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G9 – Wahl der Gymnasien in Hessen - Öffentliche Petition mit inzwischen über 10.000 Unterzeichnern und noch keine Reaktion von Ministerpräsident Bouffier und Kultusministerin Beer

von Tanja Lienardam 07.01.20132254 mal gelesen2 Kommentare
„Motoren“ der Elterninitiative G9-Wahl - v.l.n.r. hintere Reihe: Martina Gilbert (Fulda), Ulrike Tönges (Edertal), Steffi Leimbach (Fulda) vordere Reihe: Dr. Andreas Bartels (Giessen), Dr. Tanja Lienard (Giessen), Rolf Thielmann (Dillenburg)
„Motoren“ der Elterninitiative G9-Wahl - v.l.n.r. hintere Reihe: Martina Gilbert (Fulda), Ulrike Tönges (Edertal), Steffi Leimbach (Fulda) vordere Reihe: Dr. Andreas Bartels (Giessen), Dr. Tanja Lienard (Giessen), Rolf Thielmann (Dillenburg)
Gießen | Am 14.12.2012 beschloss der Landtag in Wiesbaden ein Gesetz, das Gymnasien in Hessen ab dem nächsten Schuljahr wieder zur 9-jährigen Gymnasialzeit (G9) zurückkehren können. Dies wird von einer großen Mehrheit von Eltern, Schülern und Lehrern sehr begrüßt. Diese Option zur Rückkehr gilt jedoch nicht für die bestehenden Jahrgänge. Nach Aussage von Schulleitungen wäre eine Rückkehr der Jahrgänge 5 und 6 jedoch auch noch möglich und dies wird mehrheitlich von Eltern und Schülern auch gewünscht. Daher fordert die Petition unter www.G9-Wahl.de die hessische Landesregierung auf, die Gesetzesgrundlage dafür zu schaffen, dass auch für die laufenden Klassen 5 und 6 eine Rückkehr zu G9 möglich wird, gerade wenn ein Gymnasium ganz zu G9 zurückkehrt! Dabei setzt sich die Initiative zugleich für freiwillige G8-Klassen ein – für diejenigen, die G8 weiterhin wünschen. Das ist ihrer Meinung nach „echte“ Wahlfreiheit. Der Sprecher der Initiative, Dr. Andreas Bartels weist darauf hin, dass alle Bürger, die die Initiative unterstützen wollen, dies noch bis zum 22.1.2013
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im Internet unter der Adresse www.G9-Wahl.de tun können. Dabei ist schnelles Handeln nötig, denn Schulen, die auch bestehende Jahrgänge zu G9 zurückkehren lassen wollen, brauchen Vorlaufzeit für Planung und Organisation. Auf den offenen Brief an den Ministerpräsidenten und das Kultusministerium vom 12.12.12 gab es bisher keine offizielle Reaktion. Hingegen stellen sich neben Politikern der Opposition auch der Landeselternbeirat und viele Kreis- und Stadtelternbeiräte hinter die Forderungen der Petition und unterstützen diese. So drücken Vertreter von SPD und „Die Linke“ ebenso Ihre Unterstützung für das Anliegen der Eltern aus, wie die Kreiselternbeiräte der Kreise Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder, Fulda und Hersfeld-Rotenburg. Die Einwände der anderen Parteien gründen sich hauptsächlich auf den Bestandsschutz für Kinder, die weiterhin nach G8 beschult werden wollen. Dieser Bestandsschutz wäre allerdings leicht durch die bereits in vergangenen Schulversuchen erfolgreich getestete Option der freiwilligen G8-Klasse(n) pro Jahrgang zu gewährleisten. Die vom Kultusministerium geforderte Zwangsfestlegung auf ein G8/G9-Mischsystem für 3 Jahre entbehrt dabei jeder Notwendigkeit. Nach Ende der Zeichnungsfrist sollen Ende Januar die gesammelten Unterschriften im Rahmen einer kreativ gestalteten Übergabe den entsprechenden politischen Vertretern übergeben werden. Daran dürfen sich alle Interessierten beteiligen.

Bürgerreporterin Tanja Lienard

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Kommentare zum Beitrag

Tanja Lienard
77
Tanja Lienard aus Gießen schrieb am 08.01.2013 um 18:54 Uhr
Bei der Petition "www.G9-Wahl.de" geht es nicht darum, "mitzureden". Vielmehr geht es darum der Landesregierung zu zeigen, dass bei dem sogenannten "Wahlrecht" demokratische Lücken bestehen, die ausgebessert werden sollten. Während ein Gymnasien, dass sich für das Mischmodell entscheidet - und sich somit für mindestens drei weitere Jahre G8 anbieten will, auch die Schüler der 5. und 6 Klassen parallel nach G9 unterrichten kann, darf ein Gymnasium, dass sich komplett für G9 entscheidet KEINE Schüler der 5. und 6. Klassen nach G9 unterrichten. In diesem Fall wird der Wunsch der Mehrheit jedoch völlig ignoriert - das macht demokratisch keinen Sinn! Wenn den Gymnasien bei kompletter Entscheidung für G9 jedoch die Möglichkeit gewährt würde, eine "freiwillige G8-Klasse" parallel anbieten zu dürfen, wäre dem Bestandsschutz genüge getan und alle Beteiligten hätten ein "echtes Wahlrecht". Auf diese Weise wäre eine Übergangsmöglichkeit geschaffen, die auch den G9-Gymnasien gerecht würde. Dabei verlangt die Petition nichts Unmögliches: Im Mischmodell wird diese Option angeboten - nur den G9-Gymnasien wird dieses vorenthalten. "Reine" G9-Gymnasien wollen sich jedoch nicht zwingen lassen, mindestens weitere drei Jahre G8 anzubieten, wenn die Mehrheit der Lehrer, Eltern und Schüler dies für den falschen Weg halten.
Zu der Haltung der Oppositionsparteien: Sicher ist das Bildungskonzept der Oppositionsparteien anders strukturiert, den Unterzeichnern der Petition geht es aber nicht um parteipolitische Taktiken, sondern einzig und allein um das Wohl der Kinder!
Tanja Lienard
77
Tanja Lienard aus Gießen schrieb am 09.01.2013 um 12:51 Uhr
Aber sicher - das ganz man sich direkt aus dem Internet holen:

http://starweb.hessen.de/cache/DRS/18/7/06187.pdf

Dem § 26 Abs. 3 wird folgender Satz angefügt:
"Organisationsänderungen nach Satz 1 werden ab dem Schuljahr umgesetzt, das dem Beschluss der Schulkonferenz folgt, beginnend jeweils mit der Jahrgangsstufe 5."
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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