Gießen | Wie notwendig es ist, dass Gießener Bürgerinnen und Bürger die Landesgartenschau-Betreiber nicht unwidersprochen gewähren lassen, wurde jetzt wieder mehr als deutlich. Die Bürgerinitiative „Stoppt diese Landesgartenschau“ hat vor wenigen Tagen mit einer Aktion am Schwanenteich gezeigt, welcher Frevel dort geplant ist. Weitere 200 Bäume sollen gefällt werden, die Bepflanzung auf dem Fußweg zwischen Wieseck und Schwanenteich soll komplett gerodet, der Weg erhöht und für die Landesgartenschau planiert werden.
Daraufhin hat die Bürgerinitiative die gefährdeten Bäume wieder mit weißen Tüchern und rot-weißen Bändern gekennzeichnet.
Auch der Schwanenteich soll vollständig umgestaltet werden. Aus einem mittlerweile natürlich gewachsenen Biotop mit Charme soll eine in Beton eingefasste ökologische Todeswanne werden. In eine rechteckige Form gebracht ohne Bepflanzung an den Ufern, mit einer lieblosen, sehr niedrigen Brücke, die den Schwänen Kopfschmerzen beim Queren bereiten dürfte, wenn diese dabei nicht ihre Hälse einziehen. Nachdem die kleine Bogenbrücke beseitigt wurde, die Bepflanzung komplett gerodet und der Umriss am Reißbrett gestaltet sein wird (jetzt wissen wir auch, warum gesunde Weiden am Ufer versehentlich gefällt wurden), wird der Teich dann nicht viel mehr Charme als ein Industriebecken besitzen.
Die Aussage, dass die Stadt laut Frau Weigel-Greilich dabei die Vorgaben des Landesamts für Denkmalpflege umsetze, ist schlicht falsch und wurde auf Nachfrage beim Amt dementiert.
Der 'naturnahe' Ausbau der Wieseck, mit Mäandern, stellt in seiner derzeit geplanten Form einen weiteren massiven Eingriff in den Biotopverbund der Wieseckaue dar. Mehr als 70 gesunde Bäume sollen dafür weichen. angeblich um den Bitterling zu schützen. Die Herkunft des Bitterlings jedoch, der in 80er Jahren gern von Sport- und Hobbyanglern in heimischen Gewässern ausgesetzt wurde (oft asiatische Arten), ist unklar. Das könnte bedeuten, dass die am Schwanenteich festgestellte Population nicht autochton (heimisch) ist, sondern ausgesetzt wurde. Der Grund und somit die Förderungsfähigkeit dieser Maßnahme ist somit in Frage zu stellen. Die vorgestellte Umgestaltung entspricht aber genau dem, bereits im Zuge der LaGa-Planung vor Jahren entworfenen Ausbau des Schwanenteichs, der nun umbenannt wurde in „Das Projekt Bitterling“, weil damit Fördergelder zu erwarten sind!!
Wie Bürgermeisterin Weigel-Greilich angesichts dieses Umweltfrevels im vergangenen Jahr von „behutsame Eingriffe“ gesprochen hat, kann man nur als dreist bezeichnen.
Für diesen Raubbau an Natur um Umwelt sollen wieder Millionen ausgegeben werden, 2,6 Millionen Euro, die die Stadt nicht hat, für die aber Zuschüsse vom Land erwartet werden. Aber auch Landeszuschüsse sind letztlich Steuergelder, die kaum sinnloser verschwendet werden können. Da drängt sich die Frage auf, in wessen Interesse hier gehandelt wird.
Mitgliedern der Bürgerinitiative gegenüber wurde zu verstehen gegeben, dass sich auch unter den SPD/Grünen Stadtverordneten inzwischen Unmut regt; das ist zu hoffen. Wir erinnern auch an die 83 weitestgehend gesunden Bäume in der Ringallee, die gefällt werden sollen. Auch der Unmut der Bevölkerung, der bei jedem Besuch der Wieseckaue deutlich erlebt werden kann, sollte endlich ernst genommen werden.
