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DVR: Fahrschüler sollen länger lernen

Fahrschüler sollen länger lernen
Fahrschüler sollen länger lernen
Gießen | Nach dem Willen des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) sollen Fahrschüler künftig länger lernen und sich auch noch nach dem Erwerb ihrer Fahrerlaubnis einem ergänzenden Unterricht unterziehen. Mit dem „Begleiteten Fahren ab 17“ habe sich ein Erfolgsmodell etabliert, mit dem sich das hohe Anfängerrisiko mindern lasse. „Aber das reicht bei weitem nicht aus“, schreibt DVR-Präsident Walter Eichendorf jetzt in einem Beitrag für die vom ACE Auto Club Europa herausgegebene Clubzeitschrift (ACE LENKRAD 1 / 2013).

Der DVR-Präsident fügte hinzu: „Wir benötigen verlängerte Lernzeiträume, sogenannte Mehrphasenmodelle, wie sie auch im europäischen Ausland erfolgreich angewendet werden.“ Nach Meinung von Eichendorf sind nach dem Erwerb der Fahrerlaubnis zusätzlich sogenannte Feedbackfahrten zur Gefahrenwahrnehmung vorzusehen. Unfälle im Straßenverkehr stellten für junge Menschen im Alter von 18 bis 24 Jahren die Haupttodesursache dar.

ACE: Führerscheinerwerb muss erschwinglich bleiben
Auch der ACE plädiert für eine methodische Erweiterung der Fahrausbildung, setzt aber auf Freiwilligkeit. Außerdem fürchtet der Club, dass die Fahrausbildung durch zusätzlich auferlegte Sonderfahrten für viele junge Interessenten unerschwinglich werden könnte. Der Erwerb eines Pkw-Führerscheins kostet heute bereits bis zu 1800 Euro, eine Sonderfahrt bis zu 50 Euro, rechnet der ACE vor. Den Angaben zufolge beträgt die tarifliche monatliche Ausbildungsvergütung (2011) in Deutschland im Schnitt 708 Euro brutto.

Den Gastbeitrag von DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf lesen Sie im Wortlaut unter http://www.ace-online.de/index.php?id=2151

Siehe auch den Beitrag in der GZ - http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/75241/ace-besorgt-ueber-neue-fuehrerscheinklasse-fuer-junge-flitzer/

Der Auto Club Europa (ACE) http://www.ace-online.de ist Mitglied im Verbund Europäischer Automobilclubs (EAC) http://www.eac-web.eu

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
28.074
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 15.01.2013 um 22:41 Uhr
Ich konnte mit bereits 10 Stunden zur Prüfung angemeldet werden. Da bis zum Termin noch etwa zwei Wochen waren, habe ich nochmals zwei Stunden genommen. Der Preis für den Führerschein war 1961 glaube ich insgesamt mit allem unter 300 DM in einer Höhe, die ich mir damals leisten konnte. War gerade am Ende meiner Lehrzeit mit einem bin mir nicht mehr ganz sicher, aber es waren glaube ich keine 100 DM im Monat.
Wer soll den heute diese tausend von Euro aufbringen? Dazu sollen es immer mehr werden.
Jutta Skroch
13.453
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 15.01.2013 um 23:37 Uhr
Ich habe 1969 ein paar Stunden mehr gebraucht, ich war damals 27 Jahre. Bezahlt habe ich DM 365,00, die Rechnung habe ich noch, aber die Stundenzahl weiß ich nicht mehr.
Ein Lehrling hatte 1961 ca. DM 60,00 im Monat.
Ich finde, dass der Führerschein porportional sehr viel teurer geworden ist, im Vergleich zum Verdienst.
Meine Enkelin hat das "Begleitende Fahren ab 17" genutzt, mit 18 hatte sie nun ihren Führerschein in der Tasche und von den Eltern ein Sicherheitstraining geschenkt bekommen.
Gegen Leichtsinn und Überschätzung helfen auch keine zusätzlichen Stunden, Autofahren fängt im Kopf an.
Es sollte aber keine Pflicht werden, denn viele junge Leute sind auf den Führerschein angewiesen.
H. Peter Herold
28.074
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 15.01.2013 um 23:41 Uhr
Liebe Jutta, das können nicht viel mehr Stunden gewesen ein. Ich glaube bei mir 1961 kostete eine Stunde 12 DM
Jutta Skroch
13.453
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 16.01.2013 um 00:30 Uhr
Das hat mir jetzt keine Ruhe gelassen. Ich hatte 16 Std. à DM 15,00, die Grundgebühr betrug DM 60,00, das Lehrmaterial DM 15,00 und die Vorstellung zur Prüfung ebenfalls DM 15,00, TÜV Gebühren DM 22,00 ???
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 16.01.2013 um 09:05 Uhr
Ich hab1975 mit 14 Fahrstunden plus der Prüfungsfahrt den Lappen gemacht...
H. Peter Herold
28.074
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 16.01.2013 um 09:41 Uhr
Da liegen wir drei ja ungefähr auf gleichem Niveau. Es war anscheinend damals nicht so teuer und die ASusbildung, da kürzer sicher besser, denn wo sehe ich heute noch Fahrschulwagen das Wenden oder Rückwärts um zwei Ecken fahren üben. Wo in Gießebn wird Anfahen am Berg geübt?
Wird z. B. gelehrt wie und wann geblinkt werden muss. Ja muss!
Ich glaube es fast nicht oder sind die Hessen einfach zu nachlässig damit. Weil keine Polizei aufpasst?
Karl-Ludwig Büttel
3.726
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 16.01.2013 um 11:06 Uhr
In meine Augen nur Geldmacherei. Zusätzliche Stunden kosten auch wieder zusätztlich und eine Gewähr ,dass man dann fahren kann ist es auch nicht. "Der Führerschein berechtigt zu fahren, er sagt aber nichts darüber aus ob man auch fahren kann" so stand es in meinen Fahrschulen/Führerscheinmäppchen 1978.
Meine Töchter haben den Führerschein mit 17 gemacht den ich für sinnvoll erachte. Es gab ihnen Sicherheit, dass ein Erwachsener erfahrener Fahrer daneben saß. Der muss aber auch geeignet sein. Nicht jeder kann ruhig neben einem Fahranfänger sitzen.
Jutta Skroch
13.453
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 16.01.2013 um 11:59 Uhr
> Nicht jeder kann ruhig neben einem Fahranfänger sitzen. <

