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Hilfe aus Gießen für UNICEF

UNICEF Geschäftsbericht 2011
UNICEF Geschäftsbericht 2011
Gießen | Im Jahr 2011 spendeten die Gießener Bürgerinnen und Bürger insgesamt 269.736,65 Euro für UNICEF-Hilfsprojekte in den ärmsten Ländern und Krisengebieten. Hinzu kamen 83.827,14 Euro aus dem Verkauf von UNICEF-Grußkarten. „Besonders großzügig unterstützten die Bundesbürger die UNICEF-Nothilfe für die Opfer der Hungerkatastrophe in Ostafrika“, sagte Martin Mockenhaupt, Leiter der Arbeitsgruppe Gießen „Dank der weltweiten Hilfsbereitschaft konnte UNICEF dort Hundertausende schwer mangelernährte Kinder mit Zusatznahrung, sauberem Wasser und medizinischer Hilfe versorgen. Hierfür danken wir allen Spendern herzlich.“

Mit Einnahmen in Höhe von 93,3 Millionen Euro aus Spenden und dem Verkauf von Grußkarten war UNICEF Deutschland im Jahr 2011 erneut eine der wichtigsten Stützen für die weltweite UNICEF-Arbeit. 85,06 Prozent der Einnahmen in Deutschland flossen in die UNICEF-Hilfe in über 150 Ländern. 1,79 Prozent wurden für die inländische Arbeit eingesetzt – wie Kampagnenarbeit für Kinderrechte und Bildungsarbeit in Schulen.

In Deutschland unterstützen 8.000 ehrenamtliche Helfer in 150 UNICEF-Gruppen die Arbeit in
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Weltkindertag (8)UNICEF (44)Sprendenarbeit (1)Spenden (105)Nothilfe (17)Informationsarbeit (2)Grußkartenverkauf (5)Geschäftsbericht (1)Entwicklungsarbeit (1)Aktionen (3)
Städten und Gemeinden durch Informationsarbeit, Veranstaltungen, Spendenaktionen und den Verkauf von Grußkarten. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Grußkarten betrugen 15,67 Millionen Euro. Wie im Vorjahr wurden die meisten Karten (52 Prozent) über das ehrenamtliche Netzwerk verkauft. Allein in der Vorweihnachtszeit gab es 620 Verkaufsstände unter anderem auf Weihnachtsmärkten. Über 100 Aktionen wurden für die von der Hungerskatastrophe in Ostafrika betroffenen Kinder organisiert – von der Spendensammlung bis zum Wunschbaum. Bereits im März starteten die UNICEF-Ehrenamtlichen für die Kinder in Japan vielfältige Solidaritätsaktionen. In den Tagen und Wochen nach dem Erdbeben und dem Tsunami sammelten über 60 UNICEF-Gruppen Spenden und banden Bilder, Botschaften und persönliche Briefe von Kindern zu einem Buch, das bei einem Konzert der Berliner Philharmoniker an japanische Kinder übergeben wurden. Anlässlich der FIFA Frauenfußball-Weltmeisterschaft im Juni baten die Ehrenamtlichen um Unterschriften für Bildung. Insgesamt gaben 83.314 Menschen ihre Stimme ab. Der Weltkindertag am 20. September war zum Anlass für vielfältige Aktionen und Kinderfeste - unter dem gemeinsamen Motto „Kinder haben was zu sagen“ waren 40 Gruppen aktiv. Über 50 UNICEF-Gruppen, 200 Schulen und 120 Abgeordnete des Deutschen Bundestags gestalteten von Oktober bis Dezember gemeinsam bundesweite Kinderechts-Aktionstage.

In der Arbeitsgruppe Gießen unterstützen rund 40 ehrenamtliche MitarbeiterInnen in Gießen und Wetzlar durch Aktionstage auf dem Seltersweg, Informations- und Spendenarbeit z. B. an der Korczak-Schule und der Ricarda-Huch-Schule (Gießen), der Käthe-Kollwitz-Schule (Wetzlar), der Gesamtschule Busecker Tal (Buseck), der Gesamtschule Schwingbach (Hüttenberg) und der Kindertagesstätte Bahnhofstraße (Linden). Besondere Spendenaktionen waren die IG Neuenweg Nothilfe und die Malcomess Nothilfe (Malcomess´Ihr Restaurant am Kornmarkt, Wetzlar) für Ostafrika. Mit großer Freude haben das Gießener Bündnis für Familie, der Deutsche Kinderschutzbund und UNICEF zusammen das 1. offizielle Weltkindertagfest unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Frau Grabe-Bolz gefeiert. In vorweihnachtlicher Tradition wurden Grußkarten im gesamten Gebiet der Arbeitsgruppe verkauft. Die „musikalische“ Schirmherrschaft übernahmen Lea Sofia Nikiforow und Nicolas Enriquez. Die beiden großen Verkaufsstände im KARSTADT Gießen und im FORUM Wetzlar organisiert und durchgeführt von Frau Müller und Frau Schleif-Gras mit ihren Teams. Wie schon im Vorjahr wurden im Möbelhaus SOMMERLAD Grußkarten an allen vier Adventssamstagen verkauft begleitet von einer Spendenaktion mit Plätzchenteig des Restaurants rudolf, Gießen.