Die BI „Stoppt diese Landesgartenschau“ wird weiterhin aufklären und versuchen, zu verhindern, was noch zu verhindern ist, und das ist nicht wenig.
Das nächste Treffen findet wegen der EM diesmal Dienstag, dem 26. Juni, um 19.45 Uhr im Nordstadtzentrum statt.
auch satirisch gesehen (Real-Satire???):
Der arme BITTERling muss nun dafür herhalten, damit man endlich auf die im Herbst ausgeschriebene Anzahl von zu fällenden Bäumen (365!!!) kommt.
Die BI hat ja zu verantworten, dass man letztlich nur 184 fällen durfte!
Man sollte mal langsam intensiv fragen: WER PROFITIERT DAVON? Wo fließen die ganzen Gelder hin, wer sitzt wo in welchen Vorständen und Aufsichtsräten, wo ist wer mit wem verschwägert oder anderweitig verbandelt, Welche Verwandtschaften oder Parteifreunde sitzen in welchem Planungsbüro oder haben Landschaftbaufirmen, welche Partei erhält von wem finanzielle Zuwendungen.
Folgt dem Geld, dann findet ihr auch den Grund... und die Profiteure
Danke Martina für den wirklich guten Artikel! Einmal mehr zeigt sich, dass es weiterhin von Nöten ist, dass es eine BI gibt, die das Gebaren der Bürgermeisterin sowie der Stadtspitze insgesamt aufmerksam beobachtet und dann den Finger in die Wunde legt! Diesem Frevel muss Einhalt geboten werden!
auch wenn ihr jetzt alle auf mich "einschlagen" werdet = ja sicher, guter Beitrag, ja sicher gute Aufklärungsarbeit...
aber da muss ich auch mal "den Finger in die Wunde legen" = was wurde bisher verhindert und wie soll diesem Frevel Einhalt geboten werden?
Das ist mir immer noch nicht ganz klar!
Ich will keinesfalls die Erfolge der BI schmälern, habe mir auch oft genug Samstags die Beine in den Bauch gestanden und den Mund fusselig geredet... tausende Bürgerinnen und Bürger haben das Bürgerbegehren unterstützt, tausende sehen jetzt wesentlich klarer wie "Die Arroganz der Macht" funktioniert, ja, ein riesen Erfolg der BI! Aber was wurde wirklich verhindert und wie soll weiteres verhindert werden? Ich spitze mal etwas zu = durch "Baumpatenschaften" und "Baummarkierungen"???
In Meckenheim bei Bonn musste 2007 Bürgermeisterin Yvonne Kempen nach dem Bürgerentscheid ihr Amt verlassen. Der Rat hatte der CDU-Politikerin undemokratische Alleingänge vorgeworfen.
( Quelle Wikipedia)
Aus NRW, Duisburg, kennen wir das ja auch, wenn auch aus völlig anderen , sehr traurigen, Beweggründen. ( Aber ebenfalls Macht / Geld )
Hier muss doch irgendein STOPP-Schild her,
Stopp der Natur-Zerstörung,
Stopp der Verschwendung unserer Steuergelder
@Stefan, was ist die Alternative?? Wenn man nicht Erfolge auf der Hand nachweisen kann, ist es doch nicht gleich ein Misserfolg. Dann könnte man doch Proteste gleich welcher Art auch sein lassen.
