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Die Entstehungsgeschichte der Bachblüten und mehr zu Dr. Bach !

Gießen | Liebe Leserin und lieber Leser,
nachdem gestern ein Bürgerreporter zu meinem Beitrag "Bachblüten Teil 03 - Mimulus" einen sehr negativen Kommentar über die Bachblüten Therapie und die angeblich zweifelhaften Methoden des Dr. Bach abgegeben hat, sehe ich mich veranlasst zu diesen Themen nach bestem Wissen und Gewissen einen erläuternden Bericht zu schreiben!

Der englische Arzt Edward Bach (1886 - 1936) war zunächst als Krankenhausarzt und Bakteriologe erfolgreich tätig, als er sich anderen Therapieverfahren zuwendete, um die Möglichkeit zu finden, Erkrankungen ursächlich zu behandeln. Er beschäftigte sich zunächst mit Homöopathie, praktizierte am "London Homoeopathic Hospital" und bereitete die von ihm entdeckten Darmbakterien homöopathisch auf.
Nach eigener Praxis- und intensiver Forschungstätigkeit gab er im Alter von 44 Jahren Praxis und Labor auf, um nach pflanzlichen Alternativen zu suchen.

Dr. Bachs Blütentherapie besteht aus der Anwendung 38 verschiedener Mittel, die mit einer einzigen Ausnahme alle aus wildwachsenden Blüten hergestellt werden. Jedes der Mittel ist auf eine bestimmte gefühlsmäßige
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oder mentale Erlebnis- oder Reaktionsweise bezogen. Zustände wie Niedergeschlagenheit, Mutlosigkeit, Ungeduld, Misstrauen, Unentschlossenheit, Bitterkeit und Starrsinn sind nach Bachs Ansicht der Nährboden, auf dem sowohl körperliche Krankheiten als auch seelische Probleme gedeihen.
Wir alle sind von einem oder mehreren dieser Gemütszustände geprägt. Die entsprechende Blüte besitzt die Eigenschaft oder Kraft, die uns helfen kann, die negativen Züge in unserer Persönlichkeit fallen zu lassen und die Harmonie auf der Ebene der Gefühle wiederherzustellen.

Diese Heilmethode kann selbstverständlich eine medizinische Behandlung, sollte sie notwendig sein, nicht ersetzen, sie kann jedoch auch in diesem Fall als wertvolles zusätzliches Hilfsmittel Verwendung finden.

Dr. Bachs Heilmethode verdient es, im Geiste seines Urhebers verbreitet zu werden, der von einem tiefen Mitgefühl für alle lebenden Wesen geprägt war und von einem unerschütterlichen Glauben daran, dass alles in jedem Moment seiner letztendlichen Vervollkommnung, der grenzenlosen Liebe, zustrebt.

Herzliche Grüße
Ihre Marion Wallenfels

Kommentare zum Beitrag

Hermann Menger
2.335
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 25.01.2009 um 17:20 Uhr
Liebe Frau Wallenfels,
es tut mir sehr leid, dass Sie meinen Kommentar "so sehr negativ" sehen.
Ich bin kein Experte in disen Dingen, aber ich nehme ernst, was andere dazu denken und sagen.
Deshalb schreibe ich Ihnen nachfolgend einen Auszug aus einem Artikel von Frau Yvonne Dreblow zum Thema "Bachblüten-Therapie", wie ich Ihn auf der Internet-Platform www.nikodemus.net gefunden habe:

Bachblüten-Extrakte, selbst wenn sie von Heilpraktikern als homöopathische Mittel angeboten werden, sind eindeutig dem esoterischen Bereich zuzuordnen, den man als Christ auch "Weiße Magie" nennen kann. Ich bin ganz deiner Meinung: Bachblüten-Extrakte kommen für Christen nicht in Frage. Dazu einige Hintergründe.

Der Erfinder und seine Pflänzchen
Ihr Erfinder Dr. Edward Bach sieht Gott nicht als Person an (als die er sich uns durch die Bibel vorstellt), sondern als "mächtige Energieschwingung" und das "universelle Lebensprinzip". Energie, die jedes Lebewesen durchdringt, ist göttlich - meint er. Alle Menschen sind und alles in der Natur ist göttlich, ein Teil Gottes, zusammen genommen also Gott selbst. Dies widerspricht eindeutig der Bibel, die den Menschen, die Pflanzen und Tiere als Geschöpfe Gottes bezeichnet und nicht als Gott selbst.

