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Die Sicherheit unserer Kinder geht vor, deshalb Nein zur Verfüllung der Ostanlage!

Gießen | Die BI „Stoppt diese Landesgartenschau“ hatte in Ihrem letzten Plenum das Vorhaben der Verfüllung der Ostanlagenunterführung thematisiert. Die BI kommt zu dem Schluss, dass sie sich auch hier inhaltlich an der öffentlichen Diskussion beteiligen möchte.
Unbegreiflich sei, dass die Unterführung ohne Not und auch ohne sachliche Gründe zugeschüttet werden soll. Die BI fragt, ob hier nur wegen der Fahrtroute der Wegebahn anlässlich der Landesgartenschau 2014 das Geld zum Fenster hinausgeworfen werden soll? Schließlich werde diese Maßnahme die Bürger mindestens 380.000,-- Euro kosten.
Zu bemerken ist, so ihr Sprecher Arnd Lepère, dass die Unterführung sehr gut genutzt und seitens der Bevölkerung auch bestens angenommen und stark frequentiert wird. Insbesondere Kinder können hier die vielbefahrene vierspurige Ostanlage sicher queren. Die Unterführung verbindet die Innenstadt mit der Wieseckaue und ihren vielfältigen Sport- und Freizeiteinrichtungen. Und erst kürzlich habe er eine Schulklasse, die das Schwimmbad besuchen wollte, bei der sicheren Unterquerung der Ostanlage beobachtet. Wie wäre diese wohl bei einer Ampelanlage an dieser Stelle hinüber gekommen.
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Mit dem Vorhaben des Magistrats die Unterführung durch eine oberirdische Ampelanlage zu ersetzen, werde nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern auch der Verkehrsfluss negativ beeinflusst. Mit dementsprechenden Folgen. Um ein sicheres Erreichen der jeweils gegenüberliegende Straßenseite für alle Fußgänger und Radfahrer zu ermöglichen, müsste deren Ampelphase ausreichend lang gestaltet sein. Ein Mittelstreifen , um die Querung evtl. in zwei Phasen zu ermöglichen, ist unzumutbar und würde darüber hinaus ein zusätzliches Sicherheitsrisiko darstellen. Von steigenden Lärm- und Schadstoffemissionen, die durch das vermehrte Bremsen und Anfahren hunderter Kraftfahrzeuge tagtäglich entstünden, ganz zu schweigen.
Jeder kenne die Situationen, in denen gestresste und genervte Autofahrer Lichtsignale ignorieren. In denen Kinder unvermittelt auf die Straße liefen. Wer von den Verantwortlichen der Stadt, so fragt der Sprecher der BI Arnd Lepère, möchte den Eltern eines an dieser Ampel verunfallten Kindes gegenübertreten, um dann die Verfüllung der Unterführung an der Ostanlage zu rechtfertigen, denn hier wäre ein Kollisionsunfall mit einem Auto schlichtweg nicht möglich gewesen.
Vor allem aus diesem Sicherheitsaspekt fordere die BI „Stoppt diese Landesgartenschau“: „Die Unterführung muss an der Ostanlage erhalten bleiben! Nur sie ermöglicht es unseren Kindern und älteren Mitbürgern die Ostanlage sicher zu queren. Nur mit ihr gibt es keine lästigen Wartezeiten für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer und wird eine noch stärkere Umweltbelastung vermieden. Mit dem Erhalt der Ostanlagenunterführung wird eine weitere unsinnige Geldverschwendung verhindert.“
Mit vielen Bürgern und Nutzern der Unterführung haben wir gesprochen. Niemand war wirklich für die Verfüllung. Diese Meinung kommt auch in zahlreichen Leserbriefen und Stellungnahmen immer wieder zum Ausdruck. So sagte uns eine Mutter, dass sie die Unterführung gern und gut auch mit Kinderwagen nutze. Ihr wäre es viel lieber, man würde Geld in die Modernisierung der Unterführung stecken. Sie wünsche sich lediglich eine bessere und freundlichere Beleuchtung und einen neuen Anstrich oder neue Graffiti. In allen Äußerungen kommt klar zum Ausdruck, dass sehr viele Gießener gegen diese Verfüllung sind. Bürgernähe und Bürgerbeteiligung ist das wirklich nicht.
Bleibt noch die wichtige Frage der Nutzung der Unterführung durch Rollstuhlfahrer. Fakt ist, dass sie wirklich nur bedingt barrierefrei ist. Die BI stellt hier aber an die Stadt Gießen die folgenden Fragen: Auch wenn ein behindertengerechter Umbau der Unterführung für unsere hochverschuldete Stadt zu teuer ist oder der Umbau tatsächlich baulich nicht möglich sein sollte, warum wird die Unterführung dann nicht aber wenigstens für Fußgänger, Radfahrer und unsere Kinder erhalten? Kann und darf man hier wertvolle Bausubstanz einfach vernichten? Eine so verschuldete Stadt, die jetzt sogar unter den Rettungsschirm geht, sollte unser aller Geld für dringlichere Dinge verwenden.
Die BI macht in diesem Zusammenhang alle Interessierte auf Ihre Homepage: www.stopptdieselandesgartenschau.de aufmerksam. Hier kann sich weiter und eingehender zur aufgeworfenen Problematik informiert werden.