Brauchen wir eine Fríedensintiative, wenn Kriege geführt und von den Deutschen wieder unterstützt und finanziert werden?!.JA
Brauchen wir eine AntiFa, wenn die Nazis wieder so aktiv wie lange nicht mehr sind? JA
Wir müssen immer wieder versuchen aufzuklären und mit verschiedenen Protestaktionen aufmerksam machen. Ja, es gibt auch Aktionen, die nicht immer die beste Lösung sind, wo man kritisch nachfragen kann, aber selbst diese sind besser als nichts zu tun, denn dann bleibt man im Gespräch. Die BI ist in Gießen bekannt und bleibt es....und irgendwann gibts auch wieder große Proteste, die mehr bewirken...aber den LaGa Befürwortern das freie Feld überlassen??? NIEMALS
Hallo Martina,
ich bewundere nach wie vor dein Engagement!
zu deiner Antwort = ja, es geht nur um die Alternative, das habe ich auch geschrieben! Ich habe nirgends die BI in Frage gestellt oder ihre Erfolge abgestritten, im Gegenteil!
Du hast hier - gute - Beispiele genannt, da nehme ich sie doch mal auf: ob es die Friedensbewegung ist oder die Antifaschisten, oder auch die Umweltbewegung usw., sie alle haben - in der großen Mehrheit - erkannt, alles läuft über die Mobilisierung, alles läuft über Widerstand der Massen / des Volkes.
Und wie hat es Herr Sauter treffend ausgedrückt = nur das Volk kann dem Treiben ein Ende setzen, aber nicht mit Wahlen.
Viele gute Vorschläge in diese Richtung wurden in der BI nicht umgesetzt, teilweise nicht mal diskutiert ( ein sehr großes Manko ). Man hat sich bis heute treiben lassen, die Stadt macht was / plant was = und die BI "reagiert", anstatt selbst die Taktik zu bestimmen. Die Kontakte zu Schulen, zu Studenten, zu Organisation ( z.B attac ), Vereinen usw. wurden nicht so verfolgt mit der Aufforderung zur aktiven Teilnahme / Organisierung des Protests und Widerstands.
Die spontane Bewegung, die immer behauptet, etwas tun ist besser als nichts tun, das führt selten zum Erfolg.
Manchmal gilt es auch erstmal wieder die Kräfte zu sammeln, sie zu stärken, die Strategie und Taktik zu diskutieren, sich nicht verzetteln, nicht auf jeden Zug aufspringen, die die Gegenseite vorgibt... und vor allem keine Stellvertreter-Politik machen.
Ja, in der BI gab es und gibt es Probleme
(wie in jeden anderen Verein, Bündnis, Partei oä.- also kein völlig neues Phänomen)
und die damit verbundenen probleme sind auch nicht völlig neu!
* diese BI konnte heterogener nicht sein.
* viele einzelne Profilneurotiker, die nur ein ganz eigenes Ziel verfolgten, nur durchsetzen wollen
* viele verschiedene Diskussionstile
* einige haben nur Ideen, aber keine Lust was zu arbeiten...
...
ja..stimmt...und???
wir brauchen mehr denn je Leute, die was machen wollen und es dann auch tun, die motiviert sind offen zu diskutieren und viele in das gemeinsame Boot holen wollen..
ja..stimmt..und???
da ist guter Rat teuer..bin für jede Anregung dankbar..
...was die BI am allerwenigstens braucht ist destruktiver Pessimismus!!
Und wir haben eine ganze Menge erreicht, das wird zu oft vergessen...man darf sich nicht nur an das Begehren klammern..
denn der Weg dahin hat eine menge Gießener Bürgerinnen und Bürger aufgeweckt, die jetzt sehr viel wachsamer und hellhöriger sind und bleiben..
DasThema ist noch lange nicht vom Tisch!!!!
Aus dem Gießener Anzeiger: "Als „schlicht verantwortungslos“ bezeichnete er die derzeitigen Pläne für eine 2,6 Millionen Euro teure Renaturierung von Wieseck, Schwanenteich und Oberlache im Rahmen des Bitterling-Projekts. Dies sei eine Begleitmaßnahme zur Landesgartenschau, die laut Preiß von der Stadt „erst nachträglich“ eingebaut worden wäre, und zudem überflüssig, da der Fisch gar nicht hier heimisch sei und „sich schon anderswo seinen Lebensraum geschaffen hat“. Dieses Projekt wie auch etwa die Idee für ein Schlamm-Abfangsystem für den Teich, „für das es noch gar keine Erfahrungswerte gibt“, zeige: „Hier fehlt der Stadtregierung der Blick für die Realitäten“. Noch dazu riskiere sie, dass durch die schon länger laufenden Diskussionen „die Landesgartenschau in Misskredit gezogen wird“, sagte Preiß."
