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Die im Dunkeln sieht man nicht - ADFC gibt Tipps zur Fahrradbeleuchtung

Der ADFC Gießen ruft alle Radfahrer dazu auf, für eine funktionierende Beleuchtung zu sorgen und diese auch einzuschalten.
Der ADFC Gießen ruft alle Radfahrer dazu auf, für eine funktionierende Beleuchtung zu sorgen und diese auch einzuschalten.
Gießen | Die Tage werden kürzer, Dunkelheit, Regen und Nebel machen neben Glättegefahr allen Verkehrsteilnehmer um diese Jahreszeit zu schaffen.

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC Gießen ruft alle Radfahrer dazu auf, für eine funktionierende Beleuchtung zu sorgen und diese auch einzuschalten. Wer ohne Licht fährt, gefährdet sich und andere - das gilt besonders im Winter. Denn das Licht der Straßenbeleuchtung reicht längst nicht aus, um als Radfahrer von Auto- und Lkw-Fahrern rechtzeitig gesehen zu werden.

Pflicht sind ein dynamobetriebener weißer Scheinwerfer und ein rotes Rücklicht, ein weißer Frontreflektor, zwei rote Rückreflektoren - ein kleiner sowie ein großer, flächiger sowie je zwei gelbe Pedal- und Speichenreflektoren. Alternativ sind auch reflektierende weiße Ringe an Reifen oder Felgen zulässig. Batterieleuchten dürfen nur zusätzlich mitgenommen werden - sie ersetzen nicht die Dynamoanlage. Lediglich bei Rennrädern unter elf Kilogramm Gewicht reicht eine abnehmbare Batterie- oder Akkubeleuchtung, die am Tage mitzuführen ist.

Am sichersten sind Radfahrer mit moderner Lichttechnik unterwegs. Ein Nabendynamo und lichtstarke LED-Beleuchtung sorgen dafür, dass Radfahrer kaum zu übersehen sind. Wer in eine moderne Beleuchtungsanlage investiert, verbessert seine Sicherheit, so der ADFC. Denn ein Nabendynamo sorgt auch bei Schnee und Regen für Licht. Empfehlenswert ist außerdem, bei schlechten Lichtverhältnissen auch tagsüber die Beleuchtung einzuschalten.

Wer die Beleuchtung an seinem Fahrrad nicht selbst warten oder überprüfen möchte, sollte sich an ein Fachgeschäft wenden. Viele Fahrradhändler bieten zum Winter eine preiswerte Inspektion in der Fachwerkstatt an.

Tipps zur richtigen Fahrradbeleuchtung gibt zum Beispiel beim ADFC auf http://www.adfc.de/beleuchtung

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Kommentare zum Beitrag

Bernd Zeun
11.528
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 25.11.2012 um 22:28 Uhr
Genauso wichtig ist die Bekleidung. Eine helle Hose und/oder Jacke ist schon aus hundert oder mehr Metern vom Autofahrer zu erkennen, Reflexbänder oder eine Warnweste kann man immer dabei haben, je mehr reflektiert, desto besser ist man nunmal sichtbar.

Zur Beleuchtung ist noch zu sagen, moderne Lichtanlagen sind außerordentlich hell, was einerseits schön ist, sie haben aber auch eine starke Blendwirkung, wenn sie zu hoch eingestellt sind und bei vielen Radfahrern ist das leider der Fall. Besonders ärgerlich, wenn einem so ein Rad auf schmalem Radweg entgegen kommt und man nicht mehr erkennen kann, wo hört die Begrenzung des Radwegs auf und wo fängt das Gelände an.

