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N14 – das richtige Signal für Europa!

Manuel Parrondo (links) neben dem Diskussionsleiter Stefan Walther
Manuel Parrondo (links) neben dem Diskussionsleiter Stefan Walther
Gießen | Am vergangenen Freitag informierten sich ca. 30 Besucherinnen und Besucher bei der Veranstaltung des Linken Bündnisses Gießen "Iberische Halbinsel unterm Troika-Diktat und das spanische und portugiesische Volk im Widerstand". Mit Manuel Parrondo hatten wir einen kompetenten Referenten, der den Teilnehmern Rede und Antwort stand.

Nach einer kurzen Einführung in der die verheerenden Auswirkungen der Krise in Spanien aufgezeigt wurden (Massenarbeitslosigkeit, Verarmung großer Teile der Bevölkerung usw.) schloss sich eine lebhafte Diskussion an. So gingen die Fragen oft auch ins Konkrete: "Wer organisiert in Spanien eigentlich die großen Demonstrationen?" "Welche politischen Kräfte und welche Gewerkschaften spielen eine tragende Rolle?" Das sind nur zwei Beispiele für die auf hohem Niveau geführte Diskussion.

Anhand eines kurzen Dokumentarfilms zum Bergarbeiterstreik in Asturien (http://de.labournet.tv/video/6364/spanische-bergleute-im-unbefristeten-streik) wurde dargestellt, dass das Volk sich keineswegs
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in sein Schicksal ergeben hat, sondern sich gegen die Abwälzung der Krisenlasten wehrt. Die Zeit war wie immer zu kurz, so blieben auch Fragen im Raum stehen: Welche Alternative sieht das spanische und portugiesische Volk in der derzeitigen Situation? Was bedeutet das alles für uns in Deutschland, vor welchen politischen Aufgaben stehen wir? Wie können wir am besten den Widerstand in Spanien und Portugal unterstützen?

Einig waren sich die internationalen Gäste der Veranstaltung – kurdische, türkische, spanische, eritreische und deutsche Freundinnen und Freunde, dass weiterhin über staatliche Grenzen hinweg die Solidarität gelebt werden muss. Ein bedeutendes Beispiel und Signal war hier der länderübergreifende Generalstreik am 14. November in den meisten Staaten Südeuropas.

Das Linke Bündnis Gießen bedankt sich bei dem Referenten, Manuel Parrondo, und allen Besucherinnen und Besuchern für eine sehr informative, sachliche und kontrovers geführte Diskussion, die – wie auch schon jene in der Griechenland-Veranstaltung – zu weiteren ermuntert!

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Kommentare zum Beitrag

Michael Beltz
7.740
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 30.11.2012 um 12:26 Uhr
Gefahren des Aufkommens von Faschisten, die Frage nach einer gesellschaftspolitischen Alternative, wie wird das in den jeweiligen Ländern gesehen? Solche Probleme konnten natürlich in der interessanten und qualifizierten Diskussion mit Manuel Parrondo nur angerissen werden. Für uns heißt die Aufgabe, wie oben genannt, beizutragen für die internationale Vernetzung der Arbeiterklasse und ihrer Kämpfe. Und dazu sind starke Gewerkschaften Voraussetzung.
Martin Wagner
2.669
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 30.11.2012 um 17:45 Uhr
Wie schrieb der Artikeleinsteller so treffend:

"Das Linke Bündnis Gießen bedankt sich bei dem Referenten, Manuel Parrondo, und allen Besucherinnen und Besuchern für eine sehr informative, sachliche und kontrovers geführte Diskussion, die – wie auch schon jene in der Griechenland-Veranstaltung – zu weiteren ermuntert!"

Ja, auch ich bin der Meinung es darf nicht nur bei einer Informationsveranstaltung bleiben, sondern es sollte in Gießen weitergedacht und dann weitergeplant werden.