Wobei man natürlich nicht vergessen darf, dass die FDP sich auch für die LaGa und bis dahin geplanten Maßnahmen ausgesprochen hat!!
In einer Veröffentlichung des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV)
>Rote Liste der Fische und Rundmäuler Hessens<
heißt es auf Seite 19(17):
Bitterling
(Rhodeus sericeus amarus):
Für den Bitterling läßt sich derzeit keine exakte Angabe zur Gefährdungssituation machen.
Einerseits hat die Art ihren Lebensraum in den hessischen Fließgewässern durch die ökologische Entwertung bzw. die Vernichtung von Altarmen vollständig verloren und ist in keinem der hessischen Flüsse mehr vertreten, andererseits ist nicht genau bekannt, wie weit die Art ursprünglich in Fließgewässern überhaupt verbreitet war.
Aus stehenden Gewässern sind zwar etliche Bitterlingsvorkommen bekannt, doch ist zu befürchten, daß es sich hierbei in vielen Fällen nicht um die einheimische Unterart (Rhodeus sericeus amarus), sondern um den asiatischen Bitterling (Rhodeus sericeus sericeus) handelt.
Liebe Martina,
deine Hartnäckigkeit ist klasse! Ich habe sie nicht ( mehr )!
Du willst kreative Vorschläge? Ich habe Beispiele genannt!
Gerade in einer heterogenen Gruppe ( Martina`s Spezialausdruck :-)) müsste eigentlich die Diskussionsbereitschaft besonders groß sein!?
Es ist ein Fehler Kritik madig zu machen in dem man dann von "destruktivem Pessimismus" spricht!
Es wurde mehrfach, nicht nur von Rüdiger, darauf hingewiesen, dass Aktionismus falsch ist, und, wurde darüber diskutiert?
Es kommt nicht darauf an, dass jetzt vielleicht noch einige Politiker "umfallen", das wird an der grundsätzlichen Situation nichts ändern... aber darauf scheinen ( schon wieder ) einige zu setzen? Es kommt auch nicht darauf an günstige Bedingungen für die ein oder andere Organisation für die nächsten Wahlen zu schaffen, auch diesen leisen Verdacht habe ich manchmal ( kann ja falsch liegen )
Es kommt darauf an die bestehenden Kontakte ( s.o. ) zu nutzen, sie zu aktivieren, systematisch zu arbeiten, ohne in Hektik zu verfallen ( bis Mittwoch müssen die Bäume markiert sein? warum eigentlich? für ne Parlamentshow? Oder dass man nachweisen kann, es sind 200 plus "x" Bäume statt 140? Was ändert das? )
Heute kann man (und frau) in der Tagespresse einiges zu LaGa lesen, was uns zeigt, dass 1. die BI nicht alleine steht und 2. uns für die nächsten Jahre beflügeln könnte.
(" für ne Parlamentschau" habe ich nicht vertstanden).
Mit dem Gießener Echo werden wir an der Sache dran bleiben und dann, 2014/2015 abrechnen.
Mit dem Verdacht, dass einge Leute - nicht Organisation also weder L/B, noch PDL, noch DKP...) - über die nächsten Wahlen nachdenken, hast du Recht, Stefan. Soll jeder machen, wie er will. In der DKP haben wir für derartige Spielchen weder Zeit noch Interesse.
Wer weiß, wie die Parteien/Organisationslage in 3 bis 4 Jahren aussieht.
