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Solidarität mit Volker Weil !

Gießen | Das Linke Bündnis fordert die Mit.Bus auf, den Betriebsratsvorsitzenden Volker Weil unbefristet zum 1.12.2012 zu übernehmen.Wie Stefan Walther und Helmut Appel für das Linke Bündnis betonen, liegt der Grund der Nichtübernahme in der aktiven Arbeit des Kollegen als Betriebsrat.

Innerhalb der von den Gießener Stadtwerken (SWG ) ausgegliederten Mit.Bus-Gesellschaft gibt es seit längerer Zeit massive Probleme in Sachen Arbeitszeit, Einsatzplanung und Freizeit.So ist die 6-Tage-Woche an der Tagesordnung; kurzfristiger Einsatz auch an freien Tagen keine Seltenheit und das auch für Mit.Bus geltende Arbeitszeitgesetz wird nicht immer eingehalten.Auch die Krankheitsquote ist wesentlich höher als bei den Busfahrern der SWG.

Dies alles hat der Betriebsrat versucht zu verändern. Die Quittung ist die angekündigte Nichtübernahme des BR Vorsitzenden.Verdi hatte deshalb zu Solidaritätsaktionen im Betrieb aufgerufen und entsprechende Flugblätter verteilt.Weil zur Verweigerung von Überstunden und Dienst nach Vorschrift aufgerufen wurde, hat das Gießener Arbeitsgericht entschieden, dass das Flugblatt vom „Schwarzen Brett“ entfernt werden muss.Das Linke Bündnis hat für diese Entscheidung kein Verständnis; zeigt sie doch wieder mal, dass Arbeitsgerichtsentscheidungen nicht selten im Interesse der Arbeitgeber erfolgen.


Wir fordern die Mit.Bus auf, den Kollegen Volker Weil unbefristet zu übernehmen. Aber auch die Stadt Gießen ist aufgefordert, über den Aufsichtsrat ihren Einfluss geltend zu machen, dass Volker Weil übernommen wird.
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Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
11.265
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 17.11.2012 um 23:43 Uhr
Eine gute, richtige und wichtige PM wie ich finde. Ich kann den Forderungen nur zustimmen!
Dr. Mathias Knoll
7.529
Dr. Mathias Knoll aus Gießen schrieb am 17.11.2012 um 23:45 Uhr
dito!
Martin Wagner
2.669
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 18.11.2012 um 09:21 Uhr
Soweit ich es sehe ist dies hier in der Online-Ausgabe der Giessener Zeitung der erste Artikel zur "Nichtübernahme von Volker Weil". Ich selber habe am letzten Montag dazu ein Flugblatt bekommen mit der Aufforderung zum deisbezüglichen Arbeitsgerichtstermin (am letzten Freitag - konnte nicht, da ich arbeiten musste ....) zu kommen. In der Flut der Informationen ist das bei mir danach untergegangen. Offensichtlich sah sich auch niemand anderes veranlasst diese Information hier einzustellen. Warum der Betroffene nicht selber oder die betreffende Gewerkschaft das nicht gemacht haben weiß ich nicht.

Deswegen bin ich nicht nur erstaunt, dass erst nach dem Arbeitsgerichtstermin hier ein Artikel erscheint, sondern ich ärgere mich auch, dass dadurch einer politischen Gruppe die Gelegenheit gegeben wird sich als Erster dazu äußeren. Nicht, dass die das nicht machen sollen (nein; genau das Gegenteil - das müßten noch viel mehr machen / aber nicht nur politische Gruppen ....) nein was mich ärgert ist, dass so der Eindruck beim flüchtigen Leser entstehen könnte "aha - wieder einmal was Linkes".

Und das ist doch hier sachlich unbegründet, denn egal welcher politischen Überzeugung ein Betriebsrat nahesteht, er sollte keine Quittung dafür erhalten, dass er als Interessenvertreter für seine Kollegen "einen übergebraten" bekommt.