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Kommentare zum Beitrag

Arnd Lepère
592
Arnd Lepère aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 01:04 Uhr
Ja Frau Bieden auch unsere Kinder sind wichtig. Auch unsere Senioren und behinderten Menschen sind wichtig. Die Bimmelbahn ist uninteressant.
Arnd Lepère
592
Arnd Lepère aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 01:25 Uhr
Wieso darf es nicht wahr sein Herr Hilpers? Wie ist hr Demokratie Verständnis. Warum geht es denn hier wieder los?. Was meinen Sie? Nur aus just for fun? Oder kann es hier vielleicht doch auch mal so sein, dass die "gewählte Politik" voll am Bürgerwillen vorbei regiert? Ich glaube gerade ist es so. Und nur deshalb schon wieder! Und ich glaube es ist gut so. Unsere Kommunalpolitiker sind anscheinend auf dieses Feedback angewiesen, sonst würden sie nicht solche irrsinigen Maßnahmen planen!
Arnd Lepère
592
Arnd Lepère aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 01:31 Uhr
HalIhnenlo liebe Frau Bieden, geht es Ihnen wirklich nur um die Bimmelbahn? Da enttäuschen sie mich gerade!
Arnd Lepère
592
Arnd Lepère aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 01:45 Uhr
Hallo lieber Hilpers und liebe Frau Bieden. Die BI aber auch Ich sind Realisten und wir wissen schon - zumindest gefühlt - was die Bürger und Umliegenden wollen und möchten. Gerade mit denen sprechen wir! Dieser Kommunikationsweg scheint bei den Grünen und der SPD leider derzeit nicht mehr zu funktionieren. Warum hört ihr einfach nicht mal nach dem eigentlichem Bürgerwillen?
Arnd Lepère
592
Arnd Lepère aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 01:58 Uhr
Hallo Herr Hilpers wir schreien nicht laut. Und wenn die repräsentative Demokratie Ihre Aufgaben und Verantwortungen wahrnehmen würden, gebe es Bürgerinitiative nicht. Aber leider gibt es zu viele, die von Lobbyisten gesponsert und daher nicht mehr frei von Entscheidungen sind. Das ist hier das wirkliche Problem. Ansonsten wäre Politik viel näher am Bürgerwillen!
Arnd Lepère
592
Arnd Lepère aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 02:01 Uhr
Ja liebe Frau Bieden, dass ist Ihre Meinung. Aber ist es auch die Meinung der Gießener?
Birgit Hofmann-Scharf
10.363
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 08:52 Uhr
Sehr guter Bericht, wichtiges Thema, trotz so später Stunde !
Danke Arndt !

