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Meine Kirche in Eberstadt - Teil 2 innen und Geschichte der Kirche

Eingang zum Friedhof und zur Kirche
Eingang zum Friedhof und zur Kirche
Gießen | Seit Herbst 2011 bin ich jetzt schon Ev.- Kirchenge-meindemitglied in Eberstadt, habe die Kirche auch schon von außen vorgestellt:
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/76507/meine-kirche-in-eberstadt-teil-1-von-aussen/

Ich bin dort regelmäßiger Kirchgänger und da ich es für Wert erachte, möchte ich auch andere am Inneren dieser Kirche teilhaben lassen. Da sind die Bilder.

Ein wenig Information zur Kirche in Eberstadt habe ich dem "Licher Heimatbuch" des Magistrats der Stadt Lich entnommen, das Paul Görlich bearbeitet hat und das 1989 erschienen ist.

Den Unterlagen kann entnommen werden, dass ab dem beginnenden 14. vielleicht aber schon Mitte des 13. Jahrhunderts in Eberstadt ein kleines Gotteshaus vorhanden war. Seit 1259 besitzt das Kloster Arnsburg in Eberstadt einen Wirtschaftshof, der von einem Arnsburger Klosterbruder geführt wurde.
Am 21.12.1360 wird die Kirche zu Eberstadt)Ebristait) von der Pfarrei zu Trais getrennt. Dies wird am 20.2.1361 vom Erzbischof zu Mainz bestätigt. Erster Eberstädter Pfarrer wird Arnold Steyn.
Mehr über...
Kirche in Eberstadt-Lich (2)Friedhof Eberstadt (1)
1520 so wird berichtet, erfolgte in Eberstadt eine Glockenweihe.
Zwischen 1556 und 1562 wird unter Graf Ernst zu Solms-Lich die lutherischen Predigt eingeführt. 2 Jahre später ist bereits der erste evangelische Pfarrer in Eberstadt tätig.
In Lich wandte sich die Standesherrschaft dem reformierten Bekenntnis zu, somit galt dies auch für Eberstadt verbindlich(Cuius regio, eius religio = wessen Landen, dessen Religion). Dies gilt bis heute so. Pfarrer Venator übernahm 1577 die Pfarrei Eberstadt und führte hier das evangelisch-reformierte Bekenntnis mit dem Heidelberger Katechismus ein. Im Alter von 85 erlag er 1635 auf der Flucht vor den Soldaten im Klosterwald den durchgemachten Strapazen. Er war 58 Jahre Pfarrer zu Eberstadt, so lange wie kein anderer nach ihm.
1637 wurde mit der Einführung des lutherischen Bekenntnisses begonnen. Aber 1648 nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges kam das reformierte Bekenntnis wieder in Geltung.

In den Jahren 1692/93 wurde die heutige Kirche erbaut. Der untere Teil des Turms dürfte noch aus der Zeit des 14. Jahrhunderts stammen. 1855 wurde eine Erweiterung des Friedhofs unumgänglich und bereits 1892 musste eine erneute Erweiterung vorgenommen werden.

Die Kirche
Die Kirche
Am 15.4.1923 als vor jetzt fast genau 90 Jahren wurde für die Opfer des 1. Weltkriegs ein Kriegerehrenmal auf dem Friedhof feierlich eingeweiht. Damit wurde der Opfer gedacht, die Eberstadt erbracht hatte. Im 2. Weltkrieg kehrten 70 Eberstädter nicht mehr in ihre Heimat zurück.
Am 6.12.1959 erfolgte die Weihe von zwei neuen Glocken. Seitdem hat die Eberstädter Kirche mit fünf Glocken in den Tönen As, B, C, Es, F ein sehr schönes Geläut. Zugleich wurde der neue Glockenstuhl und das elektrische Geläut in Betrieb genommen.
Am 1.7.1964 wurde zwischen dem Haus Solms-Laubach und der Kirchengemeinde Eberstadt ein Überlassungsvertrag geschloss- en, der das Paradies im Kloster Arnsburg betraf. Seitdem steht dies als Kirche und Gemeinderaum der Kirchengemeinde Eberstadt zur Verfügung.

1981 am 1. April erfolgte durch die Kirchenleitung in Darmstadt die Eingemeindung der lutherischen Predigtstelle Kloster Arnsburg in die Kirchengemeinde Eberstadt.

Weitere Hinweise sind hier zu finden: http://de.wikipedia.org/wiki/Eberstadt_(Lich)

Eingang zum Friedhof und zur Kirche
Die Kirche
Seiteneingang
Gedenkstätte
2
Der Friedhof
Vom Friedhof aus gesehen
Haupteingang
Zeichen der Evangelischen Kirchen
Kreuz im Eingangsbereich(Windfang)
Blick in die Kirche vom Eingang her
Der Altar
Altarschmuck und Kreuz mit Bibel
Blick vom Chorraum hinter dem Altar in die Kirche
Bibel aufgeschlagen mit der Stelle für den 3. März 2013
" Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. 1.Johannes 4,16b
Die Stühle für Brautpaare
Die innere Eingangstüre und rechts der Aufgang zur Empore
Blick vom Inneren hinaus zum Friedhof
Die Orgel und unten an der Empore ein weiterer Bibelspruch: Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. (Römer 12,12)
Liedertafel für 3. März
Kanzel und Seiteneingang
Die Kanzel mit dem Bild des Heiligen Geistes
Orgel und Altar von der Empore aus gesehen
Altar, Orgel und Kanzel zusammen
Hier oben in der zweiten Reihe fast am Fenster da sitze ich immer
In einem Nebenraum wird der Weihnachtsstern aufbewahrt.
Die Gesangbücher oben auf der Empore
Ein rundes Fenster um Helligkeit in die Kirche zu bringen
Im Eingangsbereich stehen die Kerzen der Konfirmanden, die jeder anzündet wenn er am Gottesdienst teilnimmt
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Kommentare zum Beitrag

Margrit Jacobsen
8.879
Margrit Jacobsen aus Laubach schrieb am 14.03.2013 um 15:46 Uhr
Danke, Peter, gut hast du uns das beschrieben und die Bilder sprechen für sich, einfach und schlicht alles, aber dadurch wirkt es edel.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  H. Peter Herold

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