Dem einstigen Homöopathen Dr. Bach wurden im Zuge einer schamanisten-ähnlichen Einweihung 38 Heilpflanzen höherer Ordnung gezeigt, die geistige Harmonisierungsprozesse auslösen und so insbesondere Gemütsdefizite des Menschen ausgleichen sollen. Durch das Einnehmen dieser Präparate sollen die den Blüten immanenten Geisteskräfte positiv auf Körper und Seele wirken: so soll beispielsweise der Enzian Angst, Schuldgefühle und Charakterschwächen wie Neid, Zorn und Egoismus bekämpfen.

Wir entdecken hier eine moderne Form der Selbsterlösung. Die Bibel sagt, dass unsere Veränderung durch eine enge Gemeinschaft mit Jesus Christus geschieht, in dem wir ihm nachfolgen und dem Heiligen Geist erlauben, geistliche Früchte und gott-widerspiegelnde Charakterzüge in uns hervorzubringen (die in Galater 5,22 beschrieben werden).
H. Peter Herold
28.153
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 25.01.2009 um 17:58 Uhr
Mit der Bibel ist nicht alles zu erklären. Auch ihr müssen wir glauben, bewiesen ist nichts. Bei Bachblüten bzw. der Therapie dagegen sind Erfolge nachweisbar. Ich würde sagen vergleichbar mit den Wunderheilungen, insbesondere die im Bereich der Katholischen Kirche.
Marion Wallenfels
2.050
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 25.01.2009 um 18:30 Uhr
Lieber Herr Menger, ich werde noch näher auf Ihren Kommentar eingehen, aber unter folgendem Link über Quantenphysik und Albert Einstein nachzusehen ist bestimmt sehr interessant:

