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Karl-Heinz Geyer 70 Jahre bei den Lebensrettern von der DLRG

Ehrungen Teil 1 (v.l.): Dietrich Schwarz (Vorsitzender), Annelise Barwig, Dieter Leinweber, Karl-Heinz Geyer, Ewald Born, Katja Will, Dieter Olthoff (DLRG-Bezirksleiter), Wolfgang Greilich und Ferdinand Even (Stellv. Vorsitzender)
Ehrungen Teil 1 (v.l.): Dietrich Schwarz (Vorsitzender), Annelise Barwig, Dieter Leinweber, Karl-Heinz Geyer, Ewald Born, Katja Will, Dieter Olthoff (DLRG-Bezirksleiter), Wolfgang Greilich und Ferdinand Even (Stellv. Vorsitzender)
Gießen | DLRG-Gießen seit vergangenem Herbst Teil des Katastrophenschutzes im Landkreis

Bereits seit nunmehr sieben Jahrzehnten hält Karl-Heinz Geyer der DLRG die Treue, eine stolze Leistung wie Dietrich Schwarz, Vorsitzender der DLRG-Kreisgruppe Gießen, anmerkte. Gemeinsam mit dem DLRG-Bezirksleiter Dieter Olthoff und dem stellvertretenden Vorsitzenden der DLRG-Kreisgruppe Ferdinand Even, ehrte er Geyer dafür auf der diesjährigen Mitgliederversammlung mit dem DLRG-Mitgliedsehrenabzeichen in Gold und einem Präsent. Insgesamt ehrten Schwarz, Even und Olthoff 16 Mitglieder für ihre langjährige Verbundenheit mit dem DLRG-Mitgliedsehrenabzeichen und verliehen drei DLRG-Verdienstabzeichen für langjährige Verdienste in der DLRG. Auch die DLRG-Jugend ehrte drei Personen.

Geehrt und ausgezeichnet mit dem Mitgliedsehrenabzeichen in Gold wurden neben Karl-Keinz Geyer auch Anneliese Barwig und der Ehrenvorsitzende Ewald Born für 60 Jahre Mitgliedschaft sowie Wolfgang Behnke, Thomas Lang und Dieter Leinweber für 50 Jahre Mitgliedschaft in der DLRG. Das Mitgliedsehrenabzeichen in Silber für 40 Jahre Mitgliedschaft konnte an den heimischen Landtagsabgeordneten Wolfgang Greilich, an Angelika Stöppler und an Uwe Offenbacher vergeben werden. Bereits seit einem Vierteljahrhundert in der DLRG Mitglied sind Christian Betz, Alexander Sack und Denis Wachsmuth, welche hierfür ebenfalls das Abzeichen in Silber überreicht bekamen. Für zehnjährige Treue zum Verein wurden Janine Clasani, Felix Keßler, Monja Krautmann und Ekkehard Krell mit dem DLRG-Mitgliedsehrenabzeichen in Bronze ausgezeichnet.
Eine ganz besondere Ehrung wurde jedoch drei Mitgliedern zuteil, die für ihre langjährigen Verdienste in der DLRG-Kreisgruppe Gießen das DLRG-Verdienstabzeichen in Bronze verliehen bekamen. Ausgezeichnet wurden Wolfgang Greilich, Katja Will und in Abwesenheit Tobias Schmidt. In einer kleinen Laudatio ging der Vorsitzende der Gießener Lebensretter Dietrich Schwarz kurz auf die Verdienste der Geehrten ein. So stehe Wolfgang Greilich, der Rechtsanwalt, Landtagsabgeordneter und seit vier Jahrzehnten Mitglied in der DLRG-Gießen ist, dem Verein jederzeit mit seinem fachkundigen juristischen Rat zur Verfügung. Des Weiteren habe Greilich im Jahre 2009 mit dazu beigetragen, dass die DLRG ein neues Einsatzfahrzeug aus den Beständen der hessischen Polizei erwerben konnte. Katja
Ehrungen Teil 2 (v.l.): Dietrich Schwarz (Vorsitzender), Sebastian Jünger, Uwe Offenbacher, Raphael Schlich, Alexander Sack, Denis Wachsmuth, Dieter Olthoff (DLRG-Bezirksleiter), Ekkehard Krell und Ferdinand Even (Stellv. Vorsitzender)
Ehrungen Teil 2 (v.l.): Dietrich Schwarz (Vorsitzender), Sebastian Jünger, Uwe Offenbacher, Raphael Schlich, Alexander Sack, Denis Wachsmuth, Dieter Olthoff (DLRG-Bezirksleiter), Ekkehard Krell und Ferdinand Even (Stellv. Vorsitzender)
Will habe in den letzten Jahren eine sehr erfolgreiche Jugendarbeit betrieben und sei zudem bei den Anfängerschwimmkursen für Kinder im Schwimmbad aktiv. Tobias Schmidt, der als Kind in der DLRG Mitglied wurde, stehe seit vielen Jahren jeden Mittwoch als Trainer am Beckenrand.
Zum Abschluss des Ehrungsreigens nahm auch die DLRG-Jugend der Kreisgruppe Gießen noch drei Ehrungen vor. So wurde dem Ehrenvorsitzenden Ewald Born für langjährige Spendenbereitschaft zu Gunsten der Jugend von dem Beauftragten für Sponsoring und Marketing und früheren Jugendvorstandsmitglied Alexander Sack ein Ehrenpreis aus Glas überreicht. Diesen Preis erhielten auch der neue Jugendvorsitzende Sebastian Jünger für seine aktive Jugendarbeit bereits unmittelbar seit Eintritt in die Gießener DLRG-Gliederung und das Jugendvorstandsmitglied Raphael Schlich für seine aktive Jugendarbeit. Die Ehrungen nahm hier die bisherige Jugendvorsitzende Katja Will vor.

