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"Tanzdemo ist Zeichen von Intoleranz" Diskussion um Schutz des Karfreitags

Stiller Protest gegen Tanzdemo am Karfreitag“ am Stadtkirchenturm
Stiller Protest gegen Tanzdemo am Karfreitag“ am Stadtkirchenturm
Gießen | Mit dem "Karfreitags-Banner" am Stadtkirchenturm in Gießen drückt die Evangelische Kirche ihren stillen Protest gegen die von der Piraten-Partei angekündigte "Tanzdemo" am Karfreitag aus. Propst Matthias Schmidt nannte die Ankündigung provozierend und einen Ausdruck von "Intoleranz". Er empfinde das als "Verhöhnung und Verspottung".

Der Gießener Stadtverordnete der Piraten-Partei, Christian Oechler, hat in einem sozialen Netzwerk im Internet zum "Tanzen gegen das Tanz-Verbot" am Karfreitag aufgerufen.
Damit solle "gegen das Tanzverbot im Speziellen und für die Trennung von Staat und Kirche im Allgemeinen" demonstriert werden.

"Verhöhnung und Verspottung"
Anlässlich der Vorstellung der Karfreitags-Aktion der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau nannte der Propst für Oberhessen, Matthias Schmidt, die angekündigte Aktion eine Provokation. Wer wie die Piratenpartei für Toleranz und die Liberalisierung der Gesellschaft eintrete, könne nicht gleichzeitig den Glauben Anderer verspotten. Nicht anders könne die Einladung zum öffentlichen Tanz am Karfreitag auf dem Kirchenplatz verstanden werden. Schmidt
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Kirche (537)Karfreitag (11)
nannte es einen Ausdruck der " Intoleranz". Der gegen den Gesetzgeber gerichtete Protest werde zur "Verhöhnung und Verspottung" des christlichen Glaubens an einem der für Christen höchsten Feiertage. Der Protest verweigere demonstrativ Respekt denen gegenüber, für die der Karfreitag verbunden ist mit dem Gedenken an den Tod Jesu Christi.

Ärger über das gesetzliche Tanzverbot
Das Motiv für seine Aktion hatte der Vertreter der Piraten so erläutert: "Hast Du Dich auch schon oft über geschlossene Diskotheken und nicht stattfindende Veranstaltungen am Karfreitag und anderen kirchlichen Feiertagen geärgert? ... Aus diesem Grund findet eine Demo statt. Das Verbot ist nicht mehr zeitgemäß, denn es beschränkt die Rechte und diskriminiert die Freiheit von Andersgläubigen, Agnostikern und Atheisten an den besagten Feiertagen in unangemessener Weise."
Am Freitag hatte Oechler zunächst im Internet die Verlegung der Aktion auf den Kreuzplatz mitgeteilt und später darauf hingewiesen, dass die Demonstration von der Stadt verboten werde und er juristische Schritte dagegen plane.

Nicht auf dem Kirchenplatz
Zuvor hatte die Evangelische Kirche die Zustimmung verweigert, eine gegen sie und ihre Interessen gerichtete Demonstration auf dem Kirchenplatz zu billigen.
Über Veranstaltungen auf dem Platz, auf dem bis zur Bombardierung Gießens im Dezember 1944 die Stadtkirche stand,muss es nach einem so genannten "Gestattungsvertrag" Einvernehmen zwischen der Kirche und der Stadt geben. Nach der Zerstörung der Kirche hatte es die Evangelische Kirche 1949 gestattet, dass die verbliebenen Mauern abgebrochen und das Material für städtische Zwecke verwertet wurde. Als Gegenleistung verpflichtete sich die Stadt, das Grundstück als Grünanalage, erweitert um angrenzende Grundstücke, anzulegen.

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Kommentare zum Beitrag

Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 30.03.2012 um 15:57 Uhr
Es bleibt doch den Christen unbenommen, die Dogmen ihrer Kirche zu befolgen.

Die christliche Kirche sollte sich, statt hier Gift und Galle zu spucken, lieber einmal fragen, warum sie befürchten dass Christen an dem karfreitäglichen Tanzvergnügen teilnehmen könnten und damit womöglich ihr Seelenheil gefährden??? Sind die Dogmen nicht stark genug? ist der Glaube nicht stark genug?

Der Jesus, auf den sie sich beziehen ist historisch unbelegt, seine Taten sind historisch unbelegt und es steht zu befürchten, dass sich ein paar Leute um das Jahr 50-80 nach der Zeitenwende hingesetzt haben und ihn um ihres Profites und Einflusses halber samt seinen Taten einfach erfunden haben.

Es bleibt allen Gläubigen unbenommen an ihn zu glauben. Deswegen sollte man sie auch nicht verhöhnen. Aber es ist eben Glauben und nicht Wissen.

Allen anderen Menschen Vorschriften im öffentlichen Raum zu machen steht einer Glaubensgemeinschaft nicht zu! Seien es Christen, Moslems, Buddhisten, Zoroastrier, Natur-, Alt- und Neu-religiöse oder wer sonst auch immer. Bitte kümmert Euch um Euch selbst und lasst alle anderen mit Euren Glaubensvorschriften in Ruhe!

