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Senioren erkunden Dresden und die sächsische Schweiz

Die Senioren in Dresden
Die Senioren in Dresden
Gießen | Am vergangenen Montagvormittag starteten die Senioren des neuapostolischen Kirchenbezirks Gießen mit einem modernen Reisebus zu ihrer traditionellen Mehrtagesfahrt. Über Altenburg und Schmölln ging die Reise nach Meissen, wo die Besichtigung der berühmten Porzellanmanufaktur auf dem Programm stand.

Nach einem kurzen Mittagessen begann die Führung durch die seit 1710 bestehende Manufaktur. Als Einstieg wurde der Reisegruppe mittels eines Filmes die Herstellung des „Weißen Goldes“ näher gebracht. In den Schauwerkstätten konnten sie dann die Entstehung des berühmten Meissener Porzellans hautnah mit erleben. Dabei wurde deutlich, dass seit Jahrhunderten die menschliche Hand das wichtigste Werkzeug der rund 600 Mitarbeiter bei der Erstellung der Kunstwerke ist. In der Ausstellung konnten die Senioren die fertigen Meisterstücke bestaunen. Ein Ausstellungsstück erregte die besondere Aufmerksamkeit der Betrachter: das Wappentier der USA. Es war ein Duplikat des Geschenkes der Bundesrepublik Deutschland zur Einweihung der neuen amerikanischen Botschaft in Berlin. Nach der Besichtigung ging die Busfahrt weiter nach Dresden, wo die Reisegruppe am Abend ihr Quartier im Dorint Hotel bezog.

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Der zweite Tag begann mit einem Ausflug in die sächsische Schweiz. Mit dem Schiff ging die Fahrt nach Pirna. Auf dem Weg dorthin konnten die Reisenden bei schönstem Wetter die Felsenlandschaft an den Ufern der Elbe bestaunen. In Pirna angekommen, ging die Fahrt mit dem Bus weiter zur Bergfestung Königstein.

Die Festung Königstein ist eine der größten Bergfestungen in Europa und liegt inmitten des Elbsandsteingebirges auf dem gleichnamigen Tafelberg oberhalb des Ortes Königstein am Ufer der Elbe. Das 9,5 Hektar große Felsplateau erhebt sich 240 Meter über die Elbe und zeugt mit über 50 teilweise 400 Jahre alten Bauten vom militärischen und zivilen Leben auf der Festung. Der Wallgang der Festung ist 1.800 Meter lang und hat bis zu 42 Meter hohe Mauern und Sandstein-Steilwände. Im Zentrum der Anlage befindet sich der mit 152,5 Meter tiefste Brunnen Sachsens und zweittiefste Brunnen Europas. Während des 2. Weltkriegs wurde in den ausgedehnten Kasematten der Festung unter anderem der Kunstschatz aus dem „Grünen Gewölbe“ des Dresdner Residenzschlosses eingelagert.

Zurück in Pirna besichtigte die Reisegruppe die Anfang des 16. Jahrhunderts errichtete Marienkirche. Sie eine der größten spätgotischen Hallenkirchen in Sachsen. Eine Besonderheit ist, dass die Figuren und Reliefe nicht aus Holz geschnitzt sind, sondern filigran aus Sandstein gearbeitet wurden.

Anschließend stand die Weiterfahrt zu den Basteifelsen auf dem Programm. Die Bastei ist eine Felsformation mit Aussichtsplattform am Ufer der Elbe zwischen dem Kurort Rathen und der Stadt Wehlen. Sie zählt zu den meistbesuchten Touristenattraktionen der Sächsischen Schweiz. Von der Bastei fällt das schmale Felsriff über 194 m steil zur Elbe ab. Die sich bietende weite Aussicht ins Elbtal und über das Elbsandsteingebirge wurde von den Senioren ausgiebig genutzt.