Inhaltlich möchte ich die Herren Stefan Walther und Helmut Appel daran erinnern, dass ihre Forderungen nach meiner Ansicht mit dem entscheidenden Aspekt für die Zukunft ergänzt werden sollte: Rekommunalisierung ehemaliger kommunaler Betriebe, damit die Stadtverordneten über die Arbeitsbedingungen von abhängig Beschäftigten entscheiden können. Und als Zwischenschritt natürlich, dass der Magistrat die Stadt Giessen (als Mehrheitsgesellschafter) der Geschäftsleitung klipp und klar sagt: so läuft das nicht - revidiert die Geschichte oder die Stadt zieht Konsequenzen die euch von der Geschäftsleitung sicher nicht passen werden.
Michael Beltz
7.740
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.11.2012 um 10:56 Uhr
Sehr gut, dass dieses Unrecht an die Öffentlichkeit gebracht wird. - Wir haben es verpennt, nicht eher darauf hinzuweisen.
Christian Momberger
11.265
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 18.11.2012 um 11:51 Uhr
Sicher Martin, Rekommunalisierung ist grundsätzlich richtig. Aber ich dachte Du bist so gegen Parteien und deren Mandatsträger. Glaubst Du denn wirklich, das Parlament mit diesen aktuellen Mehrheiten würde anders/besser entscheiden. Wie wäre es, die Betriebe in die Hände der Beschäftigten, der Arbeiter zu geben, damit diese über sich selbst bestimmen und selbst entscheiden können?
Helmut Appel
47
Helmut Appel aus Gießen schrieb am 18.11.2012 um 17:29 Uhr
Im Kapitalismus wird die Übergabe von Betrieben an die Beschäftigten nicht funktionieren,weil auch dann diese "VEBs " sich dem Markt stellen müssen.Negative Beispiele wie die von Gewerkschaften und SPD unterstützte "Gemeinwirtschaft " (Konsum ,BfG,Volksfürsorge usw )hat der kapitalistische Markt weggefegt.Auch die von den Grünen gelobten sog. alternativen Betriebe haben Arbeitsbedingungen die jeder Beschreibung spotten.Mitbestimmungsmodelle taugen ebenfalls nichts,da in der Regel das Kapital immer bei Stimmenpatt die Mehrheit hat.Was also tun ?Ich hätte zwar ein paar Ideen ;die würde ich aber erstmal hier nicht zur Diskussion stellen.
Christian Momberger
11.265
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 18.11.2012 um 19:34 Uhr
Da hast Du natürlich völlig recht Helmut, das eigentliche Grundproblem ist der Kapitalismus.
Martin Wagner
2.669
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 18.11.2012 um 19:52 Uhr
Kurz zu Christian:

... das mit der aktuellen Mehrheit im Stadtparlament . .. an so etwas denke ich nicht zuerst ... es geht doch darum dass die Mehrheit der Stadtverordneten unmittelbar wieder "das Heft des Handelns" in die Hände bekommen ... zugegeben mittelbar haben sie das noch, weil sie irgendwann mal den aktuellen Magistrat bestellt haben und der wieder über ... (ich höre hier auf, das dürfte nur noch Spezialisten interessieren)

Der Stadtverordnete Michael J. hat dankenswerterweise in der letzten H+F-Ausschusssitzung (beim Thema Finanzen der ehemaligen Stadtbetriebe für Wasser und Abwasser) mehrmals nach in seine Augen fehlenden Zahlen in den jeweiligen Beschlussvorlagen gefragt. Dabei ging es um Rückführung von Geldern dieser Institionen in Richtung Stadtkasse. Diese sind wohl in den letzten Jahren erheblich angestiegen und sollen wohl in den nächsten Jahren (zumindest wird das prognostiziert) noch massiv ansteigen. Mit anderen Worten der Gebührenzahler für Wasser, Abbwasser .... (in der Masse, also du und ich), dürfen über hohe Gebühren die Stadtkasse "füttern". Warum wehrt sich die Geschäftsführung dieser Betriebe nicht dagegen? Meines erachtens ganz einfach, diese Damen und Herren wollen irgendeinmal von dem Magistrat wieder in in ihren Posten bestätigt werden. Wohlgemerkt vom Magistrat - da schwätzen keine einzelne Stadtverordnete mit. Und da gilt sicher auch das eherne Gesetz: Wes Brot ist ess - des Lied ich sing.

