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Greilich nach Besuch der Biogasanlage von Landwirt Schiffner in Linden-Leihgestern: „Ausbau erneuerbarer Energien für heimische Landwirtschaft von großer Bedeutung“

Landwirt Wilfried Schiffner (3. von links) führt die liberale Delegation um MdL Wolfgang Greilich über das Gelände.
Landwirt Wilfried Schiffner (3. von links) führt die liberale Delegation um MdL Wolfgang Greilich über das Gelände.
Gießen | Um sich vor Ort ein Bild von den Auswirkungen der Energiewende auf die heimische Landwirtschaft zu machen, besuchte der Gießener Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Wolfgang Greilich, die im Dezember 2004 in Betrieb genommene Biogasanlage von Landwirt Wilfried Schiffner aus Linden-Leihgestern: „Ein zentrales Ziel der hessischen Energiepolitik ist die 100%ige Deckung des Strom- und Wärmebedarfs aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2050. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, müssen wir durch erfolgreiches Energieeinsparen zu einer Steigerung der Energieeffizienz kommen. Da dies nur mit der Unterstützung und der aktiven Beteiligung der Privathaushalte, Kommunen und Unternehmen erreicht werden kann, ermutigen mich Erfolgsgeschichten wie die der Biogasanlage von Landwirt Schiffner ganz besonders, da sie verdeutlichen, dass der Ausbau erneuerbarer Energien für die heimische Landwirtschaft von großer Bedeutung ist.“
Schiffner stellte seine Biogasanlage als wartungsarm und wirtschaftlich rentabel vor. Sie koste ihn pro Woche lediglich fünfzehn Arbeitsstunden
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und sei mit einer Ausfallzeit von lediglich zwölf Stunden im vergangenen Jahr sehr zuverlässig und effektiv. Von einem benachbarten Landwirtschaftsbetrieb, der 200 Rinder halte, beziehe er die Gülle, die in seiner Anlage gemeinsam mit minderwertigem Getreide vergoren werde. Mit dem entstehenden Biogas erzeuge er in seinem Bioheizkraftwerk mittels Kraft-Wärme-Kopplung 60 Kilowatt Strom für das öffentliche Netz sowie 80 Kilowatt Wärme, mit der er sein eigenes Haus und vier weitere Wohnhäuser versorge. Die übrig bleibende Gülle verwende er als ausgezeichnetes Düngemittel auf seinem Feld.
Für Greilich waren die daraus resultierenden Vorteile schnell ersichtlich: „Von der Biogasanlage profitieren alle Beteiligten. Die landwirtschaftlichen Abfälle können klima- und umweltverträglich verwertet werden, der erzeugte Strom wird als umweltfreundliche Energie ins öffentliche Netz eingespeist und die entstandene Wärme dient zur Beheizung von fünf Wohnhäusern. Darüber hinaus entstehen Arbeitsplätze, die gerade im ländlichen Raum so dringend gebraucht werden.“

Ein wichtiges Anliegen war Landwirt Schiffner eine ihm unverständliche Besonderheit hinsichtlich der Bewertung von Rasenschnitt im Landkreis Gießen. Hier sei nämlich die Verwendung von
geschnittenem Gras für Biogasanlagen untersagt, wenn der Landwirt nicht seinen Bio-Status verlieren wolle. Rasenschnitt gelte nämlich als Abfall. Hier müsse man sich fragen, warum er beispielsweise Mais als Lebensmittel für seine Anlage benutzen dürfe, nicht aber Gras. Greilich hat sich unmittelbar nach seinem Besuch in Liden mit der Bitte um Aufklärung und ggf. Abhilfe an den Giessener Regierungspräsidenten Dr. Witteck gewandt..
„Mein Besuch hat mir noch einmal konkret vor Augen geführt, warum für die von uns auf den Weg gebrachte Enegiewende in Hessen eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung unerlässlich ist. Da wir nur erfolgreich sein können, wenn wir alle gemeinsam darauf hinwirken, uns langfristig von den endlichen Energieträgern zu lösen, um zu einer nachhaltigen Energieversorgung zu kommen, hat mir die gute Zusammenarbeit von Landwirt Schiffner und seinem benachbarten Umfeld besonders imponiert“, so Greilich abschließend.

Landwirt Wilfried Schiffner (3. von links) führt die liberale Delegation um MdL Wolfgang Greilich über das Gelände.
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