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Syrien: Bis die innere Stimme selbst nach Gewalt schreit...

Gießen | Jetzt werden in Syrien sogar Kinder gefoltert, getötet missbraucht – von Assads Schergen, wird uns mitgeteilt.
Während des Golfkrieges ließ Saddam Hussein neugeborene Babys aus den Brutkästen werfen.
Im Jugoslawien-Krieg spielten die Serben mit den Schädeln ihrer getöteten Feinde Fußball.
In Libyen musste die NATO eingreifen, um das Volk vor Gaddafis Schlächtern zu schützen – dabei wurden 40.000 Menschen getötet, das Land verwüstet.
Jetzt ist Syrien im Visier auch der Medien und planmäßig:

„Es ist notwendig, das Volk psychologisch allmählich umzustellen und ihm klarzumachen, dass es Dinge gibt, die wenn sie nicht mit friedlichen Mitteln durchgesetzt werden können, mit Mitteln der Gewalt durchgesetzt werden müssen. Dazu ist es aber notwendig, bestimmte außenpolitische Vorgänge so zu beleuchten, dass die innere Stimme selbst langsam nach der Gewalt zu schreien beginnt, dass im Gehirn der breiten Masse ganz allmählich die Überzeugung ausgelöst wird: Wenn man das eben nicht im Guten abstellen kann, dann muss man es mit Gewalt abstellen; so kann es aber auf keinen Fall weitergehen. Diese Arbeit erfordert Monate, sie wird planmäßig begonnen, fortgeführt, verstärkt.“

Zitat: Adolf Hitler am 10. November 1938 vor der deutschen Presse

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Kommentare zum Beitrag

Bernd Zeun
5.146
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 12.06.2012 um 17:59 Uhr
Das wird Assad leider nicht lesen und wenn, würde es ihn auch nicht beeindrucken, ich glaube nicht, dass hier jemand eine Lösung hat.
141
Frauke Weber aus Gießen schrieb am 12.06.2012 um 18:19 Uhr
Auch bei Ihnen, meine Herren, scheint Hitlers Strategie aufgegangen zu sein. Ich hatte irrigerweise vorausgesetzt, dass die Lügen, mit denen die Kriege vorbereitet werden (man könnte zu den Baby- und Schädelgräuelmärchen noch Saddams Massenvernichtungswaffen u.v.a.m. hinzufügen) bekannt sind.
Jenny Burger
796
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 12.06.2012 um 21:02 Uhr
Ich kann zu diesen Vorkommnissen nur entsetzt und sprachlos den Kopf schütteln.
Stefan Walther
2.814
Stefan Walther aus Linden schrieb am 12.06.2012 um 21:11 Uhr
Assad ist keiner, den es zu verteidigen gilt, genauso wie dies Hussein nicht wahr, da sind wir uns wohl einig!?

Aber: was ist mit den Greueltaten der Interventionstruppen und privaten Söldnerarmeen, zum Beispiel in Afghanistan? Die Bilder gingen um die Welt, und das ist sicher nur ein Bruchteil von dem was dort tatsächlich passiert(e)!
Die Völker werden entscheiden und ihre Urteile fällen, in Ägypten, Syrien, Afghanistan... überall in der Welt. Den Imperialisten geht es nie um Menschenrechte - warum sonst fallen sie in das eine Land ein und in das andere nicht? - es geht immer nur um ihre eigenen Interessen.

Deshalb: Hände weg von Syrien, dem Iran ... !
Christian Momberger
7.975
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 13.06.2012 um 00:41 Uhr
Absolut Stefan! Du hast völlig recht!! Und danke für den wirklich guten Artikel Frau Weber!
Ulrike J. Schepp
1.094
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 13.06.2012 um 04:56 Uhr
Syrien spielt als Öl-Lieferant eine sehr untergeordnete Rolle, deshalb wird dort niemand einmarschieren.
Michael Beltz
2.733
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 13.06.2012 um 10:18 Uhr
Ich hatte Frau Weber so verstanden, dass sie auf die Möglichkeit und Chancen von Manipulation hinweisen will. So wie es Hitler oder Göbbels gelungen ist, den größten Teil der deutschen Bevölkerung den Irrsinn von Untermenschen, vom jüdischen Bolschewismus, von der Überlegenheit der arischen Rasse zu überzeugen, so geschieht das auch heute unter anderen Vorzeichen.
Die sog. Lagerung von Giftgas und die anderen genannten Beispiele zeigen dies offen. Wenn der geneigte Leser von BILD einen Feind vorgestellt bekommt, nimmt er dies gerne an. Ich denke an "Florida Jo" , einen armen Hartz IV Empfänger, usw.

