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Frage der Woche: Wären Sie gern der BOB des Abends?

Gießen | Wie wir in der vergangenen Samstagsausgabe der GIEßENER ZEITUNG berichtete, wurde vor fünf Jahren das Präventionsprogramm „Aktion BOB“ ins Leben gerufen. Großes Vorbild der Aktion, die das Polizeipräsidium Mittelhessen am 5. Oktober 2007 gestartet hat, sind die seit mehr als 15 Jahren erfolgreich laufenden Aktionen in Belgien und Holland.
BOB ist derjenige, der sich in einer Gruppe, bestehend aus mindestens drei Personen, als Fahrer und verantwortliche Person zeigt. BOB bleibt nüchtern. Er erhält in etwa 370 Gastronomiebetrieben in Mittelhessen (etwa 100 im Landkreis Gießen) ein kostenloses antialkoholisches Getränk, wenn er sich als BOB zu erkennen gibt. Bislang wurden 135 000 Schlüsselanhänger von der Präventionsgruppe in Mittelhessen verteilt. „BOB ist einfach und deswegen genial. Das Leichteste, was man tun kann, um effektiv Menschenleben zu retten und menschliches Leid zu verhindern“, sagt Manfred Kaletsch, der Leiter der Direktion Verkehrssicherheit Sonderdienste uns von verkehrssicher-in-mittelhessen mit der Aktion BOB.
„Die Studie belegt für Mittelhessen eine signifikant deutlich bessere Entwicklung
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bei den Verkehrsunfällen mit alkoholisierten Verursachern zwischen 18 und 24 Jahren seit der Einführung der Aktion BOB im Jahr 2007 (minus 44 Prozent), was den Einfluss der Aktion BOB zu zeigen scheint“, unterstreicht Manfred Kaletsch überzeugt. Die Autoren Dipl. Psych. Florian Röser und Dr. Kai Hamburger der Studie verglichen die Unfallentwicklung in Mittelhessen mit der des Landes Hessen und verschiedenen Landkreisen. In die Studie fließen ebenfalls Ergebnisse aus Landkreisen ein, die keine Aktion BOB umsetzen. Die Untersuchungen belegen für Mittelhessen einen bedeutsamen Rückgang der Unfallzahlen bei den 18- bis 24-jährigen Autofahrern unter Alkoholeinfluss seit Einführung der Aktion BOB. Ein wesentliches Ergebnis der Studie bescheinigt der Aktion BOB einen guten Bekanntheitsgrad. Dazu wurden 770 Personen persönlich befragt. 72 Prozent der Befragten kannten die Aktion. „Insgesamt zeigt die Evaluation, dass die Aktion BOB gut bekannt und verbreitet ist und damit möglicherweise zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in Mittelhessen beitragen kann“, gibt Kaletsch als Fazit bekannt.
Mehr zum Jubiläum der Aktion BOB lesen Sie auf: www.giessener-zeitung.de/beitrag/70757

Unsere Frage der Woche lautet:
Wären Sie gern der BOB des Abends? Taxi für andere spielen und auf Alkohol verzichten, damit anderen feiern können? Wenn Sie nicht mehr in der Zielgruppe sind, wären Sie damals der BOB gewesen?

Sagen Sie es uns als Kommentar unter diesen Beitrag.

Kommentare zum Beitrag

Antje Amstein
6.024
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 13.09.2012 um 12:14 Uhr
Ich bin immer der BOB und das sogar gerne. Das mit dem Freigetränk hatte ich noch nicht gewußt!
Jutta Skroch
13.523
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 13.09.2012 um 12:20 Uhr
Ich bin auch heute immer der BOB, wenn wir zusammen wegfahren. Ich wäre auch früher garantiert und gern der BOB gewesen. Ich hatte sehr wenig Sinn für Alkohol und in Verbindung mit Auto fahren erst recht. Muss allerdings dazu sagen, dass ich meinen Führerschein erst mit 27 gemacht habe, aber auch wenn ich ihn früher gemacht hätte, wäre das für mich kein Problem gewesen.