Mir fällt dazu nur eins ein:
in Stuttgart soll es Richtung "unterirdisch" gehen, des ökonomisch rationellen Verkehrsflusses wegen.
in Giessen Richtung "überirdisch".

Wie sag ich`s meinem Kinde ??
21
Boris Lebedew aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 10:15 Uhr
@ Arnd Lepère
"Zu bemerken ist, so ihr Sprecher Arnd Lepère, dass die Unterführung sehr gut genutzt und seitens der Bevölkerung auch bestens angenommen und stark frequentiert wird."

Wieviel Leute nutzen denn die Unterführung im Tagesverlauf? Da haben Sie ja sicherlich eine entsprechende Strichliste über einen längeren Zeitraum geführt.
Martin Wagner
2.741
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 10:20 Uhr
Außer Frau Hofmann haben sich bisher hier nur drei Personen ausgetauscht (vielleicht wäre "haben sich ineinander verkeilt" eine bessere Umschreiung). Nichts dagegen, aber die selben "drei" waren auch schon in den Kommentarspalte eines Artikels mit ähnlichem Inhalt zu finden.

http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/74273/gleichbehandlung-der-verkehrsteilnehmer-an-die-gruenen-der-stadt-giessen/

(vom 13.12.)

Ich denke Herr Hilpers dachte auch daran, als er am 19.12.2012 um 01:14 Uhr schrieb: "Ich glaub es geht schon wieder los. Das darf doch wohl nicht wahr sein."

Doch Herr Hilpers, ein zweiter Artikel hat seine Berechtigung. Denn einerseits wird am Anfang begründet, warum die Bürgerinitiative sich überhaupt zu diesem Thema äußert (es ist nicht so, das da mit aller Gewalt win neues Betätigungsfeld für die BI gesucht wird ...) und anderseits muss in einer Bürgerinitiative eine Pressemitteilung unter den Aktiven abgestimmt werden und das dauert nun mal etwas länger (Herr Lepere spricht ja nicht als Privatperson, sondern im Namen der BI).

Ich würde mich freuen, wenn das Spektrum der Kommentatoren sich erweitern würde. Das Thema hat es verdient.
125
Julius Epstein aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 10:48 Uhr
Herr Lepere, wollen Sie Ihre Kinder wirklich durch dieses verpisste Loch schicken? Lieber als über eine Ampel? Falls Sie wirklich Kinder haben, tun die mir leid!
Ihnen geht es offensichtlich nicht um Sicherheit für Kinder, Sie wollen hier Ihren Kampf gegen die Landesgartenschauf frtsetzen und haben ein neues Feld entdeckt.
Aber egal wie man zur LGS steht, die Entscheidungen sind gefallen, deshalb sollte man jetzt doch lieber konstruktiv mitwirken. Von Ihnen hört an nur Negatives. Tut mir leid.
Martin Wagner
2.741
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 12:29 Uhr
Herr Gause

Herr Schäfer war Pressesprecher des Bürgerbegehrens und nicht der Bürgerinitiative. (Auch wenn Beiträge unter dem Label "BI" von ihm veröffentlicht wurden.) Da das Bürgerbegehren ja - zumindest vorerst - abgeschlossen ist könnte er "nur" als Privatperson hier schreiben.

Macht er wohl nicht, weil er wohl z.Z. nicht in Gießen weilt. (Zumindest habe ich ihn wochenlang nicht mehr gesehen.)

Im übrigen; er dürfte sich gegen die Qualifizierung "wirres Zeug" - falls im bekannt - wehren.