Die Umkehrung vom Stockholmsyndrom ist die Bereitschaft sich einzuordnen, in die Volksgemeinschaft oder eine andere anziehende Gruppe, um dann gemeinsam auf den vermeintlichen Gegner drauf zu hauen.

Immer muss die Frage gestellt werden: wem nutzt das? Ich bin kein Freund von einem dieser Potentaten. Wir sollten in erster Linie an die Menschen denken, die in solchen Ländern ihre Heimat haben. Alle "Befreiungseinmärsche" durch die NATO haben großes Elend verursacht und sicher das uns eingehämmerte Ziel, Demokratie einzuführen, in das Gegenteil verkehrt.
Michael Beltz
2.733
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 13.06.2012 um 12:58 Uhr
Richtig, lieber Herr Sauter, nicht nur BILD. Focus macht das gleiche eine Stufe höher, und dann gibt es noch die Zeitungen für kluge Köpfe, und die vielen klug wirkenden Morderatoren - alle miteinander stellen "unsere Demokratie" als das erstrebenswertestes Modell dar. Menschenrechtsverletzungen soll es bei uns nicht geben, erst recht keine Kriegstreiber. Völkerrechtswidrige Hadlungen, die auch gegen unser Grundgesetz ausgeführt werden, verschwinden hinter den Handlungen der "Schurkenstaaten".
141
Frauke Weber aus Gießen schrieb am 13.06.2012 um 14:40 Uhr
Mal zurück zu Syrien. Vor wenigen Wochen sagte US-Senator Graham, der Sturz von Assad in Syrien sei wichtiger für die amerikanischen Interessen, als der Sturz Gaddafis. (Graham ist Vorsitzender des Streitktäftekomitees im US-Senat.)
Und US-Senator McCain bestätigte dem US-Sender CNN am 10. Juni 2012, dass "die Golfstaaten, die Saudis" Waffen an die Aufständischen in Syrien liefern - darüber sei er "froh".
Da fragt man sich: wer schürt hier in wessen Interesse eine Eskalation?
Bisher fehlte noch ein Anlass für einen Krieg gegen Syrien, der wird jetzt aufgebaut.
Stefan Walther
2.814
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.06.2012 um 17:35 Uhr
In Syrien stossen die Imperialisten direkt aufeinander Frau Schepp, deshalb wird ( wahrscheinlich ? ) niemand einmarschieren, da lassen sie lieber - wie so oft - Stellvertreterkriege führen....
Syrien ist schon von großer Bedeutung, es geht nicht immer "nur" um`s Öl, Macht und Einfluss in dieser Region sind von enormer Bedeutung, Russland wird auf keinen Fall freiwillig dort seinen Einfluss preisgeben....
Michael Beltz
2.733
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 13.06.2012 um 17:52 Uhr
Stefan, du hast es schon angesprochen. Es geht um die Eroberung strategischer Positionen. Die NATO hat das Ziel, Russland (und auch China) einzukreisen. Zur Zeit geht es demnach um Syrien und die Ukraine.
Warum wird um die Ukraine eine derartige Gehirnwäsche mit erschossenen Hunden und die leidende Timoschenko forciert? In anderen Ländern werden Menschen gefoltert und kein Hahn kräht danach.
Wenn es darum, also um Moral ginge, müssten Truppen die USA überfallen, alleine schon wegen der Folter auf Guantanamo.
209
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 13.06.2012 um 17:56 Uhr
Passt es jetzt nicht, das eine Person deren Namen ich erst dann wieder nennen werde, wenn er unter der Erde ist, Kriegspropaganda für die Bundeswehrmacht betreibt? Dieser unser aller BuPräs ... Wie gesagt den Namen nehm ich nicht in den Mund und schreibe ihn nicht mehr. Wenn diese Person das Zeitliche segnet, dann wieder ... denn über Tote nur Gutes ... Er ist tot, Gut!
Ulrike J. Schepp
1.094
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 15.06.2012 um 01:01 Uhr
Russland hat in Syrien einen Marinestützpunkt, den einzigen im Mittelmeer und mit nur schwer blockierbarem Zugang - ganz im Gegensatz zur Schwarzmeerflotte, die man mit ein bisschen schwerer Artillerie an der Durchfahrt des Bosporus hindern kann. Deshalb stützt Russland das Regime in Syrien. Aber dort einmarschieren? Die einzigen denen ich es zutrauen würde wäre Israel - was aber sicher nicht aus humanitären Gründen dort einmarschieren würde...
Michael Beltz
2.733
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 16.06.2012 um 16:44 Uhr
Israele hat hat zwei Optionen: die Nuklearanlage(n) in Iran bombadieren und sich am Überfall auf Syrien zu beteiligen. Israel benötigt jedoch die Unterstützung der USA und auch der NATO. Ansonsten werden sie weiterhin auf Kosten der Palästinenser ihre Siedlungsgebiete und ihren Lebnsraum erweitern.
Michael Beltz
2.733
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 19.06.2012 um 16:15 Uhr
Mich hat jemand angesprochen, ich sollte nicht von "Lebensraum erweitern" sprechen; das würde zu sehr an die Nazis mit ihrem "Lebensraum im Osten" erinnern. Muss man da jedes Wort auf die Goldwaage legen?
141
Frauke Weber aus Gießen schrieb am 19.06.2012 um 16:17 Uhr
Das Ziel der NATO ist es, in Syrien einzugreifen, mit dem Vorwand, die Menschen schützen zu wollen. Hoffentlich bleiben China und Russland bei ihrem Veto, sonst wird es ein weiteres Massaker wie in Libyen geben, bei dem vor allem Zivilisten die Opfer sein werden.
Stefan Walther
2.814
Stefan Walther aus Linden schrieb am 19.06.2012 um 21:05 Uhr
Natürlich sind die Veteidigung der Menschenrechte - wie immer - nicht der Grund für Interventionen, das hatten wir schon dargestellt...
China und Russland? = keinen Deut besser als die NATO, auch sie verfolgen nur ihre eigenen Interessen, siehe auch die richtigen Anmerkungen von Frau Schepp. Die Völker haben heute keinen Grund mehr auf diese Staaten zu bauen / zu hoffen, aber sicherlich müssen die Widersprüche unter den imperialistischen Staaten ausgenutzt werden, das ist schon immer so.
Mir geht das auch ein wenig an der Realität vorbei wenn hier ständig vom bedrohten Russland gesprochen wird, ist mir einfach zu einseitig, auch Russland betreibt aggressive imperialistische Außenpolitik, es ist keinesfalls ein unterdrücktes, abhängiges Land, das es zu verteidigen gilt!

