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Marburgerinnen schnappen sich in letzter Sekunde Platz vier

Osnabrücks Margret Dwyer (v. links) versucht Marburgs Shenita Landry zu blocken. Lisa Koop und Emma Cannon verfolgen die Situation.  Foto: Melanie Schneider
Osnabrücks Margret Dwyer (v. links) versucht Marburgs Shenita Landry zu blocken. Lisa Koop und Emma Cannon verfolgen die Situation. Foto: Melanie Schneider
Gießen | Geschafft! Die Marburgerinnen schnappen sich auf den allerletzten Drücker noch Platz vier und damit den Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde.
von Marcus Richter

Der 66:45-Erfolg könnte Gold wert sein. Denn der Gegner des BC im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft heißt New Basket Oberhausen. Ein Team, das für seine Heimstärke gefürchtet ist.
Das Happyend nach der Hauptrunde hat das Pharmaserv-Team auch der Schützenhilfe von Wolfenbüttel in Halle zu verdanken. Aber in erster Linie seinem unbändigen Willen.
Die Partie stand für die Marburgerinnen unter keinem guten Stern, hatte sich doch unter der Woche Neuzugang Alissa Pierce schwer verletzt. Und das vor einem Spiel mit Playoff-Charakter. Schließlich wollte Marburg noch den Strohhalm ergreifen, der auf Platz vier führt. Für Osnabrück ging es sogar noch um das Erreichen der Endrunde überhaupt.
Von der ersten Minute an brachten die Gäste mehr Intensität aufs Parkett, lagen stets in Front. Und es gehört schon eine Menge Energie dazu, einem Team, das im Durchschnitt 70 Punkte erzielt, nicht mehr als 45 Zähler zu gestatten.
„Wir haben wirklich sehr gut verteidigt. Das war eine eindrucksvolle Team-Leistung“, freute sich BC-Trainerin Aleksandra Kojic. Zwar gelang das gesteckte Ziel, die wohl beste Brettspielerin der Liga zu stoppen, nur bedingt – Emma Cannon übertraf mit 27 Punkten sogar ihren Saisonschnitt. Doch konnte sie sich diesmal nur acht Abpraller angeln.
Das lag vor allem daran, dass die Marburgerinnen so geschickt verteidigten, dass die beste Rebounderin des Spiels nicht Cannon hieß, sondern Shenita Landry (13), gefolgt von Natta Gohrke (11). Mit Lisa Koop (6) packten die BC-Centerinnen immer dann kräftig zu, wenn Osnabrück mal wieder den Korb verfehlte. Außer ihrer Top-Athletin strahlte bei den Panthers niemand echte Gefahr aus. Amanda Davidson, Tina Menz und Nicola Happel kümmerten sich um Aufbauspielerin Brianne O‘­Rourke. Und das gefürchtete Zusammenspiel zwischen Cannon und Margret Dwyer verhinderten auf dem Flügel Sandra Weber und Finja Schaake.
Eine Neun-Punkte-Serie sorgte Mitte des zweiten Viertels für den ersten deutlichen Vorsprung (29:15). Erst nach dem vierten Foul gegen Lisa Koop (24. Minute) schlossen die Gastgeberinnen durch neun Zähler in Folge auf (35:40/29.). Doch zwei Fastbreaks verschafften zur letzten Pause wieder etwas Luft (44:35). Zwar hätte es nach Koops fünftem Foul (34.) noch einmal eng werden können. Doch nachdem sich Osnabrücks Cannon nur 82 Sekunden (53:43) später ebenfalls verabschieden musste, konnte nichts mehr schiefgehen.
Und so widmete sich manch einer der 60 mitgereisten BC-Fans dem Live-Ticker im Internet. Zunächst ging man von Wasserburg als nächstem Gegner aus. Doch da die Oberhausenerinnen das direkte Duell relativ klar für sich entschieden, sprangen sie über das bessere Korbverhältnis im Dreiervergleich mit den Innstädterinnen und Halle noch auf Platz fünf.
An den nächsten Gegner mochte Aleks Kojic jedoch noch nicht denken, „sondern den Moment genießen“.
Marburgs Spiele im Viertelfinale („Best of three“): Spiel 1: Samstag, 31. März, ab 20 Uhr in Marburg. Spiel 2: Karsamstag, 7. April, in Oberhausen. Falls nötig: Entscheidungsspiel am Ostermontag, 9. April, 16 Uhr in Marburg.
Die anderen Paarungen lauten: Wolfenbüttel – Nördlingen, Rhein-Main – Halle, Freiburg – Wasserburg.

Statistik:
Osnabrück Panthers – BC Pharmaserv Marburg 45:66. (11:15, 13:19, 11:10, 10:22).
Osnabrück: Cannon 27 Punkte (8 Rebounds), Dwyer 9/1 Dreier (5 Reb.), Kaiser, Knopp, Mossong 2 (8 Reb.), Ochs, O‘Rourke 7/1 (5 Reb.), Schulte to Bühne, Vatthauer, Koopmann, Schwarz (beide n.e.).
Marburg: Davidson 19/3 (3 Assists), Gohrke 4 (11 Reb.), Happel, Koop 2 (6 Reb.), Landry 21 (13 Reb.), Menz 2, Schaake 11, Weber 7/1. Schiedsrichter: Schwarzkopf, Schupke. Zuschauer: 850

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