Neben den Ehrungen waren die Jahresberichte der einzelnen Vorstandsmitglieder, die Genehmigung des Haushaltsplanes, ein Bericht der im letzten Jahr eingesetzten Beauftragten für Kindeswohl und ein aktueller Sachstandbericht zum Thema DLRG-Vereinsheim weitere zentrale Tagesordnungspunkte der diesjährigen Mitgliederversammlung. Seit Anfang September ist die DLRG-Kreisgruppe Gießen im Rahmen der neu gebildeten Schnelleinsatzgruppe (SEG) Wasserrettung auch Teil des Katastrophenschutzes im Landkreis Gießen.

Ferdinand Even (Stellv. Vorsitzender der DLRG-Gießen, l.) und Dietrich Schwarz (Vorsitzender, m.) ehren den Landtagsabgeordneten Wolfgang Greilich (r.) für 40-jährige Mitgliedschaft mit dem DLRG-Mitgliedsehrenabzeichen in Silber
Ferdinand Even (Stellv. Vorsitzender der DLRG-Gießen, l.) und Dietrich Schwarz (Vorsitzender, m.) ehren den Landtagsabgeordneten Wolfgang Greilich (r.) für 40-jährige Mitgliedschaft mit dem DLRG-Mitgliedsehrenabzeichen in Silber
In seinem Jahresbericht dankte der Vorsitzende Dietrich Schwarz allen aktiven Helferinnen und Helfern für ihre im vergangenen Jahr geleistete Arbeit. Ohne sie, so Schwarz, sei es unmöglich die gemeinnützigen Ziele der DLRG zu verwirklichen. Und dass hierfür eine ganze Menge an Arbeit „investiert“ wurde, zeigte der sich an die Rede von Schwarz anschließende statistische Jahresbericht der beiden Technischen Leiter (TL) Christian Dickel (TL-Einsatz) und Markus Stertmann (TL-Ausbildung). So leisteten im Jahre 2011 insgesamt 27 Aktive der DLRG-Gießen 600 Stunden Wasserrettungsdienst auf der Lahn und fast 40 Mitglieder über 3400 Stunden Schwimm-, Rettungsschwimm- und Bootsausbildung im Hallenbad Ringallee und dem Main. Dazu kämen dann noch einmal rund 700 Arbeitsstunden für die Pflege und Instandhaltung des Einsatzmaterials und des Vereinsheimes sowie rund 2300 Stunden für die Vereinsverwaltung. Auch verbrachten erneut einige Mitglieder ein Teil ihrer Sommerferien an der Ostseeküste um im Rahmen des zentralen Wasserrettungsdienstes Küste für die Sicherheit an den Badestränden zu sorgen.
Alexander Sack (Beauftragter für Sponsoring und Marketing, r.) zeichnet den DLRG-Ehrenvorsitzenden Ewald Born (l.) für seine Spendenbereitschaft mit einem Preis der Jugend aus
Alexander Sack (Beauftragter für Sponsoring und Marketing, r.) zeichnet den DLRG-Ehrenvorsitzenden Ewald Born (l.) für seine Spendenbereitschaft mit einem Preis der Jugend aus