Ich bitte doch von solchen Angriffen Abstand zu nehmen, so lange nicht klar ist, ob der Angespochene/Angegriffene überhaupt die Chance hat "gegen zu halten".
Antje Amstein
6.024
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 12:34 Uhr
Mit einer gut durchdachten Ampelanlage, Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet insbesondere auf dem Anlagenring, ist es wirklich besser als die Unterführung, durch die man und Kind bei Dämmerung und Dunkelheit ungern geht! Schulklassen sind Kolonnen und Kolonnen haben vorrang vor dem anderen Verkehr, somit ist die Querrung sicher.
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 13:38 Uhr
Der einzuige Grund und der wurde hier ja in der Zeitung schon mehrfach genannt, ist der: Die Autofahrer sollen gezwungen werden langsamer zu fahren, am besten als Fussgänger oder Radfahrer unterwegs zu sein.
Ist doch so, oder?

Kommentar vor mir: " Wird so von der Grünen BM angestrebt."
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 14:16 Uhr
Demnach Tempo 30 und keien Ampeln die den Verkehr anhalten, oder? Im übrigen wurde mir dieser Tage vom Ohrenarzt bestätigt, dass ich für mein Alter außergewöhnlich gut höre. Ich könne sogar Zwischentöne verstehen;-)
Antje Amstein
6.024
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 14:24 Uhr
Mit Schritttempo brauchen wir keine Ampel mehr, bei 30 km/h ist es immernoch gefährlich!
Einige Autofahrer müßten zwar eine Nachschulung besuchen da sie nicht wissen wie das mit der Spielstraße funktioniert! Es könnte klappen!
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 15:13 Uhr
Es muss mal wieder einmal erlaubt sein das Internet zu bemühen. Spielstraße ist ein Bereich, der für Fahrzeuge aller Art gesperrt ist. Also wird es fast nicht angewandt. Was sicher gemeint ist, das wäre eine Verkehrsberuhigter Bereich, Schritttempo angesagt. Für eine ganze Stadt?
Hier zur Klarstellung: http://de.wikipedia.org/wiki/Spielstra%C3%9Fe
Ja Herr Gause, eine wenig davon würde in Gießen auch nicht schlecht sein. 30iger Zone da wo ich wohne. Da würde ich mir oft wünschen, das richtig kontrolliert wird mit entsprechenden Strafen.
Antje Amstein
6.024
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 17:54 Uhr
Umgangssprachlich wird der verkehrsberuhigte Bereich häufig als „Spielstraße“ bezeichnet, was aber kein verkehrsrechtlicher Begriff ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrsberuhigter_Bereich
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 18:38 Uhr
Ja ist genau die andere Seite der Bezeichnung
Antje Amstein
6.024
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 20:29 Uhr
Anlagenring Tempo 30 und innerhalb davon verkehrsberuhigter Bereich! Dann brauchen wir auch keine Umweltzone mehr, viele werden entspannter Leben. Das Stadtsäckchen wird sich dann ruckzuck füllen!
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 21:10 Uhr
Das könnte sich jetzt schon füllen, wenn in den vorhandenen 30iger-Zonen geblitzt würde;-(
Martin Wagner
2.741
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 20.12.2012 um 09:29 Uhr
Kurz zu dem aktuellen Stand bezüglich der städtischen Planungen zur Ostanlage – Unterführung jetzt kurz vor Weihnachten, genauer nach zwei Sitzungen dazu am 19.12.2012 im Giessener Rathaus. Ich besuchte Beide.

1.
Informationsveranstaltung zur Landesgartenschau an der Lahn
19.12.2012, 18.00 Uhr, Magistratssitzungssaal, 2. OG, Rathaus
Veranstalter: städtische Büro Landesgartenschau, die Gießen Marketing GmbH und das Kulturamt der Stadt Gießen in Zusammenarbeit mit der Landesgartenschau GmbH
(in ihrer Funktion als Konzeptentwickler für den LAGA - Veranstaltungsort „Lahn“)

Eingeladen waren in Besonderen Lahn-Anrainer und Vereinen und Gaststätten an der Lahn. Gekommen sind rund 15 Interessierte. Die für das Sponsoring bzw. für einzelne Investitionsmaßnahmen zu gewinnenden örtlichen Wirtschaftsbetriebe werden bei Neujahresempfang des IHK angesprochen und sind deswegen nicht anwesend.

