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Aktionsbündnis Sozialproteste gegen Gauck

Gießen | Das Aktionsbündnis Sozialproteste Gießen bedauert die Nominierung von Joachim Gauck zum Kandidaten für das Präsidentenamt. Durch zahlreiche Äußerungen hat er zum Ausdruck gebracht, dass ihm nicht nur die Nöte und Wünsche der Erwerbslosen fremd sind, sondern dass er das System Hartz IV, die nach unten offene Armutsfalle, ausdrücklich lobt. Auch dass er die Menschen, die sich in der Occupy-Bewegung für die Beschränkung der Finanzmächte einsetzen, als „unsäglich albern“ bezeichnet, lässt ihn in unseren Augen als ungeeignet erscheinen. Der Bundespräsident der BRD sollte der Präsident aller Menschen sein und sich für ein solidarisches Miteinander einsetzen und nicht einseitig die Belange der Vermögenden vertreten. Hinzuzufügen wäre noch seine Zustimmung zu den rassistischen Thesen von Thilo Sarrazin, den er als „mutig“ bezeichnet. Das Aktionsbündnis Sozialproteste kämpft weiterhin für einen Mindestlohn von 10 Euro und einen Eckregelsatz von 500 Euro, letztlich für die Abschaffung von Hartz IV. Dafür setzen sich auch Erwerbslose und Menschen, die mit ihnen solidarisch sind, seit Jahren in Gießen bei der Montagsdemonstration ein.

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Kommentare zum Beitrag

Stefan Walther
2.813
Stefan Walther aus Linden schrieb am 26.02.2012 um 10:02 Uhr
Gut, dass Gauck abzulehnen ist, das ist hier unter mehreren Beiträgen ausführlich nachgewiesen....

Meine Frage an das Aktionsbündnis: was soll das sein "Der Bundespräsident der BRD sollte der Präsident aller Menschen sein..."?
So etwas kann es überhaupt nicht geben, wie jeder Staat besteht auch die BRD aus verschiedenen Schichten / Klassen... also, wenn ich mich für die Interessen der Erwerbslosen, Arbeiter, Angestellten oder auch Rentner einsetze, dann wende ich mich zwangsläufig gegen die Interessen der Unternehmer.... ein "solidarisches Miteinander" kann und wird es da nicht geben können, was die einen erkämpfen geht immer auf Kosten der anderen, so ist das nunmal. Und wenn das Aktionsbündnis hier etwas anderes verbreitet, dann schadet es den Interessen vor allem der abhängig Beschäftigten, ob nun bewußt oder unbewußt, das Ergebnis ist das gleiche!
Michael Beltz
2.730
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 26.02.2012 um 10:07 Uhr
Mit dieser Kritik, Stefan, stimme ich völlig überein. Ich habe es dennoch hier hereingestellt, weil es von einer wichtigen Organisation kommt und ich dem Übrigen zustimme.
Stefan Walther
2.813
Stefan Walther aus Linden schrieb am 26.02.2012 um 10:23 Uhr
Daran - dass du das hier eingestellt hast - habe ich auch nichts zu kritisieren!

