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Wer kennt die Wandelgermanen aus Hohenlohe?

Uschmann bei der Lesung seines Buches
Uschmann bei der Lesung seines Buches
Gießen | Der Post-Popliterat Oliver Usmann war am Donnerstagabend zu Gast in der
Thalia-Buchhandlung, um sein neues Buch „Wandelgermanen“ vorzustellen.
Oliver Usmann wurde 1977 in Wesel geboren, nach seinem Schulabschluß arbeitete er als Getränke-Lieferant, Packer bei UPS und Werbetexter.
Es folgte ein Literaturstudium mit Magisterabschluß. Zur Zeit ist er freier Dozent und Journalist bei verschiedenen Zeitschriften.
Zu Beginn des Abends wurde Uschmann von Dieter Schormann herzlich begrüßt und humorvoll vorgestellt.
Der Autor begann seinen Vortrag mit einem Rückblick auf seine Lesereise durch das Ruhrgebiet im August. Entsprechend dem Ritus seiner Wandelgermanen hatte er zehn Städte als jeweilige Zwischenstation barfuß erwandert und während seiner Lesungen stets die Füße gebadet. Auch bei Thalia steckten seine Füße im Wasser einer blauen Plastikwanne.
Anschließend las Uschmann mehrere Abschnitte aus seinem neuen Buch „Wandelgermanen“.
Dieser Roman ist das dritte Buch aus Uschmanns „Hartmut und Ich“-Reihe.
In „Wandelgermanen“ wird beschrieben, wie der „Ich“-Erzähler mit Hartmut aufs Land zieht. Hartmut hat im Dorf
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Popliterat Oliver Usmann (1)
Großbärenweiler (mit 25 Bewohnern im Hohenlohekreis) über eBay ein Haus ersteigert. Beim näheren Betrachten gleicht dieses Haus jedoch eher einer Bruchbude. Sie versuchen trotzdem sich in der Gemeinde einzuleben. Die dortige Landbevölkerung hält jedoch Überraschungen für sie bereit.
Da gibt es zum Beispiel die Wandelgermanen, die nicht wandern, sondern „wandeln“. Dies ist „kein profanes Spazieren, sondern ein Dienst an der Schöpfung, an der wir uns zugunsten des Profitdenkens mutwillig vergangen haben“. So wandeln sie barfuß durch die Wälder, Wanderwege oder auch nur das Umgehen eines Dornenbusches wird als grobe Beleidigung des germanischen Urbodens angesehen. Bei ihren Zusammenkünften baden sie ihre Füße in natürlichem Fichtennadelextrakt.
Der Autor hat die vielen Begebenheiten in seinem Buch sehr locker, mit vielen Gags – oft jedoch auch etwas zu phantastisch beschrieben.
Recht weltfremd sind auch die neuen Hausbesitzer: Ein Hauskauf ohne vorherige Besichtigung oder statt zu renovieren lieber im Wald zu wandeln usw., sind schon recht erstaunliche Vorgehensweisen.
Aber vielleicht gehört man als älterer Erwachsener auch nicht unbedingt zur Zielgruppe seiner Stammleser, da Popliteratur meist eine Jugendliteratur und auch in jugendlicher Umgangs- oder Szenensprache abgefaßt ist.

Uschmann bei der Lesung seines Buches
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Am Ende signierte Uschmann Bücher
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von:  Guntram Dietel

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