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Herzforschung findet zukünftig in Gießen statt

Vertreter der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim und des Universitätsklinikums Gießen und Marburg unterzeichnen den Kooperationsvertrag.
Vertreter der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim und des Universitätsklinikums Gießen und Marburg unterzeichnen den Kooperationsvertrag.
Gießen | Gießen. Am vergangenen Freitag unterzeichneten Vertreter der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim, der Justus-Liebig-Universität (JLU) und des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) im Senatssaal des Uni-Hauptgebäudes der JLU die Kooperationsverträge.
Zuvor verwies JLU-Präsident Prfessor Dr. Joybrato Mukherjee auf die nationale und internationale Bedeutung des Medizinstandortes Mittelhessen. Und dankte Prof. Christian Hamm – durch dessen Annahme der W3-Professur für Kardiologie des Fachbereichs 11-Medizin der JLU zum 1. Januar 2013 die zukunftsweisende und jetzt vertraglich vereinbarte Netzwerkbildung überhaupt erst möglich geworden ist – sowie allen anderen beteiligten Partnern: „Durch die jetzt besiegelte noch engere Zusammenführung der hervorragenden Strukturen in Mittelhessen ergeben sich wissenschaftliche, medizinisch-fachliche und wirtschaftliche Synergien. Wir sind froh, der Öffentlichkeit heute einen weiteren bedeutsamen wissenschaftlichen „Leuchtturm“ für das Land Hessen zu präsentieren.“ Prof. Christian Hamm sprach von einer Forschungsallianz, die im Rahmen des etablieren Netzwerkes der klinischen Zusammenarbeit des medizinischen Hochleitungszentrums UKGM und der nun vereinbarten Kooperation. Dies schaffe ideale Voraussetzungen, ein international wettbewerbsfähiges Zentrum zu schaffen, welches nicht nur in der kardiologischen Forschung, sondern auch in der Patientenversorgung neue Impulse setzt und ein zukunftsweisendes Modell darstelle. Um neueste Erkenntnisse aus der Forschung möglichst schnell in die klinische Versorgung von Patienten einfließen zu lassen, ist die Verzahnung im klinischen und wissenschaftlichen Bereich der Herzmedizin eine essentielle Voraussetzung. Das „Kerckhoff Herzforschungsinstitut mit der Justus-Liebig-Universität Gießen“ soll als gemeinnützige GmbH zwischen der Kerckhoff-Klinik und der JLU Gießen neu gegründet werden. Dazu wird ein paritätisch besetzter wissenschaftlicher Beitrag aus sechs bis acht Mitgliedern gebildet. Die neue kardiologische Forschungseinrichtung wird an zwei Standorten betrieben, an der JLU Gießen im Aulweg 129 sowie am Giebel-Institut der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim. Die Leitung der gemeinsamen Arbeitsgruppen, in Gießen und Bad Nauheim, stehen unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Hamm. Durch gemeinsame Investitionen und der Austausch von Personal sowie dem nötigen „Know-how“ ergeben sich einzigartige Arbeitsmöglichkeiten und neue Impulse in der patientennahen Forschung. Ziel ist es, Exzellenz und höchste Qualität in Forschung und Kranknversorgung in Mittelhessen weiter auszubauen. Die neue Kooperation baut auf einem soliden Fundament auf. In den vergangenen Jahren hat sich in Mittelhessen ein bedeutsamer Schwerpunkt der „Gesundheitswirtschaft“ und translationalen Medizin herausgebildet. Unter der Leitung von Prof. Friedrich Grimminger als Netztwerkkoordinator bezog dieser bislang im Wesentlichen die Gebiete der Pneumologie und der Onkologie ein. Nunmehr gelang die Ausweitung auf den Sektor Herzmedizin, auf dem sich in Mittelhessen einzigartige Strukturen befinden. Im Bereich der kardiologischen Grundlagenforschung arbeiten die Mediziner aus Gießen eng mit den Kollegen der Uni Frankfurt und Marburg zusammen. Letzteres im Rahmen der „Forschungsallianz der Universität Gießen und Marburg“. Die beteiligten Standorte sind Mitglieder des Exzellenzclusters Herz und Lunge (ECCPS) und des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK).

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Kommentare zum Beitrag

Dieter Petersen
1.438
Dieter Petersen aus Gießen schrieb am 29.12.2012 um 01:54 Uhr
Finde ich sehr gut. Nach meiner Info ist Bad Nauheim immer die absolute Herzstadt gewesen. Wenn es aber mal um Minuten geht, wäre es angenehm, auch in Gießen alle Möglichkeiten zu haben oder wird dann bei uns "nur" geforscht? Natürlich auch sehr wichtig!
Friedel Steinmueller
3.370
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 30.12.2012 um 00:39 Uhr
Jawohl - die Möglichkeiten gibt es auch in Giessen.
Giessen ist Dreh - und Angelpunkt gerade für Herzpatienten. Viele akute Notfälle können mit den besten Grundlagen, welche die Medizin gegenwärtig bietet, behandelt werden. Dafür sorgen die vielen Ärzte und ihr unterstützendes Personal mit ihrer Kompetenz. Auch ich begrüße daher diese Entscheidung.
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Herzlichst, Ihr(e) Melanie Weiershäuser

von:  Melanie Weiershäuser

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Interessensgebiet: Gießen
Melanie Weiershäuser
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