Kurzinfo mit den wichtigsten Eckpunkten zur Landesgartenschau 2014 und Vorstellung des Veranstaltungskonzepts Wieseckaue vermittelte Volker Schwarz von der LGS GmbH. Den Sachstand der baulich-investiven Maßnahmen an der Lahn referierte Michael Bassemir vom Büro Landesgartenschau und den Ideenkatalog für ein Veranstaltungs- und Sponsoringkonzept an der Lahn Sadullah Gülec, Gießen Marketing.

Auf Nachfrage aus dem Publikum zu den drei Korridoren wurde bestätigt, dass die Planungen zur Route der „Bimmelbahn“ (im verteilten Werbeprospekt ist die offizielle Bezeichnung „Das Bähnle“) zwischen den Veranstaltungsorten Wieseckau und Lahn abgeschlossen sind. Sie wird am großen Parkplatz vor dem eingezäunten Wieseckau-Gelände beginnen über die Gutfleischstraße gehen, die Ostanlage queren und weiter über den Kirchenplatz / Marktplatz zu dem Endpunkt Spielplatz „zu den Mühlen“. Einen angedachten Rundkurs mit dem weiteren Verlauf Sachsenhäuser Seite des Lahnufers zurück über den noch zu errichtenden Steg nach der Nordstadt (obwohl das ja eine Fahrradbrücke wird, würde die Tragfähigkeit für die Bimmelbahn wohl ausreichen!?) Sudentenlandstrasse und dann großer Parkplatz wurde wieder verworfen, da lediglich zwei Garnituren der Bimmelbahn angeschafft werden sollen und bei dem dann zu langen Streckenverlauf die für sinnvoll gehaltene etwa 15 bis 20 Minuten maximale Wartezeit bei den Abfahrtszeiten nicht zu gewährleisten wären.

Eine weitere Nachfrage, wo denn die doch längere Bimmelbahn auf dem Gelände „zu den Mühlen“ genau wenden kann, konnte noch nicht beantwortet werden.

Die Diskussion ging in weiten Strecken darum, ob aus dem Kreis der Eingeladenen jemand für die (teilweise oder auf Dauer ist noch nicht klar) noch weitere gastronomische Angebote im Lahnbereich (auch in kleinerer Form, z.B. Kiosken) zu gewinnen sei.

Die bisherigen Ideen für eine Bespielung (???? - Wortwahl aus der Einladung) der Lahnufer sind wohl mit potentiellen Mitveranstaltern aus den Reihen der Vereine nur andiskutiert und bedürfen dringend der Konkretisierung. Der Veranstalter betonte, dass es zum Thema in regelmäßigen Abständen weitere Informationsveranstaltungen geben wird.

2.
16. öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung 19.12.2012, 18.00 Uhr, (meine Teilnahme war möglich - Info-Veranstaltung war schon zu Ende) Stadtverordnetensaal, Rathaus, TOP: 27 (STV / 1282 / 2012)

Oberirdische Querung an der Ostanlage – Antrag der CDU-Fraktion vom 19.11. – Beauftragung des Magistrats Alternativen zur jetzigen Planung zu erarbeiten

In der teilweise emotional heftig geführten Diskussion wurde meines Erachtens einerseits der bisherige formaljuristische Ablauf dem Maßnahme deutlich und anderseits inhaltlich an Argumente kaum etwas Neues (über die jetzt schon in der Öffentlichkeit diskutierten Aspekten hinaus) bekannt.

Formaler Ablauf: In dem dicken Paket „Landesgartenschau“ haben die Stadtverordneten anno dazumal eine vorübergehende Querung der Ostanlage mit „durchgewunken“. Wohlgemerkt Querung, aber ohne das den Parlamentarier damit einer Zuschüttung der vorhandenen Unterführung zugestimmt hätten. Die momentan die Stadtregierung tragenden politischen Kräfte „drücken“ ihren Willen (die Zuschüttung) also in einem formal von der Landesgartenschau unabhängigen Verfahren durch.