Es ist ja nun nicht so, dass in Kirchen getanzt werden soll oder jemand Kirchen abreißen will, da könnte ich die Empörung ja noch verstehen...
Ullrich Drechsel
1.714
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 30.03.2012 um 16:07 Uhr
Eine angemessene Antwort - herzlichen Dank! Eine Freundin auf Facebook schrieb sinngemäß zu diesem Thema: Wenn die Kirchengegner unbedingt am Karfreitag tanzen möchten, dann können sie doch auch auf die restlichen kirchlichen Feiertage verzichten und auf Arbeit gehen. Damit würden sie der Gesellschaft einen deutlich besseren Dienst erweisen.
Klaus Stadler
3.319
Klaus Stadler aus Reiskirchen schrieb am 30.03.2012 um 16:36 Uhr
Herr Drechsel,stimme Ihnen voll zu.
Michael Beltz
4.645
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 30.03.2012 um 17:00 Uhr
Die Piraten sind so tolerant, dass sie ihre Tanzveranstaltung für den Nachmittag geplant haben, um keine Veranstaltungen der Kirchen zu stören. Wir müssen uns gegenseitig respektieren und nicht stören. Mich stört morgens um 7 Uhr das Geläute des Stadtkirchenturms.
Ich werde niemandem vorschreiben wollen, dass er/sie am 1. Mai zur Mai-Demo kommen soll.
Es gibt bei uns offiziell keine Staatsreligion,die Trennung von Staat und Kirche wird in der Praxis nicht vollzogen.
Hermann Menger
1.864
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 30.03.2012 um 17:17 Uhr
Ich sehe es auch so wie Propst Matthias Schmidt, dass die Ankündigung der Tanzdemo an Karfreitag ein Ausdruck von Intoleranz ist. Ähnlich sieht es auch unser Regierungspräsident, Herr Dr. Lars Witteck. In einem ausführlichen Beitrag zu diesem Thema (veröffentlicht in der GAZ vom 29.03.12 auf Seite 5) hat er dazu gesagt: "Das Gebot der Toleranz wird für den Tanz an Karfreitag allzu gern ausgehebelt. Nicht diejenigen, die Karfreitag still begehen wollen, müssen die tolerieren, die tanzen. Sondern die Tänzer sollten allein an einem besonderen Tag im Jahr Achtung und Respekt vor einer unentbehrlichen Kultur beweisen, die unser Land mit einer enormen Kraft prägt. Sie ginge verloren, wenn man vordergründigen Erlebnishunger, Individualismus und Freiheitsdenken herrschen lassen würde."
Ich bin froh, dass unser Regierungspräsident das so sieht.
Carsten Schlote
28
Carsten Schlote aus Lahnau schrieb am 30.03.2012 um 18:09 Uhr
Ich kann die zivilisatorischen Leistungen der christlichen Kirchen absolut nicht sehen. Wir verdanken diesen Institutionen 1000 Jahre schwärzestes Mittelalter, Kreuzzüge und Glaubenskriege, Hexenverbrennungen, Verfolgung von Andersdenkenden, Bücherverbrennungen und Verleugnung von Wissenschaft und gesundem Menschenverstand.
Erst die - leider erst teilweise vollzogene - Trennung von Staat und Reglion hat Deutschland zu dem gemacht, was es heute ist. Andernfalls würden wir heute noch unterdrückt von der gefälligen Allianz der feudalen und geistlichen "Führer", welche den gemeinen dummgehaltenen Pöbel zur Erzielung eines leistungslosen Auskommens ausbeuten.
Die Sonderrechte und Privilegien der Kirchen sind zu beenden. Kirchliche Feiertage sind dem gesetzlichen Urlaubsanspruch zuzuschlagen. Es steht dann jedem Gläubigen egal welcher Gemeinschaft frei, sich zu seinen Feiertagen frei zu nehmen.
Ullrich Drechsel
1.714
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 30.03.2012 um 19:31 Uhr
Lieber Herr Holler, bisher sind alle vor Ihnen schon ausgestorben, die Ihre merkwürdige Zuversicht teilten. Auch Sie wird dieses Schicksal vermutlich ereilen - wobei es aber Hoffnung für Sie gibt. Beim Christ-Sein geht es nämlich weniger um Religion, sondern um Evangelium. Das ist die Frohe Botschaft für Leute, die sich gern grundlegend ändern möchten. Übrigens: Weltweit gesehen sind die Christen die am deutlichsten und schnellsten wachsende Gemeinschaft - z.Z. ungefähr zweikommafünf Milliarden. Die prägen ganze Kulturlandschaften rund um die Welt, egal was ein kleines Häufchen deutscher Atheisten darüber denkt.
Ullrich Drechsel
1.714
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 30.03.2012 um 19:56 Uhr
... womit sich zeigt, dass Sie von Afrika, Aids und wie und wodurch sich die Seuche hier wirklich ausbreitet, keine Ahnung haben.
Thoralf Trundilson
220
Thoralf Trundilson aus Gießen schrieb am 30.03.2012 um 20:03 Uhr
Ich lach mich schlapp. Besser als Realsatire!
Thoralf Trundilson
220
Thoralf Trundilson aus Gießen schrieb am 30.03.2012 um 20:12 Uhr
Endlich wird es mal gesagt: Das Terror-Geläute der Kirchtürme soll endlich aufhören! Was soll das?

Jeder und jede kann selbst entscheiden wann es Zeit ist, auf die Uhr zu schauen. Was soll die Lärmbelästigung? Welche gesetzliche Grundlage gibt es dafür? Das Geschrei wäre groß, wenn jeden Morgen um 7.00 Uhr und am besten jede volle Stunde in *gleicher* Lautstärke elektronische Tanzmusik ertönen würde.

