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4. Segeltörn 1983 - Überführungstörn Marseille nach Portoroz 1.311 sm - Teil 4 und Schluss. Dubrovnik bis Portoroz

Von Dubrovnik die Küste entlang nach Portoroz
Von Dubrovnik die Küste entlang nach Portoroz
Gießen | Um 13 Uhr hatten wir uns zum Ablegen und auftanken klargemacht. Es geht die ganze Nacht nach Norden, an den dem Land vorgelagerten Inseln Kolocep, Lopud, Milet und Korcula. Der Wind weht auflandig, da fahren wir besser unter Maschine.
15 Uhr abgelegt es geht Richtung Protoroz dem Ziel unserer Reise. Bereits nach einer Stunde fahren wir an der Westseite von Lopud vorbei und eine weitere Stunde später an der Ostseite von Milet. Unser Kurs NW mit 300°. Ich lege mich in die Koje, jedoch nicht ohne den Rudergänger gewarnt zu haben. "Wenn ihr diesen Kurs weiter beibehaltet, dann werden wir gegen 09:30 Uhr auf eine Untiefe auflaufen!" Diese Warnung führt darauf zurück, dass ich im Übersegler, der zur groben Navigation auf dem Kartentisch liegt, die Kurslinie 300° eingezeichnet habe. Diese führt direkt bei der Durchfahrt bei Korcula und der Halbinsel Peljesac auf eine der dort eingezeichneten Untiefen. Die genaue Karte für die Navigation durch die Passage liegt aber auch schon bereit. Es ist ein ruhiger, heller Abend. Der Maestrale weht mit sachten 2 - 3 Bft. und es herrscht nur leichter See- gang. Ich schlafe sofort tief und fest.
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Umag (11)Rovinnj (1)Pula (4)Portoroz (8)Piran (9)I. Susak (1)I. Silba (1)I. Milet (1)I. Korcula (1)Dubrovnik (1)Aufgrund sitzen (2)Albanez (4)
Krach! Lautes Geräusch, das Schiff wird erschüttert. Ich bin sofort wach, setze mich noch etwas benommen auf. Es ist dunkel, laute Rufe an Deck. Unruhiges Hin- und Herlaufen. "Was ist denn los?" frage ich Bernd, der gerade nach unten kommt. "Wir sind auf eine Untiefe aufgelaufen" sagt er und geht mit der Taschenlampe, die er sich geholt hat wieder nach oben.

Schnell ziehe ich meine Schuhe an und gehe auch an Deck. Ich war anscheinend der Einzige der zum Zeitpunkt des Auflaufens unter Deck war und geschlafen hat. Oben ist es dunkel, aber nur teilweise bewölkt. Ich versuche mich zu orientieren, gehe wieder nach unten um in der Karte unsere Position zu suchen. Dabei stelle ich fest, dass immer noch nur der Übersegler dort liegt. Die Detailkarte wurde gar nicht verwendet, ein sträflicher Leichtsinn. Zumal ich noch eine Warnung ausgesprochen hatte. Das musste ja schief gehen! Ich suche die passende Detailkarte heraus und dort nach unserem Havarieort. Muss irgend wo zwischen Korcula und Peljesac sein.

Oben wird beratschlagt wie wir wieder freikommen können. Die Vorschläge reichen von Ausbaumen und Krängen und Maschine zurück bis zum Anker ausbringen mit dem Schlauchboot und dann am Anker uns mit Maschine von der Untiefe
Notdürftig abgedichtete Stopfbuchse
Notdürftig abgedichtete Stopfbuchse
herunterziehen. Der Skipper lehnt meinen Vorschlag mit dem Krängen ab und will versuchen mittels einer Leine die zu der Untiefen Markierung ausgebracht und dort befestigt wird, uns von der Untiefe herunter zu ziehen. Wie soll das gehen frage ich mich. Da ziehen wir uns doch noch mehr auf die Untiefe rauf. Er hört nicht auf mich. Nun gut, er ist der Skipper. Also wird die Leine wie vorgeschlagen befestigt. Sie wird dann über eine Schotwinsch gelegt und dann wird gekurbelt. Unterm Kiel knirscht es, es geht einige Meter voran, dann geht nichts mehr.

