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Land finanziert vier Stellen für TH-Blindenzentrum

Ahsan Amanullah stellte Staatsekretär Werner Koch und TH-Vizepräsident Prof. Frank Runkel (vorn, von links) das "Hessische elektronische Lernportal für Behinderte" vor. Hinten BliZ-Leiterin Prof. Erdmuthe Meyer zu Bexten und ihr Stellvertreter Rolf Pape.
Ahsan Amanullah stellte Staatsekretär Werner Koch und TH-Vizepräsident Prof. Frank Runkel (vorn, von links) das "Hessische elektronische Lernportal für Behinderte" vor. Hinten BliZ-Leiterin Prof. Erdmuthe Meyer zu Bexten und ihr Stellvertreter Rolf Pape.
Gießen | Zu einem Informationsbesuch kam Werner Koch, Staatssekretär im hessischen Innenministerium, an die TH Mittelhessen. Prof. Dr. Erdmuthe Meyer zu Bexten stellte dem Gast, der auch Beauftragter der Landesregierung für die Belange Behinderter ist, das Zentrum für blinde und sehbehinderte Studierende (BliZ) vor.

Das BliZ unterstützt seit 1998 Behinderte im Studium. Es bereitet zum Beispiel Skripten behindertengerecht auf, sorgt für spezifisches Lehrequipment oder schafft besondere Prüfungsbedingungen. Die Einrichtung ist die einzige ihrer Art an einer deutschen Fachhochschule. Die 35 Mitarbeiter sind heute nicht mehr nur für Sehbehinderte zuständig, sondern betreuen zum Beispiel auch Autisten, Spastiker oder Gehbehinderte im Studium.

Seit etwa fünf Jahren, so die Leiterin Meyer zu Bexten, ist das Zentrum in der Forschung aktiv. Der Medizininformatiker Ahsan Amanullah stellte das Projekt „Hessisches elektronisches Lernportal für Behinderte“ vor, das unter anderem vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit 1,4 Millionen Euro gefördert wird. Überwiegend schwerbehinderte Mitarbeiter entwickeln darin ein Portal, das behindertengerechte Lehrmaterialien und Übungsaufgaben zur Verfügung stellt und den Online-Zugriff auf Datenbanken mit Fachliteratur erlaubt. Die Möglichkeit, an die spezielle Behinderung angepasste mündliche und schriftliche Prüfungen ortsunabhängig abzulegen, ist ebenfalls vorgesehen.

Das Projekt läuft im kommenden Jahr aus. Anschließend, so Koch, werde das Land für drei Jahre zwei Stellen für schwerbehinderte wissenschaftliche Mitarbeiter weiter finanzieren. Der Staatssekretär sagte ebenfalls zu, zwei Schwerbehinderte, die demnächst am BliZ ihre Ausbildung zum Fachinformatiker abschließen, für drei Jahre weiter zu beschäftigen. Sie sollen so zusätzliche Berufserfahrung sammeln.

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