Ich spekuliere mal, wenn sich die Piraten das demnächst auf die Fahnen pinnen (also das Vorgehen gegen Kirchenläuten, nicht das mit der Tanzmusik), dann sind sie bald bei 20%, es wäre nicht das schlechteste, was passieren könnte. Die katholische Kirche soll erstmal für Aufklärung in ihrem jüngsten Skandal sorgen,

http://www.taz.de/!89957/

bevor sie die unbescholtenen Mitbürger_innen weiter mit ihren Glocken belästigt!!!
Antje Amstein
5.864
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 30.03.2012 um 23:48 Uhr
Hier ein wenig Nachhilfe in Geschichte: Ostern ist das Fest der Auferstehung http://www.druiden-modern.ch/ostern.html

Der Glockenterror ist Körperverletzung!
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 31.03.2012 um 09:31 Uhr
Ich sehe das folgendermaßen:

Wenn Christen nicht tanzen wollen am Karfreitag, aus welchen Gründen auch immer, dann sollen sie nicht tanzen. Da hat ihnen niemand rein zu reden denn es betrifft außer ihnen niemand anderes.

Wenn Nichtchristen an einem kirchlichen Feiertag tanzen wollen, sollten ihnen allerdings die Christen ebenfalls nicht reinreden.

Und zum Thema Feiertage: ich wäre dafür, dass jeder 8 zusätzliche Urlaubstage im Jahr hat, die er/sie für seine persönlichen Glaubensfeiern einsetzen kann. Die ihm auch vorrangig von seinem Arbeitgeber gewährt werden müssen.
Im Gegenzug werden sämtliche christlich-kirchlich-glaubenstechnischen und alle ideologisch bedingten Feiertage abgeschafft.

Ich finde, der Nationalfeiertag ist Feiertag genug. Mehr Feiertage braucht es nicht und auch den nicht unbedingt. Den Rest sollte jeder zu seiner persönlichen Disposition haben.

Ich muss mir schließlich für meine Glaubens-Feiertage auch Urlaub nehmen oder nach Feierabend feiern und habe im Endeffekt nix von den zwangsverordneten Kirchenfeiertagen außer arbeitsfrei an Tagen die ich mir nicht aussuchen kann.

Und das Gerede von der "Terror"bimmelei finde ich schon sehr weit hergeholt... kann man so ein Thema nicht wie unter vernünftigen Menschen behandeln?
Antje Amstein
5.864
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 31.03.2012 um 11:47 Uhr
Es gibt Menschen die Nachts arbeiten müssen, auch diese haben das Recht auf Erholung!


"Es gibt Menschen, die sich immer angegriffen wähnen, wenn jemand eine Meinung ausspricht." Christian Morgenstern, 1871-1914
Martin Kewald-Stapf
433
Martin Kewald-Stapf aus Gießen schrieb am 31.03.2012 um 13:23 Uhr
GUT SCHLAFEN ....das ist die Lösung , wer schläft der tanzt nicht, stört sich nicht an Glocken, respektiert die Rechte seiner Mitbürger ---- egal ob hier oder in Afrika , verbrennt keine Hexen und so weiter.... und nach dem Tanzen sind die Tänzer eh am schlafen wieder. (Satire)
Der Schlaf

Der Schlaf schickt seine Scharen in die Nacht,
Unholde, Legionen auf Legion...
Vom Rücken schleichen sie ihr Opfer an,
auf leisen Tatzen, und umarmen es,
wie Bären, unentrinnbar und geräuschlos, -
bis alle Muskeln ihm erschlafft, und stumm
von ihrer Brust der Leib zu Boden rollt...
Und wenn so alles hingebettet liegt,
so traben sie zu ihrem Herrn zurück,
und ihr Gebrumm erfüllt wie dumpfer Donner
die düstren Waldgebirge seines Reichs.

Christian Morgenstern
Thoralf Trundilson
220
Thoralf Trundilson aus Gießen schrieb am 31.03.2012 um 13:26 Uhr
Ich würde auch, neben erheiternder Polemik, eine nüchterne Betrachtung vorschlagen. In Frankfurt gibt es gerade viel Frust über den Fluglärm. Eigentlich wäre es doch ganz einfach, die Dezibel zu messen. Dann gibt es Gutachten von Ärzten usw. Für Menschen, die nahe am Kirchturm wohnen, kann die regelmäßige Belastung unter Umständen schon gesundheitsschädigend sein.

Ich fände auch ein experimentellen Versuch, wie oben schon angedeutet, ganz interessant. Einfach genauso oft in gleicher Lautstärke den Ruf eines Muezzins oder eben Rock- oder Technomusik abspielen. Mal sehen wie viele Leute sich davon gestört fühlen würden, und ob sie mit Gesundheitsgefährdung argumentieren würden.

Und interessant wären tatsächlich die gesetzlichen Bestimmungen, bzw. die erlaubten Obergrenzen.
Martin Kewald-Stapf
433
Martin Kewald-Stapf aus Gießen schrieb am 31.03.2012 um 14:01 Uhr
Interessant ist auch immer die Betrachtung der Strukturen in Raum und Zeit.
- War die Lärmquelle erst da --- oder derjenige der sich gestört fühlt ?
-Ein Geographieprofessor in Marburg sagte einmal ...... das es immer wieder Hochwasseropfer am Ganges gibt liegt daran das die Leute es sich ausgesucht haben , ausgerechnet im fruchtbaren Hochwassergebiet zu siedeln.
-Bei einem Schweinezuchtbauern in Amöneburg wurde gerichtlich ein Stinkradius festgelegt in dem kein Baugebiet ausgewiesen werden durfte um späteren Beschwerden vorzubeugen.

