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Kleine Organismen ganz groß in Szene gesetzt – Kunst im Amt öffnet wieder die Pforten

Von links: Prof. Dr. Hans-Peter Ziemek, Dr. Elke Dührßen, Stephanie Schreiter, Ottfried Schreiter.
Von links: Prof. Dr. Hans-Peter Ziemek, Dr. Elke Dührßen, Stephanie Schreiter, Ottfried Schreiter.
Gießen | Wie bauen Köcherfliegenlarven ihren Köcher, und schwimmt der Rückenschwimmer wirklich auf dem Rücken? Antworten auf diese und andere Fragen erhalten Besucher der Ausstellung „Libelle, Köcherfliege & Co - Die heimlichen Stars unserer heimischen Bäche und Teiche“, die seit heute in der Wetzlarer Außenstelle des Gießener Regierungspräsidiums zu sehen ist. Zu der inzwischen elften Ausstellung dieser Reihe konnte die Behörde externe Künstler gewinnen, die jetzt Ihre Werke in den Fluren der Abteilung für Ländlichen Raum, Forsten und Naturschutz in Szene gesetzt haben.

Den Naturfotografen Stephanie und Ottfried Schreiter (Oberbiel) und Rainer Stawikowski (Gelsenkirchen) ist es gelungen, die Schönheit der weitgehend unbekannten Welt unter Wasser mit der Kamera festzuhalten. Die großformatigen Bilder mit deutlich herausgearbeiteten Details ermöglichen eine außergewöhnliche Sichtweise auf die sonst im Verborgenen lebenden Wasserorganismen. „Die Tiere wurden aus der Natur ins Studio geholt und anschließend wieder in ihren Lebensraum zurückgesetzt“, berichtet Ottfried Schreiter, der seit mehr als 30 Jahren leidenschaftlich gern fotografiert und hauptberuflich in der Naturschutzakademie Hessen in Wetzlar tätig ist.

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Doch nicht nur die Bilder sind „echte Hingucker“, wie Abteilungsleiterin Dr. Elke Dührßen anlässlich der Vernissage am vergangenen Freitag (23. März) bemerkte. Auch die erläuternden Texte, die Biologiestudenten der Justus-Liebig-Universität Gießen im Rahmen eines Seminars zur Aufbereitung von Medien in der Biowissenschaft erstellt haben, fanden Anerkennung beim Publikum. Der geschäftsführende Direktor des Instituts für Biodidaktik, Professor Dr. Hans-Peter Ziemek, erläuterte den zahlreichen Gästen deshalb noch einmal die enorme Bedeutung der Fähigkeit, erworbenes Fachwissen bildhaft und auch für Laien verständlich weiterzugeben. So seien die Texte exemplarisch dafür, wie mit kreativer und witziger Herangehensweise an vermeintlich schwierige Sachverhalte eine gewisse Leichtigkeit erzeugt werden könne und so das Interesse an der Biologiewissenschaft zu erhöht werde. Sein Team, das durch Anne Spitzner und Christine Arnold vertreten wurde, blickt bereits auf einen großen Erfahrungsschatz zurück, ob mit Ausstellungen über Wasserorganismen, Wildkatzen oder Urzeit-Tiere. Sowohl Ziemek als auch Dührßen dankten besonders der Naturschutzakademie Hessen für ihre Unterstützung. Deren Förderkreis hatte im Vorfeld der Ausstellung für eine Erstausstattung gesorgt: Alle Bilder sind in handgefertigten Rahmen der Schreinerei Meyer aus Wetzlar, die mit Motiven aus der Natur verziert sind, gefasst.

Die kostenlose Ausstellung ist täglich von 8 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Sie befindet sich in der Schanzenfeldstraße 8 im Erdgeschoss des Gebäudes B 3.

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