Inhalt: Deswegen ist auch in keinem Redebeitrag der diversen Fraktionen ein Querverweis auf die Bimmelbahn der Landesgartenschau zu finden gewesen. Mir unverständlich, denn es ist doch klar, dass die Bimmelbahn bei der geplanten Route die Querung an der Ostanlage braucht.

Abstimmung: (aus ganz unterschiedlichen Gründen) für den Antrag: CDU, FDP, Partei: Die Linke, Linkes Bündnis – Rest dagegen bzw. Stimmenthaltung – Antrag also ab in den Papierkorb

Kurze Einschätzung

Die Stadt „fährt“ auch weiterhin ihre in den letzten Monaten schon deutlich werdenden Linie: Um Kritik aus der Bevölkerung nicht allzu stark aufkommen zu lassen; immer schön dosiert und wenn möglichst recht spät die Detailinformationen „raus lassen“. Spezielle Variante: einfach den Zusammenhang zwischen der geplanten Ostanlagen - Querung und der Landesgartenschau nicht zum Thema machen bzw. machen lassen.

Trotzdem die öffentliche Diskussion ist nach den zwei Terminen ein Stück weiter. Das Thema Bimmelbahn ist jetzt nicht mehr zu leugnen. Dank der Nachfrage aus dem Publikum bei der Informationsveranstaltung also „offiziell eingeführt“.
125
Julius Epstein aus Gießen schrieb am 20.12.2012 um 10:09 Uhr
Das ist doch Unsinn, diese Planungen sind seit Jahren bekannt und beschlossen, und zwar im Gesamtpaket. Sie haben sie nur nicht entdeckt.
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.12.2012 um 11:20 Uhr
Da stehen jetzt zwei Aussagen konträr im Raum.

Wer kann mir hier sagen was richtig bzw. falsch ist?
Martin Wagner
2.741
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 20.12.2012 um 11:56 Uhr
Frau Epstein, vielleicht darf ich einen sicher auch in ihren Augen unverdächtigen Zeugen hier kurz benennen. Es ist der Mann (ich glaube Fraktionschef) der FDP im Giessener Stadtparlament, welcher gestern zu dem Tagesordnungspunkt gesprochen hat. Er hat in aller Deutlichkeit genau das gesagt, dass im Gesamtpaket lediglich von einer vorübergehende Querung gesprochen worden ist. Er sagte - und dafür gibt es ja auch ohne Videoaufnahmen wohl genug Zeugen - dass da kein Wort "vom Zuschütten" drin stand.

Das "Zuschütten" ist erst in die Diskussion gekommen, als die aktuelle Stadtregierung die These aufgestellt hat: Beides, das heißt: (vorübergehende oder dauerhafte) Querung und Fortbestand der (sanierungsbedürftigen oder nicht) Unterführung das ist wegen den anstehenden Baukosten und den Unterhaltskosten von der Stadt nicht zu stemmen. (Also nur Eines bezahlbar - und dann halt die Querung.)

Nur so am Rande: Die Forderung gestern Abend die zu erwartenden Kosten für die Sanierung mit einem Gutachten zu belegen (mutmaßlich zu hoch angesetzt) wurde nicht von den Verantwortlichen aufgegriffen. Ich bin fest davon überzeugt, dass da immer die "alte Leier" abläuft: Zahlen werden für die eigenen Anträge brauchbar gemacht, dadurch dass passende Kosten (wie die für die Querung) niedrig gerechnet werden (350 Tsd. Euro) und unpassende Kosten (wie Sanierung der Unterführung) hoch gerechnet werden (200 Tsd. Euro). Kommt es dann bei dem eigenen Antrag zu Kostenüberschreitungen, das wird dann unter den Teppisch gekehrt. Wäre die Kostenüberschreitung vor der Verabschiedung des Antrages mit berücksichtigt, sähe so manche Entscheidung wohl anders aus, denn andere Vorschläge wäre dann eventuell eine "echte" Alternative.

