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Frage der Woche: Würden Sie einen Neustart mit 50plus wagen?

Gießen | Azubis 50+ sollen besonders leistungsstarke, motivierte, lernfähige und verantwortungsvolle Kollegen sein, so geben Führungskräfte und Mitarbeiter gerne zu verstehen.
Gerade ältere Mitarbeiter verfügen über ein hohes Maß an Lebens- und Berufserfahrung, was nicht nur im Kontakt mit Kunden eine wichtige Rolle spielt. Wären da bloß nicht die Vorurteile, wie möglicherweise eine erhöhte Anzahl an Krankheitstagen.
Das Jobcenter Gießen hat es sich in einem speziellen Projekt zur Aufgabe gemacht, arbeitslose „best agers“ zwar nicht auszubilden, jedoch aber weiterzubilden und zu vermitteln, ihnen neue Perspektiven zu bieten.
„Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“ ist ein Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Verbesserung der Beschäftigungschancen älterer Langzeitarbeitsloser. In Gießen heißt das Projekt im Rahmen des Beschäftigungspaktes „Chance 50plus“. Das Weiterbildungsprogramm für die älteren Nachwuchskräfte ist in Gießen speziell betreut.

In den meisten Fällen ist diese Ausbildung etwas anders organisiert als der „normale“ Ausbildungsgang für die Jugendlichen.
Die Teilnehmer werden beispielsweise gemeinsam mit älteren Neueinsteigern aus anderen Unternehmen, von einem externen Bildungsträger auf die Abschlussprüfung vorbereitet und besuchen im Unterschied zu den Jugendlichen nicht den Berufsschulunterricht.
Wie sehen Sie das? Sollte oder könnte ein Mensch über 50 Jahren nochmal eine völlig neue Ausbildung angehen? Und wenn, in welchen Berufsbranchen würde das, Ihrer Meinung nach, besonders Sinn machen?
Vielleicht sind und waren Sie auch selbst betroffen?

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Kommentare zum Beitrag

Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 11.06.2012 um 13:05 Uhr
Es geht doch in Wahrheit darum, dass man einen Grund findet, die 50+ Leute mit Geldern vom AA produktive Arbeit machen zu lassen - staatliche Lohnsubvention.

Na und man lässt sich natürlich im Job der Zukunft ausbilden: Altenpfleger/in... wenn es das Kreuz noch mitmacht...

Und was mich anbelangt, so habe ich mich während meines ganzen Berufslebens ständig weiter gebildet und mich mit neuen Themen beschäftigt... das wird wohl auch so weiter gehen.
Studiert Energie- und Wärmetechnik, dann gearbeitet im Steuerungs- und Anlagenbau, dann Werkzeugmaschinenumrüstungen geplant und durchgeführt, dann wieder Steuerungs- und Anlagenbau, dann technische Assistenz der Geschäftsleitung, dann mal ein paar Jahre selbständig mit Buchhaltungs- und Lagerverwaltungssoftware, dann bei zwei Internet-Provider Backends projektiert und programmiert, dann Testmanagerin bei einer Software-Abteilung eines großen Transportdienstleisters, dann Projektleitung und Releasemanagement dort... keine Ahnung was ich in 10 Jahren mache...
Birgit Hofmann-Scharf
10.321
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 11.06.2012 um 14:05 Uhr
@Frau Schepp, es ist nicht jeder so flexibel wie Sie, bzw. hat die Möglichkeit dazu !!

Die Menschen ab 50 MÜSSEN nochmal "untergebracht" werden - sollen wir doch bald alle bis 67 arbeiten.


Aber: Eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung fand heraus, dass in DE nur jedes 12. Unternehmen Arbeitnehmer(innen) ab 50 Jahre einstellt,
trotz Erfahrung, trotz Zuverlässigkeit, trotz Arbeitswille :-(((
Da hilft wohl auch die beste Umschulung nicht .
Ich denke, dort muss erst einmal angesetzt werden.
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 11.06.2012 um 14:36 Uhr
Ich habe immer nach der Devise gehandelt: "Es gibt vieles was ich nicht kann, aber nichts, was ich nicht lernen kann."

Da ich von Hause aus neugierig bin und meine Denkbeule zwischen den Ohren immer gut beschäftige, bereitete mir das recht wenig Probleme. Die Zeiten wo jemand einen Beruf erlernte und dann sein leben lang darin arbeitete ist doch schon seit mindestens 30 Jahren vorbei und damit sollte das auch mindestens bei der Generation 50 und einigen der Generation 50+ angekommen sein. Zumal die meisten von denen die hier eine Schulkarriere machten damals einen schulischen Abschluss erzielten - im Gegensatz zur heutigen Jugend wo Leute ohne Abschluss häufiger sind.

Wer natürlich das Lernen verlernt hat, der ist ziemlich angeschmiert, wenn er plötzlich was neues lernen muss. Aber das Lernen lernt man nicht in einer Pseudo-Berufsausbildung ohne Berufsschule und mit staatlichem Lohnsponsoring.
Nicole Freeman
10.312
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 11.06.2012 um 14:53 Uhr
Ich muss Frau Schepp im Bezug der Pseudo-Berufsausbildung recht geben. Wenn ich einen Facharbeiterbrief mein Eigen nennen will muss auch der Theoretische Teil erlernen. Die Moeglichkeit die 50+ aus der Arbeitslosenstatistik zu mogeln laesst sich das Amt aber nicht nehmen genau wie sie Weiterbildungen egal in welche Richtung zum Pflichtprogramm machen um die Statistik zu schoenen. Ein Lehrgang der 6 Monate dauert und danach die Menschen wieder auf der Strasse landet kann schon jetzt nicht wirklich vermitteln. Genau wie die Zeitarbeit keine Dauerloesung sein kann.
Antje Amstein
6.024
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 12.06.2012 um 09:43 Uhr
Warum nicht, der Mensch lernt nie aus! Man braucht in dieser Altersklasse noch nicht zu diferenzieren, auch mit 50 oder 50+ sind in allen Berufsbereichen gute Einstiegsmöglichkeiten. Da wir in Deutschland ein Fachkräftemangel haben, kann durchaus der erfahrene Arbeiter Punkten!
Walther Süßkind
1.144
Walther Süßkind aus Heuchelheim schrieb am 24.06.2012 um 19:16 Uhr
Eigentlich ist es Sinnvoll wieso nicht eine Ausbildung von zwei Jahren und dann noch 10 Jahre Arbeiten. Es gibt Leute den fehlt einfach der Alltagsstress ich bin selbst so einer.
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