Emissionsbelastungen sind eben generell sowohl messbar als auch subjektiv individuell wahrnehmbar.

Aber das ist ein anderes Problem .
Antje Amstein
5.864
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 31.03.2012 um 14:02 Uhr
Das Glockenläuten hat nichts mehr mit dem Glauben, sondern nur mit falsch verstandener Tradition zu tun.
Nicht alle Menschen haben die Möglichkeit sich ein Eigenheim auf dem Lande zuleisten! Wenn Sie ansprechen wer zu erst da war, können wir ganz weit ausholen und sagen die Kirche war es nicht!
Lärm macht krank!
http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A4rm
Antje Amstein
5.864
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 31.03.2012 um 14:13 Uhr
Jeder der hier ein Veranstaltungshinweis abgibt, ist nach Ihrer Meinung auch bei jeder Veranstaltung dabei?
Als Pressesprecherin für verschiedene Organisationen gebe ich Informationen weiter!
Martin Kewald-Stapf
433
Martin Kewald-Stapf aus Gießen schrieb am 31.03.2012 um 14:16 Uhr
Ein Guter Einwurf denn grade auf dem Land gehören die Glocken dazu---------- Ich fand es als Kind schon schön und praktisch das, wenn es hell wurde der Gockel krähte,
morgens und abends um sechs und mittags die Glocken .
Meine Mutter richtete sich nach dem Tuten des Bähnchens wann sie aus dem Haus zur Arbeit musste zum Bahnhof noch.
In Marburg kräht der Rathausgockel und in Amöneburg gibt es ein Glockenspiel am Rathaus .

Das gehört alles zu unserer Heimat .
Antje Amstein
5.864
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 31.03.2012 um 14:43 Uhr
Jeder empfindet anders! In dem Artikel geht es um Toleranz und diese sollte für alle gelten! Jeder sollte die Meinung des anderen akzeptieren, wir mußten die Nazis durch Gießen ziehen lassen und dies Schlußendlich Ohnmächtig akzeptieren!
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 31.03.2012 um 14:52 Uhr
Vor allem finde ich es schon ziemlich krass, mit welcher Verve die Kirche davon spricht, dass sie verhöhnt und verspottet werde... das lässt an alte Zeiten mit Fürstbischöfen denken... sind die nicht schon lange vorbei?

Dass die Kirche auf ???ihrem eigenen Grundstück??? oder auf einem Grundstück wo sie vertraglich ein Einspruchsrecht hat so eine Veranstaltung verbietet ist ihr gutes Recht. Das wird wird ihnen wohl auch kaum jemand streitig machen.

Für alles was darüber hinaus geht, gibt es §166 StGB und kann gerichtlich geklärt werden.

Der Rest ist nur Propaganda - oder um vielleicht in einer von Kirchenleuten besser verstandenen Sprache zu reden: "tönendes Erz und klingende Schelle"! (1. Kor. 13) Auch von der Liebe zu den Menschen von der in diesem Text die Rede ist, kann ich bei den im Artikel erwähnten Kirchenfunktionären bislang nichts erkennen.

Stellt sich mir die Frage: Ist den Kirchenkadern ihr eigenes heiliges Buch samt Inhalt eigentlich egal???
Antje Amstein
5.864
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 31.03.2012 um 15:41 Uhr
Ich muß mich doch jetzt bei den Anhängern der Pankratius Gemeinde entschuldigen, durch die Veranstaltungen in der Kapelle zeigen sie Toleranz!
Dort bekommen Anhänger der Pagan-Szene ein Sprachrohr und jeder kann den heidnischen Klängen lauschen. Das ist Toleranz!
Florian Schmidt
2.364
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 31.03.2012 um 16:40 Uhr
Liebe Kirche 2012 ist das Jahr in dem wir Leben. Die Zeiten wo ihr die Bürger in Angst und Dummheit gelassen habt sind zum Glück vorbei. Und wenn es den ersten schwulen oder weiblichen Papst gibt bin ich bereit mit euch über Tolleranz zu sprechen.
Martin Wagner
1.560
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 31.03.2012 um 17:39 Uhr
Als Linkskatholik kurz etwas "wohl formuliertes"(+) zur Evangelischen Kirche. Denn um diese handelt es sich ja hier. (Obwohl die Angriffe gegen Glaubensgemeinschaften auch die Katholiken betreffen.)

Den Mut der evangelischen Kirchenfürsten (ob die Masse der evangelischen Gläubigen auch so denkt bezweifele ich ...) mit Hilfe des Staates gegen Andersgläubige bzw. Nichtgläubige publizistisch vorzugehen, ist ihrer relativen Machtposition innerhalb der Gesellschaft geschuldet.

Formal gibt es zwar die Trennung von Kirche und Staat, aber - und das lässt sich aktuell ja bei dem heissen Thema in Giessen klar nachweisen - da gibt es personelle Querverbindungen zwischen dem Machtapparat der evangelischen Ortskirche und dem was ich anderswo "den herrschenden Block" in der Stadt genannt habe. Der Begriff "staatstreue Kirche" ist meines Erachtens dafür sehr treffend.