Das einzige Argument, was jedoch nicht ausschließlich mit Wahlen zusammenhängt, ist m.E. die Notwendigkeit der Zusammenarbneit. So ist es uns gelungen, ein Flugblatt gegen die BW von Montagsdemonstranten, DKP, PDL, Linkes Bündnis und SDAJ zu veteilen. Meinerseits gibt es keine Berührungsängste mit einer der genannten Organisationen noch mit den dort vertretenen Personen.
Richtig Michael, die BI steht nicht alleine, es wäre jetzt aber wichtig die Sache von der Seite her anzupacken = wenn ihr der gleichen Ansicht seid wie die BI, warum kämpft ihr dann nicht zusammen mit und in der BI?
Da wären wir wieder beim Ausgangspunkt = auf die Einsicht der Parlamentarier setzen oder auf die Entwicklung einer breiten außerparlamentarischen Bewegung? Kennzeichnend für eine Bürgerinitiative sollte doch die zweite Variante sein, oder?
So gut der Beitrag von Dietmar auch wirklich ist - Respekt! - so setzt er doch ( wieder ) die Hoffnung auf das Parlament!?
Man beachte den Kommentar von Peter Herold, hat er nicht evt. Recht?
Mit "Parlamentsshow" meinte ich, dass ( hoffentlich nicht ) lediglich ein Zahlenstreit dort ausgetragen werden wird "na wieviele Bäume sind es denn nun, die gefällt werden sollen, 140 oder nicht vielleicht doch 250, 300 oder noch einige mehr", das wäre für mich nicht zielführend...
Schön, dass die Organisationen solche Spielchen nicht spielen!
Ja, volle Zustimmung, die Zusammenarbeit muss stattfinden, es darf keinerlei Berührungsängste geben, die kontroversen Diskussionen sollen und müssen sachlich und fair geführt werden, das darf aber keinen daran hindern Aktionseinheiten und Bündnisse einzugehen!
> Da wären wir wieder beim Ausgangspunkt = auf die Einsicht der Parlamentarier setzen oder auf die Entwicklung einer breiten außerparlamentarischen Bewegung? Kennzeichnend für eine Bürgerinitiative sollte doch die zweite Variante sein, oder?
Ich denke es braucht beides, bzw. es braucht eine breite außerparlamentarische Bewegung, die die Parlamentarier zur Einsicht bringt. Denn im Falle der LaGa und des Bitterling-Projektes entscheidet in der Tat noch das Stadtparlament bzw. hält die nötige Macht in den Händen diese noch zu stoppen und zu ändern.
Warten wir`s ab Christian, ich würde mich natürlich auch freuen wenn sie zur Einsicht gelangen würden, allein mir fehlt der Glaube.... und allzuviel würde ich nicht drauf wetten :-)
Warten kommt im Geschäftsleben - und nicht nur dort - sehr oft vor. Da Warten im Normalfall als vertane Zeit angesehen wird, ist es mehr als sinnvoll, über das Warten nachzudenken.
Es gibt inzwischen Spezialfirmen, die Beratung für alle Aspekte des Wartens anbieten. Ist man einmal auf diesen Themenkreis aufmerksam gemacht worden, dann wird man vieles entdecken, wie man das Warten positiv verändern kann.
Der Magistrat hat nun eingige Räückzieher vollbracht, weniger Bäume sollen gefällt werden. Dazu die Gießener Tageszeitungen oder der Bericht eines Zuhörers, der sich hier meldet.
Hallo Christian, im nächsten Echo steht dazu etwas drin. Ich habe es schon gesehen und könnte darüber nicht besser schreiben. Also, ein paar Tage Geduld.
Ich war leider nicht da sonst würde ich was schreiben. Soweit ich weiß waren aber noch viele andere da.
Es wird aber nicht viel neues geben- man diskutiert ein wenig hin und her. Man stellt die vermeintlich fürchterlichen Zustände des Schwanenteichs dar. Man hat ebenso vermeintliche Problemlösestrategien dargestellt. ...... Und mit "ein wenig Bauchweh" stimmen dann doch alle(außer den Linken) für weitere Schulden und den Frevel an der Natur .