Nun Michael, ich bin mit dieser Wortwahl "Erweiterung des Lebensraums" auch nicht ganz einverstanden. Ist das schon Faschismus ( der mit diesem Begriff unmittelbar in Verbindung gebracht wird, das ist nunmal so ) in Israel? Ich denke, dies wäre eine völlige Verharmlosung von Faschismus. Ja, sicher, so hast du es nicht gemeint und auch nicht geschrieben, ich würde halt mit diesem Begriff etwas vorsichtiger umgehen!?
Michael Beltz
2.733
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 20.06.2012 um 13:10 Uhr
Russland ist kein sozialistisches Land, das ist richtig. Es verfolgt seine "eigenen Interessen". Das macht erst mal jeder Staat so. Allerdings wurde durch Russland weder Jogoslawien, Irak, Afghanistan noch Lybien überlallen noch Iran und Syrien (weitere "Schurkenstaaten werden folgen) bedroht oder wie Kuba, blockiert.
Es geht nicht um die "guten Russen"; ob Putin, Obama, Holland oder Merkel........sie sind mir allesamt nicht sympathisch.
Stefan Walther
2.814
Stefan Walther aus Linden schrieb am 20.06.2012 um 23:55 Uhr
Nein, es geht nicht um "gute oder böse" Russen, und erst recht nicht um persönliche Sympathie oder Antipathie... es geht um - richtig - die Interessen von u.a. Staaten. Wenn man die Interessen von Staaten analysieren will, dann muss man zu aller erst mal klären um was für einen Staat es sich handelt, also immer vom Klassenstandpunkt ausgehen! Warum? = weil der Staat immer der Staat der herrschenden Klasse ist! Wollen wir jetzt darüber diskutieren wie Russland Außenpolitjk betreibt, welche Länder es in neokoloniale Abhängigkeit gebracht hat, wo unter anderem seine Kriegsflotte in allen Weltmeeren kreuzt, wie es - nicht nur in Syrien - mit anderen imperialistischen Staaten um Einfluss, Absatzmärkte, Rohstoffe und Handelswege ringt, wo Russland an wen Waffen exportiert und wer davon profitiert usw. usw. ?
Auch wenn Russland geschwächt ist, mit der NATO nicht mithalten kann, ja, auch vielleicht bedroht ist ( das habe ich auch nicht bestritten, nur als einseitig bezeichnet ), so bleibe ich trotzdem dabei = Russland ( und auch China, auch hier könnte man zig-Beispiele anführen ) ist keinen Deut besser als jeder andere imperialistische Staat!
Michael Beltz
2.733
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 22.06.2012 um 11:22 Uhr
Wenn Russland dadurch seinen Einfluss in Syrien erweitert, dass die Regierung gemeinsam mit China ein militärisches Eingreifen der NATO verhindert, dann kann ich das nur begrüßen.
Wenn Deutschland dazu beitragen würde, dass das US-Embargo gegen Kuba beendet würde oder dass Israel den Bau von neuen Siedlungen beendet, dann würde ich das ebenfall begrüßen.