http://de.wikipedia.org/wiki/Quantenphysik
Hermann Menger
2.335
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 25.01.2009 um 18:39 Uhr
Liebe Frau Wallenfels,
ich habe diesen link schon in Ihrem Kommentar zum Beitrag von Herrn Fust gefunden, kann mir aber noch nicht so recht erklären, was das mit unserem Thema zu tun hat. Geht es um die "Schwingungen"?
Ich habe leider nur zwei Semester Physik studiert und danach das Fach gewechselt, Quantenphysik ist mir etwas zu kompliziert.
Trotzdem danke für den Hinweis.
Ich dachte schon, jetzt reden Sie nicht mehr mit mir.
Bin gespannt, was Sie zu meinem Kommentar schreiben.
MfG H. Menger
Marion Wallenfels
2.050
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 25.01.2009 um 18:52 Uhr
Lieber Herr Menger,
Da haben Sie mich falsch eingeschätzt. ich rede auch mit anders denkenden Menschen und höre mir deren Argumente an. Ich muss mich jetzt erst mit der Yvonne Dreblow beschäftigen und unter www.nikodemus.de alles nachlesen, um mir ein Bild zu machen, denn ich schreibe nur über Dinge, die ich auch nachvollziehen und verstehen kann.
Ilse Toth
37.136
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 25.01.2009 um 19:33 Uhr
Ich habe wenig Erfahrung mit Bachblüten. Mir persönlich haben sie einmal sehr geholfen. Bei Katzen hat die Anwendung, die über einen längeren Zeitraum verabreicht wird, Erfolge gebracht. Z. B. bei Unsauberkeit, starker Nervosität, Angst- wie auch Aggressionsverhalten.
Leider ist bei unserer heutigen "Gerätemedizin" eines verloren gegangen- der Mensch als Einheit. Viele Faktoren sind oftmals für eine Erkrankung verantwortlich. Dieser Aspekt tritt immer mehr in den Hintergrund. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die den Fortschritt der Medizin verurteilen. Im Gegenteil! Gut, dass wir diese Möglichkeiten zur Diagnostik haben.
Wenn die Diagnose klar ist, dann muss ein Patient selbst entscheiden, ob er sich der Alternativmedizin, egal in welcher Form, öffnet. Wenn man z. B. Bachblüten, oder anderer Naturheilkunde nicht vertraut, dann muss man einen anderen Weg für sich finden. Mir wurde z. B. durch die Anwendung von Bioresonanz sehr geholfen. In der Veterinärmedizin wird diese Methode schon einige Zeit eingesetzt- mit Erfolg.
Ich denke nicht, dass wir Bachblüten oder andere Naturheilverfahren der "Weißen Magie" zuordnen sollen.
Viele Naturvölker, z. B. die Ureinwohner in Australien, kennen ihre Pflanzen genau und wissen, wann und wie man sie einsetzt. Und sie helfen.
Ich lese Ihre Berichte über Bachblütentherapie, liebe Frau Wallenfels , mit großem Interesse. Keine Methode, die Menschen und Tieren helfen kann, darf verurteilt werden. Es sei denn, sie sind schädigend. Und das ist bei Bachblüten sicherlich nicht der Fall.
Marion Wallenfels
2.050
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 26.01.2009 um 19:39 Uhr
Liebe Frau Toth,
Das freut mich, dass Ihnen die Bachblüten schon geholfen haben, mit auch und gestern erst wieder meiner Mutter, die mir heute Mittag erst erzählt hat, wie gut sie sich noch heute nach der gestrigen Einnahme fühle.
Es gibt ja noch so viele Alternative Behandlungsmethoden, aber ich Berichte hier über Bachblüten, da man sich ganz gut auch selbst damit behandeln kann, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt.
Es ist überhaupt nicht schädlich und es sind keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten möglich, die man sonst noch einnehmen muss.
Ich würde niemals etwas empfehlen, was Nebenwirkungen in irgendeiner Form hätte oder mit "weißer Magie" zu tun hätte, dass ist absoluter Unsinn!
Diese Dame, die Herr Menger erwähnt hat, beschäftigt sich mit Okkultismus, Aberglaube und Magie und die Behauptung, dass Dr. Bach die Blüten in einer Schamanismus ähnlichen Einweihung gezeigt wurden, ist absolut unwahr !
Ich gehöre nicht zu den Heilpraktikern, die befürworten, dass alles mit Alternativer Medizin behandelt werden kann und soll.
Ganz im Gegenteil, denn auch ich bin froh, dass es die Gerätemedizin gibt und den medizinischen Fortschritt. Die ganzheitliche Betrachtungsweise auf den Menschen ist allerdings in der Medizin leider verloren gegangen, stattdessen werden nur die Symptome behandelt und nicht nach den Ursachen geschaut, die die Krankheit ausgelöst haben.
Hier können Naturheilverfahren ergänzend eingesetzt werden und bin sehr davon überzeugt, dass die Kombination beider Verfahren viel bringt.
Ein Schwerpunkt der HP Ausbildung ist übrigens zu lernen, wann ein Patient aus gesundheitlichen Gründen abgegeben werden "MUSS", dass ist auch rechtlich ganz klar festgelegt und wer sich als Heilpraktiker nicht daran hält, kann sich sogar strafbar machen, außerdem möchten wir ja Patienten helfen und nicht schaden, schon allein deswegen, muss man im Rahmen der Sorgfaltspflicht handeln, zum Wohle des Patienten ! ! !
Ilse Toth
37.136
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 26.01.2009 um 21:35 Uhr
In allen Lebensbereichen und Berufen gibt es Menschen, die fehl am Platz sind. Das darf nicht verallgemeinert werden.
Es gibt viele Menschen, die physisch erkranken, weil sie phsychisch im Dauerstress sind. Jetzt sollte das angewandt werden, was Sie, liebe Frau Wallenfels, sagen: die ganzheitliche Behandlung! Ich schätze und befürworte die Anwendung einer sanften Medizin. Die Naturheilkunde kann sehr hilfreich sein. Immer mehr Mediziner und Veterinärmedizinger öffnen sich dieser Methode. Das hat nichts mit Magie zu tun, sondern ich betrachte es als ein Besinnen auf die Natur und ihre wirkungsvollen Pflanzen.
Claus Fritzsche
14
Claus Fritzsche aus Gießen schrieb am 29.01.2009 um 11:10 Uhr
Nachfolgend etwas Lektüre für Herrn Hermann Menger:

Im folgenden Artikel beschreibt der Wissenschaftler Prof. Harald Walach, welche Aspekte aus seiner Sicht zu beachten sind, wenn wir uns echten oder vermeintlichen Phänomenen an den Grenzen unseres Weltbildes und an den Grenzen der Wissenschaft nähern.

http://www.psychophysik.com/html/re-071-quantentheorie.html
Hermann Menger
2.335
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 29.01.2009 um 17:48 Uhr
Vielen Dank für den link!
Ich habe den Artikel überflogen, aber leider nicht viel davon verstanden.

