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Solidarität mit Aspropyrgos

von Thorsten Luxam 15.06.20121483 mal gelesen6 Kommentare
Gießen | Die Teilnehmer der Montags-Demo gegen Hartz IV solidarisierten sich mit den streikenden griechischen Stahlarbeiten in Aspropyrgos (bei Athen), die sich seit Oktober 2011 gegen Unternehmerwillkür gemeinsam zur Wehr setzen. Der Lohn der Beschäftigten soll auf 500 Euro bei einer Arbeitszeitverkürzung auf 5 Stunden pro Tag gedrückt werden. 93 der 400 Beschäftigten wurden bereits entlassen, und das alles in einer Phase, in der das Unternehmen schwarze Zahlen schreibt. Die Arbeiterinnen und Arbeiter des Betriebes sind nicht bereit, diesen Verarmungsprozess widerstandslos hinzunehmen. Sie streiken seit Monaten, obgleich sie kein Streikgeld erhalten. Die Gießener Montagsdemonstranten rufen zu weiteren Solidarität auf und begrüßen die zahlreichen Geld- und Sach-Spenden, die nicht nur aus Griechenland, sondern aus vielen anderen europäischen Ländern gesammelt wurden. Damit kann die Streikbereitschaft gestärkt werden, die Anfang Mai, nach 213 Streiktagen, in einer erneuten Abstimmung mit großer Mehrheit überzeugend bekräftigt wurde. Spenden für die griechischen Stahlarbeiter können auch während der Montags-Demos von 18 bis 19 Uhr bei den drei Schwätzern abgegeben werden.

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Kommentare zum Beitrag

Stefan Walther
4.741
Stefan Walther aus Linden schrieb am 15.06.2012 um 15:54 Uhr
Mittlerweile wurde der Streik für "illegal" erklärt, was der Kampf- und Streikbereitschaft der griechischen Stahlarbeiter jedoch keinen Abbruch getan hat! Dies ist auch ein Verdienst der internationalen Solidarität, so bestätigen die griechischen Kollegen das selbst...
Weder Streikbrecher, noch polizeiliche Drohungen, noch der Versuch der Kriminalisierung konnten bisher den Willen der Streikenden brechen, einen großen Anteil daran haben auch die Frauen der Stahlarbeiter, die für die Solidarität und praktische Hilfe werben...
Es ist sehr zu begrüßen, dass sich auch die Gießener Montagsdemonstranten gegen Hartz IV - wie viele ihre Mitstreiter in anderen deutschen Städten - für die internationale Solidarität stark machen.
Christian Momberger
11.259
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 18.06.2012 um 00:26 Uhr
Danke für den Artikel mit dem Hinweis auf den Streik und den ergänzenden Kommentar von Stefan! In der Tat nur gemeinsam mit der Solidarität der Völker und Arbeiter untereinander werden wir es schaffen, das System zu verändern und die Macht des Kapitals zu brechen!
360
Frauke Weber aus Gießen schrieb am 19.06.2012 um 16:31 Uhr
Hoffentlich haben die Streikenden nach diesem Wahlausgang noch Power. So etwas wäre in Deutschland schwer denkbar.
Michael Beltz
7.711
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 19.06.2012 um 18:29 Uhr
Schön, dass der Bericht noch einmal hier erscheint. Über die Zeitschrift Theorie und Praxis (T&P) konnte ich insgesamt 7500 Euro an die Stahlarbeiter überweisen.
Stefan Walther
4.741
Stefan Walther aus Linden schrieb am 19.06.2012 um 21:15 Uhr
Was hat der Streik mit dem Wahlausgang zu tun? = wenig!
Die Arbeiter wissen, vertrauen können sie nur auf die eigene Kraft, überall.
Parlamentswahlen sind nicht unwichtig, zu große Hoffnung darf man aber auch nicht darin setzen. Syriza ist ( für mich ) das richtige Bündnis - ein linkes Wahlbündnis - mehr aber auch nicht, wer geglaubt hat, nach einem Wahlsieg von Syriza wären dann die Arbeiter an der Macht gewesen, der ist gewaltig auf dem Holzweg, dies wird nicht durch Parlamentswahlen entschieden....
Michael Beltz
7.711
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 22.06.2012 um 17:16 Uhr
Derartige Einschätzungen direkt aus einer in Griechenland erscheinenden Zeitung halte ich für äußerst interessant.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Thorsten Lux

von:  Thorsten Lux

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