Ich bin einfach ratlos, wie diesem "Treiben" der jetzigen Stadtverantwortlichen (und deren willfährigen Handlangern im Parlament) wirksam Einhalt geboten werden kann. Wer eine Idee hat sollte uns doch nicht dumm sterben lassen.
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.12.2012 um 12:40 Uhr
Ich fürchte Martin da sind wir bis zur nächsten Wahl an das Ergebnis der letzten Wahl gebunden;-(
Uli Kraft
2.183
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 20.12.2012 um 20:19 Uhr
@Martin, Frau Epstein heißt Julius und nicht Juliane - vielleicht aber auch Nadine od. Elisabeth, wer weiß das schon. ;-)
Aber zurück zum Thema:
Frau Epstein,
...diese Planungen sind seit Jahren bekannt und beschlossen, und zwar im Gesamtpaket???
Genau das ist das Problem!
Da werden Maßnahmen zu einem 'GESAMTPAKET' verschnürt, damit bloss keiner auf die Idee kommt, die Verschnürung zu öffnen und Details preiszugeben, die den Unmut der Bevölkerung auf sich ziehen würden.
Ansonsten ist dem Kommentar von Martin Wagner im Grunde nichts mehr hinzuzufügen.

Oh je, nun habe ich den gleichen Fehler wie Herr Wagner gemacht, Entschuldigung Herr Epstein.
125
Julius Epstein aus Gießen schrieb am 20.12.2012 um 20:45 Uhr
Macht mir gar nix. Aber, auch bei aller Kritik die ich selbst auch an den Sachen habe, ist es mein eigener Fehler, wenn ich bei einem solch großen Projekt nicht alles genau studiert habe. Alle Fakten lagen auf dem Tisch.
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.12.2012 um 22:59 Uhr
Wenn damals der Magistrat schon in die Planung die Verlegung bzw. Verfüllung geschrieben hatte, dann müsste ich Ihnen Herr Epstein recht geben. Lagen die Pläne allen vor? Was heißt schon lagen auf dem Tisch? Offen, Punkte an- und besprochen?
Entschieden hat ja der Magistrat ohne Abstimmung im Parlament.
Christian Momberger
11.301
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 23.12.2012 um 00:07 Uhr
Danke für den guten Artikel Arnd! Und an die beiden Dauerstörenfriede oder -nörgler, oder- querulanten gerichtet: Hier wird kein Thema zum 76. Mal aufgewärmt und ich denke schon, dass hier für eine sehr große Gruppe der Bevölkerung gesprochen wird, vielleicht auch sogar die Mehrheit. Wenn ich mir die vielen Leserbriefe in den Zeitungen so durchlese, dann sind doch 99% gegen eine Verfüllung der Unterführung, was ja nicht heißt, dass sie gleichzeitig auch gegen eine ebenerdige Querung sein müssen. Auch die BI sagt ja nicht, dass sich partout gegen eine zusätzlich (!) ebenerdige Querung während der LaGa ist, sondern sie sagt, dass sie ganz klar gegen eine Verfüllung dieser Unterführung ist! Die muss bleiben und das schließe ich mich voll an! Und auch wenn Sie es nicht glauben wollen, die ebenerdige Querung kommt nur wegen der LaGa 2014 und wenn es keine Bimmelbahn gäbe, dann bin ich mir sicher, hätte diesen Planung auch schon bereits wegen Geldnot gestrichen, so vieles in der Lahnaue, was eigentlich zur LaGa kommen sollte und teilweise auch echt sinnvoll war.
Aber wenn ich Ihre Kommentare hier lese, Herr H. und Frau B. dann komme ich auf den Gedanken: "Ich glaub es geht schon wieder los. Das darf doch wohl nicht wahr sein." Wobei wie sie ja leider nicht anders kennen.

