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DNA-Test zeigt: Rassenlehre und Intoleranz sind haltlose Thesen

Schüler der Gesamtschule Lumdatal untersuchen mit Dirk Haas ihren genetischen Fingerabdruck.
Schüler der Gesamtschule Lumdatal untersuchen mit Dirk Haas ihren genetischen Fingerabdruck.
Gießen | Kriminalermittlung hautnah. So jedenfalls dürften sich die zehnten Klassen der Gesamtschule Lumdatal in Allendorf gefühlt haben, als sich ihnen die Möglichkeit bot, an einem Projekt von Xenos teilzunehmen. Xenos ist ein von EU gefördertes Projekt für Integration und Vielfalt und richtet sich gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit. Im Landkreis Gießen nehmen momentan sechs Schulen daran teil.

Dieses praxisbezogene Projekt bot ihnen die Möglichkeit im Rahmen des Unterrichts, mit Unterstützung eines Teams von der Paul-Ehrlich-Berufsschule in Frankfurt am Main, ihren genetischen Fingerabdruck zu analysieren. Für die Analyse wurden DNA-Proben der Schüler, die aus dem Speichel gewonnen wurden, in ein spezielles Lesegerät gelegt und danach am Computer analysiert. Dabei wird in diesem Schülerprojekt die so genannte Junk-DNA analysiert, die keine sinnvolle Funktion im Erbgut hat und auch keine weitere Auskunft über andere Gene gibt, dies geschieht aus Datenschutzgründen. Bei echten Ermittlungen hingegen muss die Polizei zehn DNA-Positionen überprüfen, damit das Ergebnis rechtssicher ist.

Den Schülern machte es großen
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Spaß, ihre DNA zu analysieren und miteinander zu vergleichen. „Den Schülern soll die Bedeutung von Gerichtsmedizin und Kriminologie deutlich werden. Es ist wichtig, das Interesse an solchen Berufen zu steigern“, so Jörg Glasenhardt-Freymann, Leiter des Xenos-Projekts im Landkreis Gießen. Das Team der Paul-Ehrlich-Berufsschule analysierte aber nicht nur mit den Schülern gemeinsam ihre DNA, sondern vermittelte ihnen auch anderes Wissen über Genetik. So zum Bespiel, dass die Eltern Erbinformationen weitergeben, die sich, in der Analyse dargestellt als Streifen, überlappen, aber auch getrennt von einander auftreten konnten.

Dirk Haas, Integrationsdezernent beim Landkreis Gießen erklärte: „Es ist sehr wichtig, den Schülern klarzumachen, dass man aufgrund von Hautfarbe oder Gesichtsmerkmalen nicht auf Intelligenz oder Ähnliches schließen kann. Man kann anhand der Genetik deutlich machen, dass Rassenlehre und Intoleranz haltlose Thesen sind.“ Auch auf solche Thesen wurde in der halbtägigen Veranstaltung eingegangen.

Als am Ende der Veranstaltung die LaborExperten Dr. Brian Schwarz-Verhoefer, Dr. Tina Schultheis und Dr. Alex Rotthues die Schüler fragten, wer sich eine Berufswahl in diese Richtung vorstellen könne, hob knapp ein Drittel der Schüler den Arm. Christine Wenderoth, die zusammen mit Harald Kraehe von der Schule aus für das Projekt zuständig war, äußerte sich: „Es ist schön, dass sich so viele Schüler für eine Berufswahl in diese Richtung interessieren. Unser Ziel ist es, Interessen für diesen Berufszweig zu wecken.“

Fragen zum Xenos-Projekt im Landkreis Gießen kann Jörg Glasenhardt-Freymann beantworten. Telefon: 0641 9390-9468, E-Mail: joerg.glasenhardt-freymann@lkgi.de.

Schüler der Gesamtschule Lumdatal untersuchen mit Dirk Haas ihren genetischen Fingerabdruck.
Schüler der Gesamtschule... 
Genetische grundlagen werden vermittelt.
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