Was das Einsatzgeschehen anbelangt sei das vergangene Jahr mit 15 Hilfeleistungen für die Einsatzkräfte, davon 13 alleine im Rahmen der Pfingst-Regatta, eher ruhig gewesen, so der für den Einsatzbereich zuständige technische Leiter Christian Dickel. Allerdings habe es im Dezember bereits den ersten Einsatz für die Helfer der SEG-Wasserrettung gegeben. Diese war zum 01. September 2011 als anerkannte Einheit im Katastrophenschutz des Landkreises Gießen auf Grundlage der zuvor von allen Beteiligten unterzeichneten Sicherstellungsvereinbarung in Dienst gestellt worden. An der SEG sind neben Einsatzkräften der DLRG-Gießen auch Kräfte der DLRG-Heuchelheim und der DRK-Wasserwacht Gießen beteiligt. Dass die Schaffung einer solchen Schnelleinsatzgruppe absolut notwendig sei, zeige allein die Tatsache, dass es in den ersten drei Monaten des neuen Jahres bereits drei Einsätze gegeben habe, so Dickel in seinem Bericht weiter. In diesem Zusammenhang lobte er die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Gießen und der DRK-Wasserwacht. So konnten DLRG-Mitglieder an Lehrgängen des DRK teilnehmen und im Februar dieses Jahres fand eine gemeinsame Eisrettungsübung aller
Blick in die Versammlung
Blick in die Versammlung
an der SEG Wasserrettung beteiligten Einheiten und weiterer DRK-Einsatzkräfte auf dem zugefrorenen Launsbacher See statt. Im vergangen Mai war man mit insgesamt drei Booten von DLRG und Wasserwacht zu einer Bootsausbildung auf dem Main unterwegs.
DLRG-Ausbildungsleiter Markus Stertmann verwies in seinem Teil des statistischen Jahresberichtes auf die insgesamt 198 im vergangen Jahr abgenommen Abzeichen, davon 27 Seepferdchen und 102 Rettungsschwimmabzeichen. Erfreut zeigte er sich, das mit Stefan Meß und Sebastian Even nun zwei weitere Mitglieder über die allgemeine Lehrbefähigung der DLRG im Bereich Schwimmen und Rettungsschwimmen verfügen und man insgesamt neun Personen zu Ausbildungsassistenten qualifizieren konnte. Mit Christian Mehler und Ferdinand Even verfüge man nun auch über zwei zertifizierte Übungsleiter für den Bereich Aquafitness, so dass die DLRG-Gießen demnächst mit einen zusätzlichen Kursangebot in diesem Bereich starten könne. Die Nachfrage nach Plätzen in den Kinderanfängerschwimmkursen sei nach wie vor sehr hoch, auch wenn sich die Warteliste etwas verkürzt habe, so Stertmann abschließend.
Den Bericht für die Öffentlichkeitsarbeit gab Christian Momberger und der Jugendbericht erfolgte durch den seit kurzem amtierenden
Einige der Urkunden und eines der Präsente für die Geehrten
Einige der Urkunden und eines der Präsente für die Geehrten
neuen Jugendvorsitzenden Sebastian Jünger. Letzterer ging in seiner digitalen Bilderpräsentation auf die vielen im vergangen Jahr durchgeführten Aktionen ein und stellte die umfangreiche Jahresplanung für 2012 vor. Danach hat die Jugend auch dieses Jahr wieder sehr viel vor. Den Kassenbericht gab Schatzmeisterin Sabrina Schmidt. Der Stellvertretende Vorsitzende Ferdinand Even ging anschließend noch kurz auf das neue, seit vergangen Sommer im Einsatz befindliche Einlasssystem zum Schwimmabend im Hallenbad Ringallee ein, welches von den Mitglied Christian Mehler entwickelt worden war.