Will nun Herr Janitzki (oder jemand Anderes) diese umständliche Hin- und Herschieberei beenden und würde ein Antrag stellen, dass z.B. der Wasserpreis pro Kubikmeter von z.Z. xx - Euro auf yy - Euro gesenkt werden, so würden die Damen und Herren der Stadtregierung nur müde lächeln und sagen: Ist ja Alles schön und gut, aber wir können da keinen Einfluss nehmen.

Nebenbei die Umleitung von Gebührengeldern in Richtung Stadtkasse ist meines erachtens wiederum ein Fakt, dass Gießen so etwas von pleite ist, das kann sich Otto Normalverbraucher kaum vorstellen ...!

Also, lieber Christian, bevor wir überhaupt darüber diskutieren können, in welche Form die städtischen Eigenbetrieb am sinnvollsten zu betreiben sind, sind diese erst einmal dem bestimmenden Einfluss der politischen Führungsebene der Stadt dadurch zu entziehen, dass die Stadtverordnetenversammlung wieder in die rechtliche Lage versetzt wird (wie ich das etwas salopp formuliert habe) "zu sagen, wo es langgeht". Und - bin da kein Spezialist, aber so scheint mir das gangbar - kann die aktuelle Forderung nur sein: Rekommunalisierung!
Christian Momberger
11.265
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 18.11.2012 um 20:01 Uhr
Schon klar Martin, nur was erwartest Du Dir von der StVV, was wird diese Deiner Sicherheit nach Beschließen, wenn Sie wieder das Helft es Handelns in der Hand hätte?
Stefan Walther
4.768
Stefan Walther aus Linden schrieb am 18.11.2012 um 21:19 Uhr
Warum drückst du dich so kompliziert aus Martin, beantworte doch einfach Christians Frage(n)!?

zu deinem ersten Kommentar:
- was soll der Vorwurf, vor allem an den Betroffenen selbst? Vielleicht kennt er noch nicht mal die Gießener Zeitung als online-Ausgabe, und von ver.di als Organisation habe ich hier überhaupt noch keinen Beitrag gelesen, evt. bewertet ver.di die Bedeutung der GZ ganz anders als wir?
- eine linke politische Gruppe hat das eingestellt und "au wei" was könnte jetzt der flüchtige Leser denken? Was ist denn mit dir los Martin? Für wie blöd hälst du denn die Leser in der GZ? Es geht hier um Inhalte und nicht darum wer was einstellt! Und dass unter anderem auch das Linke Bündnis ohne wenn und aber auf der Seite der abhängig Beschäftigten steht, das dürfte jedem bekannt sein, der sich ein wenig informiert. Wenn Michael Beltz hier auch seine Solidarität bekundet, dann ist das auch sehr zu begrüssen, und wenn es dann andere wieder nicht tun, dann wissen auch die abhängig Beschäftigten wo sie dran sind. Wem sollte das also schaden?
- "egal welcher politischen Überzeugung ein Betriebsrat nahesteht, er sollte keine Quittung dafür erhalten..."??? Bist du so uninformiert oder nur ein Träumer Martin? Es gibt zahlreiche Beispiele dafür, dass Betriebsräte einzig und allein aufgrund ihrer politischen Überzeugung gemobbt werden, Abmahnungen erhalten... bis hin zu politisch motivierten Entlassungen. Meist können sie sich erfolgreich dagegen wehren, da dies ungesetzlich ist. Mittlerweile gibt es sogar Unternehmen, die sich dafür sehr gut bezahlen lassen = "wie werde ich unangenehme Betriebsräte legal los"
- Rekommunalisierung, und dann sind die Probleme gelöst? Das ist hier der Hauptpunkt für die Zukunft? Nein, hier geht es einzig und allein um die Solidarität mit einem Kollegen! Nie vergessen Martin = der größte Kapitalist im Kapitalismus, das ist der kapitalistische Staat selbst! Und frag mal die Kolleginnen und Kollegen im sogenannten Öffentlichen Dienst wie dort die Arbeitsbedingungen, die wöchentliche Arbeitszeit, der Druck usw. sind, da wird genauso nach marktwirtschaftlichen Prinzipien gearbeitet wie in der Privatwirtschaft. Alles eine Machtfrage, so auch bei der SWG und bei Mit.Bus... und der Solidarität, aber wieso ausgerechnet du Vertrauen in die Politiker der bürgerlichen Parteien hier setzt, das ist mir doch ziemlich schleierhaft.
Christian Momberger
11.265
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 18.11.2012 um 23:23 Uhr
Absolut richtig Stefan, ich mag Dir nur zustimmen!
Michael Beltz
7.740
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 19.11.2012 um 10:45 Uhr
Ich muss mich Stefan und Christian anschließen. Es geht um die Solidarität mit Volker Weil. Die Hoffnung auf die "Arbeiterverräter" und andere bürgerliche Parteien stirbt nicht nur zuletzt, sie kann es gar nicht geben.
Ob Mitbestimmung, Rekommunalisierung usw sind durchaus dem Kapital abgerungen, sind jedoch gleichzeitig im Kapitalismus integrierbar, wenn keine starke Arbeiterklasse mit starken Gewerkschaften für die eigenen Interessen kämpft. "Bündnisse" von Arbeit und Kapital sind Augenwischerei, verwischen den Gegensatz von Arbeit und Kapital und tragen in sich bereits eine Niederlage der Arbeiterklasse.
Uli Kraft
2.183
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 20.11.2012 um 19:43 Uhr
Ein durchaus ernstes Thema, das hier seinen Platz hat.