Schön wäre es auch, wenn mehr Fußgänger, Jogger und Hundeausführer mal an ihre Sichtbarkeit in der Dunkelheit denken würden. Es tun zwar immer mehr, aber längst noch nicht die Mehrheit.
Michael Beltz
7.711
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 26.11.2012 um 15:50 Uhr
Wie viele Radfahrer halten sich an die genannten Vorschriften?
Dieter Petersen
1.446
Dieter Petersen aus Gießen schrieb am 27.11.2012 um 18:16 Uhr
Vor ein paar Tagen war morgens um 6.30 Uhr ein sehr starker Nebel. Ich kam vom Dienst und fuhr durch Großen-Linden. Es kam mir ein Radfahrer völlig ohne Licht entgegen. Ich finde dass eine Unverschämtheit. Der nächste Morgen bewies mir, dass dieser Herr immer im Dunkeln ohne Licht fährt. Fährt man so jemanden um, ist das Geheule groß. Natürlich würde mich interessieren, ob dieser verantwortungslose Mensch auch Autofahrer ist. Das ist dann die Type, die keinen Blinker setzt und den ganzen Tag auf Konfrontationskurs mit anderen Menschen ist.
Bernd Zeun
11.528
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 27.11.2012 um 19:09 Uhr
Wenn der Radfahrer Ihnen entgegen kam, Herr Petersen, sollte in dem Fall ja für Sie keine Gefahr bestanden haben, dass Sie ihn umfahren, es sei denn einer von ihnen beiden benutzte auch noch die falsche Fahrbahn ;-)
Und ich bewundere Ihre Sehkraft, dass Sie im Dunkeln und bei schlechter Sicht erkennen können, dass es derselbe Herr war.
Aber Sie haben natürlich recht, was Gedankenlosigkeit und Unvorsichtigkeit bei Radfahrern und Autofahrern angeht. Allerdings, wer ehrlich ist, wird zugeben müssen, dass ihm selbst auch Fehler unterlaufen.
Dieter Petersen
1.446
Dieter Petersen aus Gießen schrieb am 28.11.2012 um 12:25 Uhr
Ich fange hinten an. Die Definition Fehler wäre eine unbewußte Handlung, die sich als falsch herausstellt. Hier wird voll bewußt gehandelt. Gleicher Herr, gleiche Kleidung, gleiche Uhrzeit, fast gleicher Meter jeden Morgen. Es war auch nur symbolisch gemeint. Bei den 20 KM/h meines Autos ist es schlecht möglich, wirklich jemanden umzufahren. Wer schon mal ein Auto gefahren hat, weiß, dass man bei deiderseitig geparkten Autos ab und zu in die Mitte fährt. Der Gegenverkehr auch. Man "trifft" sich dann.
Bernd Zeun
11.528
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 28.11.2012 um 14:26 Uhr
Wenn sie sich schon regelmäßig in der Mitte treffen, könnten Sie doch mal die Scheibe runter lassen und ihn fragen, ob er es eigentlich auf Sterbehilfe anlegt.
Dieter Petersen
1.446
Dieter Petersen aus Gießen schrieb am 28.11.2012 um 19:42 Uhr
Sehr gute Idee, Herr Zeun. Ich habe einen Kombi zum Transport für ihn und sein Fahrrad. Es kann dann sogar wählen. Der Großen Lindener Friedhof und die Johanniter als Wiederaufbereitungsanlage für lebensmüde Radfahrer sind ungefähr gleich weit weg vom Tatort.
Bernd Zeun
11.528
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 28.11.2012 um 23:53 Uhr
Das Fahrrad aber besser zu Willi Eimer nach Langgöns ;-)
119
Julius Epstein aus Gießen schrieb am 29.11.2012 um 11:52 Uhr
Hier versucht eine Radfahrerorganisation Radfahrer auf Vorschriften und Sinnvolles hinzuweisen, und schon wird wieder von Autofahrern gegen Radfahrer gehetzt. Schauen Sie doch mal, wieviele Autos mit defektem Licht fahren, über rote Ampeln oder zu schnell, was ja schon die Regel ist 10 km mahr geht immer). Die Gefahr geht von Autos aus, nicht von Radfahrern!
Dieter Petersen
1.446
Dieter Petersen aus Gießen schrieb am 29.11.2012 um 15:32 Uhr
Alles vollkommen richtig. Ich bin übrigens beides mit sehr hoher KM Zahl!
