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Neue, erweiterte Version vom Märchen: Die Familie Gießen oder die Landesgartenschau und der Rettungsschirm

Gießen | Ich stelle dieses Märchen jedem zur Verfügung. Bitte erzählt es weiter und ergänzt und verbessert es. Ich bin gespannt, was da alles noch ans Licht kommt.

Ich habe das Märchen geträumt und am nächsten Morgen so gut es ging aufgeschrieben. Ich bin für die BI "Stoppt diese Landesgartenschau" aus tiefster Überzeugung tätig. Und Ihr seht ja, was dieser Magistrat aus mir gemacht hat.

Ich hatte die Arroganz in der Kommunalpolitik so nicht erwartet.

Und ich fordere die Gießener Bürger auf: Bitte unterstützt uns und helft uns aktiv, damit wir den unglaublichen Schaden, der durch die bisherige Politik verursacht wurde, noch minimieren können. Kommt einfach zu uns. Donnerstag 19:45 im Nordstadtzentrum. Bitte helft uns! Gemeinsam können wir den größten Schaden dieser unverantwortlichen Politik noch abwenden. Die Stadt gehört den Bürgern und nicht dem Magistrat oder den Stadtverordneten. Das gilt es endlich den mit wenig Stimmen gewählten "Volksvertretern" klar zu machen. Aber sorry, lasst euch nicht weiter verar... Werdet endlich bitte aktiv! Es geht um eure Steuern und Gebühren. Es geht um wichtigere Investitionen, die unsere Stadt statt dessen viel dringender benötigt als dieses Blümchenevent!
Wer braucht in Gießen eine teure und risikobehaftete Blümchenschau, wenn Gießen sie sich wirklich nicht leisten kann?

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Nun zum Märchen:

Das Märchen von der Familie Gießen oder die Landesgartenschau und der Rettungsschirm
! Hinweis: die rein zufälligen Namensgleichheiten mit Städten, die bereits eine Landesgartenschau hatten oder gerne eine hätten, sind beabsichtigt!

Es war einmal eine Familie namens Gießen. Sie bestand aus Vater und Mutter und vielen Kindern. Der Vater hieß mit Vornamen Oberbürgermeister, einfach nur „OB“. Der Vorname seiner Frau war Bürgermeisterin, einfach nur „B“.
Die Familie verdiente nicht schlecht. Sie hatte im Jahr 36.000,-- Euro netto zur Verfügung. Allerdings gab Sie im Jahr ca. 38.000,-- Euro aus. Schon blöd. Aber für die Familie Gießen kein Problem. Es gab ja noch die liebe und hilfsbereite Bank Hessen. Und für diesen „guten Kunden“ wurde schnell eine Lösung gefunden. Und schon wurde ein Dispo von 12.000,-- Euro eingeräumt. Herr OB und Frau B bedankten sich für diese feine und unkomplizierte Hilfe. Es war so einfach. Und die Familie Gießen hatte keine Probleme mehr.
Ja aber dann ging es weiter. Es sollte für die Familie investiert werden. Die Familie Bad Wildungen leistete sich ein neues Auto. Allerdings musste jetzt das Auto der Familie Gießen natürlich deutlich mehr PS und eine bessere Ausstattung als das Auto der Familie Bad Wildungen haben. Und natürlich sollte auch noch ein Haus angeschafft werden. Schließlich hatte die Familie Bad Nauheim sich erst auch eins gekauft.
Also auf ins Autohaus. Oh was für ein schöner Wagen. Und so preiswert. Nur 24.000,-- Euro. Und dann noch der vom Autohändler eingeräumte Familienrabatt von 6.000,-- Euro. Da musste die Familie Gießen kaufen. So eine Chance kommt so schnell nicht wieder. Und der Verkäufer war doch auch so nett. Und dann der klasse Zins: nur 2,5% nominal!
Und nun das neue Haus. Nur 180.000,-- Euro. Und schließlich braucht ja jedes Kind der Familie ein eigenes Schlaf- und Wohnzimmer. Und dann die Förderung KFW-Darlehn, Wohnriester-förderung etc.. Insgesamt 30.000,-- Euro. Einfach toll. Da muss man doch zugreifen. Sonst wäre man doch blöd. Eine solche Chance kommt bestimmt so schnell nicht wieder. Und alsbald wurde ein Termin mit der Hausbank vereinbart.
In der Bank angekommen ging Herr OB zunächst zum EC-Automaten. Seine neue Benzinkutsche brauchte doch mehr Benzin als vorher. Aber was auch sein neues Auto alles hatte und konnte: Klima, 175 PS und, und, und, und... Ja da muss man doch Gas geben. Also Pin eingeben und Betrag: nur 100,-- Euro. Und, und, und… Warum passiert da nichts? Der blöde Automat gibt das Geld nicht raus. Er sagt nur: „Tschüss!!!“ Die Familie Gießen hatte leider den Dispo bereits überzogen. Der OB kam leicht ins Grübeln und erzählte dieses schreckliche Erlebnis umgehend seiner lieben Frau B. Diese schlug sofort vor, mit dem hilfsbereiten Banker der Bank Hessen, ein Bruder des freundlichen Autoverkäufers, einen Termin zu vereinbaren.
Und siehe da. Das Haus wurde finanziert und der Dispo gleich mitfinanziert. Ach was war der aber auch wieder so nett. Die Familie zog in Ihr schönes Haus. Und der hässliche Garten. Abgerissen. Neu angelegt. Einfach nachfinanziert. Überhaupt kein Problem.
Aber irgendetwas bereitete Frau OB wenig später Kummer und Sorgen. Es flatterten immer mehr Rechnungen und Mahnungen ja sogar Mahn- und Vollstreckungsbefehle ins Haus. Die Familie Gießen war zahlungsunfähig. Da konnte nur dieser verflixte Teufel dran schuld sein. Das war der Familie Gießen sofort klar.
Es blieb nur noch eins. Herr OB rief in seiner großen Not bei RTL an. Und die schickten Peter Zwegert. Er rechnete und rechnete. Aber wie er auch rechnete. Es kam einfach immer das gleiche Ergebnis heraus. Die Familie Gießen muss die Privatinsolvenz beantragen. Gesagt getan. Die Familie Gießen zog aus ihrem schönen Haus.
Die Bank ersteigerte es günstig und verkaufte und finanzierte es weiter. Was für ein toller Gewinn. Der nette Banker bekam einen tollen Bonus. Dem neuen Eigentümer gefiel der sterile Garten der Familie nicht. (Das Teichkaffee und diese Sichtachsen waren aber wirklich scheußlich!) Er finanzierte nach und legte den hübschen vorherigen Naturgarten wieder an. Der Banker bekam noch einen Bonus.
Die Familie Gießen lebt jetzt unter dem Rettungsschirm. Es ist sehr zugig und auch sehr unbequem. Die Kinder von OB und B leiden darunter sehr und sind jetzt sehr häufig unpässlich.
Und wenn sie nicht gestorben sind, so zahlen sie noch heute. Und wenn sie längst gestorben sind, so zahlen ihre Enkel weiter.

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Kommentare zum Beitrag

Arnd Lepère
592
Arnd Lepère aus Gießen schrieb am 27.07.2012 um 23:22 Uhr
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von:  Arnd Lepère

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Arnd Lepère
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