Hier allerdings ein Beispiel, wie vermeintliche Bürgerreporter (http://www.giessener-zeitung.de/giessen/profil/6470/jan-hilpers/) damit umgehen:

Hungerstreik für Volker Weil
von Jan Hilpers

Vorträge & Seminare
12:00 Uhr bis 13:37 Uhr
von 19.11 bis 19.11.2099

Zum Bahndamm Horst Gerbig
Riegelpfad 46
35392 Gießen

Wir hungern solidarisch mit Volker Weil! Wir kämpfen gemeinsam mit ihm für ein sozialistisches Kurdistan!
Treffpunkt täglich: 18:00 Uhr Schnitzeloma!

http://www.giessener-zeitung.de/global/?page=event_calendar%2Fevent_calendar_detail.php&event_id=6311
Stefan Walther
4.768
Stefan Walther aus Linden schrieb am 20.11.2012 um 20:03 Uhr
Ach Uli, nimmst du den Schwachsinn ernst? Ein kleiner Wichtigtuer, jetzt glaubt er sogar zu Eritrea seinen Senf dazu geben zu müssen, einfach auf den Blödsinn nicht eingehen, der "Mann" tut mir ehrlich gesagt nur leid!
Christian Momberger
11.265
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 20.11.2012 um 22:14 Uhr
Absolut Stefan, diesen Herren muss man einfach nur ignorieren.
Stefan Walther
4.768
Stefan Walther aus Linden schrieb am 22.11.2012 um 21:57 Uhr
Darum geht es gerade = andere Beschäftigte erhielten/ erhalten unbefristete Verträge, Arbeit ist mehr als genug da ( siehe der Passus zu den Überstunden usw. ), also kein "Sonderrecht" für einen Betriebsrat - das wäre auch nicht einzusehen - aber auch keine Benachteiligung aufgrund der Betätigung als Betriebsrat.
Martin Wagner
2.669
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 25.11.2012 um 15:07 Uhr
Entschuldigung, bin erst heute wieder dazu gekommen nach weiteren Kommentaren unter dem Weil - Artikel nachzusehen.

Christian, Michael B. und Stefan - sorry irgendwie habe ich das Gefühl ihr wollt mich ganz bewusst falsch verstehen.

Ich habe doch zweimal darauf hingewiesen, dass es mir bei der Frage der Rekommunalisierung erstens nicht um die zukünftige Form der Organisation eines wirtschaftlichen Betriebes und zweitens um in diesem Fall um eine sofort wirksame Massnahme handelt. Es ging mir nur um den Fakt, dass meiner Meinung nach nur so erstmal das Heft des Handelns wieder den Stadtverordneten gegeben werden kann. Die hätten dann die Chance die Geschäftsleitung zu verpflichten so und so zu handeln.

