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Kultursommer Mittelhessen feiert 20-jähriges Jubiläum

Nicole Schlabach von der Sparkassen-Kulturstiftung, Vorsitzender Dieter Schormann und Sybille Atzbach (von links nach rechts)
Nicole Schlabach von der Sparkassen-Kulturstiftung, Vorsitzender Dieter Schormann und Sybille Atzbach (von links nach rechts)
Gießen | 20 Jahre Kultursommer Mittelhessen sind ein besonderer Grund zum Feiern. Seit nunmehr zwei Jahrzehnten leistet die Veranstaltungsreihe einen wesentlichen Beitrag zu einer kontinuierlichen, regionalen Kulturarbeit. 100 Veranstaltungen werden im Jubiläums-Kultursommer 2012 für Kinder und Erwachsene in 45 Städten und Gemeinden ausgerichtet.
Rund 2.500 Veranstaltungen wurden bisher in Mittelhessen ermöglicht, darunter rund 500 für Kinder, denn seit 6 Jahren gibt es auch den Kinderkultursommer.

Bei der Programmgestaltung legte man wieder besonderen Wert darauf nahe am Publikum zu bleiben und eher auf kleine, aber feine Veranstaltungen zu setzten denn auf „Events für die Masse“, erklärten die Verantwortlichen- Vorsitzender Dieter Schormann, Intendantin Sybille Atzbach und Nicole Schlabach von der Sparkassen-Kulturstiftung bei einer Programmvorstellung gegenüber der Presse.

Die Eröffnungsveranstaltung am 15. Juni findet allerdings vor großem Publikum im Stadttheater Gießen statt und verspricht mit „Götz Alsmann und Band“ mit ihrem Programm „Paris“ ein fulminanter Auftakt zu werden. Die Tickets auf adTicket sind bereits ausverkauft. Ca. 150 Karten sind jedoch noch ab dem 1. Mai an der Theaterkasse des Stadttheaters erhältlich.

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Ein weiterer Publikumsmagnet dürfte das „Lichterlabyrinth“ im Hochseilgarten Wölfersheim am 20. und 21. Juli werden. Daher hat man die Besucheranzahl vorab auf 6.000 Personen begrenzt. Ein riesiger Irrgarten aus 3.500 Kerzen erwartet ab Einbruch der Dunkelheit die Besucher. Die begehbare Theaterinstallation erzählt von der großen Lebensreise eines Menschen der auf dem Weg durch das Labyrinth seine eigene Mitte sucht, und verspricht ein unvergessliches, ungewöhnliches Erlebnis zu werden.

Am 25. August wird es heiß in Gießen, denn Comedy-Queen Gayle Tufts kommt mit ihrer aktuellen One-woman- Show „Some like it Heiß!“ ins Astaires.

Viele kleine, ungewöhnliche Räume gibt es neben dem Kunstgenuss selbst im Sonderprojekt des Jubiläumsjahres „Feine Musik in kleinen Räumen“ zu entdecken. In intimer Atmosphäre finden Konzerte in Synagogen, kleinen Kirchen, Burgen oder an Flussufern statt. Das „Ensemble Rilegato“ ist zum Beispiel am 29. Juni in der Bezalelsynagoge in Lich und am 10. August in der Wendelinskapelle in Butzbach zu hören.

Auch die „Kleinkunst auf dem Land“ ist wieder hervorragend besetzt, beginnend mit der Leseshow „Toter geht´s nicht“ mit „FaberhaftGuth“-Mitglied Dietrich Faber am 1. Juni in der Clemens-Brentano-Europaschule Lollar/Staufenberg.

Für die Kinder stehen beim Kinderkultursommer u.a. eine vergnügliche Detektivgeschichte beim "Kindertheater die stromer" mit „Der Waschlappendieb“ auf dem Programm.

Die Programmhefte liegen ab sofort u.a. in den Sparkassen, Buchhandlungen und vielen öffentlichen Einrichtungen aus.

Alle wichtigen Informationen finden sich auch auf der Internetseite www.kultursommer-mittelhessen.de

Nicole Schlabach von der Sparkassen-Kulturstiftung, Vorsitzender Dieter Schormann und Sybille Atzbach (von links nach rechts)
Nicole Schlabach von der... 
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Kommentare zum Beitrag

Thomas Schlumpp
108
Thomas Schlumpp aus Gießen schrieb am 19.04.2012 um 21:43 Uhr
Find den Text ganz informativ in Bezug auf was heute als allgemein "Kultur" umschrieben wird. Mir würde es aber besser gefallen anstatt dem Wort Kultur das Wort Fest zu verwenden. Eingangs wird ja erwähnt, dass es einen besonderen Grund zum Feiern gibt. Für mich ist da, wo gefeiert wird ein Fest. Ist es vielleicht nicht so, dass unserem Volk durch bewußte Wortwahl suggeriert wird, wenn ich zu solch einem Gemeinschaftstreffen hingehe und viele Errungenschaften und Leistungen, bwz. Arbeiten des Menschen dort sehe es sich lediglich um Kultur und nicht um ein Fest handelt. Den Begriff Kultur verwendet auch die Wissenschaft: Bakterienkulturen. Wenn ich zu solchen Treffen innerhalb der Volksgemeinschaft gehe, steht für mich also in erster Linie das Fest und nicht die Kultur im Vordergrund. Ich möchte feiern, tanzen, essen und trinken, fröhlich sein und mich mit Menschen austauschen. Das ist das einzige was bleibt im Menschen, die Erinnerung an Gemeinschaft. Die "Kultur" selbst ist vergänglich. Seien es Bücher, Musikstücke, Kunstobjekte usw.. Ich denke da auch an die Bibliothek in Alexandrien, die seinerseits die Größte war und in Flammen aufging. Was geblieben ist, war der Mensch. Und der sollte im Mittelpunkt stehen auf solchen K.-Tagen. Und wie gelingt das beste "Menschsein"? Indem man zusammen feiert, singt und lacht. Das überwindet alle zwischenmenschlichen Schranken und hinterläßt in der Seele ein gutes Gefühl.
Thomas Schlumpp
108
Thomas Schlumpp aus Gießen schrieb am 19.04.2012 um 21:47 Uhr
Anmerkung: Nebenbei auf dem Feste, kann ja jeder seine Werke zeigen, die er geschaffen hat und auch stolz sein. Klar.
Aber ich finde es einfach blöd in ein Museum zu gehen, von Bild zu Bild zu laufen und an Menschen, die dort auch sind, einfach so anonym vorübergehen, als seien die Kunstobjekte wichtiger, als meine Mitmenschen selber. Irgendwie ist da das Zusammengehörigkeitsgefühl unter dem Volk ganz schön baden gegangen.
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