Gießen | Am vergangenen Freitag wurde endgültig die Rückabwicklung aller Schlecker Filialen beschlossen.
Landesweit kämpften die "Schlecker-Frauen", vertreten vom Betriebsrat des Unternehmens, für den Erhalt ihres Unternehmens. Arndt Geiwitz, der zuständige Insolvenzverwalter, der um die Rettung des Unternehmens gerungen hatte, verkündete schlussendlich das Ende der Drogeriekette. Für die Gießener Region bedeutet die endgültige Abwicklung, dass insgesamt neun Schlecker Filialen, die nach der Sanierung erhalten bleiben sollten, sowie das Zentrallager in Pohlheim-Garbenteich, geschlossen werden. Nach wie vor besteht bei den betroffenen Mitarbeitern Unklarheit darüber, inwieweit sie nach der Kündigung in eine bundesweit geförderte Transfergesellschaft, oder in regionale Qualifizierungsmaßnahmen übernommen werden. In einem Gespräch mit der GIEßENER ZEITUNG forderte Ver.di-Sprecher Christoph Schmitz Bund und Länder zum erneut Handeln auf. Es müsste der Rahmen für eine qualifizierte Weiterbeschäftigung der gekündigten Mitarbeiter geschaffen werden.Ebenfalls müsse die finanzielle Absicherung der Schlecker-Beschäftigten gewährleistet sein. "Es kann nicht sein, dass die politische Führung die Schlecker-Frauen erneut im Stich läßt", kritisierte Schmitz auch das Scheitern der Bildung einer Transfergesellschaft im März.
Für die Schlecker Mitarbeiter gestaltet sich die derzeitige Situation völlig undurchsichtig. Eine der Betroffenen äußerte sich zu Ihrer Entlassung: "Anton Schlecker und regierende Politiker haben uns im Regen stehen lassen. Die Mitarbeiter haben die Nachricht über das Ende des Unternehmens per Fax in die Filialen bekommen. Ich fühle mich, wie alle meine Kolleginnen, hilflos und über alle Maßen enttäuscht von den Entscheidungsträgern." Sie rechne damit, dass ihr jahrelanges Engagement für die Firma nicht entschädigt wird.
Laut dem Pressesprecher der Gießener Landesverwaltung, Oliver Keßler, sei die Bundesagentur für Arbeit für die weitere Betreuung der Erwerbslosen zuständig. "Die Bundesagentur würde alle vorhandenen Maßnahmen ergreifen, um die Erwerbslosen zurück in den Arbeitsmarkt zu bringen. Sollten einzelne Städte oder Gemeinden Unterstützung für bestimmte Maßnahmen benötigen, könnten sie auf die Landesregierung zukommen."
Positive Signalen die "Schlecker-Frauen" vermeldet Nadine Speyer von der Bundesagentur für Arbeit in Gießen, die auch für den Vogelsbergkreis und die Wetterau zuständig ist: "Wir haben bereits aus der ersten Entlassungswelle im März positive Erfahrungen gesammelt und können den überwiegend weiblichen Bedürftigen im mittleren Alter spezielle Eingliederungsmaßnahmen anbieten. Wir haben ein Programm mit Weiterbildung und Schulungen im Bereich EDV und Einzelhandel konzipiert, das wir im Sommer speziell den ehemaligen Schlecker Beschäftigten anbieten werden." Speyer betonte, dass die Chancen für eine Beschäftigung im Einzelhandel derzeit positiv seien und die Agentur engen Kontakt zum Drogeriegewerbe pflege, so dass hier auch Vermittlungsservices angeboten werden könnten.
Im Handelsblatt war zu lesen, daß die Familie Schlecker nach wie vor auf 35 bis 40 Millionen Euro sitzt. Laut Insolvenzverwalter Geiwitz war sie durchaus in der Lage, das endgültige Aus zu verhindern. Die Kinder Lars und Meike Schlecker haben laut Handelsblatt mit der Leiharbeitsagentur "Meniar" (Menschen in Arbeit), die rund 4300 Leiharbeiter zu deutlich niedrigeren Löhnen als die Schlecker-Mitarbeiter an Schlecker vermietete, Millionen verdient. Geiwitz:"Aber die Familie hat noch Vermögen, und ich habe gefragt, ob sie bereit sei, eine Verlustfinanzierung zu leisten".
Geiwitz erhob vergangenen Freitag ebenso schwere Vorwürfe gegen die FDP, die Ende März die Transfergesellschaft verhindert habe. Sie dürfe jetzt die Folgen nicht einfach nur der Arbeitsagentur überweisen. "Das hat nicht nur uns den Garaus gemacht, sondern war auch eine Farce für die Betroffenen". So Geiwitz (und in diesem Falle nicht ver.di).
