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Gerhard Merz (SPD) zu Islamischer Religionsunterricht: Was lange währt, wird endlich gut!

Gerhard Merz, MdL
Gerhard Merz, MdL
Gießen | „Erfreut“ zeigte sich der integrationspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Gerhard Merz darüber, dass dem den Vorgaben des Grundgesetzes entsprechende bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht in Hessen nun endlich der Weg geebnet werde.

„Dies ist ein guter Tag für die Muslime in Hessen und für die Beziehungen zwischen Muslimen und Nichtmuslimen in Hessen“, so Merz.

„Wir sind sehr froh darüber, dass nach den insgesamt langjährigen Diskussionen, bei denen auch und gerade aus den Koalitionsfraktionen immer wieder kritische bis ablehnende Stimmen über die Frage der Richtigkeit eines solchen Unterrichts zu hören waren, der Stein nun endlich ins Rollen gebracht wurde“, so Merz.

Kritisch merkte Merz jedoch an, dass sich die Landesregierung auch in dieser Legislaturperiode, in der der bekenntnisorientierte islamische Religionsunterricht bereits Teil des Koalitionsvertrag war, zu viel Zeit gelassen habe.

„Die Anträge der beiden Verbände, die nun als Ansprechpartner für den bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht fungieren werden, DITIB Landesverband Hessen e.V. und der Ahmadiyya Muslim Jamaat, liegen seit Januar 2011 vor. Dennoch fiel erst jetzt, nach mehreren öffentlichkeitswirksamen Statements der jetzigen und vorherigen Kultusministerin, sowie des Integrationsministers die endgültige Entscheidung zugunsten des Unterrichts, also knapp 2 Jahre nach den erfolgten Antragseinreichungen. Wir hätten uns ein zügigeres Verfahren gewünscht“, so der SPD-Politiker.

Positiv bewertete der Integrationspolitiker, dass der Unterricht in Hessen auf verfassungsrechtlich sichere Beine gestellt wird. „Während der Integrationsminister anfänglich noch missverständlich von einem „Islamkundeunterricht“ sprach, hat die hessische SPD-Landtagsfraktion einen solchen Unterricht zweiter Klasse praktisch von Anfang an abgelehnt und einen verfassungskonformen, den Vorgaben des Art. 7 Abs. 3 GG entsprechenden Unterricht gefordert. Schön, dass es ein solcher Unterricht ist, der nun seinen Weg an einige hessische Grundschulen finden wird,“ so Merz abschließend.

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Kommentare zum Beitrag

Thoralf Trundilson
233
Thoralf Trundilson aus Gießen schrieb am 17.12.2012 um 23:19 Uhr
Warum muss es in staatlichen Schulen überhaupt Religionsunterricht geben? Die Kinder können sich nicht dagegen wehren, müssen am Unterricht teilnehmen und sind erst mit 14 vollständig religionsmündig.

http://de.wikipedia.org/wiki/Religionsm%C3%BCndigkeit

Bemerkenswert: Das entsprechende Gesetz ist ursprünglich aus dem Jahre 1921.
Karl-Ludwig Büttel
3.726
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 18.12.2012 um 12:22 Uhr
Ich finde das auch Bemerkswert auf einem solchen Grundrecht wird herum geritten, aber das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit wird im Bundestag mit Füßen getreten und der Verstümmelung durch Beschneidung der unschuldigen Kinder zugestimmt.
Stefan Walther
4.482
Stefan Walther aus Linden schrieb am 18.12.2012 um 23:23 Uhr
So lange die SPD hier nach dem Motto vorgeht = wir stellen Beiträge / Pressemeldungen ein, aber antworten auf keinerlei Kommentare, so lange werde ich inhaltlich auf keinen Beitrag dieser Partei hier eingehen.
Dieter Petersen
1.446
Dieter Petersen aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 01:19 Uhr
Herr Büttel, vollkommen richtig. Ich hoffe, ich werde nicht missverstanden und bitte schon jetzt den Verfassungsschutz um Entschuldigung. Wir sollen und wollen all dies akzeptieren, integrieren und weiß Gott nicht, was noch alles. Aber bitte schön. In unserem Land gelten unsere Regeln und Gesetze und zwar ohne Diskussionen. Wer beschneiden will, muss dort leben, wo dies üblich ist, hier ganz klar nicht. Die Körperverletzung sehe ich auch und Köln imponiert mir. Hat den jemand die Kinder gefragt. Eine Schächtung ist das gleiche Problem. Auf deutschem Boden würde bei mir kein Tier so behandelt werden. Man kann nicht auf Grund anderer Nationalitäten plötzlich bei uns die Gesetze ausser Kraft setzen. Wenn man in Zukunft die Leichen im Stoffsack beerdigt, nur weil es irgendwo so üblich ist, hat das mit Deutschland absolut nichts zu tun. Ich habe da nichts dagegen, aber seit wann macht hier jeder was er will. Warum fahren eigentlich die englischen Staatsbürger in unserem Land nicht einfach links oder beantragen dies? Der Islam Unterricht. O.K., wenn alles andere an Unterricht genügend zur Verfügung steht und keine Einschränkungen stattfinden. Ich wundere mich nur, dass diese Dinge hier für so wichtig angesehen werden. Haben wir wirklich keine anderen Probleme, auch in den Schulen. An vielen Dingen mangelt es, aber solche Sachen können durchgesetzt werden. Peinlich. Der wahre Hintergrund hinter dem Hintergrund ist nämlich ein ganz anderer. Unser ganzes Leben besteht aus der Entschuldigung wegen unserer Vergangenheit. Wir müssen der Welt jeden Tag 10 x beweisen, dass wir anders geworden sind. Ist das wirklich nötig. Die schlimmen deutschen Dinge der Vergangenheit sind ebenso schlimme Geschichte und keine Gegenwart. Klar und deutlich. Ich und meine Kinder haben keine Erbschuld und müssen deshalb auch nicht vor der ganzen Welt das"Bückmännchen"machen. Ich hoffe, es fühlt sich niemand durch meine Worte persönlich angegriffen. Ich übe nur ganz vorsichtig Meinungsfreiheit aus.
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