Wir müssen jedoch überall, sei es in solchen Aktionsbündnissen, sei es in der Gewerkschaft.... und immer da wo sich Menschen gegen soziale Ungerechtigkeit engagieren, darauf hinweisen, dass ein "Sozialpartnerschaftsprinzip" nie unseren Interessen nützt, sondern nur den Status quo aufrecht erhalten soll. Diese Diskussionen müssen aber immer fair und kameradschaftlich - niemals besserwisserisch und überheblich - geführt werden. Aber es darf auch kein Zurückweichen vor solchen Diskusionen - um der Einhalt willen - geben!
Antje Amstein
5.060
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 26.02.2012 um 11:53 Uhr
Dem wiederspreche ich, es geht schon das ein solidarisches Miteinander funktionieren kann. Man muß auch wollen!
Der BB ist doch auch nur eine Schachfigur (der Turm) mehr nicht, von Springer nach oben gespielt!
Ich verstehe nicht, welche Regierung in der BRD hat sich jemals für die Rentner und Armen eingesetzt? Wir kennen es doch nicht anders und reagieren jetzt verwöhnt, wir alle die in dieser 2 Klassengesellschaft im unteren Teil angesiedelt sind müssen zusammen halten und für unsere Rechte kämpfen! Wir sind mehr und dadurch stärker!
Stefan Walther
2.813
Stefan Walther aus Linden schrieb am 26.02.2012 um 12:02 Uhr
Hallo Antje,
ja, ein solidarisches Handeln gibt es sehr wohl: wir - z.B. in der Gewerkschaft - leben dies, zumindest kämpfen wir immer darum!
Ein solidarisches Miteinander, über Grenzen von Klassen hinweg, kann es jedoch nicht geben. Wenn Arbeiter höhere Löhne verlangen und durchsetzen, dann geht das immer auf Kosten der Profite, und wenn Löhne gedrückt werden, dann steigt der Profit... hört sich simpel an, ist es auch!
Man kann natürlich auch predigen "Gebt dem Kaiser was des Kaiser`s ist", dann herrscht evt., ne zeitlang, Ruhe im Land.... aber das ist erstens weltfremd und zweitens hat das auch nichts mit solidarischem Miteinander zu tun....und du stimmst in deiner Aussage auch zu "wir müssen stärker zusammen halten....", wir sitzen zwar alle in einem Boot wie es so schön heißt.... aber nie vergessen, die einen rudern, die anderen steuern, oder lassen auch noch steuern.... :-)
Antje Amstein
5.060
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 26.02.2012 um 12:54 Uhr
naja mit dem Boot stimmt schon, um so schlechter es allen geht um so schneller wird grudert und wer steuert muß mit rudern sonst klappt das nicht mit der Welle!
Stefan Walther
2.813
Stefan Walther aus Linden schrieb am 26.02.2012 um 14:57 Uhr
...die, die steuern werden nie mitrudern, vorher ziehen sie uns alle mit in die Welle!
Michael Beltz
2.730
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 26.02.2012 um 15:10 Uhr
Wir müssen immer einschätzen, wer was will - und dann sind die Fronten schnell geklärt. Und dann sehe ich mich auf einer Seite der Front, also den Ruderern, und azeptiere erst mal alle, die da auch stehen. Kritik habe ich an vielen; an attac, an occupy, an robin wood, selbst an den Gewerkschaftzen (ich bin schon fast 45 in der GEW) und noch tausend anderen. Dennoch stehen mir alle diese Organisationen und Menschen näher als das ganze Ausbeuterpack.
Ein Hartz-IV-Empfänger ist ein Opfer dieses Systems und ein Mensch, der unter denen leidet, die auf der Gegenseite stehen. Und das sind die wahren Assozialen.
PS Manchmal habe ich auch Kritik in meiner Partei anzumelden.
Peter Herold
14.249
Peter Herold aus Gießen schrieb am 27.02.2012 um 15:54 Uhr
Zu Herrn Gauck verweise ich auf den Artikel in der Süddeutschen vom 27.02. auf Seit 2 von Hans-Jochen Tschiche.
Stefan Walther
2.813
Stefan Walther aus Linden schrieb am 27.02.2012 um 17:05 Uhr
Zum Gauck schreibe ich nix mehr, wenn manche meinen Kritik sei hier nicht erlaubt, dann gute nacht Meinungsfreiheit und Kritikfähigkeit!
Michael Beltz
2.730
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 27.02.2012 um 17:28 Uhr
Wer meint denn, Kritik sei hier nicht erlaubt? Da verstehe ich Dich nicht, Stefan.
Zu Gauck wird es noch viel zu sagen geben. Wir haben heute wieder schöne Dinge dazu erhalten.
Stefan Walther
2.813
Stefan Walther aus Linden schrieb am 27.02.2012 um 20:19 Uhr
Ja, war jetzt etwas verwirrend Michael! = gehört eigentlich zu einem anderen Beitrag hier = dort wird Kritik immer gleichgesetzt mit "Schmutz bewerfen" oder ähnlichem... ist wahrscheinlich gar nicht mal böse gemeint, nur so geht das nicht!
Ich wollte damit nur ausdrücken, dass hier unter verschiedenen Beiträgen eigentlich (fast?) alles gesagt ist, mehr nicht!
Gut, dann meine persönliche Einschätzung zu Gauck: er löst Wulff nur deshalb ab weil er der "bessere" Bundespräsident für`s Kapital ist, der ohne mit der Wimper zu zucken, Sozialabbau und so genannte Sparmaßnahmen für gut heißen wird.... alles im Interesse der Konkurrenzfähigkeit Deutschlands und der deutschen Monopole... einige werden jetzt mit dem Kopf schütteln.. . abwarten! :-))
Michael Beltz
2.730
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 27.02.2012 um 23:49 Uhr
Da besteht kein Widerspruch, er ist der mögliche Repräsentant einer (wahrscheinlichen SPD/Grüne) Regierung im Interesse des Kapitals und für weitere Drecksarbeit.
Peter Herold
14.249
Peter Herold aus Gießen schrieb am 28.02.2012 um 18:07 Uhr
Ich verweise nochmals auf Die Süddeutsche vom Montag. Da steht alles drinn über Gauck. Etwas übertrieben gesagt ein "Trittbrettfahrer der Bürgerbewegung"
Michael Beltz
2.730
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 02.03.2012 um 16:20 Uhr
Nicht nur die Süddeutsche. Dennoch danke für den Tipp.
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von:  Michael Beltz

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Michael Beltz
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