Grundsätzlich ist jedoch eine Transfergesellschaft m.E. tatsächlich nur eine vorübergehende materielle Abfederung und Vertagung des Problems.
Die Tochterfirmen "Ihr Platz" und "Schlecker XL" haben jedoch "Chancen", von dem Münchner Investor Dubag übernommen zu werden und unter "Ihr Platz" fortgeführt zu werden. Das wären 490 plus 350 Märkte.
Bleibt zu hoffen, daß es für diese Beschäftigten nicht auch wiederum nur eine Vertagung des Problems ist.
Ja, diese Hoffnung besteht. Und es tut mir wirklich für die (ehemaligen) Mitarbeiterinnen leid. Das ist hart, keine Frage. Aber ganz ehrlich: Das gesamte Konzept hat doch nicht funktioniert. Diese Läden waren in Einrichtung und Konzept so wenig ansprechend, dass sie einfach nicht mehr zeitgemäß waren. Diese Läden hätten schon vor Jahren grundsätzlich überarbeitet werden müssen und zwar von der Leitung und nicht von den Mitarbeiterinnen, der Vorwurf geht nicht in diese Richtung. Und als dann noch Schlecker XL mit seinen schlimmen Arbeitsverträgen dazu kam, habe ich KEINEN Schleckermarkt mehr betreten. Aber wie schön, dass es der Familie Schlecker gut geht, da bin ich ja beruhigt ...
Sowohl der Insolvenzverwalter als auch ver.di sehen auch Managementfehler als Ursachen der Pleite. Schlecker betrieb den Laden als "Einzelfirma", d.h. er konnte (juristisch) allein schalten und walten, brauchte niemandem Rechenschaft ablegen, hatte keine Publizitätspflichten. Von daher hatte die Öffentlichkeit Fehlentwicklungen zu spät registriert. In wieweit er sich faktisch auf Berater und leitende Mitarbeiter stützte, bleibt sein Geheimnis.
In gewisser Weise übte er eine Zeitlang mit seinem Konzept sogar eine soziale und gesellschaftliche Funktion aus: Er eröffnete seine Läden in kleinsten Orten als einzigen Laden und in Wohngebieten größerer Städte, wo sonst weit und breit kein Handelsgeschäft zu finden war. Dies konnte nur funktionieren, indem er die Mitarbeiter lange Zeit "kurzhielt", bis der Widerstand immer heftiger wurde und nicht zuletzt durch Schneeballprinzip: er mußte permanent neue Läden eröffnen, um mit deren Umsatz zunächst die "Schulden" der bestehenden abzudecken. Und so etwas funktioniert bekanntlich nie endlos. Irgendwann kracht alles zusammen.
Hätte man die Entwicklung durch mehr Mitbestimmung und demokratische Kontrolle von Beschäftigten und Öffentlichkeit beeinflussen können?
Noch nachzutragen:
Das gerade beschriebene Schlecker-Konzept der Nahversorgung der Bevölkerung hätte vielleicht auch ohne Schneeballprinzip funktioniert, wenn Schlecker seine Gewinnansprüche angepaßt hätte. Die Villa, juristisch seiner Frau gehörig und vermutlich durch Gütertrennung insolvenzgeschützt, wie so manches andere Vermögen, bleibt bekanntlich verschont, wenn Schlecker es seiner Frau oder anderen Verwandten vor 5 oder 10 Jahren zugeschanzt hat.
So hart das klingen mag, aber so funktioniert nunmal das System = Milliardensubventionen für die Industrie, kein Problem, Jahr für Jahr!
Geld für die Beschäftigten? Das ist da nicht vorgesehen! Auf die Politik hoffen? Auf´s falsche Pferd gesetzt! Große Sprüche klopft die SPD auch nur wenn sie in der Opposition ist, als sie an der Regierung war, da hat sie die arbeiterfeindlichsten und gewerkschaftsfeindlichsten Gesetze verabschiedet seit Bestehen der BRD! Schon vergessen? Senil und vergesslich sind wir nicht :-))
Was hilft, was hätte geholfen? Schwer zu sagen, aber eines steht fest = Verzicht hat noch keinen einzigen Arbeitsplatz gerettet, der rechtzeitige(!) Kampf um jeden Arbeitsplatz, das ist das was schon oft geholfen hat....
Managementfehler? Na ja, es geht immer um Maximalprofit, nicht um das Interesse der Beschäftigten, und auch Gewerkschaften sind nicht / sollten nicht den Co-Manager des Kapitals spielen!
