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Immer noch Achter

Auch wenn Finja Schaake (rechts) hier an der Bambergerin Liisi Sokman vorbei zieht, die Punkte nahmen die Gäste mit aus Marburg. Foto: Melanie Schneider
Auch wenn Finja Schaake (rechts) hier an der Bambergerin Liisi Sokman vorbei zieht, die Punkte nahmen die Gäste mit aus Marburg. Foto: Melanie Schneider
Gießen | Damen Basketball Bundesliga: BC Pharmaserv Marburg – DJK Brose Bamberg 61:63.

Nach der sechsten Niederlage aus den vergangenen sieben Liga-Spielen stehen die Blue Dolphins immer noch auf einem Playoff-Platz. Doch Gerüchte besagen, dass vor der Gaßmann-Halle das Abstiegsgespenst vorbeigehuscht sein soll. Ob es allerdings in den Bamberger Team-Bus eingestiegen oder in Marburg geblieben ist, war im dichten Schneetreiben nicht zu erkennen.

Aufgrund der Witterungsbedingungen kam auch das Maskottchen „MarWin“ erst kurz vor knapp. Dann versagte auch noch die CD mit der Marburger Einlaufmusik den Dienst. Kann ja nur noch besser werden. Denkste! Mehr als drei Minuten warteten die BC-Fans auf den ersten Korb. Dann traf Maggie Skuballa „für drei“. Und hätte der Kapitän in der letzten Sekunde des Spiels das gleiche Kunststück geschafft, ja dann wäre alles gut gewesen – zumindest für den Moment. Denn dann hätten sich die Blue Dolphins wiedermal für eine tolle Aufholjagd belohnt. So aber leuchtete am Ende ein 61:63 für den Tabellenletzten aus Bamberg von der Anzeigetafel.

Diesmal war das zweite das letztlich vorentscheidende Viertel. Von 10:13 drehten die Brose-Frauen den Zwischenstand nach dem ersten Durchgang binnen sieben Minuten auf 32:20. Binta Drammeh (13 Punkte) und Brett Benzio (6) tanzten im Duett die Marburger Verteidigung aus. Marburg konnte vor der Pause noch einen kleinen Lauf hinlegen. Doch Johanna Beck netzte mit der Schlusssirene einen Dreier ein: 37:28 für Bamberg.

Nach 24 Minuten lagen die Gäste gar mit 44:29 vorne. Gut. Solche Rückstände sind die treuen Marburger Fans ja inzwischen gewohnt. Und wie immer fassten sich ihre Lieblinge ein Herz und holten auf. Rebound für Rebound. Steal für Steal. Punkt für Punkt. 12 Zähler von Finja Schaake im dritten Abschnitt brachten die Hessinnen wieder ran. Nach Amanda Davidsons Treffer war das Spiel beim 46:47 wieder offen. Und ein Dreier von Tina Menz holte fünf Minuten vor dem Ende mit 52:51 wieder die Führung zurück.

Doch zwei Minuten später verschaffte sich die DJK mit sechs Zählern in Folge zum 61:55 das entscheidende Polster. Die Blue Dolphins kämpften sich – wieder einmal – heran. 61:62 durch Skuballa bei noch 11,5 Sekunden. Bamberg vergab sogar in der letzten halben Minute noch zwei von vier Freiwürfen. Doch es hat mal wieder nicht gereicht für den BC.

Am fehlenden Einsatz hat es sicher nicht gelegen. Die Dolphins warfen sich jedem freien Ball hinterher. Und spannend war's. Aber die unnötigen Fehlwürfe unter dem Brett, gepaart mit den Fahrkarten von der Dreierlinie (19/22) waren offensiv dann einfach zu viel. Beziehungsweise zu wenig.

Am kommenden Samstag kommt es am viertletzten Spieltag zum vielleicht entscheidenden Spiel um den letzten Playoff-Platz. In Oberhausen trifft Marburg auf das punktgleiche Team auf Platz 9. Für den Verlierer könnte es aber nochmal eng werden. Nur einen Sieg trennen beide Teams noch von Herne (10.) und Rotenburg (11.). Trösten dürfte die Marburgerinnen derzeit einzig, dass sie gegen alle Teams auf den Plätzen 10 bis 12 im direkten Vergleich besser dastehen.

Statistik:
Viertel: 13:10, 15:27, 18:14, 15:12.
Marburg: Baranowski, Davidson 4 Punkte (7 Assists), Gohrke 2 (13 Rebounds), Happel, T.Menz 11/1 Dreier, Schaake 18/1, Skuballa 12/1 (3 Ass.), White 14 (13 Reb.); Mašek, Stiller, Winterhoff (alle nicht einges.). Feldwürfe 31% (22/72), Freiw. 61% (14/23), Reb. 44 (Off.: 16), Turnover 14, Ass. 11, Steals 7, Fouls 21.
Bamberg: Beck 3/1, Benzio 10 (13 Reb.), Drammeh 18/3 (9 Reb.), K.Gut 9/1, Hartmann 4 (3 Steals), T.Lohneiß 1, Miller 5/1 (6 Ass.), Münder, Sokman 2, Young 11, S.Zeis; A.Lohneiß (n.e.). Feldw. 34% (23/68), Freiw. 61% (11/18), Reb. 38 (Off.: 13), TO 17, Ass. 10, Steals 8, Fouls 22.
SR: Pohl, Sobieszuk; Z: 300.

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