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Auf die Plätze, fertig, los: jetzt um START-Stipendium bewerben

Gießen | Zum elften Mal vergibt die START-Stiftung – ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – gGmbH in Hessen Stipendien an engagierte und leistungsstarke Schüler mit Migrationshintergrund. START unterstützt die Jugendlichen auf dem Weg zum Abitur und stärkt ihre Bildungschancen. Für die Teilnahme sind neben dem familiären Migrationshintergrund gesellschaftliches Engagement und gute Schulnoten nötig. Das Stipendium richtet sich ausdrücklich an Schüler aller Schulformen. Die Bewerber sollten die Klassenstufen 9 oder 10 (bei 13-jähriger Schulzeit) bzw. 8 oder 9 (bei 12-jähriger Schulzeit) besuchen.

START in Hessen ist ein Gemeinschaftsprojekt der START-Stiftung, dem Initiator des Programms, und 30 weiterer Förderer. Das Hessische Kultusministerium unterstützt von Beginn an das STARTStipendienprogramm als Beitrag zur Integration von Zuwanderern in Hessen und stellt für die Landeskoordination des Programms 1,5 Personalstellen zur Verfügung.

Kultusministerin Dorothea Henzler unterstreicht: „Bildung ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration in die Gesellschaft. START vermittelt in hohem Maße Anerkennung für schulische und ehrenamtliche Leistungen. Gleichzeitig ermöglicht START Talente auszubauen und neue zu entdecken.“

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Inhalte des START-Stipendiums
Robert Hasse, Geschäftsführer der START-Stiftung gGmbH, erläutert die Förderungsstruktur: „Seit seiner Geburtsstunde vor zehn Jahren in Hessen sind es zwei Säulen, die START ausmachen: die finanzielle und die ideelle Förderung.“ Neben einer monatlichen Zahlung von 100 € für bildungsrelevante Anschaffungen und Aktivitäten erhalten die Stipendiaten bei Bedarf auch einen Laptop und einen Drucker. Im Zentrum der ideellen Förderung stehen Seminare aus den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung, Rhetorik, Demokratie, Medien- und interkulturelle Kompetenz. Zusätzlich können die Stipendiaten Veranstaltungen mit künstlerischem, sozial- und naturwissenschaftlichem sowie wirtschaftlichem und sportlichem Schwerpunkt besuchen. „Die Rückmeldungen der Stipendiaten zeigen, dass wir mit diesem Ansatz richtig liegen und Bildungsungerechtigkeiten durchaus ausgleichen können“, so Hasse.

Das regionale Angebot für die Stipendiaten umfasst vielfältige Bildungsaktivitäten mit kulturellen, politisch-historischen sowie Schwerpunkten zur Berufsorientierung; Wochenendveranstaltungen und Arbeitsgemeinschaften ergänzen das regionale Programm. Individuelle Beratungen zur schulischen, beruflichen und persönlichen Entwicklung können die Jugendlichen ebenfalls wahrnehmen. „Diese Angebote sind eine sinnvolle Ergänzung der finanziellen Förderung und tragen zur erfolgreichen Integration der Stipendiatinnen und Stipendiaten bei“, betont Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld im Namen der Förderer. Frankfurts Sozialdezernentin unterstützt das Programm, weil sie davon überzeugt ist, dass „positive Vorbilder auch anderen Jugendlichen mit Migrationshintergrund Mut machen ihren Weg zu finden.“

Bewerbungsverfahren
Vom 1. Februar bis 1. März können Interessenten online auf www.start-stiftung.de eine Kurzbewerbung einreichen. Hierfür ist zunächst eine Registrierung notwendig, nach der dann eine Weiterleitung zum Bewerbungsformular erfolgt. Hat die Kurzbewerbung überzeugt, erhält der Kandidat die Aufforderung, das Onlineprofil bis zum 20. April 2012 zu ergänzen. Die endgültige Auswahl der neuen Stipendiaten erfolgt anschließend nach persönlichen Bewerbungsgesprächen, die vor den Sommerferien stattfinden.

In Hessen ist START eine gemeinsame Bildungsinitiative der START-Stiftung – ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – gGmbH und u. a. folgender Förderer: Dr. Karl und Christiane Altenburg, American Women’s Club of the Taunus e. V., BT Spickschen Stiftung, Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Deutsche Bank Stiftung, Deutsche Telekom Stiftung, Anne und Siegfried Drueker, Dürr AG, Edmund Vey-Stiftung in Verwaltung der Frankfurter Sparkasse 1822, Dr. Michael Endres, Daniela und Ulrich Fehring, Stadt Frankfurt – Dezernat für Soziales, Senioren, Jugend und Recht, Freunde der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung e. V., The Gingko Foundation, Grohe-Stiftung, Helmut Mader Stiftung, Hessisches Kultusministerium, Christine und Ralph Heuwing, Kreis Offenbach, Verena und Dr. Stephan Leithner, Kathrin und Ralf Lochmüller, Elisabeth, Boris, Patrick, Brigitte und Jochen Sauerborn, Stiftung PRO ASYL, Stiftung NGAC, Andrea C. Stuhlsatz, Ehepaar Tallner, Union International Club, von Schad’sche Stiftung, Dr. Bernhard und Ursula Wunderlin.

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung hat das START-Schülerstipendienprogramm im Jahre 2002 mit rund 20 Stipendien in Hessen begonnen. Heute unterstützen über 100 Kooperationspartner das Programm – Stiftungen, Kultusministerien, Kommunen, Privatpersonen, Unternehmen und Vereine. Seit 2007 führt die START-Stiftung gemeinnützige GmbH als Tochtergesellschaft der Hertie-Stiftung das Programm durch. Im Schuljahr 2012/2013 werden insgesamt rund 710 Schüler aus rund 90 Herkunftsländern gefördert. Zusammen mit den Ehemaligen profitier(t)en rund 1.400 Schüler von dem Programm. START ist in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg- Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen vertreten.

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