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Filmangebot: Hamburger Produzent will Tagebuch des Obdachlosen Max Bryan verfilmen

v.l.: Matthias Matussek, Alexander Röder, Max Bryan
v.l.: Matthias Matussek, Alexander Röder, Max Bryan
Gießen | Nach dem Treffen mit Spiegel-Autor Matthias Matussek in Hamburg hat der ehemalige Obdachlose Max Bryan die Existenz seines Videotagebuchs bestätigt und gibt bekannt, dass er die Zeit seiner Obdachlosigkeit mit einer kleinen Tagebuch-Kamera festhielt.

"Ja, es stimmt, die Ereignisse der letzten zwei Jahre wurden in ähnlicher Intensität dokumentiert wie zuvor", schreibt Bryan in einer Bekanntmachung seines Blogs bei Facebook.

http://www.facebook.com/notes/max-bryan/videotagebuch/445182512166336

(sbe) Auch sei es reiner Zufall gewesen, dass ein Mann vom Film sich für die Aufnahmen interessierte. So traf der Hamburger Szenenbildner Tamo Kunz den damals noch Obdachlosen Max Bryan zufällig auf seinem Weg in den Hamburger Hafen und machte ihm ein Angebot, nachdem er seine Kamera entdeckte. Bryan sollte sein Tagebuch zur Sichtung freigeben, das Thema sei "spannend" und eventuell könne man "einen Film daraus machen", sagt Kunz.

Bryan, der anfangs gar nicht vor hatte das Material zu veröffentlichen, freut sich über das unerwartete Interesse an seinen Bildern und betont auch sein Glück in dieser Sache.

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Max Bryan lebte zwei Jahre ohne Wohnung auf Hamburgs Straßen, bevor er die Hansestadt im November letzten Jahres verlies, um mit dem Fahrrad nach einer Wohnung zu suchen. 1000 Kilometer und 4 Monate später fand er diese auch, auf einem Gartenhof, nahe dem Hessischen Bad Nauheim, wo er nun lebt und arbeitet. Unterwegs führte Bryan ein Online-Tagebuch und filmte seine Begegnungen mit einer kleinen Tagebuch-Kamera.

"Es geht um Glück und das Gefühl, das daraus entsteht", sagt Bryan.

Zahlreiche Medien hatten über den hoffnungsfrohen Obdachlosen berichtet, darunter auch "epd" und "apa" und ein Hamburger Produzent will nun das Videotagebuch des ehemaligen Obdachlosen sichten und einen Film daraus machen.

Über die Qualität der Bilder ist zur Stunde noch nichts bekannt. Kritiker halten die Aufnahmen dennoch für "bahnbrechend".

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von:  Sandra Bender

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