Ich freue mich auf viele tolle Vorschläge auch aus den Rehen der Leser dieser Online-Ausgabe der Gießener Zeitung.
Thoralf Trundilson
233
Thoralf Trundilson aus Gießen schrieb am 01.12.2012 um 13:21 Uhr
Irgendwas machen die linken Kräfte kontinuierlich falsch, wenn zu einer solchen Veranstaltung nur 30 Leute kommen - in einer Stadt mit über 30.000 Studierenden (JLU + THM). So lange in dieser Richtung (Mobilisierung) nix passiert, können die Menschen lange auf positive gesellschaftl. Veränderungen warten.
Stefan Walther
4.768
Stefan Walther aus Linden schrieb am 01.12.2012 um 16:49 Uhr
Mit Ihnen wären es schon 31 gewesen :-))

Interessanter finde ich schon die Feststellung "...in einer Stadt mit über 30.000 Studierenden..." = sicher, wir freuen uns über jede Studierende, jeden Studierenden, die/der den Weg zu unseren Veranstaltungen findet, keine Frage! Das Problem ist meines Erachtens ein ganz anderes = die eigentliche "Zielgruppe", die abhängig Beschäftigten, wie ist da die Mobilisierung gelaufen, wer wurde wie im Betrieb / im Wohngebiet angesprochen ( oder auch nicht ), daran muss zu aller erst zukünftig gearbeitet werden, das ist und bleibt die Hauptaufgabe, übrigens auch für Studierende / für Intellektuelle die sich auf den Klassenstandpunkt der Arbeiter begeben wollen! Warum? = weil die "positiven gesellschaftlichen Veränderungen" in erster Linie von der Arbeiterklasse ausgehen und ausgehen werden, darüber sollen / sollten sich auch Studierende klar werden!
Die Zersplitterung der linken Kräfte ist aus meiner Sicht ein weiteres Manko, da gibt es ( unnötige! ) Berührungsängste... darüber hinaus muss auch ständig gegen den Einfluss der kleinbürgerlichen Denkweise angekämpft werden, statt "Stellvertreterpolitik und Spaltung" muss der Gedanke "Vertrauen auf die eigene Kraft und solidarisches Handeln" verbreitet und gelebt werden.

Nun Herr Trundilson wie sehen denn Ihre Vorschläge aus, wie kann die internationale Solidarität weiter verstärkt und voran getrieben werden?
Martin Wagner
2.669
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 02.12.2012 um 11:55 Uhr
Thoralf Trundilson aus Gießen schrieb am 01.12.2012 um 13:21 Uhr

"Irgendwas machen die linken Kräfte kontinuierlich falsch, wenn zu einer solchen Veranstaltung nur 30 Leute kommen ...."

Jaaaa .... aaaaaber was ist das?

Herr Trundilson, wenn sie eine Idee haben - lassen sie uns nicht dumm sterben!

Danke im vor aus.
Christian Momberger
11.265
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 23.12.2012 um 00:58 Uhr
Danke für den Bericht über eine in der Tat sehr gute Veranstaltung! Leider waren es in der Tat viel zu wenig die anwesend waren, da hat Herr Trundilson schon recht. Martin hat hier aber an Sie die richtige Frage gestellt: Was machen die Linken falsch. Auf Ihre Antwort bin ich sehr gespannt.
Des weiteren kann ich Michael mit seinem Kommentar nur zustimmen. Auch das Thema der drohenden Rechtsentwicklung und des Erstarkens von Faschistischen Kräften in den Krisenländern Europas wurde angesprochen, konnte aber natürlich nicht ausdiskutiert werden.
Ebenso stimmte ich Stefan zu, wenn er sagt:"Die Zersplitterung der linken Kräfte ist aus meiner Sicht ein weiteres Manko, da gibt es ( unnötige! ) Berührungsängste...". Leider! Auch ich bin für eine breite Aktionseinheit aller linken Kräfte.
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