Ebenfalls einen Bericht erstattete die im letzten Jahr von der Mitgliederversammlung eingesetzte Beauftragte für Kindeswohl Katja Will. So sei das Thema Kindeswohlgefährdung derzeit in der Öffentlichkeit sehr präsent und habe inzwischen auch die Sportvereine erreicht. Rund 75 Prozent der Täter kämen aus dem nahen sozialen Umfeld der Kinder, zu dem auch Vereine zählen. Aufgrund dessen setzt sich die DLRG aktuell auf verschiedenen Ebenen mit diesem Thema auseinander. Unter der Leitung der Beauftragen Katja Will wurde in der DLRG-Gießen eine Projektgruppe gebildet, die sich mit der Prävention und Krisenintervention im Bereich Kindeswohl beschäftigt. Das Team besuchte bereits Weiterbildungen z.B. bei der DLRG-Bundesjugend in Bad Nenndorf und beteiligt sich darüber hinaus an der Projektgruppe „Prävention sexualisierter Gewalt“ der DLRG-Landesjugend Hessen.

Ein Teil des Buffets, welches im Anschluss an die Versammlung eröffnet wurde
Ein Teil des Buffets, welches im Anschluss an die Versammlung eröffnet wurde
Seitens der anwesenden Mitglieder wurde dem Vorstand auf Antrag der Kassenprüfer Jonas Neumann und Christian Mehler einstimmig die Entlastung erteilt. Für den turnusgemäß ausgeschiedenen Jonas Neumann wurde anschließend Katja Will als neuer Kassenprüferin und Maik Baloditis als Stellvertretender Kassenprüfer von der Versammlung gewählt. Einstimmig verabschiedet wurde auch der von Schatzmeisterin Sabrina Schmidt vorgelegte Haushaltsplan für 2012.

Ein weiteres zentrales Thema, was den Vorstand im vergangen Jahr beschäftigte, war ein möglicher Neu- oder Umbau unseres Vereinsheimes im Zuge der Landesgartenschau 2014. So fanden diesbezüglich mehrere Gespräche mit der Stadt Gießen statt und im Herbst wurde in Zusammenarbeit mit Prof. Nikolaus Zieske von der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) ein studentisches Projekt durchgeführt. Insgesamt fünf Studenten hatten sich daran beteiligt und eine Entwurfsidee für einen Umbau des bestehenden DLRG-Vereinsheimes erarbeitet. Mit der Bestnote und dem ersten Preis bedacht wurde dabei der Entwurf von Jan Pfuhlmann, dessen Pläne der Projektkoordinator auf Seiten der DLRG-Gießen Alexander Sack den Mitgliedern kurz vorstellte. Diese sehen einen Anbau und eine weitgehende Neuaufteilung der Raumnutzungen vor. Ob der Entwurf aber überhaupt realisiert werden kann, hänge neben finanziellen Aspekten auch von der Stadt Gießen ab, weshalb man mit den zuständigen Ämtern in Verhandlung stehe.

Der Vorstand im Jahre 2012:
Vorsitzender: Dietrich Schwarz
Stellv. Vorsitzender: Ferdinand Even
Schatzmeisterin: Sabrina Schmidt
Technischer Leiter-Einsatz: Christian Dickel
Technischer Leiter-Ausbildung: Markus Stertmann
Referent für Öffentlichkeitsarbeit: Christian Momberger
Jugendvorsitzender: Sebastian Jünger

Kassenprüfer: Christian Mehler und Katja Will
Stellv. Kassenprüfer: Maik Baloditis

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Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
10.371
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 25.03.2012 um 14:15 Uhr
Danke für das Lob. 70 Jahre sind in der Tat eine lange Zeit und auch ich bewundere diese Leistung. Mal sehen, ob ich alt genug dafür werde, ich bin ja mit 10 Jahre eingetreten.

