklärt Norbert Ensle, der für die Ausbildung der Gesundheitsaufseher zuständig ist.

Für weitere Informationen und Kontakt zum Gesundheitsamt: Telefon 0641 9390-1401 oder E-Mail an gesundheitsamt@landkreis-giessen.de.

Dies könnte Sie zum Thema auch interessieren

Zocken, aber richtig für Jungen: Kurzfristig noch Seminar-Plätze frei
„Zocken, aber richtig“ heißt es im kommenden Jungen Online-Seminar...
(v.l.) Landrätin Anita Schneider und Künstlerin Silke Trunk bei der Eröffnung der Ausstellung "Kunst ist meine Sprache" in der Kreisverwaltung am Gießener Riversplatz. Bild: Landkreis Gießen
„Kunst ist meine Sprache“ Silke Trunk zeigt ihre erzählenden Zeichnungen in der Kreisverwaltung am Riversplatz
„Kunst gehört nicht nur in Museen, sondern auch ins alltägliche...
Über Bildung in Allendorf sprechen
„Wir hätten da mal eine Frage“: Kürzlich haben Mitarbeiterinnen und...
Kooperation statt Konfrontation
…so lautet die Antwort des Vereins Lumdatalbahn e. V. (LB e. V.) auf...
Auszeichnung des Landkreises in 1991 als Beleg verkehrspolitischen handelns
Wer oder was steht ideell hinter der Lumdatalbahn
In einem Leserbrief in einer Gießener Tageszeitung waren kürzlich...
Partypeople
Manege frei im Karate Dojo Lich
Unter dem diesjährigen Motto „Zirkus“ wurde traditionell am...
Tarifrunde 2018: Jung und Alt gemeinsam kämpfen!
Unbefristete Übernahme aller Azubis und Jungfacharbeiter entsprechend...

Kommentare zum Beitrag

Leider gibt es noch keine Kommentare zu diesem Artikel.
Schreiben Sie doch den ersten!

Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Landkreis Gießen

von:  Landkreis Gießen

offline
Interessensgebiet: Gießen
Landkreis Gießen
9.007
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
v.l.: Peter Michael Seibert, ehrenamtlicher Landesjagdberater der Oberen Jagdbehörde für Hessen, Landrätin Anita Schneider und Dieter Mackenrodt, Vorsitzender des Jagdvereins Hubertus Gießen und Umgebung e.V. Bild: LKGI
In Sachen Jagd gut aufgestellt – Jagdgespräch mit Landrätin Anita Schneider
Am Ortsausgang von Königsberg erscheint nach einer kurzen Fahrt durch...
Untersuchung zu schnelleren Verbindungen auf der Vogelsbergbahn – Kooperationsvereinbarung von RMV, ZOV, Landkreis Gießen und Vogelsbergkreis für Machbarkeitsstudie
In einer Machbarkeitsstudie sollen die Möglichkeiten zur...

Weitere Beiträge aus der Region

v.l.: Peter Michael Seibert, ehrenamtlicher Landesjagdberater der Oberen Jagdbehörde für Hessen, Landrätin Anita Schneider und Dieter Mackenrodt, Vorsitzender des Jagdvereins Hubertus Gießen und Umgebung e.V. Bild: LKGI
In Sachen Jagd gut aufgestellt – Jagdgespräch mit Landrätin Anita Schneider
Am Ortsausgang von Königsberg erscheint nach einer kurzen Fahrt durch...
Untersuchung zu schnelleren Verbindungen auf der Vogelsbergbahn – Kooperationsvereinbarung von RMV, ZOV, Landkreis Gießen und Vogelsbergkreis für Machbarkeitsstudie
In einer Machbarkeitsstudie sollen die Möglichkeiten zur...
Kulturfestival der Eritreer: Frieden ist möglich
Am Samstag war es wieder soweit. Die eritreische Gemeinde, die...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.