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Die Bürgerinitiative "Stoppt diese Landesgartenschau" will retten, was noch zu retten ist

Gießen | Auf ihrer letzten Versammlung hat die Bürgerinitiative „Stoppt diese Landesgartenschau“ ideenreich ihre nächsten Vorhaben und Aktionen diskutiert.

Auch wenn das Bürgerbegehren vom Verwaltungsgericht abgelehnt und die Wieseckaue inzwischen arg zerstört wurde, können noch einige Projekte – genannt wurden die Brücke über den neuen Teich und das Palmencafé - verhindert und Schaden von der Stadt abgewendet werden.
10 Millionen Euro könnten bei einer Absage zum jetzigen Zeitpunkt nach offiziellen Angaben noch gerettet werden.

Insbesondere verwahrten sich die BI-Mitglieder gegen die Darstellung, mit dem Urteil habe das Gericht die LaGa nun legitimiert oder ihr gar ein Gütesiegel verliehen.

Es hat lediglich festgestellt, dass das Bürgerbegehren formell nicht den Vorschriften entspräche.

Ein wichtiger Ansatz für das weitere Vorgehen ergebe sich aus dem Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Gießener Anzeigers, nach der sich die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger über die LaGa nicht ausreichend informiert sieht. Dazu passt, dass Details sowie Kosten geplanter Maßnahmen nur scheibchenweise in die Öffentlichkeit gelangen.

In diesem Zusammenhang werde auch die wiederholte Behauptung zurückgewiesen, die Wieseckaue habe sich in einem Pflegerückstand befunden. Im Gegenteil ist es hier auf Jahre gut gelungen, eine – gepflegte – Natur gleichzeitig als Freizeitgelände nutzen zu können. Auch wenn die Stadt jetzt sagt, dass bestimmte Begleitmaßnahmen nur durchgeführt werden könnten, weil es dafür Landeszuschüsse gibt, so sei dies nur die halbe Wahrheit. Denn genau der Teil, der abzüglich der Zuschüsse von gerade mal 22% übrig bleibt, muss von der Stadt bezahlt werden. Und unsere Stadt steht bereits jetzt vor der Insolvenz. Aus gutem Grund hat der damalige CDU-Kämmerer Kölb wegen der unkalkulierbaren Risiken der LaGa nicht zugestimmt.

Für die 4000 Unterzeichner des Bürgerbegehrens war der finanzielle Aspekt der LaGa ebenso wichtig wie die Zerstörung der Landschaft. Denn ihnen war klar, dass sie es sein werden, die dann wegen der Schulden mit höheren Tarifen und Gebühren zur Kasse gebeten werden und Kürzungen bei den freiwilligen Leistungen der Stadt hinnehmen müssen. Die BI fühlt sich nach wie vor den vielen Menschen, die sich gegen die LaGa ausgesprochen haben, verpflichtet und wird die Beschönigungen sowie Halbwahrheiten der Stadt aufdecken und mit der notwendigen Öffentlichkeitsarbeit versuchen, zu retten, was noch zu retten ist.

Für weitere Fragen oder Anmerkungen stehen wir hier oder unter der Mailadresse:
stopptdieselandesgartenschau@yahoo.de
gerne zur Verfügung!

* Unser nächstes Treffen ist am 19.04.2012 ab 19.45 Uhr im Nordstadtzentrum Gießen- wir freuen uns über jeden neuen und alten Interessenten.

* Am 21.04.2012 sind wir mit einem Infostand am Kirchplatz.

 
 
 

