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Frauen stießen an aufs Alte Neue Jahr

Gießen | Das 2. Frauen-Begegnungstreff des AK Migrantinnen des Kreisausländerbeirates (KAB) und des Deutsch-Russischen Zentrums (DRZ) stand am 14. Januar, dem russischen „alten neuen Jahr“ noch deutlich im Zeichen des winterlichen Feierns.
Mehr als 40 Frauen aus verschiedenen Vereinen, Parteien und Migrantenorganisationen konnten DRZ-Vorsitzende Ludmilla Antonov und KAB-Geschäftsführerin Markéta Roska in den Räumen des Vereins im AWO-Bildungswerk im Tannenweg begrüßen.
Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag von Olga Royak, 2. Vorsitzende des DRZ, über die russische Winterfeste. Dreimal feiern Russen bis das neue Jahr richtig beginnen kann, wie Royak erläuterte:
Das Neujahrsfest am 31. Dezember, das im Jahr 1699 auf Befehl von Peter dem Großen eingeführt wurde, ist heute in Russland das Hauptfest des Jahres – das schönste, das lang ersehnte Fest. In dieser Nacht kommt die Familie um den reich geschmückten Tannenbaum zusammen und in dieser Nacht können die Kinder ihre Geschenke auspacken, die in Russland Neujahrsgeschenke heißen und von Väterchen Frost und seiner Enkelin Snegurotschka (Schneeflöckchen) gebracht werden.
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Nach Mitternacht gibt es Feuerwerk – oft bis in die Morgenstunden – viele Menschen zieht es nun auf die nächtlichen Straßen und Plätze, wo die Neujahrstannen stehen. Es gibt Musikaufführungen, man trifft Freunde und Bekannte und gratuliert einander zum neuen Jahr.
Weihnachten wird in Russland dagegen erst am 7. Januar begangen, meist mit einem langen feierlichen Gottesdienst.
Der geschmückte Tannenbaum bleibt traditionell bis zum 14. Januar stehen, einige lieben ihre „Jolka“ aber so sehr, dass sie, z.B. auf dem Balkon, noch länger stehen bleiben darf – bekannte Royak schmunzelnd. Nach dem alten Kalender feierte man das Neujahr in der Nacht vom 13. auf den 14. Januar, in Russland nennt man das „das alte neue Jahr“. Nach der Wende hat man diese zusätzliche Gelegenheit mit Freunden und Familie noch einmal zu feiern gerne wieder eingeführt.
Da die russischen Schulferien am 30. Dezember beginnen und 2 Wochen dauern und die meisten Erwachsenen vom 30. Dezember bis 10. Januar frei von der Arbeit haben, gibt es also reichlich Zeit zum Feiern, schloss Royak ihren spannenden Vortrag und lud alle Anwesenden zum Anstoßen mit Sekt ein!
Anschließend wurden die Tische reichlich mit russischen Kostbarkeiten und Spezialitäten gedeckt. Die Teilnehmerinnen konnten sich noch lange an diesem Abend in festlicher Atmosphäre unterhalten.

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