Der Radfahrer ist die schwächere Seite mit weniger Knautschzonen. Mein Bierbauch reicht da nicht. Wir versuchen ja nur, ein Mindestmaß an Sicherheit für beide Seiten zu erhoffen. Defektes Licht bei Autos? Oft. Hätte aber ein Auto gar kein Licht, wird er sofort von mir gestoppt (mit dem Auto natürlich) Das ist kein Scherz. Auf Grund meiner Branche habe ich das geübt. Alles in allem ist ein Krieg, bei dem eine Seite gar nicht kommt, die beste Lösung. Sie haben auch die schlangenlinienfahrenden Smartphonebenutzer im Auto vergessen.
119
Julius Epstein aus Gießen schrieb am 01.12.2012 um 15:57 Uhr
Ja, teilweise trifft es das Wort Krieg. Und Krieg ist immer schlecht. Vernünftige Fahrer deeskalieren immer.
Dieter Petersen
1.446
Dieter Petersen aus Gießen schrieb am 02.12.2012 um 00:28 Uhr
Gut, dass wir alle Dipl. Psychologen sind, die Auto fahren. Nein, mal im Ernst. Wir sollten alle deeskalieren. Das ist aber eine besondere nervliche Stin ärke und Fähigkeit. Auch der Charakter gehört dazu. Wenn man es kann. Absolut super. Wobei man heraus liest, dass ich nicht die Nerven aus Stahl habe, aber versuche defensiv zu fahren und sachlich zu bleiben. Mit Fahrerinnen und Fahrern oder besser Verkehrsteilnehmer(auch Fußgänger), die ganz offensichtlich einsam sind, weil sie auf niemanden und nichts achten, habe ich so meine Probleme. Ich fahre auch gerne mal so irgendwo hin, aber meist muss man einfach ein Ziel erreichen. Aber nicht irgendwann, sondern in angemessener Zeit. Spätestens, wenn der TÜV abgelaufen ist, sollte man angekommen sein.
H. Peter Herold
28.724
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 13:33 Uhr
LIeber Herr Epstein lese gerade Ihren Kommentar. Widerspruch. Die Gefahr geht nicht vom Auto aus, sondern vor dem , der es benutzt. Er könnte aber auch genauso gut mit dem Fahrrad unterwegs sein. Geht dann die Gefahr vom Fahrrad aus? Wohl eher nicht.
119
Julius Epstein aus Gießen schrieb am 20.12.2012 um 10:11 Uhr
Nein, die Gefahr geht sehr wohl vom Auto aus. Deshalb gibt es auch die sogenannte Gefährdungshaftung, weil das Auto unabhängig von Fehlern des Nutzers eine Gebrauchsgefahr darstellt.
119
Julius Epstein aus Gießen schrieb am 20.12.2012 um 10:12 Uhr
Sagen wir mal, zumindest zu einem Teil auch vom Auto selbst. natürlich spielt der Fahrer und sein Verhalten auch eine große Rolle.
H. Peter Herold
28.724
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.12.2012 um 11:24 Uhr
Wenn ein Auto nur dasteht und ein Fahrradfahrer dagegen fährt oder ein Fussgänger mit Tasche oder anderen Gegenstännden es streift, wo ist da die Gefährdungshaftung zu sehen?

Erst wenn sowohl Fahrrad und Auto bewegt werden, stellen sie eine Gefahr da, die aber, da wird mir keiner widersprechen, meist vom Fahrzeuglenker ursächlich ausgelöst wird.
Dieter Petersen
1.446
Dieter Petersen aus Gießen schrieb am 21.12.2012 um 03:46 Uhr
Ein 45 er Colt ist auch in geladenem Zustand ungefährlicher als eine eingeschaltete Kaffeemaschine oder eine heiße Herdplatte. Natürlich nur, so lange man den Colt nicht anfasst. Der liegt da noch in Hundert Jahren so da. Auf die Gefahren der beiden anderen Produkte brauche ich jetzt nicht eingehen.
Ein 911er Porsche läuft ca. 310 KM/h. Ein stehender Porsche läuft 0. Man kann also nur über die Haube fallen und sich einen Arm brechen.
119
Julius Epstein aus Gießen schrieb am 23.12.2012 um 13:47 Uhr
Herr Herold, Was ich beschrieb ist das geltende Recht, ob es uns pass oder nicht. Vielleicht gibt es auch in der Situation Fahrrad/Fußgänger eine Gefährudungshaftung zu Lasten des Fahrrades, dazu habe ich aber noch keine Urteile gelesen.
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