Aber lesen Sie doch mal den Artikel aus STERN 4/2006 über Bachblüten! Da wird ganz klar gesagt:
"Die Bach-Blütentherapie ist zur Behandlung von Krankheiten nicht geeignet" .

Hier der link:

http://www.stern.de/wissenschaft/medizin/:Bach-Bl%FCtentherapie-Placebos-Quellwasser/566000.html
Claus Fritzsche
14
Claus Fritzsche aus Gießen schrieb am 29.01.2009 um 18:25 Uhr
Lieber Herr Menger,

Diskussionen dieser Art werden nicht selten vom Prinzip "Ich sehe nur das, was ich glaube" bestimmt. Genau darum geht es im Artikel von Prof. Harald Walach.

Walach verweist darauf, dass unser Umgang mit grenzwissenschaftlichen Phänomenen durch unser Weltbild geprägt wird. Wir neigen dazu, das auszublenden, was auf der Grundlage unseres Weltbildes nicht sein kann.

Jeder Mensch hat eine bestimmte Weltsicht. Und diese Weltsicht wirkt wie ein Wahrnehmungs-Filter. Je starrer und unflexibler mein Denken, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich primär für die Argumente offen bin, die mit meinem Weltbild korrespondieren.

Ich vermute einmal, dass Sie die Argumente von Prof. Edzard Ernst nicht seriös und professionell bewerten und hinterfragen können. Vielleicht zitieren Sie ihn ja, weil er das schreibt, was Sie auf der Grundlage von GLAUBEN (nicht Wissen) für richtig halten.

Wenn Sie offen dafür sind, Ihr Bild des Ernst-Artikels ein klein wenig abzurunden, dann finden Sie hier einen ergänzenden Blog-Beitrag:

http://www.psychophysik.com/h-blog/?p=52
Marion Wallenfels
2.050
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 29.01.2009 um 18:53 Uhr
Lieber Herr Fritzsche,

ich freue mich sehr über Ihre informativen und bereichernden Anregungen in dieser Diskussion und glaube allerdings, dass Herr Menger, durch seinen Filter, diese neuen Informationen nicht an sich heranlassen WILL, da diese nicht in sein Weltbild passen und vor allem nicht zu seinem GLAUBEN !!!
Hier, der erste Kommentar von Ihm, sagt alles und mir fehlten erst einmal etwas die Worte, nachdem ich das gelesen hatte.

Ich hoffe, noch mehr von Ihnen zu lesen und zu hören, freut mich sehr, dass Sie sich an dieser Diskussion beteiligen, vor allem Kompetent !

Liebe Grüße
Marion Wallenfels
Claus Fritzsche
14
Claus Fritzsche aus Gießen schrieb am 29.01.2009 um 19:30 Uhr
Liebe Frau Wallenfels,

wenn ich die Zeilen "Ich bin ganz deiner Meinung: Bachblüten-Extrakte kommen für Christen nicht in Frage. " von Herrn Menger lese, dann entsteht für mich der Eindruck, dass es ihm primär um GLAUBEN geht.

Hätte er geschrieben "Bachblüten kommen für MICH nicht in Frage", so wäre dies für mich vollkommen OK. Jeder Mensch soll nach seiner Facon glücklich werden. Ich selbst fühle mich auch nicht in der Lage, den Effekt von Bachblüten wissenschaftlich solide zu bewerten.

"Bachblüten-Extrakte kommen für Christen nicht in Frage." klingt für mich allerdings a) nach einem religiösen Glaubenssatz und b) nach "Ich bin urteilsfähig" (ich weiß, was richtig und falsch ist).

Beides basiert jedoch (so meine ich) nicht auf Erkenntnis ... sondern eben auf GLAUBE. Herr Menger macht (aus meiner Sicht) genau das, was er kritisiert. Er kritisiert eine "falsche Religion" (Bachblüten) und wirbt für die "richtige Religion" (seine Interpretation des Christentums).