Das war nicht immer so. Nachdem die Kirchenobersten bis fast zuletzt mit den Nazis in einem Boot gesessen haben, mussten sie zulassen, dass Niemöller kurz nach dem Kriege in Hessen Kirchenpräsident werden konnte. Ein Mann, der - obwohl in jungen Jahren glühender Nationalist - in der Lage war über seinen Schaden zu springen und der zu den führenden Köpfen der Bekennenden Kirche zählte. Ich habe es nie verstanden, wie diese in meinen Augen fortschrittliche Position wieder durch einen Schmusekurs mit den Mächtigen aufgegeben werden konnte.

Soweit zum ideologischen Hintergrund. Praktisch halte ich das Banner am Kirchenturm für gewagt. Ich denke die Grundstimmung in der Bevölkerung ist eindeutig gegen Sonderrechte für Glaubensgemeinschaften. Deswegen ist es unklug gerade politische Parteien (auch wenn die Piratenpartei im Moment noch nicht so stark ist ..) heraus zu fordern, denn bekanntlich sitzen die im Bundestag .... Wenn erst einmal das Karfreitaggesetz gefallen ist, dann möchte ich das "heulen und zähneknirschen" der Kirchenfürsten mal hören ....!

Sicher ist die katholische Amtskirche nicht weniger reaktionär wie die evangelischen Kirchenfürsten. Da sie in Giessen aber eine kleine Minderheit ist (und mir keine personellen Querverbindungen zu den städtischen Machtzentren bekannt) stellen sich da solche Fragen nicht.

Ich bezweifle aber, dass sie auch bei Gelegenheit, sich so eng an den vorhandenen Staat anschmiegen würde, wie das die evangelische Kirche macht. Die theologische Gründe dafür dürften die meisten Kommentatoren dazu weniger interessieren.

(+) naheliegend diese Form zu wählen, denn die beiden christlichen Glaubensrichtungen sollen ja langfristig wieder zusammen finden .....
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 31.03.2012 um 18:17 Uhr
Ich denke, wir können die Nazi-, Pädophilen-, Hexenverbrennungs- und Ureinwohnervernichtungskeule stecken lassen.

Es geht um das hier und jetzt und wer, wie die Kirche, im Glashaus sitzt und Toleranz von anderen einfordert, der sollte nicht mit Steinen werfen und anderen gegenüber so intolerant sein.

Sollen sie machen was sie wollen und was mit den Menschenrechten vereinbar ist, in ihren Kirchen, auf ihren Grundstücken und auf ihren Veranstaltungen - aber doch bitte nicht ständig etwas von anderen einfordern was sie selbst nicht zu geben bereit sind.
Sandra Ferber
329
Sandra Ferber aus Staufenberg schrieb am 31.03.2012 um 19:16 Uhr
Ob das "ein Ausdruck von Intoleranz" ist, wenn zum demonstrativen Tanz am Karfreitag ausgerechnet auf dem Kirchenplatz aufgerufen wird, weiß ich nicht. Zynisch, respektlos, unfreundlich und ziemlich daneben finde ich es allemal...

Wenn der Mann der Nachbarin gestorben ist, dann lade ich doch auch nicht zur Party auf ihrem Hinterhof ein. Auch dann nicht, wenn ich die Frau nicht leiden kann, den Mann ohnehin doof fand oder ich mir ziemlich sicher bin, dass die Gute sich den Kerl nur halluziniert hat.
Antje Amstein
5.864
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 31.03.2012 um 21:21 Uhr
Wie wir jetzt alle wissen gehört der Kirchplatz der Kirche, damit können sie machen was sie wollen! Der Rest der Welt gehört der Kirche nicht, folgedessen können sie auch nicht über andere Entscheiden! So tanzen wir an einer anderen Stelle.

Was Ihr Nachbar damit zu tun hat verstehe ich nicht!
Sandra Ferber
329
Sandra Ferber aus Staufenberg schrieb am 01.04.2012 um 00:14 Uhr
Ich persönlich beziehe mich hier konkret auf den Beitrag, unter dem diese Diskussion stattfindet. Und da ging es nunmal nicht darum, am Karfreitag "irgendwo" zu tanzen, sondern konkret darum, am Karfreitag demonstrativ auf dem Kirchenplatz zu tanzen. Das ist meines Erachtens aber einfach weit, weit über das Ziel hinausgeschossen...

Ich finde es auch ziemlich traurig, dass Menschen, die sich in solchen und ähnlichen Diskussionen wie dieser hier gegen "die Kirche" ereifern, vergessen zu scheinen, dass "die Kirche" zu einem Großteil aus Menschen wie du und ich besteht. Mit solchen Aktionen verpasst man nicht "der großen bösen Kirche" eine - sondern verletzt unter Umständen ganz reale Gefühle von ganz realen Menschen.

Ist das denn wirklich unbedingt nötig?

Außer "gesundem Menschenverstand" gibt es in jedem Fall auch noch sowas wie Mitgefühl, Freundlichkeit und Nächstenliebe. Sollte es zumindest. Finde ich.
Antje Amstein
5.864
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 01.04.2012 um 01:23 Uhr
Sandra Ferber
329
Sandra Ferber aus Staufenberg schrieb am 01.04.2012 um 01:47 Uhr
Ich muss ganz ehrlich sagen, in den 37 Jahren meines bisherigen Lebens bin ich irgendwie nie mit dem Karfreitags-Tanzverbot kollidiert - insofern habe ich persönlich mich auch noch nie davon eingeschränkt oder gar "gezwungen" gefühlt.