Ob das Freigetränk auch für Ältere greift, weiß ich nicht.
Birgit Hofmann-Scharf
10.321
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 13.09.2012 um 20:24 Uhr
Neben der "Aktion BOB" gibt es in Giessen zusätzlich noch die Nachtbusse.

Dafür (!) entlocke ich mir sogar ein Lob an diese Stadt, denn ich denke, dass auch diese der positiven Entwicklung der durch Alkohol bedingten Unfälle beitragen.
Nicole Freeman
10.312
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 14.09.2012 um 08:27 Uhr
Gerne bin ich BOB. Alkohol am Steuer geht nicht. Schoen waere es wenn vor der Disco auch einmal eine Infoveranstaltung der Polizei aufzeigt was passiert wenn es kracht. Einmal habe ich eine solche Veranstaltung gesehen. Schautafeln und ein Autowrack andem die Feuerwehr ihr Werkzeug vorfuehrt, dazu ein Reaktionstester hinterlassen betroffene nachdenkliche Gesichter. Ich denke Aktion BOB ist ein guter Anfang. Die Nachtbusse der Stadt sind ein weiterer Schritt. Alkohol ist eine Droge und sollte auch so behandelt werden.
Harald Herrmann
482
Harald Herrmann aus Mücke schrieb am 22.09.2012 um 08:54 Uhr
Ach,

ich bin jetzt erst hier über diesen Artikel gestolpert ...

Nun, in vier Jahren hätte ich dann den 50jährigen BOB, denn wir haben damals konsequent im Viererverbund reihum gewechselt.
Obwohl, als Atzenhainer war es dann so um 1970 eigentlich nicht nötig, wegzufahren, hatten wir doch mit "Glastanzdiele", "Discothek" und, last, but not least, mit Live-Auftritten so mancher legendären Band im "Anker" bei "Rappel-Erna", so der Utzname dieses Unikums von Wirtin in unserem Ort an manchen Wochenenden mehr "Kneipengäste" als Einwohner (damals ca. 650).

Aber als Führerscheinneulinge waren wir natürlich rundum in den Tanzschuppen unterwegs, ich speziell als Fan und "Aushilfsschlagzeuger" der "Barthelli-Blues-Combo", mit denen auch und gerade in Ettingshausen.

Und heute bin ich fast ein BOB, da ich als Nachttaxifahrer im jetzigen Wohnort Schlüchtern gerade an Wochentagen Nacht für Nacht in Bereitschaft bin, damit Feiernden auch auf dem Land 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche ein Taxi zur Verfügung steht.

Und jetzt mal ein Aufruf an alle, die völlig selbstverständlich nachts ein Taxi rufen und schon mal die Auskunft bekommen, dass es einen Moment dauert:

Wenn ihr die Auskunft bekommt, dass es einen Moment dauert, eventuell mit dem Hinweis auf die ungefähre Zeit, dann wartet auch bitte auf dieses Taxi und ruft nicht noch eines an, um dann das "schnellere" zu nehmen. Nicht nur, dass damit ein - rechtlich gesehen - mündlich zustande gekommener Vertrag gebrochen wird und das Taxiunternehmen rechtlich gesehen einen Anspruch auf eine Erstattung der Anfahrtskosten hätte, nein, dem Fahrer, der ja auf Provision fährt, geht diese "Leerfahrtzeit" am Verdienst ab und andere Fahrgäste müssen zusätzlich warten, eine überflüssige Anfahrt zieht in der Regel eine zehnminütige "Wartezeit nach sich!

Ein kurzer Anruf, "wir haben eine andere Möglichkeit zu fahren" und wir Fahrer bedanken uns dafür bei diesen mitdenkenden (Nicht-)Fahrgästen!

Jetzt noch mal zu BOB!

Tolle Sache!
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von:  KREATIVEs KA:OS

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