Nun will der Skipper mit Maschine zurück. Also hängen sich einige Mann an den zur Seite ausgeschwenkten Baum und er gibt mit Maschine voll zurück. Es brodelt am Heck, aber das Schiff rührt sich nicht vom Fleck. Da heult plötzlich die Maschine auf, im Wasser ist es ruhig. "Was ist passiert?" so fragt der Skipper. "Ich nehme an der Scherstift(Überlastungssicherung)an der Verbindung Getriebe zur Schraube ist ab geschert" sage ich und gehe nach unten nachzuschauen.
Was ist denn hier unten los, so denke ich mir. Wasser steht über den Bodenbrettern. "Wasser im Schiff!" so rufe ich und gehe das Leck suchen. Ein rauschendes Geräusch aus dem Motorraum lässt mich dort zuerst nachsehen. Als
so sollte sie aussehen
so sollte sie aussehen
ich die Verkleidung zum Motor abnehme, spritz mir schon Wasser entgegen. "Wassereinbruch im Motorraum!" so rufe ich nach oben. Aber wo ist das Leck? Ach da! Aus der Stopfbuchse, da wo normal die Schraubenwelle durchgeht, da schießt es in starkem Strahl herein. Wir haben anscheinend die Schraube beim Zurückfahren verloren. Schnell suche ich etwas zum Abdichten her. Bernd reicht mir aus der Kombüse ein Geschirrtuch. Ich drehe es zusammen und stopfe es in die Öffnung. Sofort kommt der Wassereinbruch zum Stillstand.

Jetzt erst einmal zur Ruhe kommen. Eins ums andere erledigen. Die erste Gefahr ist gebannt! Wir beginnen das Wasser aus der Bilge abzupumpen. Nach kurzer Zeit streikt die Lenzpumpe. Klar, sie ist verstopft. Es lag ja vom Innenausbau einiges an Dreck dort unten herum. Der steckt jetzt im Filter und lässt kein Wasser mehr durch. Also nehmen wir die Hand- lenzpumpe und lenzen ins Spülbecken. Von dort läuft es dann nach draußen. Langsam wird es unten in der Bilge trocken.
Nun wird beratschlagt was wir mit der Schraube machen. Sie hängt ja noch vor dem Ruder, ist also nicht auf Grund gegangen. Es müsste einer versuchen zu tauchen und die Schraube, bzw. die Schraubenwelle wieder in die Öffnung zu stecken in der sie normalerweise steckt. Aber es ist dunkel, keiner will so recht, niemand will im Dunkeln ins kalte Wasser gehen und dann noch unter das Schiff tauchen.

Unter Maschine nach Norden
Unter Maschine nach Norden
Heroisch zieht sich der Skipper seinen Faserpelz zum Schutz gegen die Kälte an und steigt die Heckleiter nach unten, taucht ab. Kommt aber sofort wieder nach oben. "Ich bekomme keine Luft. Das Wasser presst mir den Brustkorb zusammen!" Es versucht nun ein weiterer, kommt auch wieder hoch. "Ich sehe nichts, bekomme die Welle nicht in die Öffnung" sagt er und klettert wieder an Bord. Auch ich versuche mein Glück. Es ist nichts zu machen. Man sieht seine Hand vor Augen nicht und das Wasser ist so kalt, dass es einen total verkrampft.

Wir geben es auf. Es geht einfach nicht. Wir machen das Schiff an der Untiefenmarkierung fest und bringen mit dem Schlauch- boot den Anker zusätzlich nach der anderen Seite aus. So liegen wir einigermaßen fest und werden nicht unnötig auf der Untiefe hin und her getrieben. Gut, dass das Wetter so ruhig ist, sonst würde aus dem Schiff Kleinholz geschlagen.

Donnerstag, 7. April. Es ist Mitternacht. Wir versuchen per UKW Kontakt mit der Maria Elena aufzu- nehmen. Sie melden sich nicht. Also gehe ich nach unten um zu schauen, was alles kaputt ist. Währenddessen sichern die anderen die Schraube mit einer Leine damit sie uns nicht noch verloren geht.
Nach der Reparatur
Nach der Reparatur
Bei der Untersuchung der Antriebswelle stelle ich fest, dass die sechs Schrauben, die die zwei Schalenhälften mit denen die zwei Wellen, die eine vom Getriebe mit der eigentlichen Schrauben- welle zusammen gehalten werden, nicht ordnungsgemäß ange- zogen waren. Es waren nur zwei fest angezogen. Außerdem weiß ich nun auch was mit der Schraube los ist, die ich dort unten noch in Marseille in Teilen in der Bilge gefunden hatte. SIe hatten in der Werft keinen passenden Abscherstift zur Hand gehabt und stattdessen eine Schraube mit Mutter angezogen verwendet. Auf jeden Fall war diese Sicherung bereits seit Anfang abgeschert gewesen!