Ich denke auch schon, dass es dabei mehr "ums Prinzip" geht und nicht um die Tatsache an sich, dass an genau diesem einen Freitag im Jahr eben nicht öffentlich getanzt werden kann. "Bei sich zuhause" darf in dieser Hinsicht ja nun jeder machen, was er will, insofern sehe ich auch nicht, dass das ein solch großer "Eingriff ins Privatleben" wäre. Oder ist es dann auch ein Eingriff ins Privatleben, dass ich um Mitternacht nicht im Hallenbad schwimmen kann, dass ich morgens um fünf mir im Kino keinen Film ansehen kann, obwohl ich das doch vielleicht partout gern genau dann würde?

Ich weiß nicht, ob ich per Gesetz verordnetes rücksichtsvolles Verhalten sinnvoll halten soll. Mit Ihrem letzten Satz stimme ich in jedem Fall dennoch nicht überein, Herr Baumert. Das müsste doch dann nämlich für JEDES Gesetz gelten, und dann wäre ja auch gleich unsere ganze Gesellschaft "wahrscheinlich sowieso verloren", weil sie Gesetze gegen Diebstahl, Vergewaltigung, Mord etc. braucht statt darauf zu vertrauen, dass schon alle sich selbst frei dafür entscheiden werden, nicht zu stehlen, zu vergewaltigen oder zu morden....
Sandra Ferber
329
Sandra Ferber aus Staufenberg schrieb am 01.04.2012 um 10:47 Uhr
Herr Baumert, ich wollte mit diesem, wie Sie finden, Apfel-und-Birnen-Vergleich lediglich darauf hinweisen, dass es jede Menge Dinge gibt, die man nicht zu jedem beliebigen Zeitpunkt tun kann - und dass das vermutlich niemand so höchst dramatisch findet, dass er in dem Zusammenhang von Zwang und Eingriff ins Privatleben sprechen würde.

Nochmals: es geht hier um EINEN Freitagabend, an dem es also nunmal nicht möglich ist, ÖFFENTLICH zu tanzen. Ehrlich gesagt denke ich, es gibt größere Probleme. Und sinnlosere Gesetze.

Herr Baumert, wenn aber Ihr Seelenheil davon abhängt, unbedingt und ausgerechnet an diesem einen Tag zu tanzen, dann organisieren Sie doch 'ne private Party! Da zwingt und hindert Sie und verbietet Ihnen doch niemand was! :-)
Michael Beltz
4.645
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 01.04.2012 um 11:05 Uhr
Zeigt nicht die heiße Diskussion, wie die Suche nach Gott gerade in schwierigen Zeiten immer wieder neu gestellt wird. Verbrechen hat es immer gegeben, warum nicht auch durch die Kirchen, ja, auch in der heutigen Zeit. Verirrte Priester haben sich aus innerer Sehnsucht den Knaben zugewandt.
Aber darum geht es doch nicht. Tanzen oder nicht tanzen ist hier die Frage. Lärm oder nicht Lärm. Geben oder nehmen.
Wie sagte einst Matthias Beltz: Wenn mir Hesse gebbe, gebbe mir gern. Aber mir gebbe nix.
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 01.04.2012 um 11:08 Uhr
Es ist halt nicht wirklich nachvollziehbar, dass in einem weltlichen Staat die Kirche bestimmt, ob im öffentlichen Raum und in Lokalen getanzt werden darf oder nicht.
Antje Amstein
5.864
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 01.04.2012 um 11:14 Uhr
Frau Ferber, nach einer bestimmten Glaubensrichtung dürfen Sie nicht unverhüllt auf die Straße! Richten Sie sich jetzt danach oder sind Sie Intolerant?
Sandra Ferber
329
Sandra Ferber aus Staufenberg schrieb am 01.04.2012 um 12:22 Uhr
Frau Schepp, das mag sein. Mir persönlich ist die Beeinträchtigung, die ich dadurch erfahre, halt deutlich zu gering, als dass ich gewillt wäre, mich darüber aufzuregen... Die Energie lässt sich an anderen Stellen wesentlich sinnvoller einsetzen.

Frau Amstein, wenn es dabei um EINEN Tag geht, an dem ich mich verhüllen soll - klar, warum nicht?! Und wenn ich dazu keine Lust habe, dann bleib ich eben an dem einen Tag daheim. Wo ist das Problem? Warum kann man nicht mal einen kleinen persönlichen Nachteil oder eine Unbequemlichkeit in Kauf nehmen zugunsten etwas, das für andere wirklich wichtig ist und ihnen sehr am Herzen liegt?

