Gießen | Der Gießener Marktplatz ist ein beliebtes Ausflugsziel zum Bummeln und Begegnen. Viele Familien und Jugendliche sind dort an Wochenenden zum Shoppen unterwegs, aber auch in der Woche herrscht reges Geschäftstreiben und hunderte Studenten nutzen die Bushaltestellen auf dem Weg zur Universität. Umso ärgerlicher ist es, dass Tag und Nacht Betrunkene auf den Bürgersteigen und in den Wartehäuschen der Haltestellen ihre Hinterlassenschaften liegen lassen. Regelmäßig ist auch von Belästigungen auf Passanten zu hören. Wegen ähnlicher Zustände wurde bereits auf dem Campus der Justus-Liebig-Universität kürzlich ein absolutes Alkoholverbot ausgesprochen und ein Securitydienst zur Wahrung von Ordnung und Sicherheit beauftragt. Damals stießen die Maßnahmen auch auf Widerstand aus der Studentenschaft, die die Durchsetzung für überspitzt hielten.
Die heutige Frage der Woche lautet daher: Wäre ein derartiges Alkoholverbot auch auf dem Gießener Marktplatz sinnvoll, um für gesittete Verhältnisse zu sorgen?
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Wer soll das Durchsetzen? Diese Hilfspolizisten? Gibt es dann mehr Streifendienst in der Innenstadt? Herr Sauter hat schon recht, das Problem verlagert sich nur. Wie ist es dann eigentlich mit der Gastronomie um den Marktplatz. Kann ich dann im Türmchen noch ein Bier trinken oder muss ich mir meine Gerstenschorle vorsorglich in der Kaffeetasse ausschenken lassen.
Was erhofft man sich von so einer Massnahme? Mehr Sicherheit oder mehr Einnahmen aus Bußgeldern?
So ein Verbot bringt nur etwas wenn man es konsequent durchsetzt und da glaube ich einfach nicht dran. Andere Städte wie etwa Freiburg oder Magdeburg haben das auch mal probiert mit dem Ergebnis das diese Gesetze recht schnell von den Gerichten gecancelt wurden. Man kann sicher streiten ob es so schön ist täglich anderen Menschen beim Hucke zu saufen zuzusehen aber ein Verbot bringt da nichts. Das provoziert erst Probleme.
die Gefahrenabwehrverordnung wurde am Kirchenplatz angewendet und die Szene wurde zum Marktplatz gedrängt. Viele bekamen Ordnungsstrafen die mit 35,-€ sehr hoch sind. Der Marktplatz ist Kameraüberwacht und somit hat der Gesetzeshüter die trinkenden immer im Blick, kein anderer Platz in Gießen ist so gut bewacht. Die Personen die sich am Marktplatz nicht an die Ordnung halten, werden mit einem Innenstadtverbot von 1 Woche belegt. Diese sieht man dann meist an der Lahn nähe Bootshaus.
Ein Alkoholverbot am Marktplatz bringt garnichts, solange zu Festen die Gefahrenabwehrverordnung außer Kraft gesetzt wird! Ausnahmen bestätigen die Regel!
Eigentlich sind die sogenannten Buswartehäuschen ja ursprünglich zu eben diesem Zweck aufgestellt worden. Mittlerweile dienen sie jedoch ganztägig den immer gleichen Gesichtern als Wohnungsersatz. Bei Regen und auch sonst traut sich keiner mehr, der auf seinen Bus wartet, diese Idylle zu stören.
Herr Sauter,
na, das ist aber ein grasses Beispiel, denn die alkoholkranken Menschen, die schon manchmal recht unangenehm auffallen ( gerade gestern mit einem Kind, während des Urtier-Besuches erlebt ) sind nicht unbedingt mit hochgradigen Kriminellen zu vergleichen.
Ich denke, Ihr vorgenntes Beipiel ist eher ein Sache von Bestechungen des Wachpersonal`s u/o der Justiz.
Die Menschen die hier wohl jeden stören, sind Alkoholkranke, Obdachlose und Jugendliche! Sind die jetzt alle vom Typ Schwerstktimineller?
Solche Aussagen sind diskriminierend!
Warum treffen sich die Menschen dort am Marktplatz?
Die Jugendlichen sehen den Marktplatz als zentralen Treffpunkt an und halten sich in Massen dort auf, da dass Neustätter Tor tabu ist. Die Obdachlosen betteln und orientieren sich wohin sie sich begeben wollen, einige müssen mit dem Bus wieder ins Männerwohnheim fahren und überbrücken die Wartezeit! Für alle ist der REWE Markt der Getränkedealer Nummer Eins, da gibt es Alkohol bis 22:00 Uhr!
Wenn die Problem- "Giessener" vom Marktplatz verdrängt werden, suchen sie sich ein neues Ziel aus. Dann lungern sie im Katharinenviertel vorm Horten rum. Oder man macht es (Ironie an) wie mit Problembär Bruno. Zum Abschuß freigeben. (Ironie aus).
Aber jetzt kommt ein Problem zu Tage, das von vielen so herbeigeführt wurde. Wie Herr Sauter sagt, handelt der Bewachungsapparat viel zu sorglos. Und er nennt es fahrlässig.
Wie oft habe ich hier in der GZ Artikel gefunden, wo man sich über die Polizei und ihren Kontroll- und Überwachungswahn aufregte. Viele wünschen sich das die Polizei nur noch Verkehr regelt und Unfälle aufnimmt. Die sehen jetzt was dabei rauskommt.
Würde die Stadt das Geld, was sie vor ein paar Wochen einem diktatorischen Staat, zur Ausrichtung eines höchst umstrittenen Festes, in den Allerwertesten geschoben haben, in die Ordnungspolizei investieren, gäbe es bestimmt noch 1- 2 neue Stellen.
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/68430/mit-kinderkarussell-gegen-trinkerszene-am-marktplatz/
...
dazu ist die Frage der Woche auch zu unkonkret, denn:
* was alles gehört zum Markptplatz?
* zu jeder Tag und Nachtzeit?
* gehören die Eisdielen und Cafes auch dazu?
* was ist mit den Festen, die auch am Marktplatz stattfinden?
* jeder Form von Alkohol? Auch in Pralinen, Drinks...?
* wie Herr Schmidt schon anfragt: wer kontrolliert das?
* wie soll das beahndet werden?
und die Frage sollte umformuliert werden:
Warum trinken manche Menschen so heftig, warum werden manche zu Alkoholikern, was mache ich mit alkoholkranken Mitmenschen??
Also ich bin ganz eindeutig für dieses Verbot! Es ist wohl viel besser, wenn sich das ganze an einen anderen Ort verlagert, der eben nicht so im Auge aller ist. Am Kugelbrunnen könnte man dasselbe machen. Dann sind sie weit genug weg vom REWE, wo sie ihre "Batterien aufladen".
Natürlich müssen auch Begleitmaßnahmen durchgeführt werden.
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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