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Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
11.114
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 08.04.2012 um 18:42 Uhr
Danke Martina für die gute PM der BI!
Birgit Hofmann-Scharf
10.248
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 08.04.2012 um 20:08 Uhr
Auch ich danke für Euer "nicht klein kriegen lassen", Eure Motivationen, Eure Einsätze - zugunsten dieser Stadt und Bürger mit Hirn.
Wie erwähnt, gerne unterstütze ich Euch, so gut als möglich !
( Auch unser heutiges Tischgespräch, im privaten Rahmen, galt der unermüdlichen BI )
Stefan Walther
4.370
Stefan Walther aus Linden schrieb am 08.04.2012 um 20:15 Uhr
Was sollte sich auch an der Haltung der BI und der über 4.000 Unterzeichner geändert haben? Nur weil ein Gericht das Bürgerbegehren als für nicht zulässig erklärt hat ändert das doch nichts daran:
- dass die LaGa ein - vor allem - finanzielles Fiasko für Gießen bedeutet
- dass jetzt schon viele Menschen Gegner der LaGa sind
- dass sich laut Umfrage ca. die Hälfte der Gießener nicht richtig informiert fühlen
Wenn man manche - bis hin zu Teilen der örtlichen Presse - denken sie könnten die BI verunglimpfen, dann werden sie sich wieder einmal ein Eigentor schießen. Denn was die Menschen überhaupt nicht mögen ist, dass sie als dumm, unmündig und bevormundet bezeichnet werden. Die Menschen haben einen klaren Verstand, sie sind nicht auf die BI "hereingefallen", sondern sie wussten ganz genau warum sie für ein Bürgerbegehren unterschrieben haben. Und die, die noch nicht mitbekommen haben was die LaGa wirklich für Folgen haben wird, das sind nicht wenige, auch die wird die BI noch umfassend informieren, allein dies ist schon Grund genug, dass die BI weiter aktiv sein muss um den jetzt massiv zunehmenden, meist inhaltlosen, Werbesprüchen Argumente entgegen zu setzen!
Im Gegensatz zu vielen anderen nimmt die BI nämlich die Bürgerinnen und Bürger und ihre Meinung sehr ernst und wird ihnen niemals unterstellen, dass sie sich "über den Tisch ziehen lassen" würden.
Je mehr mit unsachlichen Phrasen gegen die BI vorgegangen wird umso mehr werden manche Befürworter die Bürgerinnen und Bürger gegen sich aufbringen.
Und die BI weiss auch, dass sie richtig gehandelt hat und weiter handeln wird. Denn, wenn der Gegner dich loben sollte, dann weisst du, du hast etwas falsch gemacht! :-)))
Birgit Hofmann-Scharf
10.248
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 08.04.2012 um 21:54 Uhr
"wir brauchen uns nicht weiter vor auseinandersetzungen,
konflikten und problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten,
denn sogar sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue welten.
heute weiß ich, das ist das leben! "
( Charlie Chaplin )
Stefan Walther
4.370
Stefan Walther aus Linden schrieb am 08.04.2012 um 21:56 Uhr
Sehr gut Birgit !!!
Michael Beltz
7.224
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 09.04.2012 um 16:28 Uhr
Wir machen weiter, wie Stefan Walther das formuliert hat. Dass Verhandlungen mit den LaGa-Befürwortern nutzlos sind, hat inzwischen wohl jeder gemerkt. Die ziehen ihr Ding durch, ob jemand von uns am Podium sitzt oder nicht.
Stefan Walther
4.370
Stefan Walther aus Linden schrieb am 09.04.2012 um 20:07 Uhr
Keine schlechte Einstellung Herr Sauter, von denen, die immer die "Haltung" bewahren, sich mit jeder und jedem gut verstehen ( ach Kollege, wir sind ja in verschiedenen Parteien, aber wie wär`s, wollen wir noch ein Bier zusammen trinken "Kollege".... ), von denen gibt`s viel zu viele, die machen lediglich ihren Job, ob nun haupt- oder ehrenamtlich, mit dem gemeinen Volk, da haben sie wenig am Hut!
Martina Lennartz
5.551
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 10.04.2012 um 12:28 Uhr
"Willst für die Freiheit du tapfer dich schlagen
zuerst mit kleinlichen Vorurteilen brich
Frage nicht viel, was die Gegner sagen
Und wenn sie dich loben, dann schäme dich"
Michael Beltz
7.224
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 10.04.2012 um 19:03 Uhr
Sehen Sie Herr Sauter, deswegen war ich auch dagegen, sich als BI auf eine Podiumsdiskussion mit den Befürwortern einzulassen. Alte Strategie der Herrschenden: lasst die Leute reden und Dampf ablassen, denn hier herrscht Demokratie mit Redefreiheit. Wenn die Leute dann nach Hause gehen und das Gefühl haben, denen habe ich es aber mal gesagt, dann, ja dann können wir in Ruhe weitermachen.
Millionen werden auf diese Weise dau gebracht, diese "Demokratie" als höchste Errungenschaft anzuerkennen.
In einem alten Arbeiterlied heißt es: "es macht mich ein Geschwätz nicht satt..."
Birgit Hofmann-Scharf
10.248
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 10.04.2012 um 19:25 Uhr
Herr Beltz, die von Ihnen beschriebene "Strategie der Herrschenden" ist für mich eine ganz großartige, neue Weisheit,
So oft wie ich diese Zeilen nun gelesen habe, so intensiv haben sich diese Worte nun auch in meinem Hirn festgesetzt.
Danke an Sie und alle, die ihr Wissen hier mit anderen "Unwissenden" teilen.
Michael Beltz
7.224
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 12.04.2012 um 18:51 Uhr
Wir sind alle nicht allwissend. Vielleicht gar nicht so schlecht, denn sonst hätten wir keine Fragen mehr.
Stefan Walther
4.370
Stefan Walther aus Linden schrieb am 12.04.2012 um 22:19 Uhr
Ich weiss ja nicht was Michael Beltz Ihnen empfehlen wird....
mein Tipp = BILD ist schon "heiß", vielleicht als Spürhund, um so genannte Sozialschmarotzer aufzuspüren? nee, nee, keine Banker, aber vielleicht Hartz IV - Bezieher, die sich evt. noch ein paar Euro dazu verdient haben, damit sie Fleisch nicht nur noch aus der Werbung kennen...
Stefan Walther
4.370
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.04.2012 um 21:46 Uhr
So hatte ich es auch gemeint, die wahren Sozialschmarotzer, das sind mit Sicherheit andere, und nicht die Hartz IV - Bezieher!
Michael Beltz
7.224
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 14.04.2012 um 16:51 Uhr
Ja Herr Sauter, werden Sie Stadtbaudirektor mit dem Nebenberuf Gestalter von Landesgartenschauen mit Sitz im Taunus. Oder eben Sozialschmarotzer wie die Oberen Zehntausend.
Martina Lennartz
5.551
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 18.04.2012 um 17:12 Uhr
Morgen, den 19.04., ist wieder ein Treffen der BI ab 19.45 Uhr im Nordstadtzentrum.
Lasst uns gemeinsam planen, damit wir noch retten können, was zu retten ist!!
Jede Idee ist willkommen :D
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Martina Lennartz

von:  Martina Lennartz

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