Das Engagement der UNICEF-Gruppe in Gießen stärkt die weltweite UNICEF-Hilfe:

Beispiel Nothilfe: UNICEF hat im Jahr 2011 weltweit 292 Nothilfeeinsätze in 80 Ländern geleistet, viele davon in chronischen Krisengebieten. 2011 hat UNICEF 16 Millionen Menschen in Notsituationen Zugang zu sauberem Trinkwasser, Hygiene und sanitären Anlagen ermöglicht. 1,2 Millionen schwer mangelernährte Kinder erhielten Hilfe. Allein in Ostafrika hat UNICEF 350.000 schwer akut mangelernährte Kinder mit Zusatznahrung therapiert und 3,2 Millionen Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt. 7,9 Millionen Kinder sind gegen die gefährlichen Masern geimpft worden, 600.000 erhielten Schulmaterial. Insgesamt wurden über 60.000 Tonnen Hilfsgüter per Schiff, Flugzeug und Lastwagen in die Region gebracht.

Beispiel nachhaltige Entwicklungsarbeit: UNICEF Deutschland unterstützt zum Beispiel gezielte Bildungsprogramme für benachteiligte Kinder sowie Programme zum Schutz vor Aids in verschiedenen afrikanischen und asiatischen Ländern. Spenden flossen auch in Wasser- und Hygieneprogramme und in Programme gegen Kinderarbeit und sexuelle Ausbeutung. UNICEF hat außerdem 2,47 Milliarden Dosen Impfstoff gegen Krankheiten wie Masern, Polio und Tetanus beschafft – damit werden 58 Prozent aller Kinder erreicht. Somit hat UNICEF dazu beigetragen, dass 2011 die Übertragung des Polio-Virus in Indien gestoppt wurde. In Ghana, Liberia, Senegal und Uganda wurde Tetanus bei Neugeborenen erfolgreich bekämpft. Um Malariaerkrankungen weiter zurückzudrängen, stellte UNICEF rund 25 Millionen Moskitonetze bereit. UNICEF nutzte seinen weltweiten Einfluss auch, damit Impfstoffe und Basismedikamente für Kinder preisgünstiger werden.

Der vollständige Geschäftsbericht von UNICEF Deutschland steht zum Download bereit unter www.unicef.de/transparenz

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Kommentare zum Beitrag

Birgit Hofmann-Scharf
2.395
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 20.06.2012 um 12:48 Uhr
Das hört sich alles sehr gut an, ABER -
so lange die UNICEF die extrem hohen Betriebs-, Verwaltungs-, Presse-, und Werbekosten hat, die weit mehr als 10% der Spendeneinnahmen betragen,
und auch die Kontrollen der Spendeneinnahmen bekanntlich zu wünschen übrig lassen,
so lange sollte sich die UNICEF nicht so laut auf die Brust klopfen.
Martin Mockenhaupt
282
Martin Mockenhaupt aus Gießen schrieb am 20.06.2012 um 13:02 Uhr
Die Verwaltungskosten betrugen 4,57 Prozent, die Kosten für Öffentlichkeitsarbeit und Werbung betrugen 8,58 Prozent. (Vorjahr Verwaltungskosten 4,44%, Kosten für Öffentlichkeit und Werbung 8,75%). Damit ist die Kostenquote in Deutschland ist gegenüber dem Vorjahr fast konstant geblieben. Bzgl. des Kostenanteils im Vergleich zu anderen Organisationen liegt UNICEF Deutschland im Mittelfeld. Der Vergleich zwischen Hilfsorganisationen auf der Basis ausgewiesener Verwaltungskosten ist allerdings schwierig, weil diese sehr unterschiedlich arbeiten. Das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) warnt deshalb vor Fehlschlüssen. So gibt es Hilfsorganisationen, die überwiegend aus Steuermitteln oder anderen öffentlichen Mitteln finanziert werden oder auf kirchliche Strukturen zurückgreifen. Sie benötigen anteilig weniger Geld für die Einwerbung und Verbuchung von Einzelspenden als Organisationen, die sich wie das Deutsche Komitee für UNICEF ausschließlich aus privaten Spenden finanzieren.

Was tut UNICEF für Transparenz in der Spendenbranche? 1. UNICEF Deutschland die Verhaltenskodizes des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO). Dazu gehören die im "VENRO-Kodex Entwicklungsbezogene Öffentlichkeitsarbeit" formulierten ethischen Grundsätze und der Verhaltenskodex zu Transparenz, Organisationsführung und Kontrolle. 2. UNICEF unterstützt auch die neue Initiative Transparente Zivilgesellschaft von Transparency International und veröffentlicht die entsprechenden Daten auf seiner Webseite. 3. UNICEF informiert detailliert über Strukturen, Arbeitsweise und Finanzen in seinem ausführlichen Geschäftsbericht und auf seiner Website. Das Bemühen um umfassende Transparenz wurde im Dezember 2010 mit dem ersten Platz beim Transparenzwettbewerb 2010 der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) ausgezeichnet.
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