Und was die DLRG-Heuchelheim anbelangt, so verfügt diese ja leider seit ein paar Jahr nicht mehr über ein Hallenbad vor Ort als eigene Trainingsmöglichkeit, aber ich hoffe, doch sehr, dass die Ortsgruppe noch viele Jahrzehnte weiterbesteht und ihr die Mitglieder die Treue halten.
Christian Momberger
10.371
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 25.03.2012 um 14:15 Uhr
Danke für das Lob. 70 Jahre sind in der Tat eine lange Zeit und auch ich bewundere diese Leistung. Mal sehen, ob ich alt genug dafür werde, ich bin ja mit 10 Jahren eingetreten. ;-)

Und was die DLRG-Heuchelheim anbelangt, so verfügt diese ja leider seit ein paar Jahr nicht mehr über ein Hallenbad vor Ort als eigene Trainingsmöglichkeit, aber ich hoffe, doch sehr, dass die Ortsgruppe noch viele Jahrzehnte weiterbesteht und ihr die Mitglieder die Treue halten.
Martin Wagner
1.499
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 25.03.2012 um 19:42 Uhr
Christian, kurz zu folgendem Absatz:

"Diese war zum 01. September 2011 als anerkannte Einheit im Katastrophenschutz des Landkreises Gießen auf Grundlage der zuvor von allen Beteiligten unterzeichneten Sicherstellungsvereinbarung in Dienst gestellt worden. An der SEG sind neben Einsatzkräften der DLRG-Gießen auch Kräfte der DLRG-Heuchelheim und der DRK-Wasserwacht Gießen beteiligt. Dass die Schaffung einer solchen Schnelleinsatzgruppe absolut notwendig sei, zeige allein die Tatsache, dass es in den ersten drei Monaten des neuen Jahres bereits drei Einsätze gegeben habe, so Dickel in seinem Bericht weiter. In diesem Zusammenhang lobte er die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Gießen und der DRK-Wasserwacht. So konnten DLRG-Mitglieder an Lehrgängen des DRK teilnehmen und im Februar dieses Jahres fand eine gemeinsame Eisrettungsübung aller an der SEG Wasserrettung beteiligten Einheiten und weiterer DRK-Einsatzkräfte auf dem zugefrorenen Launsbacher See statt. Im vergangen Mai war man mit insgesamt drei Booten von DLRG und Wasserwacht zu einer Bootsausbildung auf dem Main unterwegs."

Ich hoffe die örtliche DLRG hat in das Kleingedruckte in diesem Vertrag reingeschaut. Natürlich versucht jeder Interessenverband durch Zugeständnisse an die jeweiligen Herrschenden sich die - bei euch sicher nicht gering zu veranschlagenden - Kosten für unbedingt notwendige Hilfsmittel (ich denke da an Einsatzfahrzeuge etc.) zu beschaffen. Schön, dass ihr hier in der Region dazu einen Landtagsabgeordneten "an der Angel habt".

Aber bei Verträgen im Rahmen des Katastrophenschutzes werde ich sehr hellhörig. Nach Erfahrungen anderer Interessensgruppen in den letzten Jahren gehe ich davon aus, dass sich da der Staat aus seiner Verpflichtung Katastrophenschutz "zu liefern" durch ein paar Euros an ehrenamtlich tätige Organisationen verabschiedet.

Meiner Meinung nach ist das der völlig falsche Weg. Auflösung der Bundeswehr (für was brauchen wir die überhaupt noch ...) auch durch die Umwandlung einiger Sparten zum nichtmilitärischen Katastrophenschutz.

Christian, ich hoffe du verstehst diesen Kommentar nicht falsch: Es geht mir nicht darum, das sicher sehr lobenswerte Engagement der DLRG - ler für das Allgemeinwohl auch nur ansatzweise zu schmälern. Aber, darum geht es wirklich nicht. Muss das aber im Rahmen dieser staatlichen Organisationsstukturen sein?

Meine Antwort: Nein!

Reicht da nicht das durch das Vereinsrecht abgesicherte "tätig sein mit Staatsferne" aus?

(Wie hiess es früher in der Arbeiterbewegung: Diesem System kein Mann oder Pfennig!)
Christian Momberger
10.371
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 27.03.2012 um 22:54 Uhr
Hallo Martin,

danke für Deinen kritischen Kommentar.

> Ich hoffe die örtliche DLRG hat in das Kleingedruckte in diesem Vertrag reingeschaut.

Klar, der Vertrag wurde ja von uns und den anderen beteiligten Organisationen mit ausgehandelt.

> Natürlich versucht jeder Interessenverband durch Zugeständnisse an die jeweiligen Herrschenden sich die - bei euch sicher nicht gering zu veranschlagenden - Kosten für unbedingt notwendige Hilfsmittel (ich denke da an Einsatzfahrzeuge etc.) zu beschaffen. Schön, dass ihr hier in der Region dazu einen Landtagsabgeordneten "an der Angel habt".