Du hast sicherlich völlig recht Stefan! Aber dennoch glaube ich gibt es sowas wie Managementfehler. Und ein weiteres Problem ist im kurzfristigere Denken seitens der Managements, d.h. dass man gar nicht mehr darüber nachdenkt, wie man ein Unternehmen langfristig erfolgreich und profitabel führen kann, sondern nur noch die nächste Quartalsbilanz zählt.
Auch wenn ich ja Gegen Hartz IV bin, aber das Familie A. S. würde ich wünschen, wenn sie den Rest ihrtes Lebens davon bzw. damit lesen/auskommen müssten. Nur denke ich, Kurt hat recht und die haben Ihr Vermögen schon ins trockene gebracht. :-(
Ist das ein Managementfehler wenn ein Manager auf das schnelle Geld setzt und dann "nach mir die Sintflut"? Nein, dafür erhält er dann meist noch großes Lob und eine fette Prämie... kurzfristig/langfristig, das ist nicht so wichtig, die Profitrate, das ist das was zählt.... und die Beschäftigten? Die kommen in dem Spiel nicht vor, allenfalls "wie kann ich sie am effektivsten, am produktivsten einsetzen". Ich sehe das zu negativ? Nein, das ist die Realität!
Natürlich ist das die Realität. Aber schau Dir doch mal, wie früher in den Unternehmen gedacht, geplant wurde. Herr von Pierer (Siemens) hat sich mal gerühmt, dass er den sog. Fünfjahresplan dort abgeschafft hat. Es wird also nicht mehr gefragt wie kann ich langfristig gutes Geld verdienen, sondern nur noch sehr kurzfristig. Und das meinte ich.
Alles gut und schön. Aber irgendwie, irgendwann und mit irgendwas müßte man doch anfangen, sich zu wehren und dagegen anzugehen. In Anlehnung an Marx und eine dialektische Schleife weiter: Es kömmt darauf an, die Welt zu verändern, und nicht nur (gemäß marxistisch reiner Lehre) zu interpretieren. Den Schlecker-Frauen ist nicht gedient, nur erläutert zu bekommen, wie der Kapitalismus funktioniert. Ihnen muß erst mal geholfen werden. Und im nächst anstehenden Fall genauso. Und dann sollte man daraus generelle Vorkehrungen entwickeln. Festzustellen, "so ist eben der Kapitalismus", hilft doch niemandem weiter. Sollen wir auf den revolutionären Urknall warten, vielleicht in 728 Jahren, nachts um viertelnachzwei und den Wecker stellen, daß wir die Revolution nicht verschlafen? Entschuldigt bitte, das sollte Satire/Sarkasmus sein, und auf keinen Fall Beleidigung. Wollte den Sachverhalt nur superdeutlich darstellen.
Nicht nur einiges rauspicken was geschrieben wurde und dann aus dem Gesamtzusammenhang reissen, das ist keine gute Argumentation!
Ich habe geschrieben: siehe der Kommentar vom 07.06. - 21:43 Uhr, 2. Absatz!
Und da geht es noch lange nicht um die Revolution, wie kommst du darauf? da geht es um konkrete Tagesforderungen, um die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen im derzeitigen System... und da kann man/frau nur auf die eigene Kraft vertrauen, nicht auf die Politik setzen, das ist die klare Aussage und Aufgabe! Das sind die Erfahrungen, die die Arbeiterschaft gemacht hat und aktuell macht, und da ist Opel nur eines von vielen Beispielen, Nokia war ein anderes, Schlecker ist auch eines.....
die Frage "Warum helfen sich die Schleckerfrauen nicht selbst?" hat sich durchaus der eine oder andere gestellt. Aus ihren Reihen kamen auch offensichtlich Vorschläge, wie z.B. Kredite für die Fortführung zu Wulff-Bedingungen, oder auch eine genossenschaftliche Lösung wurde überlegt, aber wieder verworfen (n.b. ist zur Zeit in den neuen Bundesländern zur Zeit die Genossenschaft "Fair Wohnen" im Entstehen, die den Mietern die letzten 11.500 der ehemals volkseigenen Wohnungen retten soll). Solche Ansätze sollte man m.E. eben auch von außen unterstützen, zumal die Medien neue Ideen grundsätzlich kleinhalten. Hierzu findet man einiges (nicht alles teile ich) auf http://www.dasdossier.de
Lieber Kurt, ich bleibe mal beim unter Linken / Genossen üblichen du...Danke für den Link!