Oben an Deck wird eine Ankerpeilung durchgeführt, damit wir prüfen können, ob es uns abtreibt. Ich bleibe die Nacht als Wache am Kartentisch sitzen, die anderen gehen schlafen. Alle haben ein Notgepäck geschnürt, wir können wenn es die Lage erfordern sollte, sofort das Schiff verlassen. Unser Schlauchboot ist längsseits am Schiff vertäut. Das Schiff liegt in der nur mäßig bewegten See mit dem Kiel frei in einer Vertiefung in dem felsigen Grund. Aber immer wenn eine höhere Welle unter uns durchläuft und uns anhebt,
Nun muss das Wasser noch aus der Bilge
Nun muss das Wasser noch aus der Bilge
dann schlägt der Kiel anschließend auf. Unser Skipper schreckt dann immer aus dem Schlaf hoch und fragt mich ob was los sei. Dabei stöhnt er immer vor sich hin. " Wenn nur die Nacht bald vorbei wäre!" Plötzlich! "Juanita für Maria Elena bitte kommen", ein Anruf auf dem Standby geschalteten Funkgerät. Ich nehme Kontakt auf und erfahre folgendes:
Die "Maria Elena" wurde im Dunkeln, auf offener See von einem Militärschiff auf gestoppt. Sie mussten längsseits kommen, die Miliz wollte übersteigen. Bei dem dort in offener See herrsch- enden Seegang eine Unmöglichkeit. Es wurde ihnen der Bugkorb eingedrückt und die Reling beschädigt. Erst dann ließen sie von ihrem Vorhaben ab und verschwanden wieder wie gekommen im Dunkel der Nacht. Ich gebe unsere Position durch. Sie wollen versuchen uns zu treffen.
Jede halbe Stunde kontrolliere ich Position und Bilge. Keine Veränderung, das beruhigt. Es ist alles dicht und wir verändern unsere Position nicht. Langsam dämmert es. Wir gehen an Deck. Nahebei fährt ein Fischer mit seinem Boot vorbei. Wir rufen ihn an und er kommt zu uns her. Wir fragen ihn ob er bereit sei uns abzuschleppen. Wir geben ihm eine Leine, die wir am Mastfuß befestigt haben und durch die Bugklampe nach vorn führen. Er
Maria Elena mit ausgebaumter Genua
Maria Elena mit ausgebaumter Genua
zieht an, nichts rührt sich, obwohl wir alle auf einer Seite stehen, dabei das Schiff krängen, damit sich der Tiefgang verringert und der Kiel frei kommt. Er sagt er holt ein zweites Boot und fährt los. Um 8 Uhr ist er mit einem zweiten, größeren Boot wieder da.
Die beiden versuchen es nun erneut. Das größere zieht während das kleinere versucht mit dem Spifall das wir ihm übergeben haben, das Schiff zu krängen. Beim ersten Versuch reißt die Schleppverbindung. Nun nehmen wir auf Vorschlag des einen Fischers unsere Ankerkette zum Schleppen. Diesmal ein leichter Ruck, ein leises Knirschen und wir schwimmen wieder frei im tiefen Wasser.

Wir sind erleichtert, dass es so glimpflich ausging. Jetzt bei Tageslicht sehen wir erst, was für ein Glück wir in der Nacht hatten. Hinter uns liegt eine vom Wasser nur leicht überspülte Stelle. Dort lauerten scharfe Felszacken! Da hineingeraten und der Wind etwas stärker, wer weiß wie es ausgegangen wäre. Nun gut, etwas Glück gehört im Leben immer dazu. Wir bedanken uns bei Rasmus mit einem Schluck.