Naja, die Mitarbeit im Katastrophenschutz (Kats) ist eine freiwillige Sache von uns selbst. Wir wurden da nicht gezwungen, sondern es war eher so, dass wir den LK Gießen überzeugen mussten, dass es eine solche Einheit braucht.
Und was "unseren" MdL anbelangt, so ist es sicherlich gut, dass wir einen als treues Mitglied in unserem Verein haben, auch wenn er natürlich für meinen privaten und persönliches Geschmack - ich denke Du Martin dürftest, das ja wissen, das falsche Parteibuch hat. ;-( Aber das ist nur meine private Meinung.

> Aber bei Verträgen im Rahmen des Katastrophenschutzes werde ich sehr hellhörig. Nach Erfahrungen anderer Interessensgruppen in den letzten Jahren gehe ich davon aus, dass sich da der Staat aus seiner Verpflichtung Katastrophenschutz "zu liefern" durch ein paar Euros an ehrenamtlich tätige Organisationen verabschiedet.

Also ich denke, das stimmt nur zum Teil. Grundsätzlich hast Du recht, die die Arbeit im Kats ist für die DLRG - und ich denke nicht nur für die - ein Zuschuss- oder Drauflegegeschäft, wenn man jetzt mal von der Bundesanstalt THW und den örtlichen Feuerwehren absieht. Diese werden nämlich erheblich stärker gefördert und deutlich besser ausgestattet als die z.B. DLRG. Aber die Frage ist doch, wer soll es machen, wer hat die nötige fachliche Qualifikation, das Fachpersonal und wer kann dieses ausbilden. Also ich finde schon, dass der Kats durch die Hilfsorganisationen abgedeckt und durchgeführt werden kann und muss, aber der Staat sollte eben dafür auch 100% der Kosten übernehmen!

> Meiner Meinung nach ist das der völlig falsche Weg. Auflösung der Bundeswehr (für was brauchen wir die überhaupt noch ...) auch durch die Umwandlung einiger Sparten zum nichtmilitärischen Katastrophenschutz.

Das ist sicherlich eine gute Idee! Wobei ich eben diese Sparten dann - sofern es sich dann nur noch um rein zivile Kräfte handelt - diese dann in die bestehenden Organisationen, z.B. THW, DRK, DLRG, etc. eingliedern würde.

> Christian, ich hoffe du verstehst diesen Kommentar nicht falsch: Es geht mir nicht darum, das sicher sehr lobenswerte Engagement der DLRG - ler für das Allgemeinwohl auch nur ansatzweise zu schmälern.

Schon klar, so habe ich das auch nicht verstanden.

> Aber, darum geht es wirklich nicht. Muss das aber im Rahmen dieser staatlichen Organisationsstukturen sein?

Also ich denke Du siehst da etwas falsch. Der Bereich Kats ist einer von vielen in der DLRG und auch in der DLRG-Gießen. Daneben gibt es die Schwimmausbildung, die Rettungsschwimmausbildung, die Jugendarbeit, die Öffentlichkeitsarbeit, der Wasserrettungsdienst, z.B. bei der Pfingst-Regatta, u.v.m. Ich denke, die Strukturen und die Arbeitsaufteilung ist schon völlig ok! Nur die Finanzmittel passen nicht! Wie heißt es so schön: "Wer bestellt, bezahlt!" Und von daher müssten die Kommunen und Landkreise mehr Geld für Verfügung stellen, zB. auch wenn wir für die Gemeinde Bischoffen den Wasserretungsdienst am Aartalsee durchführen. Aber hier gilt ja wieder, die Kommunen sind dank der jahrzehntelangen chronischen Unterfinanzierung klamm und das ist politisch gewollt. Zu diesem Fazit gelangte sogar auch Präsident des DLRG-Landesverbandes Hessen Harald Blum in seiner Rede auf der DLRG-Bezirkstagung im April 2011 in Heuchelheim (http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/49068/dlrg-bezirksvorstand-einstimmig-wiedergewaehlt/). Den Artikel solltest Du auch mal lesen und kommentieren, Martin!

