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Phantastische Bilderwelten- Ausstellung im Oberhessischen Museum zeigt Werke von Martin Noll und Andreas Weische

Andreas Weische (links mit Hut) und Martin Noll
Andreas Weische (links mit Hut) und Martin Noll
Gießen | Unter großem Besucherinteresse ist am vergangenen Donnerstag die neue Ausstellung im Oberhessischen Museum eröffnet worden. Die Kunstwerke von Martin Noll und Andreas Weische luden die Gäste der Vernissage ein auf eine phantastische Reise in ferne Bilder-Welten. Museumdirektor Dr. Friedhelm Häring sprach in seiner begeisterten Einführung von einem Dialog der zwei Künstler. Es sei gelungen eine besonders besinnliche Ausstellung zusammenzutragen, die geprägt von Optimismus, Lachen und Kraft sei.
Auf den ersten Blick erscheinen die Bilder von Noll und Wische sehr unterschiedlich. Bei Weische herrschen starke laute Farben, in Öl auf große Leinwände aufgetragen vor, während die Werke Nolls erst einmal farblich zurückhaltend und leise daher kommen. Gemeinsam haben die Bilder beider Künstler eine große emotionale Wirkung auf den Betrachter, die zum Träumen – von fernen Ländern und vergangenen Zeiten- und auch zum Schmunzeln einlädt.
So findet sich etwa auf Weisches Gemälde „Venedigs neue Baumeister“, das bunte Fisch zeigt die bei weiterhin ungebremst andauerndem Verfall der Lagunenstadt bald deren Gestaltung übernehmen könnten, einen Hammerhai dessen Haupt statt des namensgebenden Hammers eine Zange ziert.
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Noll bedient sich einer speziellen Abriebtechnik und bindet etwa Fotos mit ein die er in alten Fotoalben seiner Eltern gefunden hat. Motive wie Boote, Stiere und Diana die römische Göttin der Jagd mit Hirsch nehmen den Betrachter mit auf eine Reise nach Italien.
Der 1960 im nordhessischen Battenberg geborene Martin Noll lebt heute in Berlin, wo er von 1981 bis 1987 an der Universität der Künste freie Grafik und Malerei studierte. Seine Werke wurden in Ausstellungen im In-und Ausland, unter anderem in Bad Nauheim, Erfurt, Frankfurt a. M., Aix-en-Provence, Marseille und Turin gezeigt und hängen in vielen privaten und öffentlichen Sammlungen.
Andreas Weische wurde 1964 in Fröndenberg geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er im sauerländischen Menden. Schon als Kind sammelte er gestalterische und handwerkliche Erfahrungen bei einem Goldschmied, dessen Werkstatt er regelmäßig besuchte. Von 1986 bis 1990 absolvierte er dann selbst eine Ausbildung zum Goldschmied. 1992 wurde er durch intensiven Kontakt mit Bele Bachem, Fabius von Gugel und Professor Ernst Fuchs deren Schüler. Der innige Kontakt zu diesen Künstlern machten aus Andreas Weische einen der vielseitigsten und spannendsten phantastischen Künstler. Im Haus Ruhreck betreibt er seit seinem Umzug nach Hagen eine Kunstschule. Seine Werke sind in vielen Privatsammlungen, aber auch in öffentlichen Sammlungen vertreten.
Die stimmungsvolle Ausstellung ist noch bis zum 10. März 2013 im Oberhessischen Museum im Alten Schloss zu sehen. Es ist täglich außer montags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos.

Andreas Weische (links mit Hut) und Martin Noll
Martin Noll (kariertes Hemd), Andreas Weische (schwarzer Hut) und Museumsdirektor Dr. Friedhelm Häring (grüne Jacke)
Museumsdirektor Dr. Friedhelm Häring (grüne Jacke) bei der Vernissage
"Venedigs neue Baumeister" von Andreas Weische
"Fliegendes Buch" von Andreas Weische
"nach Filippino" von Martin Noll
"Wolken und Boote" von Martin Noll
"Die Erschaffung Adams" von Andreas Weische
"Don Quixote" Collage von Andreas Weische
"Drei Tageszeiten(Triptychon)" von Andreas Weische

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