Das kleinere Boot wirft das Spifall los, der andere Fischer will uns zu einem Anleger schleppen, wo er ins Wasser gehen und die Schraube wieder an ihren richtigen Platz bringen möchte. Dort angekommen
An Korcula vorbei
An Korcula vorbei
zieht er sich aus und steigt nur mit Badehose bekleidet ins kalte Wasser. Brrr! Uns fröstelt allein schon das Zusehen. Ihm scheint die Kälte nichts auszumachen. Nachdem er kurz untergetaucht ist, kommt er hoch und sagt, dass die Welle mit Schraube wieder in der Stopfbuchse steckt. Nachdem er sich abgetrocknet und angezogen hat, kommt er an Bord und hilft mir(Ich bin gelernter Mechaniker) beim Montieren der Wellenverbindung. Dazu müssen wir die zwei Schalenhälften über die Wellenenden bringen und die Scherstiftbohrung fluchten. Nun fehlt uns nur noch ein passender Sicherungsstift. Hier weiß unser freundlicher Helfer Rat. Er fährt über die Bucht zu einer kleinen Werft, wo er eine Schraube findet, sie etwas anpasst und damit die Verbind-ung sichert. Eine Bezahlung lehnt er ab. Lediglich einige Flasch-en Wein und ein Bier das wir ihm anbieten, nimmt er quasi als "Geschenk" an. Wir bedanken uns nochmal und dann legen wir ab, uns nächstes Ziel wartet. Es ist die kleine Insel Silba.
Es ist bereits 14:30 als wir endlich losgekommen sind. Bis zu unserem Ziel, Portoroz sind es noch ca. 200 Seemeilen und es ist ja schon Donnerstag. Auf der Maria Elena werden sie sportlich. Dort wird bei dem momentanen Wind der Spinacker hochgezogen. Mit
Carola am Ruder
Carola am Ruder
flotter Fahrt geht es am Feuer "Plocia" vorbei. Es ist 16:50 als wir es passieren. Zwischenzeitlich haben wir 4 Bft. und wir fahren mit Fock und Groß. Um 18:45 bei "Lukvici- Feuer" bergen wir die Fock und kurz darauf auch das Groß. Die Abendflaute hat uns erwischt. Unter Maschine geht es in die Dämmerung, dann umfängt uns die Nacht. Es ist sternenklar und wir können gut nach dem "Nordstern" steuern. Dadurch braucht man nicht immer stur auf den Kompass schauen und hält trotzdem seinen Kurs. Dabei ermüden die Augen auch nicht so schnell.
Freitag, 8. April. Wieder einmal ist Mitternacht vorbei, ein neuer, bald letzter Tag fängt an. Der Wind ist wieder da, also Segel setzen und Maschine aus. So ist es richtig. Eine schöne, ruhige Nachtfahrt. Leider nur kurz! Um 1 Uhr muss die Maschine wieder herhalten, dabei lassen wir aber das Groß stehen. Nachdem sich zwischenzeitliche Wolken wieder verzogen haben ist es klar als ich meine 2.000 Seemeile erreicht habe.

Die letzten Tage ist das Barometer immer weiter gestiegen und steht nun bei 1017! Um 05:30 Uhr können wir eine saubere Kreuzpeilung absetzen und daraus einen wahren Ort(OW) bestimmen. "Sestrica" in 337° und "Blitvenica" in 096°. Die nächsten Stunden laufen wir an der Westseite
Insel Silba
Insel Silba
der langen Insel, genannt "Dugi Otok" entlang. "Veli Rat" peilen wir in 042° um 11:00 Uhr und fahren gegen 13:00 Uhr zwischen den Inseln "Premuda" an Backbord und "Skarda an Steuerbord durch. Mit den vorhandenen Landmarken können wir gut navigieren und sehen kurz darauf "Silba" recht voraus. Nun können wir nach Landsicht fahren. Hans kennt sich hier gut aus, denn er ist öfters bei "Milos" einem lansdestypischen Lokal zu Gast. Also Groß bergen und nur unter Maschine am Anleger "Silba-West" längsseits gehen. Leinen fest 13:40 Uhr. Maschine aus, Mittagspause!

Die Pause dauert bei Spezialitäten aus der Küche sowie einem von Milos spendierten Sliwowitz ca. drei Stunden. Hans unterhält sich angeregt mit Milos über Segelschiffe, das Geschäft usw. Dann heißt es: "Klarmachen zum Ablegen!" Pünktlich 16:50 werden die Leinen losgeworfen. Die letzte Etappe liegt nun vor uns, Ziel "Portoroz" im Golf von Triest. Wir haben eine angenehme Brise aus SSW, die uns unter Groß und Genua nach Norden trägt. 20 Uhr liegt die Insel "Susak" querab an Backbord. Es dunkelt, die Fahrtlichter sind eingeschaltet. Der bisher klare Himmel hat sich gänzlich zugezogen. Mit den Feuern von Suasak und Unje in 137° und 360° können wir einen OW bestimmen. Plic Albanez
.. da wird zur Mittagspause angelegt
.. da wird zur Mittagspause angelegt
haben wir 22:25 an Steuerbord voraus in Sicht. Da! Plötzlich wechselt der Wind extrem seine Richtung. Schnell wird die Genua geborgen. Wer weiß was sich da zusammenbraut! Der Wetterbericht hat für heute schwache Winde aus SW mit 3 - 4 Bft. angesagt, für den Nordteil der Adria, also da wo wir uns hin bewegen jedoch 4 - 5 Windstärken.