Am Mittwochvormittag stand eine umfangreiche Stadtführung durch Dresden auf dem Programm. Während der Rundfahrt hatten die Reisenden die Möglichkeit, sich mit der Geschichte der Stadt näher zu beschäftigen. Außerdem wurden ihnen unter anderem die historischen Gebäude wie der Zwinger, die Semperoper und die Frauenkirche gezeigt.

Eine Besonderheit Dresdens ist die komplett in Glas gehaltene Fertigungshalle des Volkswagenkonzerns. Damit keine Vögel an den Glasfronten zu Schaden kommen, werden sie durch spezielles Vogelgezwitscher abgehalten. Auch eine besondere Straßenbahn wird vom Volkswagenkonzern unterhalten: die blaue fensterlose Bahn befördert nur Kfz-Teile

Auf der Fahrt durch die Stadt machte die Reisegruppe in der „Pfunds Molkerei“ halt. Sie gilt als der schönste Milchladen der Welt. Sie ist eine der Touristenattraktionen der Stadt. Paul Gustav Leander Pfund setzte 1879 die Idee in die Tat um, Dresden mit frischer und hygienisch einwandfreier Milch zu versorgen, und richtete einen Laden ein, von dessen Verkaufsraum aus man zusehen konnte, wie die anfänglich sechs Kühe des Unternehmens gemolken und die Milch zum Verkauf bereitgemacht wurde. Der repräsentative Hauptbau der Firma entstand bereits 1891. Unter den Kontorräumen lag der Laden, der ganz mit Fliesen im Neorenaissancestil ausgekleidet wurde, die Villeroy & Boch in Zusammenarbeit mit Dresdner Künstlern hergestellt hatte.

Um 12:00 Uhr trafen die Senioren dann in der Frauenkirche ein. Im Anschluss an die mittägliche Orgelandacht waren sie zu einer zentralen Kirchenführung eingeladen. Die Kirchenführerin sprach über die Geschichte und den Wiederaufbau der Frauenkirche. Zudem erläuterte sie die Gestaltung und Symbolik des Kirchenraumes.

Den Nachmittag nutzten einige aus der Reisegruppe um sich die Sixtinische Madonna in der Gemäldegalerie Alte Meister in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden anzuschauen. Geschaffen wurde die Sixtinische Madonna in den Jahren 1512/1513 von Raffaelo Santi für den Hochaltar der Klosterkirche San Sisto in Piacenza.

Am Mittwochabend besuchten die Senioren einen Gottesdienst in der neuapostolischen Kirche in Dresden-Neustadt, der von Hirte Detlef Wernicke zelebriert wurde.

Am Donnerstag hieß es dann Abschied nehmen von Dresden. Die Heimreise führte die Senioren durch das wunderschöne Erzgebirge. Über die Silberstrasse und die Alleenstrasse erreichten sie den Kurort Seiffen. Die Gemeinde im Erzgebirge ist bekannt für ihre Spielzeugmacher und deren Schauwerkstätten. In der „Bergkirche zu Seiffen“ begrüßte sie der Ortspfarrer mit Orgelmusik und erläuterte einiges zur Geschichte der Kirche. In den von ihm zum Abschluss angestimmten Choral „Großer Gott wir loben dich“ stimmten die Senioren gerne mit ein und priesen damit den ewigen Gott für eine gelungene Reise.

Als die Reisegruppe am Abend wohlbehalten in Gießen eintraf, konnten die Teilnehmer dankbar auf diese schönen 4 Tage zurückblicken, die sie in harmonischer Gemeinschaft erlebt hatten. Der besondere Dank galt dem Organisator der Reise, dem Bezirksseniorenbeauftragten Alfred Kister, der leider aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Reise teilnehmen konnte.

Informationen über die Neuapostolische Kirche können im Internet unter der Adresse www.nak.org abgerufen werden. Angaben zu den neuapostolischen Gemeinden im Kirchenbezirk Gießen sind auf der Seite www.nak-giessen.de zu finden.

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