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Dijuan Harris‘ Gegenwehr allein nützt nichts

Gießens Dijuan Harris (rechts) wird von Bremerhavens Stanley Burrell bedrängt. 46ers-Trainer Mathias Fischer (im Hintergrund) hat die Situation im Blick.Foto: Sonja Achenbach
Gießens Dijuan Harris (rechts) wird von Bremerhavens Stanley Burrell bedrängt. 46ers-Trainer Mathias Fischer (im Hintergrund) hat die Situation im Blick.Foto: Sonja Achenbach
Gießen | Es sollte der erste Heimsieg werden, es wurde eine Klatsche: Die LTi Gießen 46ers haben ihr Bundesliga-Spiel gegen Bremerhaven am Samstagabend mit 80:114 verloren und dabei eine indiskutable Defensivleistung gezeigt.

46ers-Trainer Mathias Fischer war nach der Packung gegen die Eisbären bedient: „Wir wurden vorgeführt, mir geht es richtig schlecht“. 114 Punkte ließen die Gießener Erstliga-Basketballer gegen die zuvor sieglosen Nordlichter zu. „In der Defensive hat heute gar nichts geklappt“, sprach Fischer aus, was 3089 Zuschauer in der Sporthalle Ost zuvor mit ansehen mussten.
Zwar erwischten die Bremerhavener einen „Sahnetag“, wie es Trainer Doug Spradley ausdrückte, die Gießener machten es ihnen aber auch einfach. Die Eisbären trafen 72 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld – eine überragende Quote –, wurden aber auch selten gestört. Zehn „Dreier“ brachten die Gäste im Ziel unter, acht davon völlig freistehend. Weil sich die Gießener zudem auch noch 16 Ballverluste leisteten und der im ersten Viertel engagierte LaQuan Prowell sich früh eine Handverletzung zuzog, stand am Ende ein haushoher Auswärtssieg zu Buche.
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46ers (120)
Sieben Minuten lang hielten die 46ers die Partie offen (18:19), dann zog der Playoff-Anwärter davon. Zur ersten kleinen Pause lagen die Mittelhessen bereits mit 20:27 zurück, nach 18 Minuten gar mit 33:55. Hinten schauten Benjamin Ortner, John Fields und Co. oft nur zu, vorne agierten Jimmy Baxter und Ryan Brooks häufig überhastet. Einzig Aufbauspieler Harris leistete ernsthafte Gegenwehr und trug maßgeblich dazu bei, dass zur Halbzeitpause (41:55) eine Wende noch nicht ausgeschlossen schien.
Die Aufholjagd fiel jedoch aus: Mitte des dritten Viertels stand wieder ein 22-Punkte-Rückstand zu Buche (47:69/25.); und nachdem sich der lustlos wirkende Baxter unbedrängt einen Ballverlust geleistet hatte (26.), kippte die Stimmung in der Halle. Erste Pfiffe waren zu hören, Anfeuerung gab es in der Folge nur noch für den aufopferungsvoll kämpfenden Harris, Jubel vor allem bei sehenswerten Spielzügen der Gäste, die mit einer 86:61-Führung in den Schlussabschnitt gingen.
Im 46ers-Fanblock hinter dem Korb machte sich Häme breit: „Wir wollen die Hundert sehen“, sangen einige Zuschauer – ein „Wunsch“, den ihnen Jermain Ruffington bereits in der 33. Minute mit einem „Dreier“ zum 102:61 aus Eisbären-Sicht erfüllte. Am Sieg seines Teams bestand freilich zu diesem Zeitpunkt kein Zweifel mehr.
„Wir haben heute aufgezeigt bekommen, wo wir stehen“, kommentierte Fischer. Beim Sieg in Hagen wie auch den Niederlagen gegen München und in Würzburg hatten zumindest die Stammspieler überzeugt, die – mit Ausnahme von Harris und dem mit sieben Stichen genähten Prowell – diesmal völlig neben sich standen.
Für Fischer gilt es nun, sein Team nach der Klatsche wieder aufzubauen. Nach zuletzt vier Spielen binnen anderthalb Wochen sollte
dazu genügend Zeit sein, erst am Samstag steht die nächste Partie auf dem Plan. Dann kommt es in Tübingen zum brisanten Duell des Letzten gegen den Vorletzten der Tabelle.
LTi Gießen 46ers – Eisbären Bremerhaven 80:114 (41:55). Gießen: D. Harris 23, Ortner 17, Brooks 9, Faßler 8, Baxter 8, Büchert 6, Prowell 5, Fields 4, Weiser. Bremerhaven: Burtschi 19, Burrell 14, Waleszkowski 14, Zwiener 12, Stommes 12, Jackson 12, Raffington 11, Morrison 8, Canty 7, El Domiaty 5, A. Harris. Zuschauer: 3089.

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