Jegliche Verhinderung eines kriegerischen Überfalls sollte gefördert werden. Dabei spielen moralische Kategorien nur selten eine Rolle.
Michael Beltz
2.733
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 22.06.2012 um 12:23 Uhr
Die "New York Times" berichtete am Donnerstag:
Eine kleine Gruppe von CIA-Mitarbeitern operiert in geheimer Mission im Süden der Türkei, um die Verbündeten zu beraten, welche Kämpfer der syrischen Opposition jenseits der Grenzen Waffen für den Aufstand gegen die syrische Regierung erhalten sollen.
Barak Obama hatte noch in einer gemeinsamen Presseerklärung mit Putin am Rande des G-20-Treffens am Mittwoch bekräftigt, dass die Krise in Syrien nur von den Syrern und ohne Einmischung von außen gelöst werden könne.
(s. auch "junge welt" von heute)
Stefan Walther
2.814
Stefan Walther aus Linden schrieb am 22.06.2012 um 15:52 Uhr
"Wenn Russland seinen Einfluss erweitert.... dann kann ich das nur begrüßen" usw. ( siehe Kommentar M. Beltz 22.06. - 11.22 Uhr )?
Herr Sauter = wo er Recht hat der Herr Beltz, hat er Recht! ???

Klar geht es hier nie um Moral, das brauchen wir hier nicht ständig bei jedem Beitrag zu betonen, das weiss mittlerweile ( fast ) jeder, mal abgesehen von ner Handvoll Grünen vielleicht :-))
Nur, bedeutet das, dass Russland ( oder China ) deshalb im Interesse des syrischen ( oder eines anderen ) Volkes handelt? Ist deshalb ein steigender Einfluss von Russland ( oder China ) zu begrüßen? Wen stützt und unterstützt denn Russland aus Eigeninteresse in Syrien ( oder anderswo in der Welt ), etwa das Volk / die Völker?
Wer wirklich im Interesse des syrischen ( oder eines anderen ) Volkes handeln will, der würde für die Selbstbestimmung ALLER Völker eintreten, die Souveränität jedes Staates respektieren, kein Militär in anderen Staaten stationieren, nicht mit Flottenverbänden Drohgebärden machen.... er würde selbstlose Hilfe für die Völker ( nicht für reaktionäre Regierungen ) leisten ... es gäbe noch einiges andere aufzuführen!