Zu Gunsten von Herrn Menger möchte ich allerdings betonen, dass wir alle - meine Person eingeschlossen - weder perfekte Menschen noch Universal-Genies sind. Ich bin mir sicher, dass er sich ... wie wir alle ... in bester und ehrenwerter Absicht geäußert hat. Und vielleicht sollten wir es uns erlauben, nicht perfekt zu sein.

Danke für Ihre netten Zeilen, Frau Wallenfels!

Herzliche Grüße
Claus Fritzsche
Hermann Menger
2.335
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 29.01.2009 um 19:33 Uhr
Lieber Herr Fritzsche,
vielen Dank für diesen weiteren link zu Ihrem Blog-Beitrag, den ich schon viel besser verstanden habe als den vorigen.
Ich gebe zu, dass jeder Mensch eine bestimmte Weltsicht hat und dass diese Weltsicht wie ein Wahrnehmungsfilter wirkt.
Aber das ist doch prinzipiell bei jedem Menschen der Fall. Jeder ist durch alle möglichen soziokulturellen Faktoren wie Erziehung, Bildung usw. vorgeprägt und "filtert" dementsprechend neue Fakten.
Ich gebe auch zu, dass ich bei der "Bachblüten - Therapie" durch Informationen von anderen Christen entsprechend vorgeprägt wurde und vielleicht dadurch auch zu einem "Vorurteil" gekommen bin.

Liebe Frau Wallenfels,
Sie haben das schon richtig erkannt, wenn Sie sagen, dass diese Informationen nicht in mein Weltbild passen und vor allem nicht zu meinem Glauben.
Ist es nicht so, dass jeder Mensch "seinen" Glauben hat?
Die Frage ist nur, worauf der Glaube beruht, was die Grundlage des Glaubens ist. Für mich ist das die Bibel und an dieser Basis messe und beurteile ich alles andere. Natürlich gibt es da auch Auslegungsunterschiede, aber im wesentlichen stimmen die Aussagen von Bibelauslegern zu solchen Phänomenen überein.
Claus Fritzsche
14
Claus Fritzsche aus Gießen schrieb am 29.01.2009 um 19:35 Uhr
Danke für Ihren letzten Beitrag, Herr Menger. Volle Zustimmung!
Hermann Menger
2.335
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 29.01.2009 um 19:43 Uhr
Jetzt haben sich unsere Beiträge überschnitten, aber ich denke, dass wir uns ein wenig besser verstehen.

Wenn Sie sagen:

Zitat:"Beides basiert jedoch (so meine ich) nicht auf Erkenntnis ... sondern eben auf GLAUBE. Herr Menger macht (aus meiner Sicht) genau das, was er kritisiert. Er kritisiert eine "falsche Religion" (Bachblüten) und wirbt für die "richtige Religion" (seine Interpretation des Christentums)." (Zitat Ende)

möchte ich nur ergänzen, dass das doch auch im Prinzip jeder macht, ob er es wahrhaben will oder nicht. Für mich ist mein Glaube an Jesus Christus noch mehr als Religion, aber das wäre ein neues Thema ...
Marion Wallenfels
2.050
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 29.01.2009 um 19:52 Uhr
Lieber Herr Menger,
ich stimme Ihrem letzten Beitrag auch völlig zu und möchte Sie bitten, die Aussagen von Frau Dreblow nochmals zu überprüfen !
Dr. Bach ist nicht durch eine Schamanismus ähnliche Einweihung zu den Bachblüten gekommen, sondern hat sie durch seine hohe Sensibilität ausgewählt.
Claus Fritzsche
14
Claus Fritzsche aus Gießen schrieb am 29.01.2009 um 19:55 Uhr
... wenn dem so ist, Herr Menger, dann kann es umso wichtiger sein, wie achtsam und respektvoll ich mit jenen Menschen und mit jenen Glaubensweisen umgehe, die von meiner Sicht der Welt abweichen.

Und vielleicht - wer weiß das schon - kommt es nicht so sehr auf den RICHTIGEN GLAUBEN und stattdessen vielmehr auf den Respekt und die Achtsamkeit gegenüber meinen Mitmenschen ... aber auch gegenüber mir selbst an.