> Reicht da nicht das durch das Vereinsrecht abgesicherte "tätig sein mit Staatsferne" aus?

Das verstehe ich jetzt nicht, wie Du das meinst.

> (Wie hiess es früher in der Arbeiterbewegung: Diesem System kein Mann oder Pfennig!)

Ja schon. Aber bei dem friedensmäßigen Katastrophenschutz geht es z.B. u ein Hochwasserereignis oder um die Rettung bzw. Bergung einer ertrunkenen oder im Eis eingebrochenen Person, um mal bei der Arbeit der SEG Wasserrettung zu bleiben.
Martin Wagner
1.499
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 01.04.2012 um 19:54 Uhr
Lieber Christian,
danke für deine lange Antwort. Ich gehe hier nur kurz zu der Passage ein in der eine Nichtübereinstimmung (scheinbar) deutlich wird.

Christian schrieb auf meinen Abschnitt:
"Reicht da nicht das durch das Vereinsrecht abgesicherte "tätig sein mit Staatsferne" aus?" - Das verstehe ich jetzt nicht, wie Du das meinst.

Zu Recht schriebst du Christian im nächsten Absatz:
..... bei dem friedensmäßigen Katastrophenschutz geht es z.B. um ein Hochwasserereignis oder um .....

Genau darauf beziehe ich mich. Ich kann mich sehr gut an das Pressegedöns anlässlich des Oderflutwassers erinnern. Bundeswehr hier, Bundeswehr dort ... nicht dass ich den Friedenseinsatz der BW schlecht finde (nein genau das Gegenteil: Auflösung der Militärverbände und Umwandlung in ein besseres Techn. Hilfwerk!), aber da wurde die Akzeptanz dieser Einrichtung in der Bevölkerung "hochgedrückt". Und wer hat die Hauptarbeit wirklich gemacht .... ja, ja, siehste Christian, so etwas nenne ich "Diesem System kein Mann oder Pfennig!".

Und mir komme keiner mit dem Argument, dass der Staat nur staatsnahe Vereine fördern muss - das gibt das Vereinsrecht nicht her.

Ob ein Verein staatsnah oder staatsferne ist, bleibt natürlich dem politischen Willensbildungsprozess innerhalb der Vereine vorbehalten. Wenn ihr in der örtlichen DLRG aber einen "Wolfgang Greilich, der Rechtsanwalt, Landtagsabgeordneter ..." ins Rampenlicht der Presse schiebt, dürfte das praktisch gesehen keine Frage sein.
Christian Momberger
10.371
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 01.04.2012 um 21:07 Uhr
Hallo Martin,

danke für Deine Antwort. Freut mich, dass Du noch mal darauf eingegangen bist.

> Ich kann mich sehr gut an das Pressegedöns anlässlich des Oderflutwassers erinnern. Bundeswehr hier, Bundeswehr dort ... nicht dass ich den Friedenseinsatz der BW schlecht finde (nein genau das Gegenteil: Auflösung der Militärverbände und Umwandlung in ein besseres Techn. Hilfwerk!), aber da wurde die Akzeptanz dieser Einrichtung in der Bevölkerung "hochgedrückt".

Absolute Zustimmung zu diesem Sätzen!

> Und wer hat die Hauptarbeit wirklich gemacht ...

Also ich das waren m. W. viele verschiedene Kräfte. Neben der DLRG auch das DRK und andere Hilfsorganisationen, das THW und eben auch die Bundeswehr. Ich auch die haben viel gemacht und waren hilfreich. Aber dennoch Du hast recht, die wurden hochgeschrieben, während man sie besser auflösen oder umwandeln sollte.

> Und mir komme keiner mit dem Argument, dass der Staat nur staatsnahe Vereine fördern muss - das gibt das Vereinsrecht nicht her.

Wie kommst Du darauf? Wer hat das hier gefordert oder gesagt? Das ist auch aktuell nicht so.

> Ob ein Verein staatsnah oder staatsferne ist, bleibt natürlich dem politischen Willensbildungsprozess innerhalb der Vereine vorbehalten.

Richtig!

> Wenn ihr in der örtlichen DLRG aber einen "Wolfgang Greilich, der Rechtsanwalt, Landtagsabgeordneter ..." ins Rampenlicht der Presse schiebt, dürfte das praktisch gesehen keine Frage sein.

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