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Eine Powerfrau geht ihren Weg

von Redaktion GZam 19.03.20122212 mal gelesen1 Kommentar
Für Maggie Skuballa soll es nach der Verletzung wieder aufwärts gehen. Foto: Tobias Hirsch
Für Maggie Skuballa soll es nach der Verletzung wieder aufwärts gehen. Foto: Tobias Hirsch
Gießen | Die Frage, dass sich Margret Skuballa, die alle nur „Maggie“ nennen, sportlich betätigen würde, stellte sich eigentlich von Kindesbeinen an nicht wirklich. Und auch nicht die Frage, welche Sportart die gebürtige Hamburgerin ausüben würde. „Meine drei großen Schwestern haben alle Basketball gespielt, und auch meine Mutter war nicht nur Basketballerin, sondern auch Trainerin. Mit fünf Jahren war ich mit in der Halle, mit sechs habe ich in der Grundschule schon selbst gespielt“, erzählt die 24-Jährige.

„Ich habe nie groß darüber nachgedacht, dass ich auch einen anderen Sport betreiben könnte. Ich laufe gerne, ich laufe auch gerne dem Ball hinterher. Basketball ist für mich die perfekte Mischung aus Ausdauer, Kraft und Intelligenz. Ich könnte definitiv keine Einzelsportart ausüben“, unterstreicht Maggie Skuballa. Und der Erfolg gibt ihr recht.

Von Beginn an steil bergauf
Denn von Beginn an ging es mit der sportlichen Karriere steil bergauf. Über die Hamburger Auswahl landete „Maggie“ schon mit 15 Jahren beim Bundesligisten SC Rist Wedel, spielte von der U 16 bis zur U 20 in allen Jugend-Nationalmannschaften. Über die BG Dorsten kam Maggie Skuballa, die inzwischen auch in der Frauen-Nationalmannschaft zum festen Kern gehört, 2007 nach Marburg, wo sich die Modellathletin mit ihrer Übersicht und ihrer athletischen Spielweise schnell in die Herzen der Fans spielte.

Auch abseits des Spielfeldes arbeitet „Maggie“ zielstrebig an ihrer beruflichen Karriere. Klaglos steckte sie die Doppelbelastung zwischen Ausbildung und Leistungssport weg, auch wenn die Tage lang und länger wurden. Im Spätsommer des vergangenen Jahres schloss die 24-Jährige ihre Ausbildung zur Physiotherapeutin erfolgreich ab, um sofort danach an ihrem Wohnort Gießen ein Psychologie-Studium aufzunehmen. „Ich komme ins zweite Semester und will Psychologin werden. Ich weiß, dass ich das machen will, und ich weiß, dass ich das schaffen werde. Es gab und gibt keinen anderen Weg“, ist „Powerfrau“ Maggie Skuballa entschlossen, auch in den kommenden Jahren ihren Weg zu gehen, auch wenn dabei „nicht viel Zeit für Privates bleibt“.
Zeit, die sie in den kommenden Wochen zwangsläufig etwas mehr zur Verfügung haben wird. Denn Ende Januar beim Spiel des BC Pharmaserv Marburg in Chemnitz passierte es: Maggie Skuballa stieg nach nur drei Minuten zum Korb, versenkte den Ball, verdrehte sich bei der Landung aber ohne gegnerische Einwirkung das Knie. Die niederschmetternde Diagnose: Kreuzbandriss, Operation, Saison-Aus.

Ein Trost: Die Operation ist gut verlaufen, die Krücken stehen schon wieder in der Ecke und mit dem Krafttraining hat die erste Phase der Rehabilitation bereits wieder begonnen. „Klar steckt die Verletzung irgendwie im Moment noch im Hinterkopf, ist das Knie noch nicht wieder wie vorher, und ich weiß, dass ich die Übungen für das Bein immer wieder machen muss. Aber ich hoffe, dass sich das wieder legen wird, wenn ich wieder ein paar Wochen in der Halle trainiert habe“, wirft „Maggie“ die Flinte noch lange nicht ins Korn.

„Klar ist es schrecklich, bei den Spielen auf der Bank zu sitzen. Aber ich habe mich damit abgefunden, dass es so ist, wie es ist, und versuche der Mannschaft auf meine Weise zu helfen“, lässt sich „Maggie“ nicht unterkriegen.

Noch ein paar Jahre spielen
In ein paar Wochen soll es mit dem Lauft raining wieder losgehen, zur Vorbereitung auf die neue Saison will die Flügelspielerin wieder mit voller Kraft dabei sein. „Ein paar Jahre will ich noch Basketball spielen, in der kommenden Saison auf jeden Fall in Marburg. Ich bin zufrieden mit dem, was ich hier habe. Der Kern der Mannschaft spielt schon längere Zeit zusammen, auch das Umfeld stimmt“, hat sich Maggie Skuballa festgelegt. Und mit der Nationalmannschaft will sie im kommenden Jahr zur Europameisterschaft. „Ich hoffe, dass wir die Qualifikation schaffen, auch wenn ich nicht dabei sein kann.“

Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
10.949
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 01.04.2012 um 03:01 Uhr
Dann von mir an dieser Stelle gute Besserung und weiterhin viel Erfolg!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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