Aber eigentlich wollte ich hier auch nicht über die grundsätzliche Frage diskutieren, ob dieses Gesetz sinnvoll ist oder abgeschafft gehört. Mir persönlich ist dieses Gesetz schlichtweg egal; es tangiert mich nicht.
In dem Artikel hier ging es aber um eine ganz konkrete Aktion - nämlich das demonstrative Tanzen auf dem Kirchenplatz -, durch die der Missmut einiger Menschen über dieses Gesetz zum Ausdruck gebracht werden sollte - und die finde ich so oder so völlig daneben und komplett übers Ziel hinausgeschossen. Ich glaube, dass sich ziemlich viele nette Menschen dadurch sehr wohl persönlich verhöhnt und in ihren Gefühlen verletzt gefühlt hätten. Das muss einfach nicht sein. Da gäbe es andere Mittel. Punkt.
Antje Amstein
5.864
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 01.04.2012 um 12:43 Uhr
Ich kenne auch viele Menschen die sich durch das betreten von Ritualstätten verhöhnt und in ihren Gefühlen verletzt fühlen. Das der Kirchenplatz der Kirche gehört, konnte ja kaum einer Wissen! Da sich ja dort die Stadt austobt Kollektives Komasaufen und Volksfeste stattfinden!

Der obige Beitrag hat uns die Gewissheit gebracht, wir müssen jetzt nicht mit der Stadt wegen der Umgestaltung streiten, sondern mit der Kirche!
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 01.04.2012 um 16:51 Uhr
Bei dem Tanzverbot geht es nicht um einen Ritualplatz sondern um den gesamten öffentlichen Raum in Deutschland.

@Frau Ferber: Wenn Sie nichts gegen das Verhüllen an einem Tag haben, dann können Sie sich ja an allen Tagen verhüllen... ist halt heute ein Tag, morgen ein Tag... laut Ihrer Logik macht das ja nix...

Also wo hört man mit "ach so ein bisschen macht ja nix" auf??? Alternativ könnte man, wie zum Teil in England, vielleicht gleich die Shariah einführen???

Wie gesagt: Auf den Grundstücken und in den Kirchen und wo sonst noch die Kirche vertraglich was zu sagen hat kann sie gerne nach eigenem Gutdünken verfahren. Kein Stress, keine Aufregung, kein Problem.
Michael Beltz
4.645
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 01.04.2012 um 17:23 Uhr
Ein kultureller Beitrag mit einem kleinen Gedicht!:

Die Glocke stört,
es stört der Muezzin.
Man bringe sie zum Schweigen,
die wie ihn.

(aus: "Recht auf Gleichbehandlung" von Peter Hacks)
Peter Herold
20.528
Peter Herold aus Gießen schrieb am 03.04.2012 um 15:46 Uhr
Haben wir hier in Deutschland, haben die FDP und Piraten eigentlich nichts anderes zu?
Es gibt einfach Dinge die sollten von allen respektiert werden. Ich störe mich z.B. nicht daran, dass überall Wahlplakate aufgehängt werden, mich stört aber, dass es Behinderten nicht möglich ist nach Geschäftsschluss und an Sonn- und Feiertagen nicht über das E-Klo gehen können. Sollten sich die Parteien nicht eher dafür einsetzen, dass die entsprechende UN-Resolution "Barrierefreiheit" umgesetzt wird.
Das nur als beispiel dafür wofür sich Parteien sinnvoll einsetzen können, ohne populistisch agieren zu müssen.
Hermann Menger
1.864
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 03.04.2012 um 16:38 Uhr
Ich stimme Ihnen voll zu, Herr Herold!
Peter Herold
20.528
Peter Herold aus Gießen schrieb am 03.04.2012 um 19:08 Uhr
Ich finde einfach es soll eine gewisse Toleranz gegenüber anderen geben.
Antje Amstein
5.864
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 03.04.2012 um 20:39 Uhr
Herr Menger ist bei Ihnen alles ohne Barrieren! Wo bleibt die Toleranz allen Menschen gegenüber?
Die meisten Menschen werden dazu gezwungen an bestimmten Feiertagen still zu sein, nur die Bahn darf die ganzen Feiertage durch uns mit Krach verwöhnen! Wir sind doch nicht alle gleich!
Antje Amstein
5.864
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 03.04.2012 um 21:01 Uhr
Alle Allergiker und Lungenkranke fordern ein Gesetz gegen Feuerwerk! An Silvester, zur Messe und zu anderen Gelegenheiten darf keine Pyrotechnik mehr verwendet werden!
Antje Amstein
5.864
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 03.04.2012 um 21:57 Uhr
Dann müssen wir alle es so wie die Amerikaner machen und die Suchtmittelhersteller in Regress nehmen! Wir brauchen kein Feuerwerk schaffen wir es ab! Die Kirche wird es freuen, immerhin ist da jemand geboren wurden!
Hermann Menger
1.864
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 03.04.2012 um 23:15 Uhr
@Frau Amstein: Bei uns in der Freien evangelischen Gemeinde ist alles ohne Barrieren und behindertengerecht eingerichtet. Sie können gerne mal vorbei kommen und sich selbst davon überzeugen.
Peter Herold
20.528
Peter Herold aus Gießen schrieb am 04.04.2012 um 13:01 Uhr
War der Beitrag nicht "Tanzdemo ist Zeichen von Intoleranz".
Also ich werde weiter am Karfreitag nicht tanzen gehen, sondern daran denken, was dieser Tag für uns Christen bedeutet.

