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Malerische Reisedokumente zeigen Sehnsuchtsland Brasilien

KunManfred Albrecht (l.) gab im Museum im Spital Einblicke in das Leben des Malers Fritz Steisslinger. Mit Landrätin Anita Schneider (2.v.l), Museumsleiterin Karin Bautz und den anderen Gästen kam er dabei ins Gespräch.
KunManfred Albrecht (l.) gab im Museum im Spital Einblicke in das Leben des Malers Fritz Steisslinger. Mit Landrätin Anita Schneider (2.v.l), Museumsleiterin Karin Bautz und den anderen Gästen kam er dabei ins Gespräch.
Gießen | Skizzen südamerikanischer Landschaften, farbintensiv und knapp gezeichnet auf einem A3-Spiral-Block lassen erahnen, wie es 1934 in Brasilien ausgesehen hat. „Die Bilder Fritz Steisslingers sind Reisedokumente von Landschaften, die in dieser Form heute nicht mehr existieren“, erklärte Kunstpädagoge Manfred Albrecht als er am Sonntag (1. April) durch die Sonderausstellung „Sehnsucht Brasilien. Bilder der ersten Reise 1934“ im Museum im Spital in Grünberg führte. „Ich möchte Ihnen gar nicht die einzelnen Bilder erklären, sondern vielmehr einen Einblick in das Leben des Böblinger Malers Fritz Steisslinger geben“, sagte er zu Einführung, was er schließlich auch tat.

Ein „eigener Charakter“ sei der Maler (1891–1957) gewesen, von Unruhe und Neugier getrieben mit einer großen Affinität zu Brasilien, die er mit dem Grünberger Völkerkundler und „Halb-Brasilianer“ Theo Koch teilte. Zahlreiche Landschaften, stets von einer Anhöhe aus gemalt, Portraits und Stadtansichten sind aktuell in Grünberg ausgestellt und laden zu sehnsuchtsvollen Träumereien ein.

Landrätin Anita Schneider war mit von der Partie als Manfred Albrecht die Ausstellung mit seinen Ausführungen zum Leben des Malers und den Werken bereicherte. Dass es dem Museum im Spital immer wieder gelingt, mit Sonderausstellungen eine Brücke zu Grünberg – in diesem Fall zum Südamerika-Forscher Theo Koch – zu schlagen, freut sie sehr. „So bieten Sie immer wieder neue Anregungen, ohne den Anspruch der Regionalität aufzugeben“, lobte sie Museumsleiterin Karin Bautz und die Mitglieder des Freundeskreises des Museums im Spital Grünberg.

Schnell kamen die Kunstinteressierten mit Landrätin Schneider nach dem Rundgang durch die Sonderausstellung auf das Museums- und Kulturangebot im Landkreis Gießen zu sprechen. Sie waren sich einig, dass sich das Angebot sehen lassen kann. Nicht immer werden die Sammlungen und Ausstellungen zur örtlichen Geschichte und Kultur mit Preisen bedacht, wie das Museum im Spital (Museumspreis 2010 der Sparkassen Kulturstiftung Hessen-Thüringen). Der unablässige Einsatz für Kunst und Kultur meist auf freiwilliger Basis sei aber stets ein wichtiger Baustein für ein hochwertiges Freizeitangebot im Landkreis Gießen, sagte die Landrätin.

Die Sonderausstellung „Fritz Steisslinger. Sehnsucht Brasilien. Bilder der ersten Reise (1934)“ ist noch bis zum 1. Mai zu sehen. Das Museum im Spital in Grünberg, Hintergasse 24, ist geöffnet mittwochs 18-20 Uhr, freitags, samstags sonntags 14-18 Uhr. Öffnungszeiten zu Ostern: Karfreitag geschlossen, Ostersamstag und -sonntag 14-18 Uhr, Ostermontag geschlossen.

KunManfred Albrecht (l.) gab im Museum im Spital Einblicke in das Leben des Malers Fritz Steisslinger. Mit Landrätin Anita Schneider (2.v.l), Museumsleiterin Karin Bautz und den anderen Gästen kam er dabei ins Gespräch.
KunManfred Albrecht (l.)... 
Manfred Albrecht (l.) führte durch die Sonderausstellung „Fritz Steisslinger. Sehnsucht Brasilien.“Landrätin Anita Schneider (5.v.l.) zeigte sich von den thematischen Sonderausstellungen im Grünberger Museum  beeindruckt.
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