Hände weg von Syrien, dies gilt nicht nur für die NATO, dies gilt für alle Imperialisten! Abzug aller ausländischen Truppen, egal aus welchem Land sie kommen! Das syrische Volk, kann und wird sich, wie jedes andere Volk, nur selbst befreien.
Wer geglaubt hat, dass sich die Imperialisten an eine Nichteinmischungs-Absprache halten werden, der hat - sorry - keine Ahnung vom Imperialismus, das gehört zum "Geschäft", der Imperialismus muss so handeln anders kann er gar nicht ( wie lange noch, das warten wir mal ab ) überleben, das gehört zum Grundprinzip! Und da mischen viele mit, bei weitem nicht nur NATO-Staaten!
Klar kann man einzelne Kriege verhindern, Kriege generell verhindern in der Zeit des Imperialismus, das ist reine ( gefährliche ) Illusion und Träumerei!
Wer will Syrien helfen Herr Sauter? Allein schon die Fragestellung ist irreführend, wer ist Syrien? das syrische Volk oder die Regierenden oder die, die sich von ausländischen Mächten einspannen lassen? Mit der gleichen Begründung wurde Afghanistan überfallen, nicht nur jetzt von den NATO-Staaten... aber auch dies war nie im Interesse des afghanischen Volkes!
141
Frauke Weber aus Gießen schrieb am 24.06.2012 um 16:50 Uhr
Momentan wird Syrien nicht nur bedroht, sondern mit CIA- und arabischer Hilfe bekämpft; die NATO wartet nur auf einen Vorwand für einen Überfall.
Momentan wird auch (seit Jahren) der Iran bedroht und mit Sanktionen verfolgt wegen ageblicher Atomwaffen.
Ich begrüße es sehr, dass Russland und China noch ein Eingreifen verhindern konnten und denke, die Syrier und Iraner (das Volk, Herr Walter!) sehen das genauso.
Stefan Walther
2.814
Stefan Walther aus Linden schrieb am 25.06.2012 um 00:17 Uhr
Soll das die Antwort auf meine Ausführungen sein Frau Weber?
Tja, dann haben wir wohl völlig unterschiedliche Vorstellungen davon was im Interesse der Völker ist....
Michael Beltz
2.733
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 25.06.2012 um 16:26 Uhr
Tja, Stefan, was ist nun im Interesse der Völker oder der Bevölkerung? Richtig, jedes Volk kann sich nur selbst befreien. (Außer Deutschland 1945). Ich denke, nicht nur die Arbeiter sind daran interessiert, dass ihnen keine Bomben auf den Kopf fallen, dass ihr Land zerstört wird.
Also, was schlägst du vor? Warten auf die Selbstbefreiung? Oder gleichzeitig die Widersprüche zwischen imperialistischen Mächten nutzen? Wenn du voraussetzt, dass all die Staaten wie USA, China, Russland usw Imperialisten sind, bin ich mal auf deine Antwort gespannt.
Dass Russland und China eigene Interessen vertreten, ist wohl so selbstverständlich, wie wir beide jeden Tag etwas essen - aus Eigeninteresse.
Stefan Walther
2.814
Stefan Walther aus Linden schrieb am 25.06.2012 um 22:57 Uhr
Soll ich alles wiederholen Michael, warum? Ihr geht immer nur auf Teilaspekte ein, schau nach, ich habe deine Frage schon beantwortet!
Natürlich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die Widersprüche zwischen den Imperialisten ausgenutzt werden MÜSSEN, die Geschichte hat dies mehrfach bewiesen. Und trotzdem - auch das hat die Geschichte bewiesen - muss immer der Imperialist auch als Imperialist benannt werden... und der handelt nie im Interesse der Völker.
Nicht warten auf die Selbstbefreiung, nein Vertrauen in die internationalen Volksmassen, eine Intervention in Syrien wäre ein weiterer Schritt, dass die Kriegstreiber in aller Welt die Volksmassen gegen sich aufbringen, das ist der Hauptgrund - neben den unterschiedlichen Interessen - warum bisher nicht interveniert wurde, und darauf müssen wir vor allem bauen! Die Völker wollen keine Kriege, weder in Syrien, noch sonstwo in der Welt.
Wie hiess es heute, ganz aktuell: Russland sieht im Iran, falls er über Atomwaffen verfügen sollte/wird eine "ernsthafte Gefahr" für die Welt... welch eine Heuchelei eines Staates der selbst atomwaffenstarrend eine Gefahr für die Völker der Welt ist, der einzige Unterschied zur Situation in Syrien? = der Einfluss / die Sympathie auf und für den Iran, den hat Russland schon lange verloren, also sollen auch hier die imperialistischen Interessen demnächst auf andere Art und Weise durchgesetzt werden? = und dann haben wir vielleicht Sympathie für die EU-Imperialisten, die aus taktischen Gründen nicht im Iran intervenieren wollen?
141
Frauke Weber aus Gießen schrieb am 26.06.2012 um 12:01 Uhr
Ich denke, ich bin gar nicht so weit von Ihren Ansichten entfernt, Herr Walther. Ich würde aber gerne wissen: finden Sie die Haltung von Russland und China zu Syrien gut oder schlecht? Oder - weniger moralisch: richtig oder falsch? Oder konkret: im Interesse der Syrer oder nicht? (Dass beide Länder in erster Linie ihre eigenen Interessen verfolgen, brauchen wir nicht noch einmal zu betonen)
Michael Beltz
2.733
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 26.06.2012 um 12:08 Uhr
Bei allem historischen Optimismus, den wir wohl beide teilen: Die Volksmassen haben die Kriege gegen Jugoslawieen, gegen den Irak, gegen Afghanistan, gegen Lybien nicht verhindern können.

