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Frankfurter Kantorei und die Camerata Frankfurt am 10. November in Gießen

Gießen | Requiem c-Moll von Cherubini und die „Unvollendete“ von Schubert

Gießen. Am Samstag, 10. November 2012 um 20 Uhr werden die Mitglieder der Frankfurter Kantorei und der Camerata Frankfurt unter der Leitung von Winfried Toll das Requiem in c-Moll von Luigi Cherubini in der Bonifatiuskirche in Gießen in der Liebigstraße aufführen. Ergänzt wird das Konzert durch die Symphonie in h-Moll von Franz Schubert, besser bekannt als die „Unvollendete“.

Die Frankfurter Kantorei wurde im Juli 1945 gegründet. Von Anfang an zeichnete sich die Arbeit des Chores durch eine große Vielfalt der musikalischen Gattungen und Stilrichtungen aus. Schon in den fünfziger Jahren erwarb er internationales Ansehen. Seit 1997 wird der Chor von Winfried Toll geleitet. Neben einer regen internationalen Konzerttätigkeit, Rundfunk- und CD-Produktionen wird die Frankfurter Kantorei auch regelmäßig für Projekte mit anderen Dirigenten verpflichtet.

Das Requiem in c-Moll von Luigi Cherubini für gemischten Chor und großem Orchester entstand 1816 in Paris. Anlass für die Totenmesse war die kirchliche Trauerfeier für Ludwig XVI., der 1793 als
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Opfer der Französischen Revolution hingerichtet worden war. Ihm zum Gedächtnis fand 1817 in der Kirche von St. Denis ein Gottesdienst statt, bei dem die Komposition erstmals aufgeführt wurde. Der Komponist verzichtet dabei auf den Einsatz von Solostimmen und konzentriert sich voll auf Chor und Orchester. Luigi Cherubini wurde am 14.September 1760 in Florenz geboren und starb am 15. März 1842 in Paris. Ludwig van Beethoven, dem Cherubinis Werke in mehrfacher Hinsicht als Vorbilder gedient haben, betrachtete ihn als den größten Komponisten seiner Epoche.

Die zweisätzige Symphonie h-Moll von Franz Schubert, die sogenannte „Unvollendete“ wurde zwar zeitnah im Oktober 1822 komponiert, erlebte aber erst am 17. Dezember 1865 ihre Uraufführung in der Wiener Hofburg. Der österreichische Musikkritiker Eduard Hanslick zählt das Werk von Schubert zu dessen schönsten Instrumentalwerken. Warum diese Symphonie entgegen der üblichen vier Sätze mit nur zwei Sätzen „unvollendet“ blieb, ist bis heute ein ungeklärter Gegenstand der Diskussion unter Musikwissenschaftlern. Es gibt die Theorie, dass Schubert auf weitere Sätze verzichtete, weil er alle seine Intentionen schon im ersten und zweiten Satz umgesetzt habe und keine Notwendigkeit darin sah, weitere Sätze hinzu zu fügen.

Konzertkarten zum Preis von 15 € gibt es in folgenden Vorverkaufsstellen:
Kirchenladen am Kirchenplatz, Apotheke im Martinshof, Liebigstraße, Hirsch-Apotheke in der Frankfurter Straße und in der Buch- und Kunststube St. Bonifatius. An der Abendkasse liegt der Eintrittspreis bei 18 €. Ermäßigte Karten für Schüler und Studenten für 10 € sind ausschließlich an der Abendkasse zu erhalten. Für Kinder bis 14 Jahren ist der Eintritt frei.

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.377
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 04.11.2012 um 20:36 Uhr
Danke Herr Schlich, dass sie in dieser Online-Ausgabe das Konzert empfehlen. Vielleicht mag dem Einen oder Anderen der Eintritt etwas zu hoch sein, ich habe aber gehört, dass ein paar Euro pro Karte für die leider notwendig gewordene neue Orgel der Bonifatiuskirche verwand werden.

Somit unterstützt jeder Konzertbesucher auch die weitere musikalischen Konzerte mit der Bonifatiusgemeindeorgel (neben der Begleitung der Messfeiern).
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von:  Wolfgang Schlich

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Interessensgebiet: Gießen
Wolfgang Schlich
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