Samstag, 9. April Mitternacht gerade vorbei. Unser letzter Tag an Bord. Der Wind hat von 210° auf 030° gedreht und er weht nur noch mit 1 - 2 Bft. Steuerbord ist gerade die Einfahrt zu dem großen Hafen von Pula. 3 Stunden später, wieder Steuerbords sehen wir Rovinj. Es geht so flott weiter, um 4 Uhr amk Limski-Kanal vorbei, dann Novigrad zwei Stunden später. Es ist jetzt schon hell und wir können etwas mehr östlich am Kompass mit 025° fahren. Als wir um 07:30 Uhr an Umag vorbei fahren, dreht sich der Wind und kommt nun wieder aus 210°, also aus Südwest. So wie gestern den ganzen Tag.

Wir segeln jetzt dicht unter Land. Die bisher an der Reling angebundene Fock wird zusammengelegt und im Segelsack verstaut. Jetzt muss die Genua ihren Dienst verrichten. Savudrija wird gerundet und direkter Kurs auf Piran genommen. Dort wollen wir einklarieren, also offiziell in Jugoslawien an Land gehen.
Um 9 Uhr
Vor uns die Maria Elena..
Vor uns die Maria Elena..
sichten wir Piran recht voraus und starten die Maschine. Groß und Genua werden geborgen und nur unter Maschine laufen wir mit langsamer Fahrt den Hafen von Piran an und dort in die Hafeneinfahrt. Diese ist links und rechts mit kleinen Türmchen in den Farben Grün für Steuerbord und Rot für Backbord gehalten und dient dadurch zur Ansteuerung. Jetzt öffnet sich der Blick auf das malerische Hafenstädtchen Piran, für mich das schönste an der Küste.

Wir legen an und um 09:15 sind wir mit Leinen fest und klar zum an Land gehe. Da kommte ein wild gestikulierender Uniform-träger auf unser Schiff zu. Was will der wohl? Er gibt uns zu verstehen, dass wenn wir keinen Ärger mit den Behörden bekommen wollen, wir uns schleunigst um eine Gastlandflagge also umgangssprachlich um einen "Yugo" kümmern und an der richtigen Schiffsseite hochziehen sollten. Oh je. Das hatten wir in Dubrovnik nicht geschafft. Wir konnten dort keine bekommen. Also schnell in den Duty-Free und eine gekauft. Er ist nun zufrieden und wir können uns an Land frei bewegen und die Zollformaltäten erledigen. Dann tanken wir auf und starten um 10:30 Uhr zur letzten Etappe nach Portoroz in die dortige Marina. Sie wird kurz vor elf erreicht. Wir bergen die Segel, Leinen fest, Maschine aus.

1.311 Seemeilen liegen hinter uns!

Der VW-Bus der uns nach München zurückbringen wird, steht schon bereit. Also Schiff aufklaren, dann duschen und ab geht es in die Heimat. Es war ein großartiges Erlebnis, das jeder Segler einmal packen sollte. Eine Langfahrt ohne allzuviel Landberührung. Es muss ja nicht gleich eine Atlantiküberquerung sein, um dies auszutesten.

Von Dubrovnik die Küste entlang nach Portoroz
Notdürftig abgedichtete Stopfbuchse
so sollte sie aussehen
Unter Maschine nach Norden
Nach der Reparatur
Nun muss das Wasser noch aus der Bilge
Maria Elena mit ausgebaumter Genua
An Korcula vorbei
Carola am Ruder
Insel Silba
.. da wird zur Mittagspause angelegt
Vor uns die Maria Elena..
.. und wir im Kielwasser hinterher
Backbordseite der Hafeneinfahrt von Piran
Zoff bei der Einklarierung. Wir haben keinen Yugo
Nostalgisches Türmchen
Der Hafen von Piran
an der Anklage Bernadin zur Marina Portoroz
Klarmachen zum letzten Anlegen in Portoroz
Gepäck für Heimfahrt einladen
Lohn für die Anstrengung
1.311 Seemeilen um den Stiefel

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Kommentare zum Beitrag

Bernd Zeun
5.223
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 31.08.2012 um 19:31 Uhr
Na, da war ja richtig was los auf der Fahrt und nicht nur Schrauben. Gut, dass es kein Flieger war, wenn du da an einer "Untiefe" hängen bleibst, wird's mit dem Abschleppen nichts mehr ;-)
Peter Herold
14.669
Peter Herold aus Gießen schrieb am 31.08.2012 um 19:49 Uhr
Hurra!! Endlich mal ein Kommentar. Danke Bernd.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Peter Herold

von:  Peter Herold

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Interessensgebiet: Gießen
Peter Herold
14.669
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