Für mich stehen die Menschen im Vordergrund, die erst einmal unter solchen Typen wie Saddam, dann unter Bomben leiden müssen. Dann bringt die NATO Demokratie ins Land, und den Menschen geht es teilweise, wie zuletzt in Lybien, schlechter als vorher.

Dass die Arbeiterklasse und die Völker sich selbst befreien müssen, ist für uns Linke eine Binsenweisheit, die wir nicht wiederholen müssen.

"Und dann haben wir vielleicht Sympathie für die EU-Imperialisten...." Wer hat denn Sympathie für Russland geäußert? Ich wiederhole: Die Widersprüche müssen genutzt werden, ohne Sympathie für die USA, Russland oder auch Deutschland. - Also, bitte keinen Popanz aufbauen.
Stefan Walther
2.814
Stefan Walther aus Linden schrieb am 26.06.2012 um 18:46 Uhr
Gut Michael, wenn du dies als Popanz bezeichnest - darauf gehe ich nicht ein - dann lassen wir es hier so stehen!
Nur noch eines - auch als Wiederholung - dass die Volksmassen die von dir genannten Kriege nicht verhindern konnten, dies stützt doch gerade meine Aussage, oder nicht? = Kriege gehören zum Imperialismus, alles andere wären gefährliche Illusionen!

Frau Weber, ich werde nicht davon abgehen: zur Beurteilung des Handelns von Russland ( oder auch China ) gehört viel mehr als ein Veto gegen einen militärischen Einsatz, eine Intervention ( das ist immer positiv zu sehen, wer sollte das abstreiten ), dazu gehört genauso die Rolle die Russland heute ( nicht nur ) in Syrien spielt, die das derzeitige System stützt ( warum, das haben wir ausführlich besprochen ) und das ist NICHT im Interesse des syrischen Volkes, und das gehört dazu, wenn man über "richtig oder falsch" urteilen will!
Michael Beltz
2.733
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 28.06.2012 um 12:10 Uhr
Inzwischen ist die Opposition von CIA und anderen soweit aufgerüstet, dass wohl ein "Bürgerkrieg" stattfindet. Die Regierung der Türkei nimmt das abgeschossene Flugzeug zum Anlass, die NATO zu Hilfe zu rufen. Also - wann wird in Syrien einmarschiert? - Oder besser, wann wird zurückgeschossen?
141
Frauke Weber aus Gießen schrieb am 28.06.2012 um 12:55 Uhr
Herr Walther, und das würden Sie wirklich den Menschen in Syrien sagen? Vor einem drohenden Angriff der NATO - und 40.000 getöteten Libyern im vergangenen Jahr?!
Stefan Walther
2.814
Stefan Walther aus Linden schrieb am 28.06.2012 um 21:02 Uhr
Was würden Sie den Menschen sagen Frau Weber? Schön, dass Russland sich gegen den NATO-Einsatz wendet und weiter das derzeitige Regime unterstützt?
Falls jetzt hier nicht irgendetwas neues kommt, ist für mich die Diskussion zu Ende,es ist halt wie so oft wenn man versucht auf ALLES zu antworten.... aber selbst nur bedingt Antworten erhält... da verliere ich irgendwann die Lust auch wenn ich sonst sehr geduldig sein kann :-))
141
Frauke Weber aus Gießen schrieb am 29.06.2012 um 17:22 Uhr
Das soll auch mein letzter Kommentar sein.
Ich würde schon den Syrern sagen: schön, dass Russland sich gegen den NATO-Einsatz wendet. Das gibt Euch die Möglichkeit IN FRIEDEN für Demokratie und Fortschritt zu kämpfen.
Michael Beltz
2.733
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 30.06.2012 um 16:00 Uhr
Um das Land zu zerstören und die Bevvölkerung zu vernichten im Sinne westlicher Demokratie, werden Salafisten, Muslimbrüder und El Kaida Leute eingesetzt. Von den hier genannten nur der aggresivste Teil, denn es gibt Muslimbrüder und Salafisten mit friedlicher Gesinnung.
Michael Beltz
2.733
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 02.07.2012 um 13:26 Uhr
Man darf nicht generell alle verurteilen. Ich wehre mich auch dagegen, wenn behauptet wird, alle Deutsche seinen Nazis gewesen.
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