Kann und nicht muss. Ich werde mich - auch wenn ihr "drei" das immer wieder versucht - mich nicht dazu hinreissen lassen, mich hier in der Onlineausgabe der Gießener Zeitung zu den örtlichen Ableger der Partei der Arbeiterverräter zu äußern. Da ich nicht erkennen kann, dass ich mich dazu bei diesem Artikel zwingend positionieren muss, nehme ich mir diese Freiheit raus.
Stefan Walther
4.768
Stefan Walther aus Linden schrieb am 25.11.2012 um 21:11 Uhr
Entschuldigung Martin, vielleicht bin ich einfach zu doof dafür, aber mit deiner Argumentation kann ich nichts anfangen.
Was soll das sein "bewusst falsch verstanden"? Ich kann etwas nur so deuten wie es hier steht! Und du bekräftigst dies jetzt sogar nochmal, also warum sollte ich da meine Kommentare revidieren?
So deine neueste Aussage, was du damit verstärken willst, was gegen meine / unsere Argumentation und Kritik dadurch sprechen sollte? Keine Ahnung" So aus deinem letzten Kommentar "Es ging mir nur um den Fakt, dass meiner Meinung nach nur so erstmal das Heft des Handelns wieder den Stadtverordneten gegeben werden kann. Die hätten dann die Chance die Geschäftsleitung zu verpflichten so und so zu handeln".
Und? Was versprichst du dir davon? Tut mir leid, da komme ich nicht mehr mit....
Christian Momberger
11.265
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 25.11.2012 um 22:36 Uhr
Eben Stefan. Wie Du schon schreibst Martin, könnte, aber garantiert nicht werden. Die Stadtverordnetenversammlung in ihrer jetzigen Zusammensetzung wird da gar nichts tun, auch wenn sie es dann könnte. Daher solltest Du da nicht zu viel Hoffnung haben.
Martin Wagner
2.669
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 26.11.2012 um 07:46 Uhr
Kurz zu Christian und Stefan:

Ich verstehe nicht, dass ich mich irgendwie undeutlich ausdrücken würde. Nicht irgendein Chef (und sei er auch noch so demokratisch gewählt) soll sagen wo es lang geht, sonden das Volk!

Zugegeben - und da habe ich keinerlei Illusionen so wie das im Moment "abgeht" ist das nur eine Lachnummer - ein Stadtparlament vertritt sicher nicht die Interessen der Masse / der arbeitenden Bevölkerung, aber immerhin ist es gewählt; also ansatzweise durch das Volk legetimiert.

Solange wir keine andere Gremien oder Abstimmungsprozesse haben in denen der Wille der Massen sich artikuliert, bin ich dafür die Alten zu nehmen. Auch wenn wir Linken da im Moment schlechte Karten haben.

Ich halte absolut Nichts von irgendwelchen "guten"oder "fortschrittlichen" Chefs. Die mögen - wenn es mal gut läuft - zwar für den Moment sogar besser für uns Arbeiter sein, aber auf Dauer hilft nur ein Umbau der Gesellschaft bzw. des Staates im obigen Sinne. Ich denke zumindest in diesem Punkt dürfte ich mit Christian und Stefan auf einer Linie iegen.
volker weil
113
volker weil aus Gießen schrieb am 28.12.2012 um 01:47 Uhr
Arbeitsvertrag ausgelaufen - Soll kritischer Betriebsratsvorsitzender kaltgestellt werden?

22.12.2012

GIESSEN (cvg). Es ist ein Weihnachtswunsch der besonderen Art, den Susanne Pitzer-Schild an die Adresse der Geschäftsführung der Gießener MIT.Bus GmbH übermittelt. Ein Weihnachtswunsch, den es, so die designierte Nachfolgerin Jörg Lüddes im Amt der mittelhessischen Verdi-Geschäftsführung, eigentlich gar nicht geben würde, wenn MIT.Bus-Geschäftsführer Mathias Carl „nicht eine etwas eigenwillige Rechtsauffassung hätte“. Von ihm wünscht sich der Verdi-Bezirksvorstand die unbefristete Übernahme des ehemaligen MIT.Bus-Betriebsratsvorsitzenden Volker Weil.