Frohe Ostern allen.
Michael Beltz
4.645
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 04.04.2012 um 16:23 Uhr
Hier wird gefordert, Politiker sollen sich um Barrierefreiheit kümmern. Haben einige wenige gemacht. Dazu habe ich vor ein paar Tagen hier einen Beitrag geschrieben.
Das ist dennoch keine Alternative. Ich trete für strikte Trennung von Staat und Kirche ein. Gleichzeitig habe ich kein Interesse daran, einen Kampf gegen Religionen oder Kirchen zu führen. Und das sollte auf Gegenseitigkeit beruhen.
Peter Herold
20.528
Peter Herold aus Gießen schrieb am 04.04.2012 um 19:07 Uhr
Also ich schreibe nochmal was ganz kurz zu der Flagge mit der durchbohrten Hand.
Da wird von diesen Tanzütigen doch ernsthaft gemeint, das Victoriezeichen stände für Sieg in der Auseinanderstzung um die Tanzdemo.
Diese Leute haben keine Ahnung ;-) . Es steht dafür, dass Jesus Christus den Sie über den Tot errungen hat.
So einfach ist das.
Hermann Menger
1.864
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 04.04.2012 um 19:32 Uhr
Herr Herold, Sie haben es verstanden und richtig gestellt.
Man könnte meinen, ich hätte "das Thema verfehlt", aber ich hatte nur auf Frau Amsteins Frage geantwortet.
Peter Herold
20.528
Peter Herold aus Gießen schrieb am 04.04.2012 um 19:40 Uhr
Musste natürlich Sieg heißen, aber Sie wissen es ja.

Frohe Ostern
Antje Amstein
5.864
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 05.04.2012 um 14:34 Uhr
@ Frau Stapf : "dann dürfen diese Menschen aber auch nicht mehr rauchen"

Nach neuesten Schätzungen geht man davon aus, dass derzeit 4 - 8 Millionen Deutsche an chronisch obstruktiver Bronchitis erkrankt sind. 15 Prozent davon sind Kinder. Allergiker und Lungenkranke sind nach Ihrer Meinung selbst Schuld, da alle Raucher sind?
Peter Herold
20.528
Peter Herold aus Gießen schrieb am 05.04.2012 um 15:14 Uhr
Also ich frage mich was soll durch die Tanzdemo erreicht werden? Tanzen erlauben am Karfreitag?, keine Toleranz gegenüber den Gefühlen der Christen?, oder soll der Feiertag abgeschaft werden?
Nichts gegen letzteres, denn ich als Rentner muss nicht mehr arbeiten, die Arbeitgeber und de Staat wären glücklich, die Tanzwütigen könnten tanzen und ich glaube fast ein wirklicher Christ würde einen Urlaubstag opfern und den dem Tag angemessen verbringen.

Frohe Ostern
Ullrich Drechsel
1.714
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 05.04.2012 um 15:58 Uhr
Frau Amstein, es ging um die RAUCHER, die sich und andere krank machen - nicht um die, die sozusagen ohne eigenes Verschulden Atemwegserkrankungen haben. Wenn Sie Raucherin sein sollten, dann müssen Sie sich auch nicht um den Feuerwerksdampf kümmern.
Jenny Burger
1.375
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 05.04.2012 um 20:57 Uhr
Warum streichen wir nicht gleich ALLE gesetzlichen Feiertage ??? Zum Teufel mit altem Brauchtum, Kirchgeläut ist Körperverletzung, jeder macht absofort was er will und zwar wann und wo er will. Freudige Aussichten auf eine gesellschaftlich absolut egoistische Zeit.
Antje Amstein
5.864
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 05.04.2012 um 23:44 Uhr
Herr Drechsel soll ich mich jetzt wirklich auf Ihr Niveau begeben! Mit Ihrer Aussage bestätigen Sie die Vorurteile gegenüber kranken Menschen! Wer von Ihnen beiden hat denn Medizin studiert und kennt die Ursachen von Lungenerkrankungen? Was Sie hier aktiv betreiben ist soziale Diskriminierung und Gesundheitsfaschismus!

Mit diesen Vorurteilen glauben Sie ja auch, wer sex hat muß sich nicht um AIDS kümmern!

Schöne heile Welt!
Ullrich Drechsel
1.714
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 06.04.2012 um 22:15 Uhr
Frau Amstein, Sie reden mal wieder Unsinn. Lesen Sie erst mal, was Sie kommentieren.
Zum eigentlichen Thema noch zwei Kommentare aus der ZEIT: "Im Jahr gibt es drei Stille Feiertage, an denen Tanzverbote herrschen (Karfreitag, Volkstrauertag und Totensonntag). Das ist doch wohl zu verschmerzen.
Oder ist es einfach so, dass viele die Stille nicht mehr aushalten und ständig was piependes und zappelndes haben müssen? Traurig. Ruhe und Einkehr hilft beim Sortieren der Gedanken und man kann über sein Leben nachdenken. Das klappt nicht, wenn man ständig belärmt wird.
Die armen Atheisten möchten halt nicht mit Ruhe belästigt werden, weil sie sonst feststellten, dass ihr leben arm und leer ist. Ich respektiere das. Von mir werden sie nicht mit Weihnachtsgeschenken belästigt oder zum leckeren Osterlamm gezwungen." Und der andere: "Wo ist das Problem ?
Ich kann mich ja mal während der islamischen Feiertage mit einem Schwein am Spieß vor eine Moschee stellen ( was mir nicht in den Sinn käme), aber dann gäbe es große Proteste auch von den Tanzwütigen am Karfreitag, dessen bin ich mir fast sicher. Es ist doch schon chronische Opposition gegen die Kirche." Wer alles lesen möchte, hier der Link: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-04/piraten-tanzverbot-flashmob
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von:  Matthias Hartmann Evangelische Öffentlichkeitsarbeit

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