Wobei man von der FDP und außerhalb des Parlaments von einzelnen Abgeordneten und auch -endlich- von den Naturschutz Verbänden laute und deutliche Kritik hört. Es bewegt sich was, da bin ich sicher!
Martina, dein Kommentar v. 01.07.2012 um 10.15 Uhr bringt es auf den Punkt:
man wird das Bitterling-Projekt durchziehen - mit kleineren 'Modifizierungen' - eine Einschränkung hat man ja schon gemacht (der 'ALTE BAUMBESTAND' soll erhalten werden) - wobei völlig offen ist, wie sich 'ALTER BAUMBESTAND' definiert?
Und wenn nicht sofort gehandelt wird, läuft der Schwanenteich aus und die Wieseckaue wird versumpfen (frei nach Bgm. Weigel-Greilich)!!!
Der Vollständigkeit halber sollte erwähnt werden, dass auch die Piraten gegen das Projekt gestimmt haben und wenn ich es richtig mitbekommen gab es etliche Enthaltungen bei der CDU. soviel für die Chronisten uns -:)
Puuh, das war anstrengend, über 50 Kommentare zum Artikel an einem Stück lesen.
@ Stefan: Massenmobiliserung, schön und gut, wir bekommen jedoch mit den verbliebenen Splittergruppen der BI die anstehenden Aktionen kaum geregelt , es ist eher so, dass einige sich zu Einzelkämpfern entwickelt haben, weil sie glauben, damit mehr Erfolg haben zu können. Wir hatten übrigens mit der Bildung einiger AGs die ersten Schritte zur strategischen Arbeit eingeleitet. Mit mäßigem Erfolg. Meinen offenen Brief habe ich nicht verfasst, weil ich davon überzeugt war, die Stadtverordneten überreden zu können, die Sache fallen zulassen, sondern weil ich vor allem aufzeigen wollte, mit welchen Euphemismen die LaGa Verantwortlichen den Bürger blenden. Und es ging darum, öffentlich Druck zu erzeugen. Zusammen mit dem offenen Brief der Verbände ist das auch gelungen. Es ist nicht viel verhindert worden, bisher. doch es bewegt sich etwas. Der volle Wahnsinn ist m.E. dadurch zwar nicht zu stoppen, aber einige Auswirkungen schon. Und ich stimme Martina zu, man sollte das Feld den LaGa Planern nicht kampflos überlassen. Keine Ahnung, was am Ende dabei herauskommt. Es gibt neben den aktuellen Projekten noch weitere Detailplanungen, die so nicht umgesetzt werden dürfen. Die Brücken und das Café ließen sich leider nicht verhindern. Wir können man leider nur Schritt für Schritt vorgehen, da die Stadt die Planungen nur scheibchenweise offenlegt. Sehr clever, denn das ist der Guerilla-Kampf, den eigentlich die BI betreiben wollte. Von daher hast Du recht, dass die Stadt die Attacken vorgibt und wir nur reagieren können.
...und noch ein Kommentar / eine Antwort, Dietmar :-)
1. ich halte es nach wie vor für richtig, dass die BI weitermacht, das vorab, wenn ich es zeitlich hinkriege dann komme ich ja auch...
2. das mit dem Einzelkämpfertum, das ist schon ein ernstes Problem. Für die eine(n) ist es der Kirchenplatz für den/die anderen die Ringallee für andere der Bitterling / das Projekt, für andere wieder was anderes.... und wenn dann an der einen Stelle nichts ( mehr ) "läuft", dann verabschieden sich evt. die einen und die anderen werden aktiver usw. usw.
