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Neue Betrugsmasche über Facebook Opfer waren bislang überwiegend türkische Mitbürger

von von Amtswegenam 08.11.20125872 mal gelesen1 Kommentar
Gießen | Der Marburger Mehmet K.* (Name geändert) ist seit langem bei Facebook und hat dort mittlerweile viele Freundschaften, mit denen er sich ständig austauscht. Einer dieser Freunde ist Bülent Y*(Name geändert). Bülent fragte Mehmet letztens nach seiner Handynummer, weil er die versehentlich in seinem Handyspeicher gelöscht hatte. Mehmet dachte sich nichts dabei und gab ihm die Nummer selbstverständlich. Kurze
Zeit nach dem Kontakt bekam Mehmet per SMS einen Code auf das Handy gesandt. Auf Facebook erklärte "Freund Bülent" gleichzeitig, dass die Code-Nachricht von ihm stammt. Er bat darum, die Nummer zum Vergleich zu übermitteln. Mehmet kam natürlich auch dieser Bitte nach und staunte nicht schlecht, als ihn seine nächste Telefonrechnung mit einer Abbuchung über 80,- EUR vom SMS-Bezahldienst "ZONG" überraschte. Der angebliche Freund war ein Internetbetrüger. Er hatte den Account von Bülent gehackt oder kopiert bzw. einen "Fake-Account" mit den Informationen von Bülent erstellt und somit quasi dessen Identität angenommen. Dann hat er alle "seine" Facebook-Freunde mit der gleichen Masche angeschrieben und mit deren
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Handynummern bei Zong bezahlt. Zong ist ein kalifornisches Unternehmen, das weltweit Zahlungen für Waren und Dienstleistungen über den Mobilfunkanbieter ermöglicht. Zong sendet zur Bestätigung einer Zahlung einen SMS Code auf die jeweils eingetragene Handynummer. Mit der Eingabe des Codes am PC erfolgen die Zahlung und Abbuchung über die Telefonrechnung. Internetaktionshäuser oder Dienstleistungsanbietern bieten diese und auch andere Bezahldienste (z.B. PayPal) als Zahlungsmöglichkeit an.
Diese bundesweit bekannte, jedoch relativ neue Betrugsmasche tauchte jetzt wiederholt auch in Mittelhessen auf. Hier gab es bislang sieben gemeldete, gleichgelagerte Fälle mit einem Gesamtschaden von rund 1000 Euro. Bei den Opfern handelt es sich bisher nur um türkische Mitbürger. Die Kommunikation zwischen Täter und Opfern erfolgte auf
Türkisch.
Bewahren Sie sich davor, Opfer eines solchen Betrugs zu werden und beachten Sie folgende Hinweise der Polizei:
- Geben Sie keine sensiblen Daten wie Anschriften, Telefonnummern, Zahlencodes, PIN´s oder TAN´s oder gar Kontodaten über Internet weiter, insbesondere nicht auf unverschlüsselten und ungesicherten Internetplattformen oder in Chats und erst recht nicht ohne vorherige Rückversicherung auf einem anderen Weg, z.B. durch einen persönlichen Kontakt.
- Seien Sie vorsichtig im Umgang mit Freundschaftsanfragen.
- Melden Sie einen erkannten "Fake-Account" sofort bei Ihrem sozialen Netzwerk.
- Vorsicht bei unbekannten Nachrichten sowie Rückruf-/SMS-Bestätigungen.
- Nehmen Sie im Zweifelsfall persönlichen Kontakt auf.
- Wenden Sie sich als Betrugsopfer an die Polizei, und warnen Sie ihre Internet-Freunde.
- Geben Sie generell im Internet nicht mehr Daten preis als nötig.
- Verwenden Sie sichere Passwörter, wechseln Sie diese von Zeit zu Zeit und geben Sie Passwörter niemals an Dritte weiter.
" Immer wenn über das Internet ohne eigenes Zutun persönliche und/oder sensible Daten erfragt werden, sollten sämtliche Alarmglocken im Kopf läuten. Weder gute Freunde noch seriöse Unternehmen nutzen Internetcommunities oder Chats um an irgendwelche Daten zu kommen. Wenn Sie derartige Ansinnen einfach ignorieren oder den "Gesprächspartner" auffordern, sich persönlich zu melden, minimieren Sie die Gefahr, Opfer eines Betrugs zu werden ganz erheblich!"

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Kommentare zum Beitrag

Walther Süßkind
1.144
Walther Süßkind aus Heuchelheim schrieb am 10.11.2012 um 09:19 Uhr
Danke für diesen Hilfreichen Beitrag!!!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) von Amtswegen

von:  von Amtswegen

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