Martin Wagner hat mit seinem Kommentar vom 19.12.2012 um 10:20 Uhr völlig recht.

Herr Epstein, ihren Äußerungen vom 19.12.2012 um 10:48 Uhr mag ich absolut nicht zustimmen! Und es werden und davon nicht abhalten können, diese teure Mega-Event LaGa 2014 weiterhin kritisch zu begleiten und die Finger die Wunde zu legen, wenn eben wieder mal Schwachsinn gemacht oder gegen den Bürgerwillen gehandelt wird.


Her Gause, sie sagen es: "Das macht aber nur dann Sinn, wenn der Verkehr fließen kann. (Langsam) fließender Verkehr ohne Stop-And-Go hat die geringsten Emissionen (Schadstoffe und Lärm)."
Aber fließender Verkehr wird man nicht mit einer Ampelanlage alle 100 m bekommen und schon gar nicht, wenn wie hier geplant, die Ampel nur eine "Drückeampel" ist, welche nicht an der Verkehrszentralrechner angeschlossen werden soll.

Danke Dir auch Martin für Deinen Bericht über die Infoveranstaltung zur LaGa und die StVV vom letzten Mittwoch. Deinem Kommentar vom 20.12.2012 um 11:56 Uhr mag ich nur zustimmen! Die Aussagen der FDP sind in der Tat so gefallen und ein Gutachten, dass die Zahlen untermauert wurde seitens GWG und der Regierungsfraktionen nicht vorgelegt.
Uli Kraft schrieb passens hierzu: "...diese Planungen sind seit Jahren bekannt und beschlossen, und zwar im Gesamtpaket??? Genau das ist das Problem! Da werden Maßnahmen zu einem 'GESAMTPAKET' verschnürt, damit bloss keiner auf die Idee kommt, die Verschnürung zu öffnen und Details preiszugeben, die den Unmut der Bevölkerung auf sich ziehen würden."

Da hast Du völlig recht. Denn wenn man immer mit offenen Karten spielen würde, dann würde vieles anders ausgehen. Auch bei Stuttgart 21 hätte es bei der Volksabstimmung sicher keine Mehrheit dafür gegen, wenn man gesagt hätte, das Ding kostet 6,5 Mrd. und nicht 4,5 Mrd.
Christian Momberger
11.301
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 23.12.2012 um 01:26 Uhr
Und genau so ein Ding soll auch kommen.
Uli Kraft
2.183
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 23.12.2012 um 01:32 Uhr
...eben!!!
Uli Kraft
2.183
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 23.12.2012 um 01:44 Uhr
sie vergaßen zu erwähnen, dass zu meinem Favoriten eher abgesoffene Bagger gehören - aber möglicherweise kann ich mich auch für eine in der Unterführung festsitzende Bimmelbahn erwärmen ;-(
Christian Momberger
11.301
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 23.12.2012 um 02:04 Uhr
> 2 von 5 Malen lese ich anstelle des B ein P. Ich muss unbedingt mal die Schrift vergrößern.

;-) Klasse Wortspiel Herr Fürst. Das hätte u. U. auch von einem anderen Bürgerreporter hier sein können. Der hat auch immer so geniale Wortspiele drauf.
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 23.12.2012 um 09:06 Uhr
Wie war denn gleich nochmal der Titel des Beitrags:
"Die Sicherheit unserer Kinder geht vor", deshalb Nein zur Verfüllung der Ostanlage!
Da haben sich einige ja ganz schön weit, sogar im Alphabet, verirrt.
Haben wir vergessen um was es geht, geht es nur noc darum dem anderen zu zeigen wie klasse wir argumentieren können.

Frohe Weihnacht. Eventuell hilft das weiter.
Michael Beltz
7.779
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 23.12.2012 um 18:24 Uhr
Herr Fürst, Sie beleidigen die Nordsee. Auch dort gibt es Bimmelbahnen, nicht nur ander Ostsee.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Arnd Lepère

von:  Arnd Lepère

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