Wozu diese Sicht führen kann, sehen wir vielleicht schon bald in den USA. Der Wechsel von George W. Bush (Glaubenssatz: "Willst Du nicht mein Bruder sein, so schlage ich Dir den Schädel ein") hin zu Barack Obama zeigt sich in meiner Wahrnehmung besonders am Wechsel von missionarischer Rechthaberei hin zu Respekt für die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Kulturen.
Marion Wallenfels
2.050
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 29.01.2009 um 19:56 Uhr
Lieber Herr Menger,
auch unser Beiträge haben sich jetzt überschnitten, die Bachblüten und Jesus Christus widersprechen sich nicht unbedingt, aber ich weiß, dass Sie da anderer Meinung sind !
Hermann Menger
2.335
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 29.01.2009 um 19:59 Uhr
Jetzt komme ich mir vor wie in einem Chat-Room :)
Aber ich gehe jetz mal raus ...
Marion Wallenfels
2.050
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 29.01.2009 um 20:00 Uhr
....genau Herr Fritzsche, man erkennt den Menschen nicht an seinen Worten, sondern an seinen Taten.........
Marion Wallenfels
2.050
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 29.01.2009 um 20:03 Uhr
......und so manche Taten haben mich von "ANGEBLICHEN" Christen nicht überzeugt !
Hermann Menger
2.335
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 29.01.2009 um 20:10 Uhr
Zu Obama gibt es auch andere Ansichten:

http://debatte.welt.de/weblogs/238/sex+macht+und+politik+mainstream+report+von+bettina+roehl/109250/die+obamaramalaola?print=1

Alle Welt hat große Erwartungen an ihn, hoffentlich zerbricht er nicht daran.
Marion Wallenfels
2.050
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 29.01.2009 um 20:15 Uhr
Auch Obama muss sich erst beweisen, der Anfang war schon sehr gut, aber auf seinen Schultern lastet ein enormer Druck und ich beneide ihn nicht !
H. Peter Herold
28.153
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 23.03.2009 um 16:59 Uhr
Heute greife ich die Diskussion nochmals auf. Im Stern Nr. 13 vom 19.03.2009 steht ab Seite 114 ein schöner Artikel über Heilpflanzen. Zu den einzelnen Pflanzen hat Prof. Edzard Ernst geprüft, wie gut die Wirksamkeit verschiedener Heilpflanzen belegt ist. Ich würde sagen, es ist seine Meinung, die ich aber nur mit aller Vorsicht nachvollziehen kann, denn siehe das Interview mit ihm und sein CO-Autor Wissenschaftsjournalist Simon Singh auf Seiten 126 und 127, mit Hinweis auf ihre Bücher. Was ich hier so gelesen habe sind für mich sehr viel Verallgemeinerungen und Vorurteile gegen alternative und pflanzliche Therapien. Motto: "Was ich nicht wissentschaftlich beweisen kann, kann auch nicht helfen"
Claus Fritzsche
14
Claus Fritzsche aus Gießen schrieb am 23.03.2009 um 18:26 Uhr
Hallo Herr Herold,

hier alle Beiträge über Prof. Edzard Ernst im H.Blog:

http://www.psychophysik.com/h-blog/?tag=prof-edzard-ernst

Die Lektüre lohnt als Kontrast zur Sichtweise von Edzard Ernst.

Prof. Robert Jütte hat "Gesund ohne Pillen" übrigens in der FAZ rezensiert:
http://www.psychophysik.com/h-blog/?p=4903

Und in der Forschenden Komplementärmedzin (ein wissenschaftliches Journal) empfehle ich noch einen Kommentar von Herausgeber Prof. Harald Walach über Pharma-Lobbyismus zu Lasten der Komplementärmedizin.

Walach nennt zwar keine Namen ... die Scientific Community weiß jedoch wer gemeint ist:

Gegen den Wind segeln
Harald Walach
http://snipurl.com/eeegq
H. Peter Herold
28.153
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 24.03.2009 um 12:54 Uhr
Lieber Herr Fritzsche, danke für Ihre Hinweise. Nach Ihrem Profil beschäftigen Sie sich ja mit diesen Dingen. Ich störe mich nur manchmal daran, dass manche Menschen meinen sie wüssten alles. Es gibt Dinge die nicht erklärbar sind, aber trotzdem helfen.
Beispiel: Es gibt von Bach neben den Tropfen auch die so genannte Rescuecreme. Diese ist Bestandteil unserer Erste-Hilfe-Kiste. Ich hatte mir letzte Woche einen Finger an der Kuppe geklemmt, er wurde blau, leicht dick und schmerzte etwas. Die Creme dick aufgetragen, der Schmerz verstärkte sich um nach einiger Zeit gänzlich aufzuhören. Innerhalb von 2 Tagen war die blaue Färbung weg und er war auch nicht mehr geschwollen. Heute ist nur noch eine kleine Stelle sichtbar an der ich mich geklemmt habe.
Nach Prof. Erenst hätte hier nichts geschehen können und bei solchen Verletzungen scheidet wohl ein Placeboeffekt aus.
Claus Fritzsche
14
Claus Fritzsche aus Gießen schrieb am 25.03.2009 um 08:28 Uhr
Lieber Herr Herold,

Sie schreiben "Nach Prof. Ernst hätte hier nichts geschehen können und bei solchen Verletzungen scheidet wohl ein Placeboeffekt aus."

Das ist nicht ganz richtig. Herr Ernst würde den Heilungseffekt auf einen Placeboeffekt zurückführen.

Richtig ist, dass der Placeboeffekt bei nahezu jeder medizinischen Behandlung, ob nun alternative oder etablierte Therapien, eine sehr große und bisher unterschätzte Rolle spielt. Die argumentative Schwachstelle von Ernst ist die Tatsache, dass er Placeboeffekte als ausschließlich zufällig (unspezfisch) und verwerflich ansieht und ihre Dimension unterschätzt.

Viele seiner Forscher-Kollegen wie z. B. Claudia Witt, Klaus Linde, Harald Walach oder Gunver S. Kienle und Helmut Kiene teilen die Sichtweise von Ernst nicht und sind da schon einige Schritte weiter.

Das ist (auch für Laien) eine sehr spannende Thematik. Hier einige Links mit kleinen Denkanstößen:

Interview mit Prof. Claudia Witt - Wer heit, Methode, Arzt oder der Patient sich selbst?
http://www.schrotundkorn.de/2009/200902b05.php

Zwei Meta-Analysen zur Akupunktur mit unterschiedlicher Bewertung
http://www.psychophysik.com/h-blog/?p=3952

Randomisierte klinische Studien (RCT), vom Goldstandard zum Sorgenkind
http://www.psychophysik.com/h-blog/?p=828

Hier noch ein interessanter SZ-Artikel mit einer aktuellen FORSA-Umfrage zur Akzeptanz alternativer Heilmethoden in der Bevölkerung:
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/235/461856/text/
H. Peter Herold
28.153
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 25.03.2009 um 10:33 Uhr
Das Interview mit Frau Prof. Witt ist sehr gut. Da wird aufgezeigt, dass der Patient die Bereitschaft mitbringen muss sich auf die Behandlung einzulassen, seine Lebensweise zu ändern. Das kommt m.E. bei der trad. Medizin zu kurz. Da werden Tabletten verschrieben, die dann keiner richtig einnimmt und sich wundert, warum sie nicht helfen. Aber er wird sich selber nie fragen, warum!
Auch in dem zweiten Link kommt heraus, dass es auf den Patienten ankommt (... wenn die Patienten voll hinter einer Therapie stehen)
Im dritten erschien mir sehr wichtig folgender Satz:"In der Komplementärmedizin wird die Wirkung einer Therapie nicht nur durch eine isolierte Intervention (z. B. die Gabe eines bestimmten Medikaments) sondern durch das gesamte therapeutische Setting (Arzt-Patient-Beziehung, Aufbau von Vertrauen, Veränderung der Sicht- und Lebensweise etc.) bewirkt."
Der Artikel der Süddeutschen bringt zum Ausdruck, was auch wir vor 26 Jahren mit unserer Tochter gemacht haben. Unser Kinderarzt war stark homöopathisch ausgerichtet. Noch heute greifen wir immer wieder zu homöopathischer Medizin. Wenn schon Medizin, dann nach möglichkeit Natur und keine Chemie.
Danke Herr Fritzsche für die Hinweise.
Hallo Lieber Leser
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Herzlichst, Ihr(e) Marion Wallenfels

von:  Marion Wallenfels

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Marion Wallenfels
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