3. die Einrichtung von AGs war der richtige Ansatzpunkt, dies verhindert auch ( besser hätte verhindert ) Einzelkämpfertum, Aktionismus, Unverbindlichkeit in der Arbeit und einiges mehr
4. die großen Erfolge der BI, das war / ist nicht der Kampf gegen "Windmühlen", nicht die Zersplitterung ( immer mal was neues, gerade das was die Stadt so vorgibt... ), nein das war das sich stützen auf die "Massen", die Unterschriftensammlung, die breite Werbung für das Bürgerbegehren "Stoppt diese Landesgartenschau"
5. man muss die Kräfte richtig einschätzen, lieber mal ne Aktion sausen lassen...
6. man muss auch analysieren und diskutieren, hier sehe ich ein Hauptmanko. Waren / sind es die richtigen Aktionen / Themen? Wo drückt die Menschen der Schuh am meisten, haben wir das immer richtig gesehen? Ist die Ansprache die richtige? Wieso gelingt es nicht andere Gegner der LaGa für die BI zu aktivieren, haben wir die Vorurteile ( von Linken gesteuert ) unterschätzt, gibt es Berührungsängste.... oder haben die Menschen einfach zu wenig Vertrauen in die eigene Kraft und sehen die BI als Stellvertreter für ihre Interessen? Haben wir nicht einfach "vergessen" deutlich zu machen = wenn ihr nicht aktiv dabei sein werdet, dann wird`s auch nichts werden?
7. Ich denke nicht, dass ein "Guerilla-Kampf" erfolgreich ist, eine BI lebt ( auf Dauer ) einzig und allein von Öffentlichkeit, Mobilisierung und breiter Bewegung. Und das muss man sowohl den Einzelkämpfern innerhalb der BI deutlich vor Augen führen, als auch den zahlreichen Sympathiesanten, die der BI lediglich "die Daumen drücken"
8. dein offener Brief? = gut, so wie du es jetzt darstellst, da bin ich natürlich voll dabei.... nur, sehen das die Menschen auch so wie du es gemeint hast, da bin ich mir nicht so sicher.
Stefan, wow, Dein Kommentar ist länger als mein eigener, Respekt :-)
Du stellst, wie immer, jede Menge berechtigte und wichtige Fragen. Auf die kann und will nicht alle antworten. Was bei einigen Anmerkungen durchklingt, ist dieser Alles oder Nichts Ansatz. Sehr idealistisch und wenig reell im manchen Punkten. Man kann natürlich unnachgiebig und ohne abzuweichen an seinen Zielen festhalten, auch wenn die Hoffnung auf Erfolg gering bis Null ist. ich sehe nicht, dass sich Einzelkämpfertum und die Arbeit der BI behindern, sondern sehe das eher als Ergänzung. Synergetische Effekte bleiben allerdings aus, wenn überhaupt keine Schnittpunkte gegeben sind. Und ich stelle fest, dass die Einzelkämpfer Unterstützung erfahren, die der BI wohl verweigert worden wäre. Ob allerdings darüber die Massen mobilisert werden können, bleibt offen.
Stefan, wow, Dein Kommentar ist länger als mein eigener, Respekt :-)
Du stellst, wie immer, jede Menge berechtigte und wichtige Fragen. Auf die kann und will nicht alle antworten. Was bei einigen Anmerkungen durchklingt, ist dieser Alles oder Nichts Ansatz. Sehr idealistisch und wenig reell im manchen Punkten. Man kann natürlich unnachgiebig und ohne abzuweichen an seinen Zielen festhalten, auch wenn die Hoffnung auf Erfolg gering bis Null ist. ich sehe nicht, dass sich Einzelkämpfertum und die Arbeit der BI behindern, sondern sehe das eher als Ergänzung. Synergetische Effekte bleiben allerdings aus, wenn überhaupt keine Schnittpunkte gegeben sind. Und ich stelle fest, dass die Einzelkämpfer Unterstützung erfahren, die der BI wohl verweigert worden wäre. Ob allerdings darüber die Massen mobilisert werden können, bleibt offen.
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