Denn Weil ist nicht mehr Mitarbeiter der MIT.Bus-GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der Stadtwerke Gießen, die wiederum der Stadt gehören. Das Nahverkehrsunternehmen beschäftigt ihn nicht weiter, nachdem Weils Zeitarbeitvertrag Ende November ausgelaufen ist. Weswegen sich der Ex-MIT.Bus-Betriebsratsvorsitzende auch per E-Mail an die Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz gewandt und diese darüber informiert hat, „dass Carl ihn um seinen Arbeitsplatz bringen“ wolle. „Wegen meines Engagements als Betriebsratsvorsitzender“, glaubt Weil.

Grabe-Bolz habe ihm persönlich geantwortet. „Ich war überrascht, dass sie es überhaupt tat. Nur, machen könne sie auch nichts. Sie empfehle ihm den Gang vor Gericht und wünsche ihm im Übrigen viel Erfolg, so der 43-jährige Weil.

„Es ist doch eigentlich selbstverständlich, dass ein Mitarbeiter, der sich gewerkschaftlich für die Kollegen engagiert, noch dazu als Betriebsratsmitglied oder Betriebsratsvorsitzender, nicht mit Repressalien rechnen muss“, sagt die künftige Verdi-Vorsitzende. „Offensichtlich ist Herr Carl aber anderer Ansicht“, meint Susanne Pitzer-Schild.

Carl selber, so sagen Weil und Pitzer-Schild, mache für die Kündigung betriebsbedingte Gründe geltend. Und die Unternehmenssprecherin der Stadtwerke, Ina Weller, hatte Mitte November auf Anfrage dem Anzeiger erklärt, dass es „definitiv nichts mit seiner Arbeit als Betriebsratsvorsitzender“ zu tun habe, dass Weils Arbeitsvertrag nicht verlängert werde.

Nach Ansicht von Susanne Pitzer-Schild sei es jedoch wegen „diverser undurchsichtiger Vorgänge“, die Weil seit seiner Wahl zum Betriebsratsvorsitzenden im Januar aufgedeckt habe, „offensichtlich, dass mit der Nichtumwandlung seines befristeten Arbeitsvertrages in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis ein unbequemer Gewerkschafter aus dem Betrieb entfernt werden sollte“.

„Carl dürfte mit seiner Auffassung vermutlich allein stehen. Aber wenn es tatsächlich zum Verfahren vorm Arbeitsgericht kommt, gehen wir davon aus, dass diese Sache bis zum Landesarbeitsgericht gehen wird. Wenn Carl verliert, wird er wohl in Revision gehen, umgekehrt gilt das Gleiche“, prognostiziert Pfitzer-Schild. Zunächst jedenfalls steht für 11. Januar ein vor dem Arbeitsgericht für eine gütliche Einigung an. „Würde Carl die Arbeit Weils als Betriebsratsvorsitzendem akzeptieren und ihn wieder anstellen, dieses Mal unbefristet, dann wäre das natürlich alles nicht nötig“, meint Susanne Pfitzer-Schild.
Stefan Walther
4.768
Stefan Walther aus Linden schrieb am 28.12.2012 um 12:44 Uhr
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/74724/arbeitsvertrag-ausgelaufen-soll-kritischer-betriebsratsvorsitzender-kaltgestellt-werden/

Viel Erfolg Kollege Weil, für die unbefristete (Wieder-)Einstellung!
Ich denke es werden auch wieder zahlreiche Unterstützer bei der nächsten Verhandlung anwesend sein, für mich als Berufstätiger leider nicht machbar.
Auf den Wunschkarten sind alle Mitglieder des ver.di Bezirksvorstands namentlich aufgeführt, denn von uns hast du die 100 prozentige Solidarität sicher.
Darüber hinaus bin ich der Ansicht = alles was öffentlichen Druck erzeugen kann ist richtig, und das wichtigste ist die Einbeziehung der Kolleginnen und Kollegen an der Basis.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Linkes Bündnis Gießen

von:  Linkes Bündnis Gießen

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