Mit dem "Auf die eigene Kraft vertrauen" hatte ich natürlich nicht die Gründung von Genossenschaften gemeint :-))
nee, Spass beiseite, das wird meines Erachtens nicht funktionieren, die Schlecker-Frauen wären den Markt-Gesetzen - wie alle anderen auch - unterworfen, sie hätten keine Chance... die Idee an sich ist nicht schlecht, auch ne gute Übung für zukünftige, bessere Zeiten... aber ob`s klappen kann, hier und jetzt? Da habe ich doch erhebliche Zweifel.
Und dass die Schlecker-Frauen sich selbst helfen konnten ( auch wenn es im Endeffekt eine Niederlage war ), das haben die kämpferischen Frauen mehr als einmal bewiesen, diese Lehren u.a. der Solidarität, die werden sie auch nicht vergessen!
Lieber Stefan,
wir brauchen hier unsere Privatdiskussion nicht gewaltig in die Länge ziehen. Es ist ja auch bezeichnend, daß niemand sonst irgendwelche Ideen äußert. So gesehen operieren wir beide auf dünnem Eis.
Nur zum Thema Genossenschaften muß ich doch noch etwas mitteilen. Ob das für Schlecker ein weiterzutreibendes Modell gewesen wäre, sei dahin gestellt. Aber ich bin "Genosse" einer Wohnungsgenossenschaft, die 1911 aus der Arbeiterbewegung heraus gegründet wurde. Habe da eine preisgünstige Wohnung auf Lebenszeit. Der Zweck der Genossenschaft war stets, Arbeiter und wenig betuchte Bevölkerungsschichten mit Wohnraum zu versorgen. Dies ist ihr auch bis heute so gelungen, auch wenn sie heute in gewissem Umfang Eigenheime baut und diese verkauft.
2011 erzielte sie den größten Gewinn ihrer Geschichte. Die demokratischen Organisationsprinzipien sind nicht perfekt - es gibt keine Mitgliederversammlungen, sondern "Vertreterversammlungen" (das kennen wir allerdings so auch im linken Spektrum, wenn die Mitgliederzahlen zu groß werden), die Vorschläge für die zu wählenden Vertreter kommen vom Aufsichtsrat und es ist fast unmöglich ohne dessen Vorschlag auf die Kandidatenliste zu kommen. Allerdings drängt sich auch niemand danach. Kurzum, das Ding funktioniert leidlich, von 1912 bis 1949 bestimmten Sozialdemokraten und Kommunisten die Geschicke gemeinsam, zu einem großen Teil ehrenamtlich, seither nur die Sozis und "professionell". Man kann nicht sagen, daß die Genossenschaft für die Katz war und ist und von Konzernen und "Markt" überrollt wurde. Ich sehe also die Dinge nicht ganz so pessimistisch.
Ich lehne ja das Genossenschaftsprinzip - auch im Kapitalismus - nicht grundsätzlich ab Kurt! Im Sozialismus hat man gerade bei der Lösung der Bauernfrage in der Sowjetunion hervorragende Erfahrungen damit gemacht, da steht dies außer Diskussion... ich meine nur, in Bezug auf Schlecker, da bin ich sehr skeptisch, ist natürlich jetzt auch sehr spekulativ...
Du hast das nur in Klammern, also in einem kleinen Nebensatz erwähnt, aber etwas widersprechen will ich doch, auch wenn dies hier völlig nebensächlich beim Thema ist = wenn das Prinzip des "Demokratischen Zentralismus" konsequent angewandt wird, wenn alle Leitungen, egal auf welcher Ebene, in Mitgliederversammlungen gewählt werden, wenn die Leitungen ( oder auch die Delegierten auf Vertreterversammlungen ) zur Rechenschaftslegung verpflichtet sind, wenn es Kontrollkommissionen gibt usw. usw., dann ist dies das demokratischste Organisationsprinzip einer Partei "im linken Spektrum".
Wir bewegen uns auf dünnem Eis weil hier jetzt niemand weiter Vorschläge macht? Hm, ich weiss es natürlich nicht, aber: als Linker sollte man immer sagen was man denkt, sich immer auf das Niveau des fortschrittlichsten, bewußtesten Teil der Arbeiterklasse begeben, auch wenn viele erst noch überzeugt werden müssen....aber auch klar, Zwiegespräche oder wie du es nennst "Privatdiskussionen" sollte man hier nicht weiter führen, das sehe ich genauso!
Also ich lese dass schon mit Interesse, Stefan und Kurt, denn durch solche Sache kann Mensch - und so auch ich - immer noch was lernen. :-)
Ich muss sagen die Idee der Genossenschaften finde ich nicht grundsätzlich schlecht und in manchen Bereichen mag das auch gut funktionieren und Vorteile haben. Wie ihr aber schon schreibt, die Kontorolle der Vorstände der Genossenschaft ist das entscheidende, d.h. wer bestimmt wo es lang geht.
