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Zehn frisch gebackene Tagesmütter wissen schon jetzt, wie sie ihr Angebot gestalten wollen

Fachberaterin Isabel Knoch (rechts) und Dezernent Dirk Haas gratulierten den frisch gebackenen Tagesmüttern zum erfolgreichen Abschluss der Grundqualifizierung.
Fachberaterin Isabel Knoch (rechts) und Dezernent Dirk Haas gratulierten den frisch gebackenen Tagesmüttern zum erfolgreichen Abschluss der Grundqualifizierung.
Gießen | Ihre Ideen und Ziele sind so unterschiedlich wie die Facetten der Kinderbetreuung: Nachmittagsbetreuung für Schulkinder, Tagesmutti speziell für U3-Kinder, Kinderfrau in einer Familie. Das sind einige Berufsfelder, die die zehn frisch gebackenen Tagespflegepersonen im Landkreis Gießen benennen, wenn man sie nach ihrer beruflichen Zukunft fragt. Am Mittwoch endete ein von Landkreis Gießen verantworteter Kurs, in dem zehn Frauen zu Tagesmüttern ausgebildet wurden. Nach 140 Unterrichtsstunden haben sie nun die Erlaubnis, bis zu fünf Kinder zu betreuen. „Ich gratuliere Ihnen herzlich“, sagte Dirk Haas, der als Ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter die Zertifikate in der katholischen Familienbildungsstätte in Großen-Buseck übergeben hat.

Er unterstrich dabei, dass Kindertagespflege ein ergänzendes Angebot zu Kinderbetreuung in der Kita darstelle. „Diese beiden Formen der Kinderbetreuung stehen nicht in Konkurrenz, sondern beide haben Stärken in unterschiedlichen Bereichen.“ Welche Betreuungsform für die jeweilige Familie infrage komme, hänge immer von den speziellen Bedingungen und Bedürfnissen ab, erklärte der Politiker, der an diesem Abend den Kreisjugenddezernenten und Ersten Kreisbeigeordneten Dirk Oßwald vertrat.

Dirk Haas ergänzte: „Der Landkreis Gießen setzt sich zudem dafür ein, dass Kindertagespflege als Berufsbild anerkannt wird. Seit dem 1. Oktober 2009 unterstützt der Landkreis Gießen Tagespflegepersonen stärker, um deren unternehmerisches Risiko zu minimieren und um Kinderbetreuung für Eltern bezahlbar zu halten.“ Demnach werde die Hälfte der sozialversicherungspflichtigen Beiträge zusätzlich zu den laufenden Leistungen übernommen, wenn sie ursächlich durch die Kinderbetreuungstätigkeit und in dem Rahmen der gesetzlichen Pflichtversicherungssystemen entstehen. Auch Krankheit und sonstige Ausfallzeiten würden bezahlt.

Aktuell gibt es im Landkreis Gießen 156 Tagespflegepersonen, deren Plätze von 275 U3-Kindern und von 85 Kindern, die drei Jahre und älter sind, belegt werden. Um dem steigenden Bedarf an individuellen Kinderbetreuungsstellen aktiv zu begegnen, wird der Landkreis Gießen auch weiterhin in die Ausbildung von Kindertagespflegepersonen investieren. Das während der Grundqualifizierung verpflichtende Praktikum wurde im vergangenen Jahr bereits von 25 auf 40 Unterrichtseinheiten erhöht, auch die theoretische Ausbildung wird um zwölf Stunden sowie um eine intensive Praktikumsvor- und -nachbereitung erweitert, wie Fachberaterin Isabel Knoch erläuterte.

Sie verwies auf das nächste kostenlose Qualifizierungsseminar, das am 23. Februar startet und bei dem noch Plätze frei sind. Interessierte Frauen und Männer sollten sich je nach Wohnort an die regionalen Tagespflegebüros wenden: für: Biebertal, Heuchelheim, Langgöns, Linden, Pohlheim und Wettenberg: Eltern helfen Eltern in Gießen, Christine Rinn 0641 3012-579; für Allendorf, Buseck, Fernwald, Lollar, Rabenau, Reiskirchen, Staufenberg: Katholische Familienbildungsstätte in Buseck, Helga Schmitz 06408 501-153; für Grünberg, Hungen, Laubach und Lich: Oberhessisches Diakoniezentrum in Laubach, Elke Bär 06405 827-180; oder an die Fachberatung des Landkreises Gießen, Isabel Knoch 0641 9390-9891.

Isabel Knoch ist zudem Ansprechpartnerin für Fragen rund um die Situation der Kindertagespflege im Landkreis Gießen, E-Mail: isabel.knoch@lkgi.de

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