Wie wahr, meiner Tochter wurde da einiges abverlangt, weniger, weil meine Enkelin nicht gut gefahren wäre, eher, dass es unvorhergesehene Situationen gibt, die zu meistern sind und man ja absolut hilflos neben dran sitzt. Ich hätte diese Nerven bestimmt nicht gehabt.
Im übrigen stimme ich Ihnen zu, das da nur eine zusätzliche Geldquelle aufgetan werden soll.
H. Peter Herold
28.074
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 16.01.2013 um 14:13 Uhr
Also ich sitze bei meiner Tochter ganz ruhig, ruhiger als bei meiner Frau, obwohl diese vor ihrer Erkrankung eine sehr gute besonnene Fahrerin war. Die Tochter muss wohl die Gene ihrer Eltern geerbt haben, wobei ich jetzt nicht sagen will, ich sei ein guter Fahrer.
Die Tochter fuhr kaum den Fühererschein(im Winter) gemacht für einen Transportservice ein Fahrrad von München nach Berlin. Das hätte ich mir glaube ich damals nach meiner Prüfung nicht so ohne weiteres getraut. Vor einem Jahr fuhr sie mit mir nachts mit einem gemieteten Sprinter nach Marburg um dort mitten in der Stadt ein Sofa zu holen. Da hat sie mir gezeigt was sie kann. Ist ja keine Kunst. Fuhr ja ein Jahr lang Kranken- und Schülertransport sowie Taxi in Wetzlar und Gießen.
Hans-Jürgen Funk
1.894
Hans-Jürgen Funk aus Laubach schrieb am 16.01.2013 um 22:51 Uhr
Bei mir waren es 1970 auch so um die 10 Fahrstunden und der Führerschein kostete mich damals ca. 550 DM. Das besondere daran ist, dass er noch vom Landrat des Landkreises Alsfeld ausgestellt wurde. Und das Bild zeigt mich noch mit vielen Haaren auf dem Kopf ;-))
H. Peter Herold
28.074
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 17.01.2013 um 10:10 Uhr
Da wird es aber Zeit für einen neuen Führerschein ;-))
Hans-Jürgen Funk
1.894
Hans-Jürgen Funk aus Laubach schrieb am 17.01.2013 um 13:47 Uhr
Ich behalte den Alten solange, bis der Gesetzgeber wieder mal eine neue Verordnung erlässt, dass er umgetauscht werden muss.
Hans-Jürgen Funk
1.894
Hans-Jürgen Funk aus Laubach schrieb am 17.01.2013 um 18:28 Uhr
Habe noch ein wenig im Internet gesucht und was zum neuen Führerschein gefunden. Ich muss doch noch den Abschied vom alten Lappen mit meinem Jugendfoto nehmen, weil gem. EU-Verordnung alle alten Führerscheine ob graue und rosafarbene aus Papier, auch die kleinen im Scheckkartenformat bis spätestens 18. Januar 2033 in einen neuen EU-Führerschein umgetauscht werden müssen. Alle erworbenen Besitzstände für bestimmte Fahrzeugklassen bleiben erhalten.
Siehe auch den Beitrag in der GZ - http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/75241/ace-besorgt-ueber-neue-fuehrerscheinklasse-fuer-junge-flitzer/
H. Peter Herold
28.074
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 18.01.2013 um 01:36 Uhr
2033 ? Ich wäre da 93! Ob ich da noch fahre ;-))
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Hans-Jürgen Funk

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Hans-Jürgen Funk
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