Da soeben zdf-heute meldete, daß der Investor Dubag nun endgültig "Ihr Platz" und "Schlecker-XL " nicht übernehmen wird und von diesen restlichen 5000 Beschäftigten nun das Genossenschaftsmodell ernsthaft diskutiert wird, muß ich doch den Faden nochmal aufnehmen, da ich ja dargelegt habe, daß mein Herz für Genossenschaften schlägt:
Mir fehlt jegliche Kenntnis der Grundlagen dieser Diskussion. Aber ich hielte es für hanebüchen, wenn die Schleckerfrauen ihr letztes Hemd für einen Genossenschaftsanteil hergäben, um damit die Schulden der Schleckerfamilie zu bezahlen!
Ja, das würde dem Ganzen noch die Krone aufsetzen! Erst ausbeuten, dann pleite machen, dann in die Arbeitslosigkeit entlassen und dann noch zahlen lassen.
@Herr Momberger ... Auch wenn ich ja Gegen Hartz IV bin,
- Bessere Lösung?
@Stefan nur so eine Bemerkung. Gibt es nicht im heutigen Rest der Sowjetunion die größten Kapitalisten der Welt ?
und Ja Herr Appel, tatsächlich eine Schnapsidee aus der CDU. Vergessen die den ganz, dass KInder dort im Kindergarten nicht einfach verwahrt werden. Dort findet die Erziehung der ersten Stunde statt. Bildung beginnt dort im Kleinen, nicht erst wenn die Politik meint jetzt wäre es Zeit ;-(
Es gibt keinen "Rest der Sowjetunion" Peter, es gibt nur noch das kapitalistische Russland! Ob es da die größten Kapitalisten gibt? Keine Ahnung, Milliardäre findet man fast auf der ganzen Welt, ob nun in den USA, Russland, China oder sonstwo.
Jetzt werde nicht kleinlich. Also in einem Land, das einmal der Sowjetunion angehörte...gibt es jetzt auch Kapitalisten und ich sage es deutlich, Parteibonzen ;-(, also auch die sind Kapitalisten gleichzusetzen. So zumindest meine Meinung.
Hab ich das nicht auch gesagt? Wir werden um diese Diskussion nicht herumkommen und das ist auch gut so, aber es gehört hier nicht zum Thema, deshalb nur kurz aus meiner Sicht:
- JA, Parteibonzen, Parteibürokraten, die die Macht an sich reissen, Privilegien wie Kapitalisten geniessen.... das sind im Grunde genommen auch Kapitalisten, denn sie eignen sich die Werte an, die die Arbeiter geschaffen haben!
- Trotzdem: Russland ist heute ein kapitalistisches Land, das darf man nicht vergessen, das hat mit der ehemaligen Sowjetunion nichts gemeinsam!
Steht schon in der Bibel altes Testament. Auge um Auge, Zahn um Zahn oder so ähnlich. Ist aber vom Neuen Testament durch das Sterben Jesus abgelöst. Mein Wort zum heutigen Sonntag.
Ich werde künftig nicht mehr so kleinlich sein.
Ergänzend zu meinem letzten Kommentar:
Die Schlecker-Auslandstochter in Frankreich (die allerdings nicht in Insolvenz war) wurde von einer bereits länger existierenden Genossenschaft übernommen. Die Genossenschaft betreibt angeblich seit langem und erfolgreich Läden vom kleinsten Dorfladen bis zum großen Supermarkt. Ob das nun eine Genossenschaft von Mitarbeitern ist, oder eine solche von Ladenbesitzern, konnte ich in der Kürze nicht feststellen.
Die Idee einer Genossenschaft hiesiger Schleckerläden wird von dem ehemaligen ver.di-Vorstandsmitglied und jetzigen LINKE-MdB und deren gewerkschaftspolitischem Sprecher Michael Schlecht forciert und spielt wohl in Baden-Württemberg eine Rolle.
Etwas abseitig:
Aus dem Konsum am Schiffenberger Weg am Bahnübergang wurde zunächst COOP, danach die Buchhandlung "Wissen und Fortschritt Buchhandelsgesellschaft mit beschränkter Haftung" (Betonung auf beschränkter Haftung im übertragenen Sinne). War ja auch nicht schlecht.
Schicksal manch anderer Unternehmen geteilt. Siehe den Schlecker Beitrag
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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den 21. und 22 Juni findet im Brasilien und Südkorea bei der...
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